Arbeit Tierheim/Tierschutz...erschöpft von den Menschen

    Puhh...ich versuche mich kurz zu fassen...

    Ich bin durch Corona in die Kurzanleitung gerutscht und habe mir eine ( wie ich dachte) schöne Aufgabe gesucht- Ehrenamt im Tierheim.

    Und was soll ich sagen?

    Ich liebe Tiere, mag die Kollegen und die Aufgabe an sich.

    Ich bin aber am verzweifeln wie rücksichtslos und scheinbar ahnungslos die Menschen sind, die sich ein Tier zulegen. Bzw sind vielen die Tiere per se wohl egal, zumindest wenn sie nicht sofort reibungslos "funktionieren".

    Heute hat eine Frau eine Katze zurück gebracht, weil sie die ersten 2 Tage gemaunzt und sich versteckt hat. Diese Katze war vorher 12 Jahre bei einer Frau, die leider verstorben ist.

    So eine freundliche, menschenbezogene Katzenoma. Was erwartet diese Frau denn?

    Das Tier muss sich natürlich erst eingewöhnen.

    Und solche Geschichten passieren öfter, man ist froh für das Tier ein zu Hause gefunden zu haben, dann wird es nach 3 Tagen zurück gebracht," ja der verliert so viele Haare, das stört uns" nicht dein Ernst, dass eine Katze Haare verliert ist ja was ganz Neues!?:|N

    Oder der Hundeopi wird zurück gebracht, weil er einmal in den Flur gepieselt hat. Da waren die Leute 8h ausser Haus.

    Natürlich gibt es Gründe ein Tier wieder zurück zu bringen, aber diese Sachen ermüden mich total und lassen mich den Glauben an die Menschen verlieren.

    Der Frau gegenüber heute, die die Katze zurück brachte, konnte ich meine Verachtung nicht verbergen und sie hat sich über mich beschwert.

    Ich weiß auch nicht wieso ich das hier schreibe, aber wie kann ich damit besser umgehen?

    Solche Menschen machen die Arbeit für mich irgendwie sinnlos:°(

  • 73 Antworten

    Wenn jeder denken würde, dass die Arbeit im Tierheim sinnlos ist, weil Tiere auch zurück gegeben werden, was würde wohl aus den Tieren werden? Sollen sie verhungern oder verwildern? Du arbeitest dort des Tierwohls wegen, nicht um die Welt zu verbessern.

    es gibt aber auch tolle Tierhalter.


    Möglicherweise wissen manche Menschen auch nicht, auf was sie sich einlassen.

    Ich habe auch schon mal einen Kater wieder zurückgebracht.. Vor Ort, hat sich der Kater und meiner super vertragen, aber zu hause gab es nur noch Stress, so schlimm, dass ich den neuen Kater nach drei Tagen zurück ins Tierheim bringen musste... Die waren auch nicht grade begeistert davon, und die eine Frau hat mich richtig an gemotzt. Kurze Zeit später habe ich ein ganz junges Kätzchen bekommen, und mein Kater war total happy mit ihr.

    Die Kleine und mein Kater haben sich super lieb gehabt. Nach 5 Jahren ist dann die Kleine verstorben (angeborener Herzfehler)- und wir haben aus sehr schlechten Verhältnissen uns ein anderes Kätzchen geholt. Die Kleine war schrecklich verfloht, verlaust, verwurmt und hat überall hingeschissen, weil sie schrecklich Durchfall hatte. Das war echt anstrengend, und Tierarzt mäßig nicht günstig.

    Später wurde die Katze auch noch von einem Wolf gebissen und wir hatten ca 700 Euro Tierarztkosten. Zu allem Überfluss, ist die Katze niemals zutraulich geworden, und auch mein Kater liebt sie nicht sonderlich- aber sie vertragen sich einigermaßen. Die Katze hat einmal Junge bekommen, wovon wir eines behalten haben. Aber auch mit dem Jungkätzchen, ist mein Kater niemals so warm und innig geworden, wie mit dem ersten Tierchen.

    Nun jetzt haben wir drei Katzen, damit will ich sagen, auch, wenn jemand ein Tier zurück bringt, denke ich, solltest du die Menschen nicht verurteilen. Immerhin, sorgen sie sich so sehr um das Tier, das es zurück gebracht wird, und nicht einfach weggegeben....


    Es gibt sicher auch viele neue Besitzer, die mit den Tieren glücklich werden. Aber von denen hörst du nichts mehr, weil die kommen ja nicht wieder.


    Und mit den Haaren- manche Tiere haaren auch viel mehr als andere. Mein Kater haart so viel, und so gerne- selbst 500 km weiter, beim Zelten finde ich seine Haare auf meinem Brot. Die beiden Mädels machen das nicht....

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    Ich habe mir im.letzten Jahr eine Katze von privat geholt.

    Es hieß er müsse unbedingt Freigang haben.

    Egal was ich versucht hab er er hat Angst vor der neuen Umgebung und geht nicht nach draußen.

    Drinnen ist er leider nicht ausgelastet, da meine Zweitkatze viel draußen ist.

    Er hat mich auch schon mehrfach heftig gebissen, aber niemals würde ich ihn abschieben.

    Ich denke das Problem ist nicht die Katze, sondern die Situation an sich.

    Aber ich arbeite aktiv daran dass es für ihn schöner wird und er ein entspannteres Leben bei mir hat.

    Leider gibt es Leute die nur mit Tieren können wenn diese absolut pflegeleicht sind.

    Die Tierheime bekamen zu Anfang der Pandemie laufend Anfragen ob man nicht Hunde "ausleihen" und sie wenn die Kurzarbeit vorbei ist wieder zurück geben könnte. Finde ich furchtbar die Einstellung.

    Ein Tier ist für mich auch immer ein Familienmitglied und sollte auch so behandelt werden.

    Ich hätte dieser Frau direkt ins Gesicht gesagt dass die Katze so ein Frauchen nicht braucht und sie gut daran getan hat die Katze zurück zu bringen.

    Ich hätte ihr auch gesagt dass sie zur Tierhaltung absolut ungeeignet ist und in Zukunft die armen Tiere in Ruhe lassen soll.

    Kate.Boston schrieb:

    aber diese Sachen ermüden mich total und lassen mich den Glauben an die Menschen verlieren.

    Willkommen in der Realität und dieser Gesellschaft.

    Kate.Boston schrieb:

    sie hat sich über mich beschwert

    Und dein Chef war hoffentlich auf deiner Seite?

    Kate.Boston schrieb:

    aber wie kann ich damit besser umgehen?

    Musst du nicht. Wenn keiner den Mund aufmacht, wird es nie besser!

    Seh es anders. Sei froh das sie das Tier zurück bringen und nicht aussetzen. Das ist immer noch der bessere Weg. Ich weiss aber wie man sich da fühlt. Ich arbiete selbst im tierschutz. Versuch das komplett auszublenden und eine neue Alternative für das Tier zu suchen. Solange es im tierheim ist hat es zumindest warm und gut zu essen

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    Aber genau das sind Dinge, die in Tierheimen immer wieder passieren und das wird auch nie enden oder anders werden.

    Entweder man weiß das und sieht es als Job an, diese Tiere wieder in Empfang zu nehmen und sie weiter zu vermitteln, bis es klappt oder man ist mit völlig naiven Vorstellungen in einen Job reingegangen und er passt dann eben nicht. Dann muß man Straßenpflaster verkaufen, bei Steinen gibt es kaum mal Reklamationen.

    Leider gibt es aber auch Tierheimmitarbeiter die die möglichen Interessenten nicht gut beraten und dadurch riskieren dass Tiere zurückgebracht werden.

    Einer Freundin von mir wurde mal ein Kaninchen vermittelt, obwohl sie angab dass das Kaninchen mit einem Meerschweinchen vergesellschaftet werden soll.

    Ergebnis war dass das Meerschweinchen vom Kaninchen atta

    upps, versehentlich auf Antworten gekommen.

    Ergebnis war dass das Meerschweinchen vom Kaninchen attackiert wurde, und deshalb wieder ins Tierheim gebracht wurde.

    Wer sich mit Tieren auskennt weiß dass Kaninchen und Meerschweinchen nichts zu sagen haben, Im besten Falle langweilen sich beide miteinander und im schlimmsten endet es so, dass dass Meerschweinchen attackiert wird,

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    Wer sich mit Tieren auskennt weiß dass Kaninchen und Meerschweinchen sich nichts zu sagen haben.

    Ich sollte meine Texte vor dem Absenden einmal gegen lesen. :-(

    ich höre das soooo oft, dass die zwei zusammen gehalten werden - warum denn?

    Meeris brauchen Kumpels, Kaninchen sollten welche haben....

    wieso nimmt man dann nicht zwei von einer Sorte?

    Weil manche beide Tierarten möchten, aber nich gleich 4 Tiere. Und weul man es früher gedacht hat, dass es geht. So wie vuele heute noch sagen, dass Katzen Einzelgänger sind.

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    Limose

    So weit wie du bin ich da scheinbar noch nicht.

    An sowas wie aussetzen habe ich gar nicht gedacht, das ist für mich so absurd, obwohl mir natürlich klar ist, dass es passiert...

    Ich finde es eben schade, denn ich gönne den Tieren ein Zuhause, obwohl sie es im Tierheim gut haben ist es nicht vergleichbar und ja ich möchte den Tieren helfen, bin aber von den Menschen enttäuscht, natürlich gibt es auch viele die helfeno:)

    Und Tiere zurück geben aus solchen BANALEN Gründen finde ich eben mies. Immerhin sind das Lebewesen und keine neuen Schuhe:(v

    Meine Freundin hat auch mal ehrenamtlich im Tierheim gejobbt und nach Ihrer Beschreibung habe ich verworfen mir eine Katze aus dem Tierheim zu holen. Laut ihr waren die Kollegen recht ruppig untereinander und zu möglichen Interessenten. Wir werden uns eine Katze mittelfristig zulegen, wir wollten nur noch warten bis die Kinder aus dem Kleinkindalter raus sind. Wir haben Haus und Garten und es soll eine Katze mit Freigang werden. Mein Mann und ich haben beide Erfahrung von früher mit eigenen Katzen. Laut meiner Freundin haben berufstätige Menschen mit einer größeren Straße im Umkreis von zig Kilometern keine Chance auf eine Katze im hiesigen Tierheim. Mich würde mal interessieren, ob das bei euch ähnlich gehandhabt wird. Grundsätzlich kann ich dich verstehen, aber auch ich denke lieber zurückbringen als aussetzen. Außerdem vermindert es sicher die Vermittlungschancen und den Ruf des Tierheims wenn man seine Interessenten mit Verachtung straft. Das spricht sich sicher rum.

    Aber besser, sie geben das Tier nach zwei Wochen als nach zwei Monaten wieder zurück.


    Zwei Kaninchen und zwei Meerschweinchen zusammen kann man machen.

    Aber nur dann, wenn die Tiere sich auch mal aus dem Weg gehen können.

    Und das ist bei den üblichen Käfigen für die Wohnungshaltung nicht gegeben,

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