• Arbeitsverteilung

    Hallo zusammen, ich werde wahnsinnig work . Wir haben seit einem halben Jahr eine neue Kollegin, der wir immer wieder aus der Patsche helfen müssen. Sprich: läuft es nicht, machen wir die Arbeit für sie, denn die Teamleitung ist der Meinung wir lassen hier nichts eskalieren. Jetzt wieder die nächste Aktion: sie verspricht dem Kunden Features, die es…
  • 89 Antworten

    Ich verstehe nicht, wo so ganz genau das Problem ist. Die neue Kollegin bietet Features an, die es so noch gar nicht gibt. Diese sind aber sinnvoll. Also macht es schon Sinn, diese zu implementieren.

    Hat die Kollegin eventuell noch andere Aufgaben und weichen diese von deinen ab? Das die Vorgesetzten sich querstellen ist logisch. Die haben eben auch gemerkt, dass Features fehlen, die der Kunde braucht und sind froh, dass das jemand von sich aus erkannt hat.

    Wenn du es so organisiert bekommst, dass du etwas von deinen Aufgaben hinten anstellen kannst, dann sehe ich kein Problem und würde das so machen.

    Sollte es allerdings so sein, dass die Kollegin sich wirklich nur in Details verliert und dann ihre Arbeit nicht schafft, würde ich das auch vor die Wand knallen lassen.

    Für mich klingt es allerdings eher nach: Das haben wir hier immer schon so gemacht. Und jetzt kommt jemand Neues mit neuen Ideen, die Sinn machen, aber zusätzliche Arbeit verursachen. Kann das sein?

    ich schließe mich der Meinung von Dorfnixe in volllem Umfang an....

    Vielleicht mit bestimmender Vorankündigung der betreffenden/betroffenen Person(en)

    kostet Mut, ins Wasser zu springen.... was hast du schlimmstenfalls zu befürchten?

    Alias 972791 schrieb:

    Allerdings fahren meine Vorgesetzten bei soetwas die persönliche Schiene.


    Davor graust es mir.

    Dazu darfst du es nicht kommen lassen. Sage, dass du noch andere Aufgaben zu erledigen hast und für diese neuen Features keine Zeit. Soll jemand machen, der Zeit hat.

    ich würde es eher als sinnvolle Erweiterungen bezeichnen, innerhalb ihres Projektes. Klar hilft man sich hier und da mit Rat untereinander aus, allerdings 50-75% ihres Programmieraufwands übernehmen geht einfach nicht.


    Ich habe eigene Projekte/Aufgaben, die hinten runter fallen. Der Teamleitung ist es herzlich egal.


    Ich werde bei der Teamleitung und einer Hierarchie oben drüber ein Mitarbeitergespräch einfordern. Ich bin einfach nicht mehr bereit Aufgaben anderer zu übernehmen. Dafür ist die Ausgebildet, mit Dr. Titel und gut bezahlt. Ich werde natürlich bei mir und meinen Sorgen bleiben %-|

    Zitat

    Ich habe eigene Projekte/Aufgaben, die hinten runter fallen. Der Teamleitung ist es herzlich egal.

    Wenn das deiner Teamleitung egal ist, dann muss das ja letzten Endes heißen, dass sie diese Projekte/Aufgaben als weniger prioritär sehen und es für sie ok ist, wenn anderes eben liegen bleibt. Insofern musst du dann ja gar nicht mehr machen, sondern nur etwas anderes. Und die Prioritätensetzung ist nunmal im Zweifel Chefsache.
    Ich würde sagen, dass das wichtigste ist, dass das Team insgesamt das liefert, was am wichtigsten ist / den größten Nutzen stiftet. Und wenn das dann diese Features sind, dann ist es eben so. Und dann wirkst du schnell als nicht teamfähig / nicht lösungsorientiert, wenn du diese wichtige Arbeit abblockst.

    Wie wäre es alternativ mit der Strategie die Rolle der effektiven Feuerwehr zu akzeptieren und gerne zu erledigen, dafür aber eine Gehaltserhöhung zu verhandeln?


    Als Problemlöserin, die das Team über eigene Bequemlichkeit stellt, stehst du mMn besser da als wenn du wichtige Arbeit verweigerst.


    ich weiß deinen Einwand zu schätzen. Ist auch plausibel. Ich bin aber an dem Punkt angelangt: es reicht!


    Dann sollen mir die Oberen sagen, was meine Aufgaben sind, wie sich die Prioritäten im letzen Jahr geändert haben.


    Ich habe einfach Sorge, dass ich fachlich auf dem Abstellgleis gestellt werde. Auch ich habe Ziele und Wünsche.

    Alias 972791 schrieb:

    Dann sollen mir die Oberen sagen, was meine Aufgaben sind

    Machen sie das etwa nicht? Entscheidest du das etwa?

    seit dem ein Kollege weg ist, bin ich Mädchen für Alles und daran haben sich die Oberen gewöhnt.


    Ich brauche mehr Struktur in meinem Tagesplan.

    Ja, vor lauter Desinteresse von oben, muss ich manchmal Entscheidungen auch selbst treffen, sehr zum Mißfallen Anderer.


    In Summe eine unbefriedigende Situation

    Liebe Alias,


    ich fasse mal zusammen, was ich aus Deinen Schilderungen entnommen habe:

    du hast eine neue Kollegin. Sie macht ihre Arbeit nicht so, wie Du Dir das vorstellst. Ihr Verhalten wird von der Teamleitung und Abteilungsleitung gedeckt.

    Dir werden Aufgaben zugwiesen, die Dir nicht gefallen, weil Deine persönliche Entwicklung darunter leidet. Du hast Angst, fachlich auf dem Abstellgleis zu landen. du triffst eigenverantwortliche Entscheidungen. Dies missfällt Deinen Vorgesetzten.


    Meine Meinung dazu: so wie das in Deiner Schilderung klingt hast Du nicht mehr so viele Handlungsoptionen.

    - Du kannst das Gespräch mit den Vorgetzten suchen (in der Hoffnung, dass sich etwas ändert), notfalls bis zur Personalabteilung und Geschäftsführung,

    - du kannst den Betriebsrat einschalten,

    - Du kannst mit Jobwechsel drohen (die Karte kann man in unterschiedlichen Ausprägungen spielen).


    Als Arbeitnehmer bist Du weisungsgebunden. Bei klaren Anweisungen hat Du grundsätzlich Folge zu leisten, sonst gilt das als Arbeitsverweigerung. Wenn Du es eskalieren läßt kann es entweder hilfreich sein (weil man erkennt, dass man sich Dir gegenüber unfair verhält) oder du landest endgültig auf dem Abstellgleis. Wenn erstmal das persönliche Verhältnis zerstört ist macht es das Arbeiten deutlich schwerer.

    Deine Entscheidung, Dein Weg.

    Ich drücke die Daumen, dass Du eine für Dich passende Lösung findest.

    Danke Mehno so ist es, leider. Mir persönlich ist es mittlerweile egal, ob ich hier sitze oder bei Firma A, B oder C.


    Der Arbeitsmarkt in meiner Branche ist momentan leergefegt. Deshalb habe ich jetzt nicht so die Sorge woanders unterzukommen.


    Einziger Nachteil, Probe- und Eingewöhnungszeit.


    Aber ich möchte intern kämpfen, auch für mich, um auch zu sehen, kommt man gegen Betonköpfe an oder nicht, sonst wird es ein leiser Abgang und das möchte ich (für mein Seelenheil als Abgeschlagener) zu gehen nicht

    Alias 972791 schrieb:


    Ich werde bei der Teamleitung und einer Hierarchie oben drüber ein Mitarbeitergespräch einfordern. Ich bin einfach nicht mehr bereit Aufgaben anderer zu übernehmen. Dafür ist die Ausgebildet, mit Dr. Titel und gut bezahlt. Ich werde natürlich bei mir und meinen Sorgen bleiben %-|

    Ich habe versucht, mich in deine Situation reinzudenken. Kann natürlich sen, dass ich falsch liege, aber lass mich mal laut denken.

    Verstehe ich es richtig, dass dich zwei Dinge ärgern a) durch die Zusatzsachen von der Kollegin hast du insgesamt zu viel Arbeit und b) für die Zusatzaufgaben werden andere Kollegen (z.B. sie) besser bezahlt/eingestuft.

    Andererseits willst du auch nicht auf dem Abstellgleis landen.


    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mich kontinuierlich mit neuen Dingen auseinandersetzen muss, wenn ich nicht auf dem Abstellgleis landen möchte. Auch ich habe schon Aufgaben übernommen, die normalerweise Höherqualifizierte (und besser Bezahlte) übernehmen, aber das kann auch Vorteile haben. Das kann aber auch Vorteile haben. Bei mir hat dann der Höherqualifizierte (den ich ungeplant im Urlaub vertreten habe, da ich in cc auf der Korrespondenz war und mich somit einmischen konnte) nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub laut und ungefragt vor anderen Kollegen (+Chefs) bestätigt, dass ich ihn super vertreten habe und dass er das nicht hätte besser machen können. Irgendwann sagte dann mal die Fachabteilung, mit der ich während der Urlaubsvertretung zu tun hatte "Frau Rotschopf, Leute wie Sie könnten wir hier gut gebrauchen. Wenn Sie mal einen anderen Job suchen, können Sie gerne bei mir anrufen." ;-D;-D Mein Chef saß neben mir und wurde blass.

    Ich habe mir damals gesagt, dass ich nichts dran ändern kann an meiner Einstufung an dieser Arbeitsstelle aber dass ich sinnvolle Erfahrung sammeln kann, die mir bei einer innerbetrieblichen Bewerbung helfen könnten. Ein anderer Vorgesetzer kann es durchaus schätzen, wenn man sich außerhalb der Komfortzone engagniert.


    Habe dein Eingangsposting nochmals gelesen. Es ist ja grundsätzlich positiv, wenn jemand neue Vorschläge macht (neue Features - in deinem Fall), aber was mich erstaunt hat, ist, dass deine Kollegin diese Sachen dem Kunde vorschlagen kann ohne dass vorher wenigstens halbwegs klar ist, wie die Features realisiert werden / ob die überhaupt realisiert werden können. Da, wo ich arbeite, gäbe das Ärger. Was ist denn, wenn etwas nicht realisierbar ist, und der Kunde will es aber?

    Oder habe ich etwas falsch verstanden?

    Zitat

    , aber was mich erstaunt hat, ist, dass deine Kollegin diese Sachen dem Kunde vorschlagen kann ohne dass vorher wenigstens halbwegs klar ist, wie die Features realisiert werden / ob die überhaupt realisiert werden können. Da, wo ich arbeite, gäbe das Ärger. Was ist denn, wenn etwas nicht realisierbar ist, und der Kunde will es aber?

    das Problem bei uns ist die lasche Führung. Normalerweise müsste man sich mit dem Team absprechen oder mit der Teamleitung, aber das passiert hier nicht.


    Anstatt das man eingreift und dem Ganzen einen Riegel vorschiebt, lässt man sie gewähren und zieht Kapazitäten von anderen Kollegen heran.

    Ich gebe dir Recht, Lerneffekt ist da, aber hier ist sich jeder selbst der Nächste, wenig Lob, erst Recht keine Anerkennung

    Ich bin ja auch Entwicklerin und ich hab sowas leider auch schon öfters erleben müssen. Als Angestellte am eigenen Leib, als Freiberuflerin zu Hauf bei Kunden. Kann es sein, dass die Firma recht klein ist bzw. relativ schnell gewachsen ist? Dass Entwickler völlig ungefiltert Features "verkauft" passiert normalerweise nur, wenn keine richtigen Strukturen da sind, um professionell, geordnet, geplant etc.etc.etc. Software oä zu erstellen. Wobei ich sowas auch schon bei größeren gesehen habe, aber tendentiell eher bei kleinen oder schnell gewachsenen Unternehmen.


    Ich würde mir wohl meine Teamleitung/Chefs dazu "zwingen" (Tickets, Mails what ever) die Tätigkeiten zu priorisieren. Ich würde dazu die Teamleitung/Abteilungsleiter/Projektleiter immer darüber informieren, dass ich die und jenes in dem Projekt der Kollegin erledigen muss, dafür aber dies und jenes beim eigenen wegfällt. Manchmal ist Vorgesetzten und co gar nicht richtig klar, wie viel Aufwand in was steckt und dass es eben Konsequenzen hat, wenn man etwas anderes erledigen soll. Selbst wenn man das in Teammeetings mitteilt etc. ist es erfahrungsgemäß schnell wieder vergessen.


    Alias 972791 schrieb:

    Aber ich möchte intern kämpfen, auch für mich, um auch zu sehen, kommt man gegen Betonköpfe an oder nicht, sonst wird es ein leiser Abgang und das möchte ich (für mein Seelenheil als Abgeschlagener) zu gehen nicht

    Nein, du kommst nicht gegen Betonköpfe an. Meiner Erfahrung nach ist das völlige Energieverschwendung. Du hast es ja anscheinend schon probiert und anscheinend ist dein "Standing" nicht gut genug, um entsprechend deine Vorgesetzten in die richtige Richtung zu schubsen. Wie denkst du also, dass du gegen die Struktur ankämpfen kannst?


    Vielleicht wäre eine andere Firma, die dich mehr schätzt und besser zu dir passt der sinnvollere Weg. Über den Ärger, dass eine Firma Verbesserungen etc. nicht richtig umsetzt etc.etc.etc. kommt man schnell hinweg. :)z:_D;-)

    ja, wir sind sehr klein. Vieles passiert auf Zuruf. Wir haben zwar ein Aufgaben-Verwaltungstool, aber ich bin einer der wenigen, die es rege nutzt.


    Von Projektmanagement ganz zu schweigen. Halt: es gibt Projektmanagement aus Mails heraus :_D

    Zitat

    Nein, du kommst nicht gegen Betonköpfe an. Meiner

    diese Erfahrung muss ich selbst machen, quasi als allerletzten Schritt.

    Zitat

    dein "Standing" nicht gut genug

    ich habe kein Dr. Titel. In der Hierarchie bin ich ziemlich weit unten.


    Zitat

    Über den Ärger, dass eine Firma Verbesserungen etc. nicht richtig umsetzt etc.etc.etc. kommt man schnell hinweg.

    ich habe mich schon extern beworben, nur weiss es hier keiner :_DAls Plan B falls alle Stricke reissen