Ausbildung nochmal wechseln...?

    Hallo,


    ich bin im ersten Lebensjahr und schon mehr als genervt. In meiner ersten Ausbildungsstelle musste ich am Tag 4 Stunden Zug fahren. Dazu kommt, dass ich dort nur rumgehangen habe, statt mir was beigebracht wurde, sollte ich Mitarbeiter anrufen und ein Programm deinstallieren. Bei beiden Ausbildungen handelt es sich übrigens um Fachinformatiker. Da ich so schnell es geht etwas in meiner Nähe wollte, habe ich mich auch als FI Anwendungsentwicklung beworben und auch etwas bekommen. Ich war erst optimistisch, programmieren ist ja schon ganz cool. Allerdings lerne ich hier in meinem Betrieb eine Applikationssprache, heisst die nützt mir nur in einem Bereich was. Ausserdem ist das mit dem rumhängen nicht besser und wenn wir was machen, ist es stinklangweilig.


    Ich schreibe vll. zu 10% Code denn dank der Applikationssprache läuft alles über Eigenschaften.


    Ich frage mich echt, wie einem sowas Spaß machen kann, Einstellungen in Tabellen zu verändern...


    Jedenfalls kommen mir wieder Gedanken auf, dass ich mich auf den Mediengestalter hätte bewerben müssen. Habe schon früh mit Bildbearbeitung angefangen und ich brauche es auch heute noch für meine Instagramseite. Kenne mich gut in Photoshop aus und es macht ziemlich Spaß. Allerdings habe ich damals rausgefunden, dass es angeblich schlechte Chancen gibt auf dem Markt für diesen Beruf. Aber wäre mir auch egal, denn hier zähle ich 8h die Zeit runter. Dazu kommt, dass der ganze Mist nicht wirklich einfach ist (Fachinformatiker). Kurz gesagt: Ich überlege wirklich mir etwas als Mediengestalter zu suchen, dieser IT-Kram ist sehr auf Nerds ausgelegt (sieht man auch in der Berufsschule) oder eben auf Leute, die das mega interessiert. Wie soll ich jetzt vorgehen? Ist es möglich, dass die Zeit schon angerechnet wird, sollte ich was finden (so wars bei meinem letzten Wechsel auch, aber vll. weil gleicher Beruf)?


    Um ehrlich zu sein möchte ich mich sowieso später selbstständig machen. Ich hoffe zum einen, dass diese Social Media Sache erfolgreich wird und zum anderen würde ich unabhängig davon gerne Webentwickler werden. Da muss man viel designen und html ist nun keine große Schwierigkeit. Nur als Randinfo... :)

  • 60 Antworten

    Als Selbständiger fragt zumindest keiner nach deinem Lebenslauf... Ansonsten machen sich ständige Wechsel natürlich nicht so gut. Wenn du meinst, dass Mediengestalter dir mehr liegt, bewirb dich doch einfach und gucke, ob du was findest. Dass dir was angerechnet wird, glaube ich allerdings nicht. Das hat ja doch nicht so sehr viel miteinander zu tun...


    Wenn du eh nicht direkt als Mediengestalter arbeiten willst, ist es ja nicht so tragisch, wenn die Berufsaussichten nicht ideal sind. Allerdings wirst du dich grundsätzlich damit abfinden müssen, dass Lehrjahre keine Herrenjahre sind und man da eben auch mal scheiß macht, sich langweilt und es blöd findet. Da muss man dann eben einfach auch mal die Arschbacken zusammenkneifen und so eine Ausbildung durchziehen...

    Ja, du hast recht. Allerdings gestalte ich wirklich gerne, schneide auch ab und zu video und ich denke bei sowas geht die Zeit in der Arbeit halt recht schnell rum.


    Realistisch gesehen werde ich bestimmt noch etwas arbeiten, bis ich was eigenes starte. Kommt darauf an wie viele Sicherheiten ich bis dahin habe. Den bisherigen Wechsel konnte ich gut erklären, den jetzigen für mich persönlich auch. Durch meine Vorkenntnisse und "Erfahrungen", hoffe ich, dass das nich ganz so tragisch ist..

    Zitat

    Den bisherigen Wechsel konnte ich gut erklären, den jetzigen für mich persönlich auch.

    Das können AG halt leider trotzdem ganz anders sehen... Aber wenn es das ist, was du willst, dann mach es.

    1. Inwiefern? Dass jemand seine Ausbildung abbrechen will? Ich habe sogesehen schon abgebrochen, nur direkt was neues gefunden.


    2. Nix zu tun oder wieso kramt man alte Beiträge raus? :D

    Hattest du nicht einen anderen Nicknamen? Ich komm nur gerade nicht drauf, aber die 4 Stunden Zugfahrt kommen mir bekannt vor.


    Erst einmal: Natürlich kannst du wieder einmal den Beruf wechseln, aber das wird so lange passieren bis du verstehst das man einem Azubi der gerade einmal angefangen hat, nur Deppenarbeit gibt. Der interessante und spannende Stoff kommt erst im Laufe der Ausbildung.


    Ich durfte auch erst Mal nur Ablage machen und zugucken bzw. selbst machen nur unter höchster Aufsicht. Die ersten zwei Monate in der Ausbildung als Kauffrau im Groß- und Außenhandel habe ich im Lager verbracht um die Produkte kennen zu lernen, mir Produktkenntnisse anzueignen und Schulungen zu besuchen. Man ist in einer Ausbildung um die Grundlagen des jeweiligen Berufs zu erlernen. Diese Produktschulungen nützen mir in keinem anderen Bereich mehr etwas da ich das Feld komplett wechseln möchte, aber ich habe es angenommen weil es dazu gehört. Und wenn das zu den Grundlagen gehört, dass du an Excellisten rumbastelst, dann ist das so. Erst nach und nach steigerte sich mein Aufgabenradius und das wird auch bei dir passieren.


    Würdest du einen blutigen Anfänger in einer Ausbildung direkt an komplexe Aufgaben setzen? Ich glaube kaum. Dies ist ein Test. Deiner Geduld, deiner Auffassungsgabe und deiner Person. Wenn du fast nur Langeweile hast, dann frage nach Aufgaben die du machen kannst, und wenn du dann nachher irgendwo doof in nem Archiv Akten hin- und her schiebst, ist das halt so. Vielleicht hat man auch Übungsaufgaben für dich oder wenn du gar nichts zu tun hast, setze dich bei einem Kollegen bei und schaue ihm einfach über die Schulter.


    Das nennt sich Eigeninitiative und wird sehr geschätzt und gerne gesehen in einer Ausbildung. Den meisten Kram in meiner Ausbildung habe ich durch blöde Frage oder stumpfes beobachten gelernt. Also zeig deinem Ausbildungsbetrieb dass du es Wert bist ausgebildet zu werden. Du sollst nicht auf deine Aufgaben warten sondern sie dir suchen und erfragen. Du bist nicht mehr in der Schule wo der Lehrer vorne herum hampelt und dir Wissen einbläut, du musst selbst aktiv werden.


    Und zum Thema Mediengestalter: Das fängt ganz klein auch bei Deppenarbeit an und dieser Beruf ist sowas von tot, wenn du überhaupt noch einen Betrieb oder eine Schule findest die das ausbildet. Ich glaube auch nicht dass du den Biss dazu hast irgendwas durch zu ziehen wenn du jetzt schon wieder woanders hin willst.

    Seid ihr nebenberuflich Detektive? Leider muss ich euch mit euren Analysen enttäuschen, denn ich bin nicht der Threadersteller, der ebenfalls eine Ausbildung abgebrochen hat.


    Zum anderen: Klar bekommt man am Anfang nur Deppenaufgaben, aber mir wurde erzählt, was mich erwartet und ich bekomme es täglich mit. Es scheint einfach keinen Spaß zu machen.


    Die machen nämlich zum Großteil auch ihre Software über diese Tabelleneinstellungen, nur natürlich viel komplexer.


    Ausbildung Mediengestalter ist übrigens schwer zu bekommen, sehr überlaufener Beruf. Da verwechselst du was.

    katharina

    Zitat

    Allerdings wirst du dich grundsätzlich damit abfinden müssen, dass Lehrjahre keine Herrenjahre sind und man da eben auch mal scheiß macht, sich langweilt und es blöd findet. Da muss man dann eben einfach auch mal die Arschbacken zusammenkneifen und so eine Ausbildung durchziehen...

    Ja das stimmt! Und gerade als Selbstständiger kann man sich erst recht nicht nur die Rosinen rauspicken, sondern muss auch mal Aufträge erledigen, die einem nicht so Spaß machen, um Geld in die Taschen zu bekommen.

    Du wirst ja wohl in der Berufsschule aber eine Bildung zum Beruf passend erhalten.


    Das heißt im Endeffekt hast du nach der Ausbildung, die andren Programmiersprachen drauf und kannst auf deine Bewerbungen dazu schreiben, dass du dich auch mit dieser Applikationssprache auskennst.


    Egal was du machst...du solltest dich wenn du wieder abbrichst, endlich mal dazu durchringen etwas durchzuziehen.


    Und als Azubi Mediengestalter wirst du auch nur die beknackten Sachen kriegen. Man wird dich kaum allein einen großen Kundenauftrag bearbeiten lassen.

    auch, wenn ich den spruch "lehrjahre sind keine herrenjahre" saublöd finde, so steckt doch einiges an wahrem darin. klar, dass du im ersten jahr noch keine wahnsinnsprojekte auf den tisch bekommst - da wird erst mal langsam herangetastet, was der auszubildende mitbringt, wie man ihn einsetzen kann, wie schnell er lernt, wo besondere talente zu fördern sind...


    und dein ausbildungsberuf mag nun nicht unbedingt vor herausforderungen strotzen, kann dir aber ein gesundes fundament zum drauf aufbauen verschaffen.


    mein sohn hat auf einem ewig langen weg nun mit zwei freunden eine eigene firma, die quasi einer agentur entspricht, die vieles abdeckt (mediengestaltung, eventmanagement, design...) - das geht aber nur, weil die drei ganz unterschiedliche schwerpunkte haben und unglaublich froh waren, dass der eine genau deinen beruf von der pike auf gelernt hat.


    => zieh das ganze durch und bau dann darauf auf. du bekommst im übrigen viel leichter einen ausbildungsplatz in "kreativeren" it-sparten, wenn du schon eine grundausbildung vorweisen kannst!