• Arbeitsverteilung

    Hallo zusammen, ich werde wahnsinnig work . Wir haben seit einem halben Jahr eine neue Kollegin, der wir immer wieder aus der Patsche helfen müssen. Sprich: läuft es nicht, machen wir die Arbeit für sie, denn die Teamleitung ist der Meinung wir lassen hier nichts eskalieren. Jetzt wieder die nächste Aktion: sie verspricht dem Kunden Features, die es…
  • 89 Antworten
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    Ich empfinde es allerdings als anstrengend. Kaum hast mal ein wenig Ruhe und Routine, schon kommt die neue Baustelle, die gelöst werden muss.

    Ja. Aber ich tippe darauf, dass so ca. 2/3 deiner (psychischen) Anstrengung daher kommen, dass dein eigener Ärger über das Bekommen der Aufgabe eine prominente Rolle spielt und geschluckt/verarbeitet werden muss. Wenn es diesen Ärger nicht gäbe (weil er gar nicht erst aufkommt, wenn du dich entscheidest anders an die Sache heran zu gehen), dann wäre die Situation quasi automatisch weniger stressig und belastend.


    (Ich sage nicht, dass du es unbedingt anders sehen SOLLST, aber es ist in meinen Augen durchaus eine gangbare Option.)

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    ablehnen, denn das ist eine Baustelle wo ich mir unsicher bin und das wird sich so schnell nicht ändern.

    So würde ich nicht argumentieren. Das du unsicher bist, weil du es erst seit Kurzem oder unregelmäßig machst, ist logisch. Das braucht Zeit, zumal du es ja nicht gelernt hast. Rein theoretisch kann man Kenntnisse über Weiterbildung immer nachholen. Aber Buchhaltung und IT setzen ein komplett anderes Studium/Ausbildung voraus. So ganz ohne ergänzende Fortbildung o.ä. würde ich es definitiv nicht machen. Buchhaltung muss zwingend am Ende immer stimmen. Das kann man nicht mal eben so nebenbei.

    Es kommt allerdings auch darauf an, wie sich die Buchhaltung im Unternehmen gestaltet. Lässt man das komplett im Unternehmen durchführen, bedarf es schon eines ausgebildeten Buchhalters. Das ist dann eine eigene Stelle. Ist es nur eine vorbereitende Buchführung fürs Steuerbüro, dann machen das oft auch Angestellte aus der Verwaltung im weitesten Sinne. In kleinen Unternehmen gibt es das recht oft. Da werden eben die Sekretäre/innen damit beauftragt. Oder es wird ein Laie beschäftigt, der sich da entweder reingearbeitet hat oder vorher eine dementsprechende Fortbildung besucht hat.

    Sollte es natürlich bei euch so sein, dass es nur vorbereitende Tätigkeiten fürs Steuerbüro sind, dann hast du unter Umständen nicht viel Möglichkeiten das abzulehnen. Versuchen würde es trotzdem. Du bist eben IT-ler und kein Büromensch. Und eben deswegen ist es auch im abgespeckten Rahmen eine große Verantwortung. Das wäre mir zu heikel. Und es kommen auch eventuell Rückfragen aus dem Steuerbüro. Es ist niemand geholfen, wenn du dann im Wald stehst.

    Zitat

    sehe ich auch so, ich kann einfach nicht guten Gewissens etwas übernehmen, bei dem ich genau so würfeln könnte.

    Die Frage ist eben, ob sich das mit der Zeit nicht legt. Oder eben durch eine Fortbildung beheben lässt. Ich will dich nicht bekehren. Aber so könnte ein Vorgesetzter argumentieren.

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    ich verfolge schon Plan B, entweder der Unsinn hört auf oder ich bin weg.

    Grundsätzlich halte ich das für die bessere Variante. Da bist du erstmal auf der sicheren Seite.

    Allerdings könnte man das theoretisch dem Vorgesetzten auch so kommunizieren. Also quasi als Erweiterung zu "Das mache ich nicht, weil nicht gelernt und Verantwortung zu groß". Zumindest könnte man so herausfinden, ob man dich gerne behalten will. Du wirst immer damit rechnen müssen dadurch den Job wieder zu verlieren. Ob es das Risiko wert ist, musst du selbst entscheiden.

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    In einem kleinen Unternehmen wird die Buchhaltung nicht sonderlich kompliziert sein. Da wiederholt sich vieles und wenn es einen (ggf. externen) Ansprechpartner für Rückfragen gibt, dann ist das eine Tätigkeit, in die sich sehr viele einarbeiten können. Nix mit Würfeln.

    Ich kann da nur für mich sprechen. Aber mir ist das auch schon passiert (in unterschiedlichen Ausprägungen) und es war jedes Mal ein Desaster. Und ich sollte es von der Ausbildung her sogar können. Aber irgendwie fehlen mir für das Thema drei Gehirnwindungen. Ich bin für jede Buchhaltung eine Zumutung. Wenn ich das mache, habe ich uns übermorgen pleite gerechnet. es haben sich schon mehrere dran versucht, es mir beizubringen. Warum das so ist, weiß ich auch nicht. Ich würfle da grundsätzlich nur.

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    Ich empfinde es allerdings als anstrengend. Kaum hast mal ein wenig Ruhe und Routine, schon kommt die neue Baustelle, die gelöst werden muss.

    Das wirst du öfter antreffen, als dir lieb ist.

    Und nur weil das für andere gut ist und den Horizont erweitert, muss das für dich noch lange nicht der Fall sein. Meines Erachtens kommt es auch darauf an, wo man Feuerwehr spielen muss. Eine Bürokauffrau bekommt die Buchhaltung sicher schneller überblickt als ein IT-ler. Man stellt auch nicht den Pförtner an den OP-Tisch. Anderseits gab es auch schon Chirurgen, die nie Medizin studiert haben und das lange Jahre nicht auffiel. Und dann gibt es solche wie mich, die Buchhaltung können sollten, aber es trotzdem nicht raffen.

    Orientiere dich da nicht an anderen. Das ist eine sehr individuelle Sache. Du musst für dich entscheiden, ob du dir das zutraust.

    Klar bremst so eine innere Verweigerung einen Lernprozess aus. Gut finde ich das auch nicht. Aber es ist nun mal nicht jeder als Feuerwehrmann geboren. Und man muss sich da zu nichts zwingen, nur weil andere das gewuppt kriegen. Gänzlich um zumindest zeitweise chaotische Verhältnisse wirst du nirgends herum kommen. Wenn das aber ein Dauerzustand ist, für den du nicht gemacht bist, dann sollte man sich überlegen, ob man das aushält. Und man sollte sich überlegen, ob man die Aufgabe, die man übertragen bekommen hat, auch verantwortungsvoll und richtig ausführen kann - langfristig. Ansonsten lieber lassen.

    Damit will ich nicht gesagt haben, dass es nicht machbar ist.

    Hüm.. machst du denn die Buchhaltung oder sollst du Programme schreiben, die die Buchhaltung unterstützen. Bei letzterem ist es einfach Teil des Jobs. Ich hab auch bei einer Firma gelernt, die buchhaltungssoftware gemacht hat, bin dann in die Medizintechnik und hab dort Programme für CTs, Srudiensoftware für die medikamentenforschung uvm. geschrieben, habe Simulatoren für Bauteile aus Kernkraftwerken gebaut, schnöde Webseiten programmiert, Programme für das automatische bepreisen von Waren im Einzelhandel erstellt, Testautomatisierung etc etc etc. Fachspezifische Ahnung hatte ich vom wenigsten am Anfang.

    Ich bin idR auch die Feuerwehr, aber das ist auch total mein Ding. Mich würde es nerven permanent an dem selben Ding zu arbeiten 🤣😅. Ich bin gut in so ziemlich allen Disziplinen (Entwicklung, Management, Systemintegration, Test, Teamführung etc) bin aber in keinem Gebiet der absolute Spezialist, aber das ist für mich und die Kunden in Ordnung. Es kommt immer was stabiles, sicheres, wartbares im Rahmen des Budgets bei raus. Du musst einfach für dich entscheiden, wie du arbeiten möchtest. Für mich hört es sich so an, dass du eher in einer großen Firma mit geordnete Strukturen etc

    glücklicher sein würdest.

    Ich weiß eure Anmerkungen zu schätzen, melde mich spätestens heute Abend hierzu.


    Immerhin habe ich schon mal einen gemeinsamen Termin mit der Teamleitung und dem Teamleitungs-Chef ausgemacht.


    Danke @:)

    Zitat

    Aber ich tippe darauf, dass so ca. 2/3 deiner (psychischen) Anstrengung daher kommen, dass dein eigener Ärger über das Bekommen der Aufgabe eine prominente Rolle spielt und geschluckt/verarbeitet werden muss

    Ja, der Frust ist groß


    Zitat

    Das wäre mir zu heikel. Und es kommen auch eventuell Rückfragen aus dem Steuerbüro. Es ist niemand geholfen, wenn du dann im Wald stehst.


    Habe mit der Teamleitung gesprochen, sie haben ein Einsehen, dass die angesprochene Buchhaltung nichts für mich ist. In Zukunft fällt diese Aufgabe weg. Hoffentlich bleibt das so.


    Zitat

    Vorgesetzten auch so kommunizieren. Also quasi als Erweiterung zu "Das mache ich nicht, weil nicht gelernt und Verantwortung zu groß"

    gutes Argument

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    Gänzlich um zumindest zeitweise chaotische Verhältnisse wirst du nirgends herum kommen.

    Problem ist, dass wir Unterstützung brauchen. Wir sind unterbesetzt, der Arbeitsmarkt gibt momentan nicht viel her.


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    Ich bin gut in so ziemlich allen Disziplinen (Entwicklung, Management, Systemintegration, Test, Teamführung etc) bin aber in keinem Gebiet der absolute Spezialist, aber


    Ich sehe mich auch eher als Allrounder. Projektmanagement, Softwareentwicklung, Serveradministration, Mikrocontroller, etc.


    Ich setze nicht alles auf eine Karte, z.B. C++, man muss flexibel sein.


    Zitat

    Du musst einfach für dich entscheiden, wie du arbeiten möchtest.

    Es war ja gut und strukturiert, bis wir die ehemalige Teamleitung als Arbeitskraft verloren haben. Dort gab es Struktur, keine Überlastung, Förderung, etc.


    Was mich eher entsetzt ist eher dieses blanke Chaos und das ich meine Interessen mit den Ellenbogen verteidigen muss.

    Zitat

    dieses blanke Chaos

    seit zwei Monaten protokolliere ich meine Aufgaben. Wer? Wie lange? Prio? etc.


    Als Eigenschutz.

    Zitat

    Habe mit der Teamleitung gesprochen, sie haben ein Einsehen, dass die angesprochene Buchhaltung nichts für mich ist. In Zukunft fällt diese Aufgabe weg. Hoffentlich bleibt das so.

    Super, dass das geklappt hat. Ich denke nicht, dass da nochmal einer mit ankommt. Außerdem könnten sie es ja auch mal bei deinen Kollegen versuchen. ;-)

    Zitat

    Problem ist, dass wir Unterstützung brauchen. Wir sind unterbesetzt, der Arbeitsmarkt gibt momentan nicht viel her.

    Das ist aber nicht dein Problem, sondern das deiner Vorgesetzten. Und wenn ihr in der IT unterbesetzt seid, heißt das ja noch lange nicht, dass sich für die Buchhaltung nicht ein Büromensch findet. Die können sich da nämlich besser einarbeiten. Und sollte es so sein, dass ihr eine Buchhaltung im größeren Stil betreibt, dann braucht ihr sowieso einen gelernten Buchhalter bzw. jemand, der sich da fachkundig auskennt und das den ganzen Tag macht. Das kann keiner vertreten.

    Zitat

    Ich sehe mich auch eher als Allrounder. Projektmanagement, Softwareentwicklung, Serveradministration, Mikrocontroller, etc.

    Ich setze nicht alles auf eine Karte, z.B. C++, man muss flexibel sein.

    Aber das ist Flexibilität im Rahmen deiner Ausbildung. Das schließt nicht aus, dass es auch IT-ler gibt, die sich in die Buchhaltung reinfuchsen, obwohl das komplett was anderes ist. Und ich denke, dass haben andere hier gemeint. Da könnte man sich theoretisch auch reindenken. Auch wenn es nicht zur ursprünglichen Ausbildung gehört.

    Aber wie ich dir bereits geschrieben habe: Ich habe eine entsprechende Ausbildung und sollte es können und schnalle es trotzdem nicht. Zu manchem hat man einfach keinen Draht. Das klingt nach außen immer nach Ausrede, ist aber so. Und man quält sich nur selbst, wenn man da immer im Nebel stochert.

    Zitat

    Es war ja gut und strukturiert, bis wir die ehemalige Teamleitung als Arbeitskraft verloren haben. Dort gab es Struktur, keine Überlastung, Förderung, etc.

    Auch noch. Du lieber Himmel, was ist denn da los.

    Zitat

    Was mich eher entsetzt ist eher dieses blanke Chaos und das ich meine Interessen mit den Ellenbogen verteidigen muss.

    Das gibt es leider öfter. Gerade bei einem familiären Führungsstil ist das keine Seltenheit. Meiner Erfahrung nach kommt es auch immer drauf an, wer da in der Chefetage sitzt von der Ausbildung her.

    Ich finde einen derartigen Führungsstil nicht so pralle auch wenn es für den Angestellten erstmal komfortabel erscheint. Das suggeriert nämlich, dass jeder immer zu seinem Recht kommen kann. Wenn die Vorgesetzten es dann jedem recht machen wollen, bricht die Struktur und Organisation irgendwann zusammen. Das funktioniert nur, wenn die Angestellten von sich aus dazu bereit sind, alles zu geben und nicht nur Forderungen zu stellen. Wenn zu viele Forderungen "von unten" kommen, geht das so nicht.

    Umgekehrt neigen dann Führungskräfte auch dazu zu denken: Das läuft schon. Eben wie in einer Familie, wo man sich gegenseitig unterstützt. Eure ehemalige Teamleitung hat das wahrscheinlich bemerkt und da Struktur und Führung reingebracht. Und sich vielleicht stellvertretend auch mal für euch eingesetzt. Eben damit nicht jeder einzelne die Ellenbogen ausfahren muss.

    Wahrscheinlich hat das Chaos schon vorher geherrscht. Das hast du nur nicht bemerkt, weil die ehemalige Teamleitung das abgefangen hat. Das macht aber auf Dauer niemand mit. Auch für die Teamleitung ist es langfristig besser, wenn "von oben" von vornherein Struktur herrscht.

    Zitat

    seit zwei Monaten protokolliere ich meine Aufgaben. Wer? Wie lange? Prio? etc.

    Als Eigenschutz.

    Guter Gedanke.

    Zitat

    Wahrscheinlich hat das Chaos schon vorher geherrscht. Das hast du nur nicht bemerkt, weil die ehemalige Teamleitung das abgefangen hat. Das macht aber auf Dauer niemand mit.

    ja, so ist es. Aber gehört es nicht zu einer guten Teamleitung sein Team zu „schützen“, Aufgaben fair zu verteilen, im Blick haben, wer was gerade macht?


    Erwarte ich da zu viel? OK, meine neuen Oberindianer können das nicht.

    Zitat

    ja, so ist es. Aber gehört es nicht zu einer guten Teamleitung sein Team zu „schützen“, Aufgaben fair zu verteilen, im Blick haben, wer was gerade macht?


    Erwarte ich da zu viel? OK, meine neuen Oberindianer können das nicht.

    Aber auch der Oberindianer ist nur ein Mensch. Der eine will dies, der andere will das, die Leitung will jenes. Wenn da jeder zu seinem Recht kommen will und das bei der Teamleitung ablädt, dann hat derjenige so richtig die Arschkarte. Dann muss der Teamleiter auch noch die Führungsstrategie der Leitung umsetzen, obwohl er es vielleicht anders machen würde.

    In erster Linie hat die Teamleitung das mit dem Team umzusetzen, was von oben kommt. Die wirtschaftlichen Interessen gehen vor. Die unterstellten Mitarbeiter sehen es aber so, dass die Teamleitung auch ihre Interessen vertritt. Die passen unter Umständen aber nicht zu den Vorgaben von oben. Und da muss man dann auch was durchsetzen. Das passt aber nicht zum familiären Führungsstil. Man kann nicht erwarten, dass die Teamleitung bei der Unternehmensführung immer alles durchboxt. Vor allem nicht, wenn dem wirtschaftliche Interessen entgegenstehen. Wenn es so läuft, bist du auf dem Posten nur der Depp.

    "Schutz" insofern, dass der Einzelne nicht dauerhaft überlastet wird, kann man schon erwarten. Aber das kann man nur bedingt individuell gestalten, damit der Laden läuft. Der familiäre Führungsstil suggeriert das aber. Aber eine gewisse Leistung müssen alle bringen. Und in dieser Diskrepanz muss die Teamleitung dann arbeiten.

    Definiere "fair"! Wenn generell zu wenig Personal vorhanden ist, kann die Teamleitung auch nichts machen. Die bekommt nur aufgedrückt, dass die Arbeit gemacht werden muss. Und verteilt dann eben so gut es geht. Und da spielen eben Berufserfahrung und Abschlüsse eine Rolle, wer was bekommt. Und das derjenige mit dem höheren Abschluss immer mehr verdient, obwohl er vielleicht erstmal weniger macht, weil er keine Berufserfahrung hat, ist auch normal. Wenn es dann noch wie bei dir ist, dass andere Neueinsteiger plötzlich eigenmächtig bestimmen können, dass sie doch erstmal nur Teilzeit arbeiten, dann ist mit fairer Aufgabenverteilung gleich mal Sense.

    Und wenn ihr noch als Einzelner umsatzorientiert arbeitet, aber die Aufgaben zugewiesen bekommt, dann kann das schon gleich gar nicht fair sein.

    Das die Teamleitung im Blick haben sollte, wer was gerade macht, ist schon richtig. Aber auch hier können sie nur das neu verteilen, was "von oben" kommt. Und das bekommt eben derjenige, der den entsprechenden Abschluss dafür hat. Und da muss man damit rechnen, dass man etwas bekommt, obwohl man dafür eigentlich keinen Platz hat. Und die Teamleitung kann auch nichts machen, wenn die Leitung alle Aufträge annimmt, obwohl das mit dem vorhandenen Personal nicht zu schaffen ist. Das kann sie durchaus bemängeln. Aber wenn es von oben zur Gewinnerwirtschaftung als notwendig erachtet wird, dann muss die Arbeit gemacht werden.

    Verstehst du es dreht sich alles um ausreichend Personal, aber auch ausgeglichen, was die Abschlüsse und Berufserfahrung betrifft. Wenn das nicht passt und neues Personal nicht rekrutiert werden kann, hat die Teamleitung keine Wahl. Und wenn in die Arbeitsplanung noch persönliche Befindlichkeiten des Einzelnen einzubeziehen sind und die oberen Vorgesetzten lassen das zu - (siehe der Kollege, der mit dir angefangen hat) - dann ist das ein ziemlich undankbarer Posten. Ob das die Oberindianer nicht können, steht auf einem anderen Blatt. Manchmal können die einfach nicht so wie sie wollen, weil die Bedingungen und Vorgaben nicht vorhanden sind bzw. nicht zueinander passen.

    Zitat

    Aber eine gewisse Leistung müssen alle bringen. Und in dieser Diskrepanz muss die Teamleitung dann arbeiten.

    Definiere "fair"! Wenn generell zu wenig Personal vorhanden ist, kann die Teamleitung auch nichts machen


    ich meine die vorhandenen Ressourcen so einteilen, dass einer nicht zu 120% ausgelastet ist und der Rest zu 60%.


    Zitat

    Manchmal können die einfach nicht so wie sie wollen, weil die Bedingungen und Vorgaben nicht vorhanden sind

    also ich soll bei einem drohenden Burnout Verständnis dafür haben, dass meine Teamleitung zwischen den Stühlen sitzt?

    Alias 972791 schrieb:

    ich meine die vorhandenen Ressourcen so einteilen, dass einer nicht zu 120% ausgelastet ist und der Rest zu 60%.

    das ist eine Eigenschaft einer guten Teamleitung: zu sehen, wer wirklich was schafft und wer sich nur die E... schaukelt.

    Die Schlechtleister identifizieren und eliminieren, bevor ein Team vor die Hunde geht ist nicht immer einfach.

    manchmal muss man eskalieren - hast du ja schon eingangs irgendwo gepostet...

    Zitat

    @melb1986

    Ich glaube du verwechselst den TE hier mit mir. ;-)

    Ups, sorry, da ist tatsächlich was durcheinander geraten. Eigentlich nutze ich die Zitate, damit das nicht passiert. Da war auch mehr der Wunsch Vater des Gedanken. |-o

    Zitat

    ich meine die vorhandenen Ressourcen so einteilen, dass einer nicht zu 120% ausgelastet ist und der Rest zu 60%.

    Dazu müssen aber alle gleich ausgebildet sein, eine gleichwertige Berufserfahrung besitzen und vollbeschäftigt sein. Ist das denn gegeben?

    Zitat

    also ich soll bei einem drohenden Burnout Verständnis dafür haben, dass meine Teamleitung zwischen den Stühlen sitzt?

    Nein, sollst du nicht. Deine Gesundheit ist aber in erster Linie deine Verantwortung. Wenn es nicht mehr geht, dann lass dich krankschreiben oder such dir direkt einen anderen Job. Wenn du der Einzige bist, der sich beschwert, wird sich sowieso nichts ändern. Wenn deine Vorgesetzten bei der Teamleitung oder dir selber auf Durchzug schalten, dann kann man die Teamleitung nicht als Sündenbock hinstellen. Deren Handlungsmöglichkeiten sind begrenzt.

    Zitat


    Die Schlechtleister identifizieren und eliminieren, bevor ein Team vor die Hunde geht ist nicht immer einfach.

    Kann man sich das immer erlauben? Bei Fachkräftemangel ist man vielleicht über jede Arbeitskraft froh.