• Arbeitsverhätnis bald vorbei, kaum dass es begonnen hat?

    Hallo liebes Forum, ich habe am 01.02., also letzten Freitag, meinen Job als Betreuungskraft in einem Altenheim angetreten. Es ist meine erste Stelle in dem Bereich. Ich habe keine Berufserfahrung, habe nur im Rahmen der Weiterbildung ein Praktikum von 2 Wochen gemacht. Es ist wirklich eine Tätigkeit, die ich unbedingt ausüben möchte, da ich - nach…
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    Bist du denn komplett auf dich allein gestellt? Wenn du beim Basteln nur auf Ablehnung stößt, dann sollte man dir vielleicht ein paar Tricks verraten. Vielleicht hilft es ja, wenn du das Bastelzeug auf den Tisch legst und einfach loslegst, am besten mit Musik im Hintergrund. Aber hast du denn keine Beraterin im Hintergrund, die gerne hilft bei Widerstand?


    Dass dir Formulare, Fachausdrücke usw erklärt worden, finde ich super!!!!! Egal in welchem Tonfall, nimm alles wie ein Schwamm auf. Notier dir alles sofort, google zuhause. Sorg dafür, dass du diesen einen Ordner bekommst, er ist Gold wert. Mach dich schlau, lies was dir in die Hände fällt.


    Der Mann, der dir im Aufzug so nah kam, wäre auch ein Fall, wo dir eine Kollegin mit Rat und Tat zur Seite stehen müsste. An solchen Dingen musst du lernen und wachsen, nicht verzweifeln.


    Aufgabe für den nächsten Dienst, rausfinden wo die Kapelle ist. Umso eher du Bescheid weißt, egal um was es geht, desto schneller wirst du selbstständig und bist nicht mehr so schnell aufgeschmissen.


    Du siehst deinen Alltag nicht zu übertrieben, du verlangst aber zuviel von dir. Machst du auch Pflege?


    Was hast du eigentlich vorher gearbeitet?

    Braunesledersofa


    Leider bin ich inzwischen komplett auf mich allein gestellt. Die Kollegin, die mich eingearbeitet hat, sehe ich nur noch selten. Sie hat meistens entgegengesetzte Dienste. Das heißt, wenn ich Frühschicht habe, hat sie Spätschicht und umgekehrt.

    Nur am Freitag haben sich unsere Dienste etwas überschnitten und ich konnte ihr da wenigstens ein paar Fragen stellen.

    Sie selbst ist von der Bastelaktion auch nicht begeistert und hat auch die Erfahrung gemacht, dass die meisten Bewohner gar kein Interesse haben.


    Es wird jetzt so aussehen, dass ich nächste Woche Bastelmaterial mit nach Hause nehme und dort einiges erledigen werde. Denn sonst wird das niemals bis Mitte nächster Woche fertig. Es ärgert mich allerdings, dass ich mich in meiner Freizeit hinsetzen muss, vor allem, weil ich kein Talent habe. Doch während meines Dienstes komme ich kaum dazu und schaffe entsprechend wenig.


    Eigentlich kann ich ja froh sein, dass sich die Mitarbeiterin vom sozialen Dienst vor ein paar Tagen mit mir hingesetzt und mir einiges erklärt hat.

    Denn das bedeutet doch im Grunde, dass sie zumindest im Moment noch nicht planen, mir zu kündigen, oder?

    Doch ich habe bemerkt, dass die Leiterin vom sozialen Dienst nicht mehr so freundlich zu mir ist. Am Freitag hat sie sogar eine gewisse Aggression ausgestrahlt. Sie legt schon mal Listen im Büro aus, wo vom eigentlich vorgesehenen Dienst Abweichungen aufgeführt sind. Wenn man Kenntnis davon genommen hat, muss man das abzeichnen. Ich hatte eine Abweichung von meinem Plan in zwei Wochen noch nicht gesehen. Während eines Telefonats kam die Leiterin zu mir und tippte recht aggressiv auf die entsprechende Stelle, damit ich unterschreibe.


    Ein aktueller Ordner mit den Protokollen zum Thema Hospizkultur wurde immer noch nicht gefunden. Also muss ich in dem älteren nachlesen. Allerdings sagte mir die Betreuungskraft, die mich eingearbeitet hat, dass der Punkt Hospizkultur in den Teambesprechungen kaum thematisiert worden sei.

    Keine Ahnung, warum das jetzt für mich so wichtig ist, aber ich bin ja gerne bereit, mich damit auseinanderzusetzen.


    Mein oberstes Ziel ist jetzt auch, mir möglichst viel Wissen anzueignen, um nicht so viel auf andere angewiesen zu sein und nicht so schnell zu verzweifeln.


    Möglicherweise erwarte ich zu viel von mir. Doch ich habe oft den Eindruck, dass ich dumm und unselbständig wirke und andere schneller darin sind, Dinge umzusetzen.


    Nein, ich mache keine Pflege. Ich könnte meine Ekelgefühle nicht überwinden. Ich habe das schon deutlich daran gemerkt, dass mir fast übel wurde, als einer Bewohnerin beim Spazierenfahren beim Husten jede Menge Schleim hochkam.

    Auch muss ich jetzt eine Bewohnerin betreuen, die regelmäßig auf die neben ihrem Bett liegenden Gummimatten spuckt. Als ich vor ein paar Tagen in ihrem Zimmer war und den ganzen Speichel auf den Matten sah, musste ich mich zwingen, wegzusehen! Ehrlich gesagt, wenn ich Pflegekraft wäre und das wegmachen müsste, würde mich die Wut packen. Ich finde diese Person widerlich, darf mir das aber natürlich nicht anmerken lassen.


    Ich habe vorher im Büro gearbeitet. Nachdem ich aber in 3 verschiedenen Jobs seit meiner Ausbildung gescheitert war, war mir klar, dass ich mich neu orientieren muss.

    In meiner Weiterbildung zur Betreuungskraft gab mir eine Dozentin das Feedback, dass sie mich nicht unbedingt in diesem Bereich sieht. Auch in dem Praktikum, dass ich im Rahmen dieser Weiterbildung absolvierte, bekam ich nur eine durchschnittliche Beurteilung. Trotzdem wollte ich es ausprobieren.


    Gestern sagte mir eine Freundin, dass ich nicht gerade glücklich wirke. Das liegt wohl daran, dass ich mich zu sehr unter Druck setze. Aufgeben möchte ich auf keinen Fall.

    MUSS denn unbedingt gebastelt werden? Wenn keiner der Leute Bock drauf hat, dann gibt's halt keine gebastelten Hasen. Stellt ein paar Tulpen aufn Tisch und Ende. Aber es kann doch nicht sein, dass du den Mist allein zuhause machst, nur um keinen Ärger zu bekommen. Wie regeln die anderen Stationen das?


    Zu der einen Kollegin, die manchmal aggressiv rüber kommt... Es gibt durchaus Leute, die ihre schlechte Laune an anderen ablassen und du bist zur rechten Zeit am richtigen Ort. Nimm das nicht persönlich.


    So unterm Strich denke ich, dass du trotz der Schwierigkeiten immer noch in dem Beruf arbeiten

    Braunesledersofa


    Ja, ich möchte unbedingt noch in diesem Job arbeiten, komme aber leider schon zu oft an meine Grenzen. Trotzdem möchte ich nicht nach knapp eineinhalb Monaten schon aufgeben.


    Heute habe ich endlich mal die Kollegin getroffen, die auch in meinem Wohnbereich arbeitet. Ich habe sie auf das Basteln und meine Schwierigkeiten angesprochen.

    Sie kam mir ziemlich pampig und meinte, sie würde versuchen, heute so viel wie möglich mit Hilfe einiger Bewohner zu schaffen. Ich sagte ihr, dass ich schon einige gefragt, sie aber abgelehnt haben. Ihre Antwort war, dass das wohl daran liege, dass ich noch neu sei. Es sei nicht im Sinne der Sache, dass ich allein bastele, da die Bewohner aktiviert werden sollen.

    Wenigstens konnten wir uns darauf einigen, dass sie mir eine Nachricht in meinem Fach hinterlässt, was heute fertiggestellt worden ist.

    Ich komme also am Basteln nicht vorbei.


    Dann gab es noch eine schlechte Nachricht.

    "Mein" lieber Opi ist im Krankenhaus und ich habe jetzt Angst, dass er nicht mehr zurückkommt. Er hat einen Magen-Darm-Infekt mit Fieber und ist außerdem gestern gestürzt. Natürlich habe ich keine Information, ob er sich verletzt hat oder das Ganze noch glimpflich abgegangen ist. Doch habe ich auch in anbetracht seines Alters kein gutes Gefühl.

    Als wir letzte Woche zusammensaßen und er meine Hand hielt, sagte er wehmütig, wie lange wir wohl noch so Zeit miteinander verbringen können. Er konnte nicht ahnen, was ein paar Tage später passieren würde, aber manchmal spüren Menschen ja, dass der Tod nicht mehr fern ist.


    Am liebsten würde ich ihn im Krankenhaus besuchen. Nur weiß ich nicht, ob so etwas gern gesehen wird, zumal er kein Bewohner ist, der mir zugeteilt worden ist. Auch wäre es mir unangenehm, wenn gerade ein Angehöriger zu Besuch wäre.


    Ich hoffe, dass es ohne ihn für mich dort nicht so ganz trostlos wird, falls er stirbt.

    Jedenfalls habe ich daraus gelernt, mich nicht wieder auf einen Bewohner/eine Bewohnerin derart zu fixieren.

    Weißt du, mit deinen sechs Wochen bist du tatsächlich noch ganz neu. Bei den Bewohnern, den Kollegen und der Atmosphäre. Ich habe mal gelesen, dass es bis zu einem halben Jahr dauern kann, bis man richtig angekommen ist.


    Mir scheint es, dass du nicht viel Unterstützung im Kollegium hast. Das ist aber nicht deine Schuld. Keine Ahnung, ob du da gut aufgehoben bist. Ich verstehe diese ständige Pamperei nicht, egal von welcher Seite aus.


    Dass der Bewohner krank ist, ist natürlich nicht gut. Du hast schon richtig erkannt, dass du dich zu sehr auf ihn fixiert hast. Aber warum sollte es ohne ihn komplett trostlos sein? Du bist doch nicht nur wegen ihm da.


    Hast du neben der Arbeit eigentlich Hobbies und Freunde? Ich weiß nicht, aber du kommst mir so wenig gefestigt vor.

    Braunesledersofa


    Danke, dass du immer noch auf meine Beiträge antwortest. @:)


    Ich empfinde es ja auch so, dass ich mit den 6 Wochen im Job noch ganz neu bin.

    Doch es wird weit mehr von mir erwartet, als ich bisher gegeben habe (geben konnte).


    Heute hatte ich ein Zwischengespräch mit der Leiterin vom sozialen Dienst und das Feedback von ihr war leider nicht positiv.

    In erster Linie bemängelte sie natürlich mein zurückhaltendes Wesen und unsicheres Auftreten, vor allem bei den Karnevalsfeiern. Ich wollte gar nicht erst darauf verweisen, dass ich am Altweiberdonnerstag so stark erkältet war und mich deshalb so im Hintergrund gehalten habe. Sie hätte dann vielleicht noch gesagt, dass ich mit einer starken Erkältung besser zuhause geblieben wäre.


    Auch habe sie "ganz entsetzt" eine Szene bei mir beobachtet. Ich habe eine Bewohnerin im Rollstuhl spazieren gefahren, habe mit ihr eine Weile am Fenster gestanden und nicht mit ihr gesprochen! Ich habe mich daraufhin sofort verteidigt und gesagt, dass ich beim Spaziergang natürlich mit den Bewohnern spreche. Nur wolle ich nicht auf die Menschen, die schwer dement sind, pausenlos einreden. Die betreffende Bewohnerin ist schwer dement und kann sich selbst schon gar nicht mehr artikulieren. Gerade dieses Beispiel fand ich so unfair, weil ich der alten Damen die Karnevalsdekoration im Café und im Gang gezeigt und ihr noch einen Clown aus Stoff auf den Schoß gesetzt habe. Dabei habe ich auch mit ihr gesprochen.


    Dann kritisierte sie, dass ich nicht immer mit einem fröhlichen Gesicht herumlaufe. Egal, was ich in dem Moment empfinde, auch wenn es Traurigkeit oder Ärger sei, dürfe ich mir das niemals anmerken lassen.

    Da muss ich ihr leider zustimmen, denn ich bin keine gute Schauspielerin, bin aber immer freundlich.


    Schließlich kam noch zur Sprache, dass ich einiges vergessen würde. Ich gab zur Antwort, dass es mir leid tue, ich aber manchmal zweimal eine Erklärung benötige oder man mich in der Anfangszeit auch schon mal an etwas erinnern müsse.

    Anscheinend hat sich auch die Betreuungskraft, die ich anfangs begleitet habe, negativ über mich ausgelassen. Denn die Leiterin meinte, wahrscheinlich haben wir beide von der Persönlichkeit her nicht zueinander gepasst. Ich jedenfalls habe mich nie über diese Kollegin beschwert.


    Sie fragte mich noch, ob ich irgendwo im Arbeitsablauf ein Problem sehe.

    Ich antwortete, dass ich nicht wisse, wie ich in den verbleibenden 3 Tagen in dieser Woche noch 14 Bewohner betreuen soll, einige davon sollen sogar zweimal besucht werden.

    Sie meinte, dass doch dann noch Zeit genug sei. An ihrem ehemaligen Arbeitsplatz sei ihre Kollegin für 30 Bewohner zuständig gewesen. Ich müsse mich eben besser organisieren und auch daran arbeiten.


    Zum Abschluss des Gesprächs wurde sie sehr deutlich.

    Ich habe bis zum 27.03. Zeit, meine Leistungen zu verbessern. Sollte es zu keiner nennenswerten Steigerung kommen, müssten wir "ein sehr ernsthaftes Gespräch" führen.

    Ich weiß natürlich, dass sie damit meinte, dass es dann zur Kündigung kommen wird.


    Ich war am Boden zerstört, weil ich das Ganze nicht so negativ eingeschätzt habe!

    Ich werde jetzt noch bis übernächste Woche alles geben, habe aber keine allzu großen Hoffnungen, in der kurzen Zeit noch von mir zu überzeugen. Auch wenn eine Betreuungskraft mir sagte, dass ihr Zwischengespräch auch nicht nur positiv verlaufen sei.


    Dein Eindruck täuscht übrigens nicht. Ich bin auch nicht sonderlich gefestigt.

    In den letzten paar Jahren habe ich mich sozial etwas isoliert, weil ich so viele Enttäuschungen erlebt habe. Ich habe einige Bekannte, die ich aber nicht als Freunde bezeichnen würde. Nur mit einer Bekannten kann ich auch über meine Sorgen sprechen.

    Besondere Hobbys habe ich auch nicht. Ich sitze in meiner Freizeit viel am PC, lese und gehe zweimal pro Woche ins Fitnessstudio.

    also bis auf dieses vergessen fällt mir nichts auf was gravierend sein könnte.


    hast du ein notizbuch?


    du machst das schon gut, vielleicht sollte es eben nicht dieser arbeitgeber sein.


    gib dein bestes, nicht für die arbeit, sondern für deine zukunft

    TimFaber


    Mich ärgert es selbst, dass ich manchmal etwas verpeilt bin.

    Ich habe mir ein Notizbuch zugelegt und habe es letztes Wochenende noch überarbeitet.


    Schade, dass sie mir heute nicht gesagt hat, dass sie insgesamt mit mir zufrieden sind.


    Vielleicht soll es dieser Arbeitgeber einfach nicht sein, wer weiß.

    Jedenfalls wäre ich sehr traurig, wenn man mir in 2 Wochen kündigen sollte.

    wie alt bist du? ich bin jetzt nicht mehr alle beiträge durchgegangen.


    die welt braucht leute wie dich, die voller enthusiasmus und empathie in der geriatrie arbeiten.


    ich habe selbst in der pflege gearbeitet und der einstieg war für mich ebenfalls hart, vor allem mit den launen der kollegen umzugehen, habe mich aber durchgebissen.


    es ist völlig in ordnung, dass du fehler machst, das gehört zum lernprozess dazu, wärst du jetzt voll ausgebildet und mit berufserfahrung, sehe die sache anders aus.


    orientier dich an dem was du gut machst und schon gelernt hast (kannst du gerne aufschreiben in dein notizbuch)


    schau dich auch jetzt schon nach alternativen um, falls es zum schlechtesten fall kommt in zwei wochen.

    Liandrah schrieb:

    Schade, dass sie mir heute nicht gesagt hat, dass sie insgesamt mit mir zufrieden sind.


    Vielleicht soll es dieser Arbeitgeber einfach nicht sein, wer weiß.

    Jedenfalls wäre ich sehr traurig, wenn man mir in 2 Wochen kündigen sollte.

    Weißt du, vielleicht soll es dieser Arbeitgeber wirklich nicht sein. Manche Menschen muss man sich einfach nicht geben auf Dauer und diese Frau vom sozialen Dienst gehört dazu. Die Fristsetzung finde ich völlig daneben, vorallem weil du ja auch um Hilfe fragst.


    Du bist ja jetzt vorbereitet, also brauchst du nicht erschrecken, wenn du tatsächlich gekündigt wirst. Ganz ehrlich, rechne damit. Aber nicht, weil du zu blöd in dem Job bist, sondern weil du miese Kollegen hast. Schau dich definitiv schon jetzt nach etwas neuem um, auf gar keinen Fall darfst du jetzt in eine Schockstarre fallen.


    Zu deinem privaten sozialen Umfeld kann ich nur sagen, dass es überhaupt nicht schlimm ist, wenn du nicht übermäßig viele Leute hast. Aber wichtig ist es, dass du deinen Wert erkennst. @:)

    2x wöchentlich Fitnessstudio finde ich schon eine ganze Menge an Aktivität.

    Ich habe den Eindruck, dass ihr nie zusammen auf einen grünen Zweig kommt und würde mich tatsächlich sofort nach etwas Neuem umsehen.

    Du wirst in einer Art und Weise unter Druck gesetzt, dass es eigentlich gar nicht besser werden kann. Du kannst dich nicht entfalten und fröhlicher werden bei so einem Druck. Für deinen Seelenfrieden wäre es wohl besser, du suchst einen neuen Platz.

    Dass du insgesamt in der Pflege falsch bist, sehe ich nicht. Du brauchst halt länger, um dich zu entfalten.

    sollten sie dich tatsächlich kündigen, hast auch du das recht deine sichtweise darzulegen, nicht einfach abnicken was man dir vorwirft falsch zu machen, sondern auch mal deine argumente bringen.


    ich meine: nicht auf krawalle sein, dennoch im vorfeld schon ein paar gedanken machen über deine wünsche an deinen arbeitgeber: bessere einarbeitung, etc.

    Braunesledersofa


    Danke für die Nachfrage. Ich wollte euch eh heute Abend mal eine Rückmeldung geben.

    Leider sieht es nicht gut aus. Für mich stehen alle Zeichen auf Kündigung!


    Ich habe mir letzte Woche fest vorgenommen, innerhalb der gesetzten Frist mein Bestes zu geben und zu beweisen, dass ich eine fähige Mitarbeiterin bin.

    Doch ich merkte selbst, dass ich mich dabei zu sehr unter Druck gesetzt habe, denn ich fühlte mich unter ständiger Beobachtung. So passierte es dann, dass mir ein paar Patzer unterliefen wie Fehler bei der Dokumentation wie das Vergessen eines Eintrags oder einen Eintrag in die falsche Spalte.

    Ich vermute, dass das nicht unbemerkt geblieben ist, auch wenn ich das ausgebessert habe, wenn ich es rechtzeitig im nachhinein festgestellt habe.


    Es gab auch ein paar Probleme mit verschiedenen Bewohnern, die ich auch teilweise ansprechen musste. Es war z.B. für mich eine Zumutung geworden, die Bewohnerin regelmäßig zu besuchen, die ständig auf die Gummimatten neben ihrem Bett spuckt. Bei ihr nutzt es einfach nichts, sie um mehr Respekt zu bitten und ihr zu vermitteln, dass es eklig ist. Eine nette Mitarbeiterin vom sozialen Dienst bot mir heute ihre Unterstützung an, die ich auch dankbar annahm. Doch die Leiterin verdrehte bei meinem Anliegen nur die Augen.

    Eine andere Bewohnerin lehnte letzte Woche jedes Mal mein Betreuungsangebot ab, was ich dann auch so dokumentieren musste. Es kommt nur schlecht an, wenn genau diese Dame zwei Tage vorher noch bereit war, mit einer anderen Betreuungskraft zu basteln.

    Ein Bewohner, der Alkoholiker ist, fing an mich zu belästigen. Jedes zweite Wort war beim Kniffelspielen, wieviel Se(chs)x er doch heute habe. Bei meinem nächsten Besuch bei ihm forderte er mich auf, mich doch neben ihn aufs Bett zu legen. Mit dieser Situation versuche ich allerdings, allein zurechtzukommen.

    Auch setzte es mir zu, bei einer Bewohnerin Sterbebegleitung machen zu müssen. Auch sie hatte ich sehr ins Herz geschlossen und es ist schrecklich, jemanden dann in seiner Sterbephase erleben zu müssen. Doch auch dagegen sagte ich nichts, um keinen negativen Eindruck zu hinterlassen.


    Ich habe allerdings sehr stark den Eindruck, dass die Leiterin vom sozialen Dienst mit mir abgeschlossen hat. Sie grüßt mich nur noch sehr kurz angebunden.

    Ich hatte letztes Wochenende Geburtstag und ich hatte im Büro schon eine Woche vorher einen Umschlag mit einer Karte für mich auf dem Tisch liegen sehen, wo jeder unterschreiben sollte. Die Karte habe ich bis heute nicht bekommen. Nur die nette Mitarbeiterin vom sozialen Dienst gratulierte mir heute bei der Teambesprechung und daraufhin auch die anwesenden Kolleginnen. Von der Leiterin kam nichts.


    Heute ist mir außerdem etwas wirklich Blödes passiert. Vor der Teambesprechung zu Beginn des Dienstes dachte ich noch an den Transfer der Bewohner nach dem Kaffee von ihren Wohnbereichen zum Singen im Café. Doch nach der Besprechung besuchte ich einige in ihren Zimmern und darüber vergaß ich den Transfer komplett! Eine Kollegin meinte später säuerlich, dass sie leider nicht gewusst habe, wo ich stecke. Ich habe mich natürlich entschuldigt, habe aber Angst, dass der Leiterin aufgefallen ist, dass ich nicht dabei war. Denn genau das hatte sie mir beim Gespräch letzte Woche vorgeworfen. Nämlich, dass ich den Arbeitsablauf der einzelnen Tage nicht im Kopf habe.


    Jetzt sehe ich natürlich erst recht schwarz.


    Was meinst du?