Arbeitsverteilung

    Hallo zusammen,


    ich werde wahnsinnig work . Wir haben seit einem halben Jahr eine neue Kollegin, der wir immer wieder aus der Patsche helfen müssen. Sprich: läuft es nicht, machen wir die Arbeit für sie, denn die Teamleitung ist der Meinung wir lassen hier nichts eskalieren.


    Jetzt wieder die nächste Aktion: sie verspricht dem Kunden Features, die es so noch gar nicht gibt und der oberste Boss nimmt das für bare Münze.


    Jetzt habe ich den Auftrag das Problem "zu lösen", indem ich die Aufgabe zu Ende bringe. Also: ich mache die Arbeit, die Kollegin die Versprechungen, Konsequenzen hat es keine.


    Mir schwebt es vor, mich diesmal quer zu stellen und Nein zu sagen. Denn wenn wir so weiter machen, "schleppen" wir sie nur mit als Energievampir.


    Es droht natürlich ungemach, wird darauf hinaus laufen, dass ich mir anhören darf: warum befolgst du unsere Anweisungen nicht.


    Was ist denn so eure Meinung? Stillschweigend die Aufgabe erledigen oder volles Karacho auf Konfrontation mit der Teamleitung gehen?


    Ich finde es auf jeden Fall bescheuert wie es momentan läuft, Angst um meinen Job habe ich nicht.

  • 89 Antworten

    Sind die zusätzlichen Features denn sinnvoll? Wenn ja und wenn der Kunde sie braucht, dann scheint es mit relativ sinnvoll, dass das dann auch erledigt wird (von wem auch immer.) Wenn nötig eine neue Deadline verhandeln.

    Ja, sie sind sinnvoll. Mein Blutdruck geht dennoch hoch, wenn ich wieder die Arbeit übernehme.


    Ich kann mich als Alternative auch zurücklehnen und etwas Anderes hinten anstellen (auch wenn es mir schwerfällt)

    Ich würde es schön gegen die Wand knallen lassen... Aber nur wenn ich genug schriftliche Beweise hätte, die es im Fall einer Diskussion mit dem Chef, genau belegen das die Kollegin den Mist gebaut hat

    es gab genug Gespräche, E-Mails, Eskalationen, aber es hat nie eine Konsequenz, wir machen weiter wie bisher. Also ich mache im Zweifelsfall die Arbeit. Habe dadurch auch nicht weniger.


    Aber ich kann meine Arbeit steuern, indem hintenrum etwas wegfällt.


    Gegen die Wand fahren lassen ist halt der harte Weg für mich.

    Seid ihr denn eigentlich in der gleichen Rolle? Sprich: Sollte sie in der Lage sein, die Arbeit selbst zu machen? Oder ist sie im Verkauf und du in der Entwicklung? Wenn letzteres der Fall ist, dann wäre das eine ziemlich übliche Dynamik zwischen Verkauf und den Leuten, die letztenendes liefern müssen.

    unser Ausbildungsstand variiert leicht. Wir sind beide Entwicklung und haben dieselben Aufgaben. Sie ist sogar promoviert, im Gegensatz zu mir :-/

    weiß nicht, ich habe den Eindruck sie verliert sich gerne in Details und verliert das Wesentliche aus den Augen.


    Wie oben schon mehrmals geschrieben, entweder geht mir die Situation am A*sch vorbei oder ich helfe immer wieder aus und für mich Wesentliches fällt hinten runter. Im Sinne von fachlich weiterentwickeln. Momentan bin ich eher Feuerwehr.

    Das Problem in solchen Konstellationen ist oft, dass sich alle im Lauf der Zeit daran gewöhnen, dass du die Kartoffeln aus dem Feuer holst (inklusive dir selbst, einfach dadurch dass du es immer wieder tust). Das schraubt sich dann bei allen so ein und irgendwann stellt es keiner mehr in Frage, und wenn du dann später mal auf die Idee kommst, das nicht mehr machen zu wollen, bist dann plötzlich du die Faule die sich querstellt. Insofern würde ich dir raten, wenn dein Draht zu Kollegen und Teamleitung einigermaßen belastbar ist, es lieber jetzt mal krachen zu lassen, bevor es zu spät ist und du aus der Nummer nicht mehr rauskommst - wehret den Anfängen, sozusagen. Damit setzt du ein deutliches Zeichen, dass du dich nicht ausnutzen lässt und jeder muss ein bisschen seinen Radar neu justieren. Mit etwas Glück wirkt das gleich beim ersten Mal nachhaltig, oder es wird vielleicht noch 1,2 weitere Male notwendig sein, aber irgendwann werden sie es kapieren. Dazu musst du aber Taten sprechen lassen und nicht nur reden. Solang du davon redest und es trotzdem weiter tust, machst du es schlimmer.

    das ist jetzt kein wirkliches Argument, aber ich studiert, sie studiert + promoviert. Kannst die ausmalen, wer das höhere Gehalt von uns beiden hat.

    Wieso bekommst du dann die Aufgaben, welche sie verbockt? Dreh es doch so, dass du das lieber die promovierte, besser bezahlte Kollegin machen lässt.

    das klingt logisch, aber es ist nicht einfach, wenn du Betonköpfe als Vorgesetzte hast, die sie in jeder Situation schützen

    Dorfnixe : du hast Recht, Konfrontation suchen ist langfristig die bessere Alternative. Allerdings fahren meine Vorgesetzten bei soetwas die persönliche Schiene.


    Davor graust es mir.