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    WELT ONLINE: Gefährden "Eulen" oder "Lerchen", die ständig gegen ihren eigenen biologischen Rhythmus leben, ihre Gesundheit?


    Korf: Ja. Es gibt Untersuchungen von Till Roenneberg, die zeigen, dass ein extremer Eulentyp, der sich in eine Lerchengesellschaft reinzwängen muss und sich somit in einem sogenannten social jetlag befindet, Probleme bekommen kann. Wenn sich die Uhr zwischen Arbeitstagen und freien Tagen um mehr als drei oder vier Stunden verschiebt, dann gibt es beispielsweise signifikant mehr Raucher unter den Menschen, die von diesem sozialen Jetlag betroffen sind.

    Quelle: http://www.welt.de/wissenschaft/article6635803/Forscher-erklaeren-wie-die-innere-Uhr-funktioniert.html


    Da könnte man versuchen, mehr von Till Roenneberg oder anderen aus den Instituten dazu zu finden.


    Auch interessant, es gibt sogar vier Gruppen:

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    ergaben sich bei der Auswertung am Ende nicht zwei, sondern eindeutig vier Gruppen: die Lerchen und die Eulen, deren Aktivitätszyklen um rund zwei Stunden verschoben lagen, sowie zwei weitere Gruppen – eine fühlte sich eher immer wach und aktiv, eine ständig schlapp und müde.

    Quelle: http://www.spektrum.de/news/es-gibt-lerchen-nachteulen-und-eulenlerchen/1316802

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    Studien sind schön und gut - mit welchen "Menschen" wurden die von dir genannten gemacht?

    Das Problem mit Studien solcher Art liegt ja immer in der Auswahl der Probanden begründet, was dann auch wie in unserem Fall dazu führen kann, dass unterschiedliche Resultate auf den wissenschaftlichen Markt gespült werden. Deshalb ist mit so genannten "Fakten" und "logischen Argumenten" vorsichtig umzugehen.

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    Und dazwischen auch den ganzen Tag (weil du ja den ganzenTag fit und wach bist)? ;-D

    Neee, im Büro darf ich leider nicht. Aber wenn du schon auf der Fahrt zur Arbeit The Crown oder Speedtrap auf den Ohren hast, dann hält das paar Stunden vor. Immerhin genug Energie, um meinen Job hier zu machen und daneben gelegentlich hier reinzuschreiben ;-)

    Du hast selbst auf die Quellen verwiesen, also habe ich mir die Mühe gemacht, es nachzulesen.

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    "Da Menschen eine Spontanperiode von über 24h haben, verschiebt sich der Schlafbeginn zunehmend nach hinten. Hinzu kommt, dass die Menschen abends dem Licht ausgesetzt sind und zwar häufig dem Licht verschiedenster Bildschirme mit einem hohen Blauanteil. Dies induziert zusätzliche Phasenverzögerungen und führt mithin zu einer weiteren Verschiebung des circadianen Rhythmus. Das Schlafbedürfnis tritt später auf, die biologische Zeit hat sich verschoben."//


    (aus:Dietmar Weinert: Mensch und Zeit)


    (Comran)

    -> Leider ohne Seitenangabe


    Zitat von Seite 117:


    http://www.directupload.net/file/d/4120/f4aq2a2w_jpg.htm


    (Bin zu faul, das alles abzutippen.)

    Auf der gleichen Seite schreibt der Autor aber, dass die Tendenz zum Abendtyp kulturell und durch unsere Lebensumstände geprägt ist: "Hierfür gibt es verschiedene Ursachen, wobei der Mangel an Tageslicht besonders hervorzuheben ist. [...] Selbst ein gut beleuchteter Raum ist im Vergleich zum Tageslicht dunkel. Zudem ist das Spektrum in Richtung rot verschoben. Das circadiane System reagiert aber besonders sensitiv auf blaues Licht. "


    Das was ich immer als Beispiel herangezogen habe (Anpassungsfähigkeit bei Interkontinentalflügen, Jahreszeiten) beschreibt der Autor eine Seite vorher: "Außerdem hat der Mensch häufig genügend Zeit, sich diesen Bedingungen anzupassen. Auch ist es möglich, diese Anpassung in gewissen Grenzen zu beschleunigen [...] . Trotz allem erfordert die Anpassung eine gewisse Zeit, die mit verminderter Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden verbunden ist."


    Gerade der letzte Absatz ist doch immer das, was ich hier schreibe - das Empfinden bei der Umstellung habe ich nie geleugnet, auch nicht die Dauer. Wo du da einen Widerspruch siehst, ist mir schleierhaft. Wenn da ein Widerspruch ist, dann liegt er auch beim Autor selbst ;-)

    Du solltest unterscheiden zwischen einer Zeitverschiebung durch Flüge, Wechselschichten, usw. (die man wieder "ausgleichen" kann) und den Chronotypen, die sich nicht dauerhaft an andere Zeiten gewöhnen können.


    Ein Chronotyp "Eule" oder "Lerche" kann sich nur temporär anpassen, nicht auf Dauer!

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    Auf der gleichen Seite schreibt der Autor aber, dass die Tendenz zum Abendtyp kulturell und durch unsere Lebensumstände geprägt ist:

    Das mag ja stimmen. Diese Tendenz erklärt aber noch nicht, wieso Menschen sich unterschiedlich gut mit dem früh aufstehen bzw. spät ins Bett gehen arrangieren können. Es gibt tatsächlich Menschen, die sich mit der gleichen Disziplin dahinter klemmen wie du, aber trotzdem Mühe haben mit dem früh aufstehen. Auch wenn es vielleicht nicht so viele sind wie behauptet.