• Arbeit Tierheim/Tierschutz...erschöpft von den Menschen

    Puhh...ich versuche mich kurz zu fassen... Ich bin durch Corona in die Kurzanleitung gerutscht und habe mir eine ( wie ich dachte) schöne Aufgabe gesucht- Ehrenamt im Tierheim. Und was soll ich sagen? Ich liebe Tiere, mag die Kollegen und die Aufgabe an sich. Ich bin aber am verzweifeln wie rücksichtslos und scheinbar ahnungslos die Menschen sind, die…
  • 73 Antworten

    Tiere werden immer zurückgebracjt werden. Das is blöd aber fürs Tier evtl auch besser als in einem Haushalt zu sein indem sie nicht erwünscht sind.

    Tiervermittlung is keine einfache Sache.

    Aber Menschen tun den Tieren noch viel schlimmere Dinge an als sie ins tierheim zurück zu bringen. Das sind Situationen die mich oft an den Rand der Verzweiflung gebracht haben. Wenn misshandelte oder verwsrloste Tiere zu uns kamen.


    Tierschutz ist eine anstrengende Arbeit in der Freude und grosses Leid oft nah beieinander liegen.

    Ich wurde im Tierheim auch nur mit Verachtung gestraft weil ich als alleinstehende berufstätige Person Katzen adoptieren wollte. Kollegen von mir haben in verschiedenen Tierheimen ähnlich Erfahrungen gemacht. Hab mittlerweile zwei Katzen aus einer privaten Tierschutzeinrichtung. Die sind gerade hochgradig genervt von mir weil ich aktuell frei habe und den ganzen Tag zuhause bin, ständig muss man mit mir spielen :D


    Hier war der Start aber auch holprig und ich habe mehrmals das Gefühl gehabt, den Katzen nicht gewachsen zu sein und einen Fehler gemacht zu haben obwohl ich mich im Vorfeld gut informiert haben und die Idee mehrere Jahr mit mir rumgetragen habe. Ich habe viel Katzenbesitzer in meinem Umfeld und weiß, dass das einfach Startschwierigkeiten sind aber ich finde es nicht überraschend, dass manche diese Anschaffung zeitnah bereuen und daraus auch Konsequenzen ziehen. Würde es auch als Bonus sehen, dass sie die Tiere zurückbringen und nicht aussetzen oder auf Ebay verticken.

    Ich hatte mal eine Kollegin die forderte dass Tierheime doch ihre Tiere umsonst abgeben sollte. Die müssten sich bei den Vermittlungsgebühren nicht wundern, wenn Niemnd ein Tier aus dem Tierheim nimmt.

    Auf die Frage wer denn die weit mehr als 10.000 Euro Unterhaltskosten die monatlich anfallen bezahlen soll, kam leider keine Antwort.

    Was denken solche Leute? Dass die Stadt jeden Monat die Tierheimkosten trägt?

    Die Tierheime sind alle so gut wie pleite,

    Gerade jetzt zu Coronazeiten, einfach mal so vorbei gehen ist ja nicht.

  • Anzeige

    Verhueter

    Ja, es ist Realität, aber eine die mir nicht gefällt.

    Es kann immer nicht passen und man bringt das Tier zurück. Aber ein wenig Gedanken sollte man sich eben schon machen. Das Katzen Haare verlieren ist nichts Neues und dass Sie sich eingewöhnen müssen sollte auch jedem klar sein. Ich mag eben diese Mentalität nicht, ich "hol" mir ne Katze/Hund, will ich haben. Oh es ist mit Arbeit verbunden, nee doch nicht ist mir zu unbequem. Es sind Lebewesen und keine neuen Stecker!

    Diese Achtlisigkeit ärgert mich.

    Es ist etwas anderes, wenn sich 2 Tiere nicht verstehen, dann geht es nicht anders!

    Bei uns ist es nicht ruppig und die Kollegen sind toll und engagiert.

    Wir freuen uns über jeden der ehrliches Interesse an einem Tier hat und ihm ein schönes Heim schenkt.


    Und nein, vom Chef gab's keinen Ärger...sonst behandele ich auch niemanden ruppig, war nur enttäuscht, weil ich mich für die alte Katzendame gefreut hatte, die nicht mehr viele Chancen, auf ein schönes Zuhause bei einem sie schützenden Menschen, haben wird...

    Ich würde niemanden der keinerlei Erfahrung als Tierbesitzer hat dazu raten auf eBay Kleinanzeigen nach einem Tier zu suchen,

    Die Gefahr ist da viel zu groß sich ein Tier zu holen mit dem man dann nur Scherereien hat.

    Gerade bei Katzen vom Bauernhof ist es absolut üblich dass die Kitten nicht entwurmt abgegeben werden.

    Der Bauer denkt, wenn ich die schon umsonst abgebe, dann können doch die Leute die Entwurmung bezahlen.

    Das führt nicht selten dazu dass abgemagert, kranke und schwächliche Tiere abgegeben werden, die dann erst einmal für viel Geld vom Tierarzt aufgepäppelt werden müssen.

    Ich habe ein Kitten gefunden, dass ständig Durchfall hatte,

    Es stellte sich dann heraus dass das Kitten voller Würmer, Giardien, Milben, Flöhe etc. war und zudem mit gerade einmal 4 Monaten Dank einer Fibroadenomatose schon geschlechtsreif wurde.

    Da Giardien hier nicht ganz so üblich sind, wie in südlichen Ländern dauerte es ein wenig bis ich dahinterkam was dem Tier noch fehlen könnte.

    Hat mich einige Hundert Euro gekostet bis das Tierchen gesund war.

  • Anzeige

    Ich kann es nicht als "Bonus" sehen, dass die Tiere nicht ausgesetzt werden, sorry...das ist doch absurd.

    "Vielen Dank, dass Sie das Tier nicht ausgesetzt haben"

    Das ist für mich selbstverständlich und menschlich, das andere unmenschlich.

    Es ist mir bewusst, dass es Menschen gibt, welche sowas tun. Über die brauchen wir gar nicht reden.

    Das ist für mich Abschaum, genauso wie Tierquälerei etc.

    Plüschbiest schrieb:

    Die Tierheime sind alle so gut wie pleite,

    Gerade jetzt zu Coronazeiten, einfach mal so vorbei gehen ist ja nicht.

    ich bin nach wie vor der Meinung, dass jeder, der ein junge Katze oder einen Welpen von einem Ups-Wurf Züchter oder einen "Hobby-Züchter" oder "Mischlingszüchter" ohne vernünftigte Papiere (d.h.: nicht tierschutzüberwacht) kauft, pro Jahr 100.- an das örtliche Tierheim abführen muss.

    Gleich mit der Steuer. Hund aus dubioser Haltung?

    100.- pro Jahr. Dann hätte man gleich mehrere fFliegn mit einer Klappe geschlagen.

    Einen Hund mit VDH-Papieren zieht man mit allem drum und dran und in Rasseabhängigkeit zwischen 160.- und 230.- auf,

    ohne VDH, geimpft, gechipt, geimpft mit allem drum und dran für 110.-


    Preise zwischen 1500.- und 2500.- sind eine absolute Frechheit für Hunde, deren Aufzucht oder Eltern nicht zertifiziert sind.

    Ich habe nicht geschrieben, dass die Arbeit an sich sinnlos ist, denn das ist sie sicher nicht.

    Nur lassen gewisse Leute diese so erscheinen, wenn man sich den Mund fusselig redet, angeblich alles bekannt ist und dann oh Wunder, die Katze verliert Haare%-|

    Sicher ist es eine schöne und wichtige Aufgabe. Und ab und an gibt es eben mal Misttage, blöde Leute und das ist dann einfach schade- für die Tiere, die Mitarbeiter, den Aufwand.

    Heute war ich eben sehr emotional, man darf das sicher nicht alles so nah an sich ran lassen. Mia culpa!:)_

  • Anzeige
    Kate.Boston schrieb:

    Und nein, vom Chef gab's keinen Ärger...sonst behandele ich auch niemanden ruppig, war nur enttäuscht, weil ich mich für die alte Katzendame gefreut hatte, die nicht mehr viele Chancen, auf ein schönes Zuhause bei einem sie schützenden Menschen, haben wird...

    Wieso willst du dann was ändern? Ist doch eine natürliche Reaktion.

  • Anzeige

    Ich kann dich gut verstehen. Ich war selber mal eine zeitlang ehrenamtlich beim Tierschutz und es ist so erschreckend, wie manche Menschen mit Tieren umgehen. Da wird die Katze zurückgebracht, weil sie nicht ständig kuscheln will oder der alte Hund, weil er eben keine 10km mehr am Tag laufen will. Manche Menschen sollten sich eher Plüschtiere kaufen.


    Ich hab aber auch schon die gegenteilige Erfahrung gemacht, dass die Leute von Tierheim/Tierschutz sehr unfreundlich waren. Ich wollte gerne ein/zwei Katzen in reine Wohnungshaltung und bin berufstätig. Keiner wollte mir Katzen geben, entweder da berufstätig oder kein Freigang. Letztlich kamen meine Katzen dann alle vom Züchter. Als meine eine Katze letztes Jahr gestorben ist und ich Gesellschaft für meine andere Katze gesucht habe, war beim Tierheim wieder die Wohnungshaltung das KO-Kriterium. Letztlich habe ich dann eine kastrierte 5 jährige Katze von einer Züchterin bekommen.


    Genauso liest man oft bei Facebook die Postings mit Hund 8 Jahre in der Tötungsstation im Ausland und wenn nicht in den nächsten Tagen vermittelt wird er eingeschläfert.

    Wenn man dann schreibt, man ist zwar vollzeit berufstätig, würde aber ein oder zwei Tage Homeoffice machen können und für die restlichen Tage käme ein Hundesitter, ist anscheinend die Tötungsstation doch der bessere Ort und man wird teilweise mit rüden Worten abgewiesen.

    Liverpool

    darkwillow

    Ich weiß, dass es mit Tieren nicht immer so einfach ist, wie man es sich vorstellt.

    Ich hatte selber 2 Katzen( eine ist tot) und die erste war anfangs gar nicht begeistert, als die 2te kam. Es war 2 Wochen echt schlimm, dann pendelte es sich ein. Hatte beide von Bauernhöfen.

    Die eine Katze hat sich die Achillessehne gerissen, OP, Nachsorge, Gips. Hat mich als Studentin an die 1000€ gekostet. Aber ich hatte mich für das Tier entschieden, hatte die Verantwortung und man hat eben nicht nur gute Zeiten und sollte auch in schlechten Zeiten da sein. Das gehört dazu.

    Meine Katze ist fast 19 Jahre alt und auch teils etwas "unbequem" geworden, Krankheiten, Schrulligkeit, Demenz...aber ich kümmere mich so gut es geht um sie. Sie hat mir viele Jahre Freude gemacht und tut es auch jetzt noch, ist eben mit Arbeit und Fürsorge verbunden.

    Nie im Leben würde ich auf die Idee kommen sie nun weg zu geben, was einige bei alten Tieren tun.

    EdenRose

    Schön, dass du mich verstehst.


    Deine Erfahrungen mit den Tierheimen sind aber wirklich blöd. Gerade Katzen kann man als Berufstätige doch gut halten, vor allem zu zweit.

    Leider gibt es auch in dem Bereich so übertrieben missionierende Menschen, das finde ich schade.

    Soetwas Ähnliches hatte ja auch eine andere Foristin berichtet.

    Viele halten Katzen nur drinnen. Finde es mit Freigang zwar auch besser, aber dazu hat eben nicht jeder die Möglichkeit. Hatte ich die ersten 2 Jahre mit den Katzen auch nicht. (Dachwohnung)

    Und das mit dem Hund aus der Tötung, dazu fällt mir echt nichts mehr ein, das ist schon krass%:|

  • Anzeige