• Ausbildung nochmal wechseln...?

    Hallo, ich bin im ersten Lebensjahr und schon mehr als genervt. In meiner ersten Ausbildungsstelle musste ich am Tag 4 Stunden Zug fahren. Dazu kommt, dass ich dort nur rumgehangen habe, statt mir was beigebracht wurde, sollte ich Mitarbeiter anrufen und ein Programm deinstallieren. Bei beiden Ausbildungen handelt es sich übrigens um Fachinformatiker. Da…
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    Ausbildung Mediengestalter ist übrigens schwer zu bekommen, sehr überlaufener Beruf.

    das ist dann wohl einer der berufe, der in einschlägigen foren unter "irgendwas mit medien" läuft. ich würde also zuvor mal grundlegend die berufsaussichten in dem bereich kritisch durchleuchten.

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    aber mir wurde erzählt, was mich erwartet und ich bekomme es täglich mit. Es scheint einfach keinen Spaß zu machen.


    Die machen nämlich zum Großteil auch ihre Software über diese Tabelleneinstellungen, nur natürlich viel komplexer.

    naja, ich vermute mal, dass die hardcore-programmierung halt von "richtigen" informatikern gemacht wird, nicht von FIs.


    aber ich sehe es schon auch als grundlegendes problem an, wenn dich der spätere berufsalltag nicht anspricht.

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    Allerdings wirst du dich grundsätzlich damit abfinden müssen, dass Lehrjahre keine Herrenjahre sind und man da eben auch mal scheiß macht, sich langweilt und es blöd findet.

    "sich langweilen", wenn man die grundlagen eines berufs erlernen soll, ist aber eigentlich nur folge einer ineffizienz in der ausbildung oder eigener antriebslosigkeit. eigentlich sollte der zustand am anfang eher "information overflow" sein. die langeweile entsteht ja nur, weil a) keiner zeit hat zum erklären und b) vieles undokumentiert ist.


    "setze dich bei einem Kollegen bei und schaue ihm einfach über die Schulter" ist dann sicher sinnvoll, denn beim arbeiten erklären ist nicht so zeitintensiv (bzw deckt eigene ineffizienzen wie forumlesen gnadenlos auf ;-) ).

    Es geht nicht ums Durchziehen, aber wenn man in etwas eine Zukunft sieht, dann verschwendet man nicht mehrere Jahre an Zeit. Fände es ehrlich gesagt auch scheiße, schon wieder zu wechseln aber das, was ich da lerne ist so stinke langeweilig.

    ich hatte auch oft keinen Bock auf meine Ausbildung... na und?


    irgendwann muss man auch mal was durchziehen. Hast du dich vorher nicht mit deinem Ausbildungsplatz auseinandergesetzt? Man weiß doch vorher was einen erwartet.


    Ich hab eine Auszubildende, die selbst im 3. Lehrjahr bei mir keine Buchhaltung macht. Sie denkt, sie wäre natürlich in der Lage diese Aufgabe zu übernehmen - ich denke, dass nichtmal die Grundlagen sitzen, da gehe ich dann auch nicht tiefer in die Materie. Ausbildung besteht nicht nur darin 8 Stunden am Tag den Azubi zu bespaßen und vielleicht merkt ja der Betrieb, dass du keinen Bock hast und zieht das seine Schlüsse draus...

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    Es geht nicht ums Durchziehen, aber wenn man in etwas eine Zukunft sieht, dann verschwendet man nicht mehrere Jahre an Zeit. Fände es ehrlich gesagt auch scheiße, schon wieder zu wechseln aber das, was ich da lerne ist so stinke langeweilig.

    kennst du die tätigkeiten von FIs in anderen Firmen? ist es überall langweilig oder nur bei dir? was hast du dir vorgestellt und wo kam deine vorstellung her? würde es also helfen, den betrieb zu wechseln (jetzt oder nach abschluss)?

    Also ich finde Webentwicklung interessant. Wie gesagt, designen tu ich eh gerne, html kommt mir sympathisch rüber (ist nicht zu komplex) und die Scriptsprachen, die man für Websiten braucht gefallen mir auch. Python wollte ich mir auch schon beibringen, allerdings komme ich auch so ziemlich spät heim und am Wochenende mache ich immer was mit Freunden etc. Wär halt toll, wenn ich sowas lernen würde...


    Nochmal wechseln im selben Beruf sieht bestimmt niemand gern, nach Abschluss möchte ich vermutlich eh gehen (in Ausbildung schon unterdurchschnittliche Bezahlung, denke nicht, dass sich was ändert).


    Da die Sprache so unbekannt ist gibts auch nix auf Google, muss also immer nachfragen und man hat das Gefühl, man kommt nicht vom Fleck. Einfach nervig. Mir wurde gesagt, dass ich im Betrieb nur das mache.

    Wenn du den Betrieb schon einmal gewechselt hast, dann rate ich dir, die Arschbacken wirklich zusammen zu kneifen und es durchzuziehen. Mit einer Zweitausbildung hat man oft deutlich mehr Chancen, als mit einer abgeschlossenen und einer abgebrochenen Ausbildung.


    Vor allem wenn du immer gleich zu der Probezeit kündigst, sieht das nie gut aus, man denkt automatisch, dass mit dir etwas nicht stimmt.


    Du bist erst wenige Wochen in der Firma: Aufgaben wachsen mit dem Können. Und wenn man schon bei den "einfachen" Aufgaben keine Lust zeigt, die ganze Zeit mit sonst was für einem Gesicht dasitzt → kein Wunder. Mein Ausbilder damals hätte dich auch nur den ganzen Tag abheften lassen.


    Man sollte wirklich Interesse am Beruf und der Firma zeigen. Mal nachfragen. Vielleicht mal Sachen aus der Berufsschule ansprechen, ob man dir da vielleicht etwas erklären kann.


    Und irgendwie liest man gerade bei den Jüngeren (Ich schätz dich mal auf 16/17), dass sie ja SO unterbezahlt sind. Was erwartet ihr in einer Ausbildung im 1. Lehrjahr? 1000 € und mehr netto? Wie kommt man nur auf solch überzogene Vorstellungen? Und dann bestenfalls noch ohne eigenen Haushalt und große Fixkosten, außer dem Fahrticket, aber jammern wie ein Profi.


    Lehrjahre sind schwer.Aber man lernt da verdammt viel, nicht nur für den Job, sondern auch für das spätere Leben. Unter anderem auch, mit seinem Geld zu wirtschaften.

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    aber wenn man in etwas eine Zukunft sieht, dann verschwendet man nicht mehrere Jahre an Zeit.

    dann versuch doch mal einen sinn, bzw. eine zukunft in dem zu sehen, was du gerade machst! das ist eine grundsolide basis zum drauf aufbauen. du hast danach etwas, mit dem du immer einen job finden wirst, egal, ob du dich mal in selbständigkeit versuchst. du lernst dich in teams zu entegrieren und und und!


    wenn du dich jetzt bei mir bewerben würdest, müsstest du mir schon sehr viel stichhaltigere argumente liefern, dass ich verständnis für deine "wechselfreudigkeit" hätte

    Ich würde mir das an deiner Stelle genau überlegen. Medienkrams kannst du hinterher auch ohne Ausbildung machen. Das ist wohl einer der Berufe wo das am einfachsten geht. Allerdings wird dich wohl kein Betrieb einstellen wenn du schon 2 Ausbildungen abgebrochen hast - selbst wenn du das gut begründest. Das bedeutet für jeden zukünftigen Chef dass du bei Schwierigkeiten sofort in den Sack haust anstatt dich zusammenzureißen und solche Mitarbeiter benötigt absolut niemand.

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    Das bedeutet für jeden zukünftigen Chef dass du bei Schwierigkeiten sofort in den Sack haust anstatt dich zusammenzureißen

    Korrekt. Einmal kann man ja wechseln wenns wirklich blöd läuft bzw. es nen Grund gibt wie diese vier Stunden Zugfahrt. Aber jetzt, nach zwei Monaten wieder ne Ausbildung abbrechen ? Ich bezweifle das man so leicht ne dritte Chance bekommt, ich würde jedenfalls nen anderen Bewerber nehmen.

    Ihr habt nicht Unrecht, ihr habt auch recht, dass eine Fachinformatikerausbildung wohl anerkannter ist, als der Mediengestalter.


    Ich denke ich habe ein ganz anderes Problem und zwar, dass ich nicht für andere arbeiten will bzw. nicht nur für Geld. Fühle mich da wie gefangen, aber will nicht rumheulen. Liegt also wahrscheinlich gar nicht so sehr an dem was sie tun.


    Für mich ist wie ein Sklave 8h am Tag zu arbeiten keine Option. Würde gerne für etwas arbeiten, hinter dem ich voll und ganz stehe und auch ne gewisse Leidenschaft für aufbringe. Auch womit man auf etwas hinarbeiten kann und damit meine ich keine Gehaltserhöhung oder sowas.


    Werde mich da jetzt 3 Jahre durchschlagen (auch wenns mich eher weniger interessiert) und nebenbei weiter an meinem Zeug arbeiten.

    Ich glaube du hast einfach eine völlig verkehrte Vorstellung.


    Vielleicht liegt das an deiner nichtvorhandenen Erfahrung oder an dem durch Medien überzogenen Bild vom Arbeiten.


    Keiner (auch kein Mediengestalter) macht von früh bis spät die hammer geilen Aufträge, wo man in kurzer Zeit geniale Ergebnisse sieht und sich nie langweilt. In jedem Job gibt es Aufgaben, die einfach öde, langweilig und nervig sind. Aber auch die müssen gemacht werden.


    Wie kommst du darauf, du würdest wie ein Sklave arbeiten? Du arbeitest 8h? Herzlichen Glückwunsch, freu dich auf eine Welt, wo dich 10h und mehr erwarten. Du bekommst ein Gehalt und bezahlten Urlaub. Man finanziert dir eine Ausbildung und du redest was von Sklaven. :|N


    Frisch von der Schulbank runter wollen alle möglichst schnell großes Geld über den kleinsten Aufwand und mit einem Maximum an Spaß verdienen. Dann sag ich nur: Willkommen in der Wirklichkeit. Selbst die tollsten Jobs sind anstrengend, nerven und manchmal hat man einfach keinen Bock. Das ist normal. Das geht jedem so. Aber man muss es durchziehen. Jetzt, wenn du noch zu Hause bei Mama und Papa wohnst, und sie dir dein Leben mitfinanzieren, mag das alles noch gehen. Aber solche Gedanken erlaubt man sich mit eigener Wohnung, eigenem Auto und all den teuren Versicherungen nicht mehr. Da muss man sich zusammen reißen und kann nicht alle paar Wochen die Firma wechseln, weil der Anfang nicht so ist, wie gedacht.


    Du wusstest vorher, was man in diesem Beruf macht. Und nun interessiert er dich nicht mehr? Warum hast du dich dann nach deiner ersten Firma nicht gleich nach etwas komplett anderem umgesehen, anstatt im gleichen Job weiter zu machen?


    Schraub deine Vorstellungen mal eine ganze Spur runter und zieh die Ausbildung durch. Glaub mir, gerade die ersten Wochen und Monate können noch ziemlich langweilig und banal rüber kommen - das ändert sich aber blitzschnell und dann bist du froh, "nur" ein Auszubildender zu sehen.


    ??Entschuldigt meinen härteren Tonfall, aber das ist einfach jammern auf hohem Niveau.??

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    Für mich ist wie ein Sklave 8h am Tag zu arbeiten keine Option. Würde gerne für etwas arbeiten, hinter dem ich voll und ganz stehe und auch ne gewisse Leidenschaft für aufbringe.

    tja... willkommen im erwachsenen-leben ;-D aber mal ernsthaft: ich habe auch ein fachhochschulstudium gemacht, während dem ich so oft dachte "himmel - was will ich hier überhaupt", habe dann aber einen job gefunden, der perfekt zu mir passt, mit aufgaben, die ich richtig leidenschaftlich anpacken kann und verdienen tue ich mittlerweile auch nicht schlecht.

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    Werde mich da jetzt 3 Jahre durchschlagen (auch wenns mich eher weniger interessiert) und nebenbei weiter an meinem Zeug arbeiten.

    das klingt doch sehr gut :-D

    Mediengestalter ist imho der größte Witzjob schlechthin. Du lernst da z.b. die Bedienung von Kameras und so einen Kram. Das kannst du dir echt nebenbei anlesen. Vorallem ändert sich die Technik sich so schnell dass du das was du in der Ausbildung lernst hinterher so gut wie nie einsetzen kannst. Farblehre / Goldenen Schnitt und so einen Kram kannst du auch in der Bahn lernen. Das größere Problem ist dass du hinterher vermutlich keinen Job damit bekommst oder dich selbstständig machen musst... und wenn du Medienkrams kannst dann fragt dich hinterher keine Sau ob du da mal eine Ausbildung gemacht hast. Im Bereich Informatik ist das schon was anderes. Da brauchst du Zertifikate, MCP, MCSA usw. sonst wirst du nicht an die Maschinen gelassen.


    Zur Info:


    Ich habe auch 2 Ausbildungen:


    Mediengestalter in Bild und Ton


    Fachinformatik in der FR Systemintegration


    und ich heule heute noch der Zeit hinterher die ich mit dem Medientraum verschwendet habe. Vorallem den Musikbereich kannst du vergessen weil jeder Depp mit Magix Music Maker jetzt der Tolle DJ ist. Brotlose Kunst.

    Achso... außerdem ist noch erwähnenswert dass meiner Meinung nach 75% im Medienbusiness einen an der Waffel haben. Du musst dem Kunden so nach dem Mund reden und jeden Mist schlucken den der dir Aufträgt da hatte ich wirklich derbe Probleme mit. Die Klopfen sich gegenseitig auf die Schulter und versichern sich gegenseitig was sie doch für tolle Hechte sind nur damit Aufträge um die Ecke kommen und du auch den nächsten Werbefilm für deinen Kunden machen kannst. Natürlich stellt der Kunde dann fest dass er das so nicht gewollt hat und 1 Minute vor Projektabschluss noch gerne 500 Änderungen eingebaut hätte was einen kompletten Umsturz bzw. ein neues Projekt darstellt. Bezahlen wollen die dann dafür natürlich am besten nichts oder nur wenig. Oder du nimmst 5 Stunden Videomaterial auf damit du hinterher mühsam 5 Minuten rausschneiden kannst wo sich der zu Filmende nicht merkwürdig verhalten hat.


    Ich will nicht sagen dass das Medienbusiness vom Lügen lebt aber da wird echt viel geschummelt und gebogen. Für mich war das hinterher einfach nichts mehr weil ich gerne sage was ich denke und das kommt in dem Bereich auch nicht gut an.