• Ausbildung nochmal wechseln...?

    Hallo, ich bin im ersten Lebensjahr und schon mehr als genervt. In meiner ersten Ausbildungsstelle musste ich am Tag 4 Stunden Zug fahren. Dazu kommt, dass ich dort nur rumgehangen habe, statt mir was beigebracht wurde, sollte ich Mitarbeiter anrufen und ein Programm deinstallieren. Bei beiden Ausbildungen handelt es sich übrigens um Fachinformatiker. Da…
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    Ich erklär Dir mal die andere Seite der Medaille:


    Wenn wir einen Praktikanten bekommen, denken wir folgendes:


    - hoffentlich nervt er nicht


    - hoffentlich kann er was


    - hoffentlich macht er nicht zuviel Arbeit


    Heißt soviel wie: wenn er lernwillig ist, hat er schon gewonnen. Wir fangen mit kleinen Aufgaben an, um zu sehen, was er drauf hat. Denn labern können viele, programmieren nur wenige. Wenn er die kleinen Aufgaben schafft, gibt es größere Aufgaben. Und wenn er wirklich was drauf hat, darf er auch an unser Produktivsystem ran und etwas machen, was nicht für den Papierkorb ist.


    Bei Dir sehe ich vor allem eines: hohes Anspruchsdenken ohne was dahinter.


    Ich habe bisher wenig von dem gelesen, was Du wirklich "drauf" hast. Stattdessen hast Du Dir eine Ausbildungsstelle als Fachinformatiker gesucht, aber nicht mal gefragt, was dort für eine Programmiersprache eingesetzt wird. Da fehlt mir echt das Verständnis. Ansonsten: Wartest Du darauf, dass Dir jemand programmieren bei bringt? Da kannst Du lange warten, denn das musst Du Dir selber erarbeiten. Wieso hast Du noch nicht damit angefangen, wenn das "Dein Weg" ist?


    Zum Fachinformatiker an sich: Es heißt "Fach"-Informatiker, weil Du nur ein Teilgebiet der Informatik abdecken sollst. Deshalb ist es auch völlig okay, wenn Du im Betrieb mit einer Applikationssprache arbeitest. Woanders würdest Du halt nur Java mit Framework xy machen oder nur Python-Skripe etc. pp. Das ist halt so. Wenn Du mehr willst: Abi machen und Informatik an FH oder Uni studieren.


    Mal zum Vergleich: In Deinem Alter habe ich meine Ausbildung inkl. 4 Stunden Wegezeit gemacht und abends nochmal 3-4 Stunden Homepages gebaut. Weil ich Bock drauf hatte und nicht weil ich das große Geld damit verdient habe. Trotzdem hätte ich mich NIE selbständig gemacht. Du solltest Dich mal genau informieren, was das bedeutet. Mitnichten, dass man das tun kann, worauf man Lust hat.

    In meinem alter sollte man aber seine Freizeit nicht ausschließlich mit bauen von Webseiten verbringen. Das sind die ganzr "Nerds" in meiner Klasse, die ich meine.


    Toll, du bist 4h am Tag gefahren und hast dann vermutlich bis 22/23 Uhr Homepages gebaut. Was ein Leben, nicht schlecht.

    Auch bei mediengestalter musst du "bock" haben und hiel freizeit opfern...


    Also bitte.... wenn du das nicht willst dann werd maurer oder odee verkäufer.


    Aber du suchst dir auch noch sehr anspruchsvolle ZEITINTENSIVE jobs aus und wunderst dich dann das du was tun musst.


    Ich binzbsp chemielaborantin...wenn ich nach hause geh, bin ich zuhaus...denn ich kann NICHTS zuhause macheb.


    Aber ich musste in der ausbildung auch nachmittags lernen denn in meinem betrieb wurde zum ende einer blockwoche immer ein test geschrieben.

    Diese "Nerds" haben aber Spaß daran, was ist an so nem Hobby schlechter als z.B. am Fussball spielen, TV gucken oder Buch lesen ? Unterm Strich sind es diese "Nerds" die am Ende zufriedener und erfolgreicher sind als du wenn du sowas nur mit halber Motivation und völlig anderen Ziel- und Wunschvorstellungen angehst.


    Ich halte ja selbst nichts davon den Beruf nebenher als Hobby auszuüben bzw. sich die "Erfüllung" im Job zu suchen aber wenn Freizeit und Beruf einigermaßen in die gleiche Richtung laufen schadet das mit Sicherheit nicht. Ich hab zu meiner Berufsschulzeit einige Mitschüler gesehen bei denen außerhalb der Arbeit keinerlei Interesse für IT und Technik vorhanden war, was denkst du wie gut die wohl ihre Ausbildung überstanden haben ? Garnicht, die sind im 2. oder 3. Lehrjahr gegangen und haben aufgehört.

    Zitat

    In meinem alter sollte man aber seine Freizeit nicht ausschließlich mit bauen von Webseiten verbringen. Das sind die ganzr "Nerds" in meiner Klasse, die ich meine.

    In deinem Alter sollte man langsam mal verstehen, dass der leichte Schulalltag vorbei ist und der Ernst des Lebens begonnen hat. So ist es nun mal, dass man früh aufsteht, arbeiten geht, abends nach hause kommt und sich dann noch um Haushalt, Essen, ... kümmern muss und wieder schlafen geht. Da ist auch nichts mit Hobbys! Das Leben besteht leider zum größten Teil aus Arbeit, wenn man ein vernünftiges Leben führen will. So ist das nun mal und dafür muss man was tun.


    Ich kann mich Nordi nur anschließen, war in meinen zwei (!) Ausbuldungen das Gleiche. Die, die prinzipiell kein Interesse gezeigt haben und sich nach Feierabend oder nach der Schule nicht mit den Themen auseinandersetzen wollten, waren die, die die Ausbildung entweder gar nicht geschafft haben oder nur mit Ach und Krach durch die Wiederholungsprüfungen. Und genau diese Leute haben es dann auf dem Arbeitsmarkt verdammt schwer gehabt bzw. sitzen jetzt noch zu Hause. Die anderen, die die sich reingehangen haben, hatten bei den Jobs deutlich mehr Auswahl und auch bessere Chancen.


    Ich hatte in meiner Ausbildung auch nicht gerade viel Freizeit. Da es bei uns keinen Blockunterricht gab, musste ich oft nach der Arbeit noch lernen. Ich musste meinen eigenen Haushalt führen, selbst einkaufen gehen und mich allein um alles kümmern. Dann gab es in meinem Ausbildungsbetrieb monatlich Tests, die man auch noch in seiner Freizeit machen durfte und die mehrere Stunden dauerten. Dann noch Hausaufgaben / Projekte ausarbeiten und, und, und. Das war wahrlich kein Zuckerschlecken, aber man überlebt es. Immerhin komm ich nun dafür deutlich besser mit meinem Zeitmanagment klar, das schaffen teilweise nicht mal Kollegen, die einige Jahre länger im Job sind.

    Wenn ich so was höre ^^


    "Wir" Nerds sind heutzutage diejenigen die den Kram entwickeln der dein Leben in der Zukunft bequemer macht. Nebenbei so uncool sind wir auch nicht mehr. ;-D


    Aber mich wundert mehr warum du Informatik genommen hast, wenn du kein Interesse am Gebiet an sich hast? Warum hast du es dir eigentlich ausgesucht?


    Die ganzen Websiten Gestalter/Programmierer hier im Forum mögen es mir verzeihen, was ich jetzt sage: Websiten Gestalter gibt es doch wie Sand am Meer. Als Selbständiger wirst du da nicht glücklich. Denk ich zumindest. (Bin aber auch lieber mit Hardware unterwegs und bau und Programmier Roboter. Html und JavaScript liegt mir nicht.)

    Annwyll du tust mir leid, mehr kann ich zu dir nicht sagen.


    Klar sind diese "Nerds" dann auch erfolgreicher. Ich bin doch der Meinung, dass man etwas nur machen sollte, wenn man davon überzeugt ist. Ich kann mit der Leidenschaft, die viele da haben einfach nicht mithalten...


    Natürlich ist es schön, wenn ihr euch mega für IT interessiert, das Nerd war auch keine Beleidung. Ich habe mir bei der Auswahl eben gedacht, dass mich PCs ziemlich interessiere (tu ich eig auch aber


    Auf den Mediengestalter habe ich schon mega Bock, hatte mich aber halt für den Fachinformatiker entschieden, da bessere Jobausichten und mich Programmieren gereizt hat.


    Da ich ja für das, was ich später machen will, nur Scriptsprachen, HTML und natürlich auch Designskills brauche, wäre es sogesehen egal.


    Aber wie gesagt WIEDER wechseln wäre nicht so toll..

    Zitat

    Annwyll du tust mir leid, mehr kann ich zu dir nicht sagen.

    ]:D Ich brauch kein Mitleid von dir, mir geht es ziemlich gut. *:)

    Zitat

    Ich bin doch der Meinung, dass man etwas nur machen sollte, wenn man davon überzeugt ist.

    Ja eben, und dazu gehört das man sich für die Sache interessiert. Das heißt nicht das man 24/7 Zuhause programmiert oder an Rechnern bastelt aber ein bestimmtes Interesse für News und Informationen aus dem Bereich muss da sein. Das gilt auch für andere Bereiche, ein Mediengestalter der sich in seiner Freizeit nicht für Kameras, Schnittechniken oder ähnliches interessiert wird auch keinen Erfolg haben.

    Also an Photoshop bzw. Bilder bearbeiten habe ich großes Interesse. Wollte gestern kurz für Insta machen und bin dann doch ne Stunde dran gesessen. Zeit verging wie im Flug.


    Und ganz ehrlich, auch cutten gefällt mir und auch Fotos schießen. Ich würde es zumindest viel lieber machen als die ganze Zeit Eigenschaften zu ändern.

    Mein ex ist mediengestalter... der hatte schon in der Ausbildung sehr - ich nenne es mal flexible - Arbeitszeiten. Das ist heute nicht anders. Klar, er geht da voll drin auf, ist selbstständig und inzwischen soweit im Geschäft, dass er auch mal was ablehnt. Aber er macht oft langweiligen scheiß zu beschissenen Zeiten. Wenn du also der Meinung bist, dass du es verdient hast, um 17 uhr im Büro die Segel zu streichen und allabendlich mit deinen Kumpels ein Feierabendbier zu genießen, ist womöglich auch das nicht der richtige Job für dich. Vor allem nicht in Kombination mit einer Selbständigkeit.

    Nochmals es geht mir nicht um die Zeiten. Ich arbeite gern 8 Stunden, wenn ich auch hinter dem stehe, was ich mache.


    Wie man sich diese dann auch als Selbstständiger ideal einteilt, bekommt man dann schon raus.


    Wie definierst du denn langweiligen Scheiß?

    Mit 8 stunden kommst du halt oft nicht aus und die Einteilung deiner zeit geben dir oft auftraggeber vor.


    Er arbeitet als kameramann. Da wartet man halt auch mal stundenlang in der kälte darauf, dass politiker xy sich zeigt. Klar, als mediengestalter kann man noch tausend andere sachen machen, von denen bestimmt viele in ganz andere Bereiche gehen und wo man Projekte erledigen muss, wo die Zeiteinteilung keine rolle spielt, solange die Abgabe eingehalten wird. Aber die ersten jahre kann man sich halt oft die Aufträge auch nicht aussuchen.

    Zitat

    Aber die ersten jahre kann man sich halt oft die Aufträge auch nicht aussuchen.

    Und selbst später wirds sicher nicht einfacher. Ich hab aktuell ein paar Anfragen zum Relaunch unserer Firmenhomepage laufen, da sagt keine Agentur "Nee, interessiert uns nicht" sondern alle lecken sich die Finger danach. Mein Problem war eher aus dem ganzen Berg der Agenturen die Hand voll professioneller (= keine 1-2 Mann Bastelbuden) rauszufiltern um meine Zeit nicht bei irgendwelchen Pitches zu vertrödeln. Und wenn der Auftrag dann vergeben ist ist es auch mit 8 Stunden am Tag kaum getan denn wenn der Kunde schreit "Relaunch in 2 Monaten, Vertragsstrafe bei Überziehung" dann muss man hin machen.


    Klar kann sowas Spaß machen wenn man der Typ dafür ist, aber total locker, entspannt und flexibel ist man da in keinem Fall.

    Zitat

    Er arbeitet als kameramann. Da wartet man halt auch mal stundenlang in der kälte darauf, dass politiker xy sich zeigt. Klar, als mediengestalter kann man noch tausend andere sachen machen, von denen bestimmt viele in ganz andere Bereiche gehen und wo man Projekte erledigen muss, wo die Zeiteinteilung keine rolle spielt, solange die Abgabe eingehalten wird. Aber die ersten jahre kann man sich halt oft die Aufträge auch nicht aussuchen.

    Ganz genau. Oder du musst den XYZ Event filmen der über 12 Stunden geht aber erst um 20 Uhr anfängt. D.h. du musst vorher hin um die Örtlichkeiten zu begutachten, Equipment einpacken und aufbauen und stehst dann stundenlang am selben Fleck (oft in der Kälte), hinterher Zeugs wieder einpacken und nach hause, Akkus anschliessen usw. Da ist nichts mit nach 8 Stunden ist Feierabend. Da arbeitest du sehr oft über die normale Arbeitszeit hinaus und spannend ist das auch nicht immer. Und wie gesagt, die Berufsaussichten sind sehr schlecht. Ich habe noch Kontakt mit einigen aus meiner Ausbildung und den wenigsten davon geht es gut. Einer hat sich selbstständig gemacht und macht jetzt alle Paar Monate kleine Filmchen über die Unternehmen in seiner Nähe. Ich weiß nicht ob der davon gut leben kann.


    Dazu ändert sich gerade das Medienbusiness gerade gewaltig. Früher hattest du noch 2-3 Kameramänner, einen Sprecher oder Interviewer, einen Tonassistenten, beleuchter, Visagisten usw. Da ist immer mehr gespart worden in den letzten Jahren. Heute sollst du am besten selbst filmen und der Interviewer sein, Visagisten und Beleuchter -> Keine Ahnung ob es die überhaupt noch gibt.