Arzt Zettel mit Beschwerden geben?

    Wäre es komisch wenn ich einem Arzt einen Zettel mitbringe auf dem meine Beschwerden nochmal detalliert aufgelistet sind? Auch wie sie mich psychisch beeinträchtigen? Ich war in den letzten 4,5 Jahren bei bestimmt über 20 Ärzten wegen Beschwerden, aber niemand konnte mir helfen. Ich hatte bisher das Gefühl dass mir auch keiner wirklich zugehört hat oder verstanden hat was mein Problem ist, daher hab ich es jetzt so kurz es ging aufgeschrieben.

    Ich weiß einfach nicht mehr was ich noch machen soll. Mir kann oder will einfach niemand wirklich helfen und ich habe Angst wie es weiter gehen soll.

  • 148 Antworten

    Ich habe auch schon Zettel benutzt. Weil es mir öfter passiert ist, dass ich mir zwar vorgenommen hatte, dieses oder jenes Wehwehchen oder Problem zur Sprache zu bringen, dann aber doch einiges vergessen hatte. Und mich ärgerte, dass ich das vergessen konnte.


    Ich habe das allerdings nur für mich selber aufgeschrieben - ein paar Stichpunkte auf einem Merkzettel, mehr nicht - und beim Arzt dann, wenn die "Hauptprobleme" abgehandelt waren, das Zettelchen aus der Tasche gezogen und die entsprechenden Fragen gestellt.

    Hallo! Ein Zettel kommt glaube ich nicht so gut an! ich glaube, Dein Problem ziemlich gut zu verstehen: Du kämpfst dagegen an, auf die psychische Schiene abgeschoben zu werden, ein Eindruck, den so ein Zettel noch verstärken könnte. Du kannst von dem Arzt nicht erwarten, dass er alles, was Dir in den letzten Jahren widerfahren ist auf einmal versteht und kuriert. Erzähle ihm das Wichtigste, von dem Du glaubst, dass er es praktisch "sehen" können muss und mit Laborwerten bestätigen kann. Ganz neue Erkenntnisse kannst Du von ihm plötzlich nicht erwarten. Er wird auch seinen Kollegen vertrauen, dass die sonst schon was gefunden hätten.

    Trotzdem gib bitte nicht auf und schilder ihm in kurzen Worten mündlich Deine akuten Beschwerden. dass Du schon bei anderen Ärzten warst, kannst Du weder verheimlichen und er sieht es Dir auch sofort an. Also bitte ihn, etwas Neues zu probieren, z.B. alle Hormone, Immunglobuline, Nervenleitgeschwindigkeit (NLG) - das und anderes wird häufig nicht gemacht. Und plötzlich ist Deine Krankheit dann sonnenklar!

    jrk schrieb:

    Wäre es komisch wenn ich einem Arzt einen Zettel mitbringe auf dem meine Beschwerden nochmal detalliert aufgelistet sind?

    Ja. Das ist m.M.n. psychisch schon auffällig


    Nun, wenn mir Patienten oder deren Angehörige solche Zettel in die Hand geben, dann weiß ich schon das derjenige psychisch überlagert oder erkrankt ist oder zumindest psychisch auffällig ist.



    Zitat

    Ich war in den letzten 4,5 Jahren bei bestimmt über 20 Ärzten wegen

    Wenn man schon bei über 20 Ärzten war, dann bestätigt sich bei mir meist der Verdacht das eine psychische Komponente vorliegt.

    Naja ich bin dadurch auch psychisch angeschlagen. Ich fände das gut, wenn man das merkt. Ich denke nämlich immer man versteht den Ernst der Lage nicht. Ich bin am Ende, ich kann nicht mehr. Ich will nicht mehr jeden Abend Angst haben dass ich im Schlaf ersticke weil mein Rachen komplett vollgeschleimt ist und ich nicht durch die Nase atmen kann. Ich will nicht mehr jeden Morgen würgen müssen, was extrem anstrengend ist. Ich will einfach wieder ein normales Leben haben.


    Diese Ärzte haben mir nie richtig zugehört. Ich erzähle: ich leide seit 3 Jahren daran.
    Er kurz darauf: sind Sie schwanger?

    Ja genau, damals war ich kanapp 3 Jahre schwanger.


    Der andere erzählt mir, jeder hätte diesen Schleim und ich hätte mir das Würgen angewöhnt. Dabei kann ich mich nicht dagegen wehren. Ich wache auf und merke wie mir der Schleim langsam den Rachen runter läuft und dann wird mir schlecht, weil mich das dort so reizt, es triggert meinen Würgereflex und dann gehts los. Es schüttelt meinen Körper. Ich will das doch überhaupt nicht. Am liebsten würde ich es runter schlucken aber es geht nicht anders.
    Er meinte ich solle was trinken. Wow, als wäre ich nicht selber auf diese Idee gekommen. Das, was ich da herauswürge wird einfach flüssiger. Brigt also nichts. Aber ich solle trotzdem damit aufhören.


    Wieder ein anderer meint das würde mit meiner Lunge zusammen hängen. Meine Lunge funktioniert aber einwandfrei und der Schleim tritt ja in der Nase und nicht sonst wo auf.

    Hyperion schrieb:

    Was für Beschwerden hast du denn?


    Ich bekomme schlecht Luft durch die Nase, ich habe das Gefühl sie würde zu viel Schleim produzieren, der ganz tief drin hängt. Oft ist sie total verstopft, aber oft ist sie auch frei, trotzdem bleibt das Gefühl, dass ganz tief drin Schleim steckt, den ich weder abhusten noch herunterschlucken kann. Er hängt im Rachen und läuft ganz langsam den Hals entlang. Das bringt mich öfter zum Husten und zum Würgen.

    Ich habe mir dadurch angewöhnt sehr seltsam zu schlucken. (Drücke mit der Zunge Speichel nach Hinten um den Schleim nach unten zu bekommen, ich mache das automatisch und kann nur wenn ich mich sehr stark darauf konzentriere normal schlucken)

    Ich muss mich ständig räuspern.

    Ich habe Mundgeruch und Zahnprobleme

    Morgens läuft mir dieser Schleim den Rachen hinunter und ich muss würgen, mir wird übel. Dann muss ich den Schleim erbrechen. Manchmal kommt Magensäure mit raus und selten steckt unverdautes Essen vom Vortag im Hals fest, das ebenfalls mit hinaus kommt.

    Meist ist es aber nur Schleim, klar, schaumig, gelblich, stückig. Er hat jegliche Konsistenz.

    Seit ich diese Beschwerden habe habe ich sehr oft Erkältungen.

    Ich habe oft ein Stechen in der Brust, vor allem im Liegen

    Mir ist oft schwindelig

    Ich habe kaum noch Appetit (habe 35kg verloren)

    Ich habe bisher mit Kortisonsprays und Nasenspülungen versucht dem Schleim Herr zu werden, allerdings hilft das höchstens 1-2 Minuten und anschließend ist alles wie vorher.

    Es schrenkt meine Lebensqualität drastisch ein. Oft habe ich Angst zu ersticken, das Würgen und Erbrechen jeden Morgen ist sehr anstrengend (allerdings passiert das nur, wenn ich nicht ausgeschlafen habe. Also immer unter der Woche)

    Ich habe gegooglet dass es ein (Stiller) Reflux sein kann, oder ein Post-Nasal-Drip-Syndrom. Würde beides zumindest einige Symptome erklären.

    Aber entweder kannten die Ärzte das nicht oder sie meinten das würde nicht passen. Oder es wurde mit Magenspiegelung oder dergleichen ausgeschlossen.

    jrk schrieb:

    Naja ich bin dadurch auch psychisch angeschlagen.

    Ich weiß.



    jrk schrieb:

    Ich bin am Ende, ich kann nicht mehr. Ich will nicht mehr jeden Abend Angst haben dass ich im Schlaf ersticke weil mein Rachen komplett vollgeschleimt ist und ich nicht durch die Nase atmen kann

    Ich glaube nicht das die Problematik mit dem Schleim das eigentliche Problem ist. Ich denke du hast dich in die ganze Sache zu sehr reingesteigert.

    Es ist auch normal das man Schleim im Hals hat,. Die einen haben das mehr und die anderen weniger.


    So wie ich das sehe, steigerst du dich da rein was dann wieder deine Angst vor dem Ersticken befeuert.


    M.M.n. wird dir auch kein weiterer Arzt da helfen können, also nicht der 21. Arzt oder der 30 igste Arzt.

    Ich denke das du in diesem Fall mehr von einer Psychotherapie profitieren würdest, alsp zu lernen mit deiner Angst vor dem Ersticken umzugehen und zu erkennen das eine Schleimbildung im Nasen-Rachenraum durchaus normal sein kann.

    aber es sind Massen an Schleim die mir den Rachen hinunter laufen. Teilweise eine ganze Tasse voll wenn ich das morgens erbreche. Das kann doch nicht normal sein? Wem läuft denn bitte eine Tasse Schleim jeden Morgen von der Nase in den Rachen?

    Meine Nase ist ja auch beinahe dauerhaft zu und ich muss mich andauernd räuspern weil mir Schleim im Rachen hängt. Der ist ja da. Das Husten das daraus resultiert bilde ich mir doch auch nicht ein.


    Und dass sich Essen in diesem Schleim verfängt und nicht in meinen Magen gelangt und da über Nacht drin bleibt und dann morgens mit raus kommt ist ja auch eine Tatsache. Oder denken Sie ich bilde mir das auch ein?

    Dass manchmal wenn ich aufwache schon Magensäure in meinem Hals steht und ich sie schmecken kann und sie darauf sofort aus mir heraus schwappt bilde ich mir auch nicht ein. Ich sehe das doch. Mein Freund sieht das auch. Mein Hals ist lt. meinem Arzt dauerhaft rot.


    Warum habe ich denn, wenn das alle nur Einbildung ist fast jeden zweiten Monat eine Erkältung die alles verschlimmert?


    Ich bin doch nicht so dumm und bilde mir all das ein.

    Es ist einfach nur beleidigend gesagt zu bekommen dass man psychische Probleme hat obwohl das nicht der Fall ist.

    Ich bin nicht so dumm und steigere mich unnötig da rein. Ich habe diese Probleme seit einer Erkältung vor 4,5 Jahren. Ich habe da damit angefangen den Schleim zu erbrechen, teilweise kamen da richtige Blasen aus mir heraus und seitdem habe ich diese Probleme. Jeden Tag.

    Es ist auch so, dass wenn ich ausschlafe die Probleme mit dem Schleimerbrechen nicht habe. Wenn ich früh aufstehen muss (egal aus welchen Gründen) habe ich das aber.


    Die verstopfte Nase und der Rest bleiben aber, nur erbrechen muss ich da nicht


    Meine Lymphknoten am Hals sind btw. seit dem auch geschwollen, bzw. schwellen immer mal wieder an und ab.

    Bei welchem Arzt warst du überhaupt? Das hört sich nach Nasennebenhöhlenproblemen an.


    Du merkst selbst, es komme von oben. Dann zu sagen. es wäre ein Reflux ist anatomisch schon mal unlogisch. Sind die NNH geröntgt, CT mäßig betrachtet worden, wurde Ultraschall der NNH gemacht, dort schon mal gesichtet, ob die Schleimhaut zu weit aufgebaut ist?


    Zum Arzt zu gehen und zu jammern, man sei psychisch fertig, man könne nicht mehr - das ist genau das, ab wo die nicht mehr zuhören.


    Sammel doch mal eine Woche den ausgespuckten Rotz und tu ihn in ein Marmeladeglas und zeig das dem HNO Arzt. Schauen sie mal, so geht es mir dauernd...


    Da wird ein Arzt schon aktiv. Fakten bringen, nicht jammern. Und mit dem Zettel - vergiss es.

    Da nimmt dich keiner ernst.


    Trinkst du viel Milch oder isst viel Milchprodukte? Fällt mir nur so ein, weil mein TCM Arzt mal sagte, wer verschleimt ist, sollte das mal weglassen....

    Ein TCM Arzt wäre auch keine schlechte Idee, der macht Diagnosen, indem er Puls und Zungendiagnostik macht und andere Sachen.

    Naja sorry was erwarten die denn bitte wenn man seit 4,5 Jahren Lebenqualitätseinschrenkende Symptome hat und niemand einem helfen will?


    Ich habe bisher auch nie gejammert. Ich hab immer nur meine Symptome geschildert aber es wurde mir ja nie wirklich zugehört (Unterstellungen ich sei schwanger, meine Lunge wäre das Problem o.ä obwohl beides komplett ausgeschlossen ist), weil es ihnen ja anscheinend als nicht wichtig vorkam. Wenn ich den Leidensdruck dahinter beschreibe müssen die doch eingreifen.


    Der Rotz von einer Woche würde aber mindestens eine 1l Flasche füllen


    Ich hab ja auch Sodbrennen (also glaube ich, Stechen hinter den Rippen, Aufstoßen, Magensärure kommt mit raus). Daher denke ich ja es sei (Stiller) Reflux. Ich hab doch auch keine Ahnung daher soll mcih halt mal jemand komplett durchchecken, aber ich werde ja nach dem ersten Termin immer schon mit überhaupt keiner Lösung weggeschickt. Jedes mal. Keiner sagt ok da müssen wir noch das und das ausprobieren. Sie hören sich meine Schilderung an, machen ihre Routineuntersuchung und dann muss ich wieder gehen ohne dass ich schlauer bin als vorher. Zu solchen Sachen wie du aufgezählt hast ist es ja nie gekommen weil es die Ärzte einfach nicht weiter interessiert hat und mir auch überhaupt keine Lösungsvorschläge angeboten hat bzw. mir gesagt hat was es für Möglichkeiten für mich gibt.


    Nein seit ich die Beschwerden habe verzichte ich größtenteils auf Milchprodukte.


    Ok das wäre interessant, weil ich auch so komisch schlucke und nicht mehr normal schlucken kann.