• Ausbildung nochmal wechseln...?

    Hallo, ich bin im ersten Lebensjahr und schon mehr als genervt. In meiner ersten Ausbildungsstelle musste ich am Tag 4 Stunden Zug fahren. Dazu kommt, dass ich dort nur rumgehangen habe, statt mir was beigebracht wurde, sollte ich Mitarbeiter anrufen und ein Programm deinstallieren. Bei beiden Ausbildungen handelt es sich übrigens um Fachinformatiker. Da…
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    Ich frage mich vor allem woher dieser Irrglaube rührt das man ständig und immer auf der Arbeit strahlen soll vor Glück, nur die besten und spannenden Aufgaben bekommt, sich niemals langweilt und man die Erfüllung in seinem Beruf findet.


    Für die Erfüllung meiner Wünsche und Träume habe ich jetzt Zeit. Nachdem ich die Ausbildung abgeschlossen habe und mir mit mehr Reife und Erfahrung überlegen konnte was ich machen möchte. Ich hätte vorher gar nicht sagen können wohin es mich verschlägt. Ich hatte sehr viele Ideen und einen Haufen davon wieder verworfen. An diese Stelle sind andere Ideen gerückt.


    Du solltest das jetzt im Blick haben. Es verlangt ja keiner von dir dass du Berge versetzt. Und wenn du dich gut genug anstellst, kannst du deine Ausbildung vielleicht sogar verkürzen. Sobald du dann die eine Ausbildung in der Tasche hast, kannst du weiter schauen.

    Wenn man vorher schon weiss, dass es keinen Spaß macht, sollte man es auch nicht machen. Und den Irrglauben verbreitest du hier zum ersten mal.


    Wenn man allerdings die ganze Zeit die Uhrzeit runterzählt, sich des Todes langweilt und wenn man was zu tun hat, es einen nicht interessiert, dann ist das glaube ich nicht normal.

    Zitat

    Wenn man allerdings die ganze Zeit die Uhrzeit runterzählt, sich des Todes langweilt und wenn man was zu tun hat, es einen nicht interessiert, dann ist das glaube ich nicht normal.

    Klar. Aber du hast dich ja trotzdem im gleichen langweiligen Beruf noch mal neu beworben (da könntest du doch schon gewusst habe, dass es dir keinen Spaß macht). Und niemand weiß, ob es in einem anderen Beruf besser läuft. Also entweder lässt du das mit der Ausbildung ganz bleiben oder akzeptierst, dass es eben auch mal langweilig sein kann, vor allem wenn man fachlich noch nicht viel drauf hat und entsprechend kaum eingesetzt werden kann. Denn passieren kann und wird dir das überall.

    Kann es sein, das es dir generell an Motivation und der entsprechenden Einstellung fehlt ? Mal angenommen du machst den Mediengestalter: Dort wirst du auch erst mit einfachen Aufgaben anfangen und nicht gleich in die Vollen gehen, das ist im ersten Lehrjahr fast in jedem Beruf so. Brichst du die Lehre dann auch wieder ab weil es dir zu langweilig ist und du die Zeit herunterzählen musst ?


    Wechseln kannst du natürlich, aber es macht keinen wirklich guten Eindruck wenn man eingestellt werden will aber aus den Unterlagen gleichzeitig hervorgeht das eigentlich nie irgendwas zu Ende gebracht hat.

    Mir ist völlig klar, dass ich erst einfache Aufgaben bekomme, worüber ich auch froh bin. Allerdings bin ich in meiner Firma die ganze Zeit in der gleichen Entwicklungsumgebung, mache generell immer nur das gleiche (nur eben dann komplizierter). Wenn mir das jetzt schon absolut keinen Spaß macht, dann kann ich mir einfach schwer vorstellen, dass es besser wird.

    schwierig. zum einen kommen hier natürlich jetzt die ganz harten , die für ihre ausbildung jeden tag 3 stunden barfuss (auch im winter!!) marschiert sind und wenn 24h zum programmieren nicht reichen, hat man ja noch die nacht ]:D. zum anderen ist tatsächlich eher selten jeder berufstag hammergeil und topmotivierend ;-)


    man muss kein nerd sein, aber ein gewisses interesse und spaß an der beruflichen sache sollte man haben (gemessen nicht am hobby, sondern an möglichkeiten des geldverdienens), schließlich soll man die nächsten jahrzehnte einen großen teil seiner zeit damit verbringen.


    ich persönlich würde die ausbildung durchziehen, dann eine firma suchen mit ansprechenderer arbeit und die medien als hobby ausüben. ":/

    wie gesagt ich weiß nicht wie es aussähe, wenn mein betrieb etwas anderes machen würde. nur die entwicklungsumgebung und die einschränkungen nerven extrem..


    und ja, natürlich ist nicht jeder tag toll aber das man grundsätzlich keinen bock darauf hat, muss nicht sein.


    beim mediengestalter kann ich halt sagen, dass mir cutten und bilder bearbeiten spaß macht, weil ich das schon lange genug mache. klar kann der betrieb da auch kacke sein, aber dann muss ich eben genauer nachfragen.


    der aktuelle betrieb war ja quasi nur mittel zum zweck, damit ich schnellstmöglich keine 4h am tag pendeln muss.

    Deine Entscheidungen wirken halt alle so ein bisschen zu sehr aus dem Bauch raus... Du solltest Dich unbedingt mal tiefer mit Deinen vermeintlichen Interessen befassen. Du suchst Dir Jobs aus, die extrem viel Engagement und Leidenschaft voraus setzen. Nur spüre ich nicht, dass Du für irgendetwas so richtig brennst.


    Überlege Dir auf jeden Fall genau, was Du als nächstes machst. Denn die meisten Fehler sind vermeidbar, wenn man sich vorher ein bisschen näher damit beschäftigt:


    Beim ersten Job: man muss zu lange pendeln -> hättest Du auch vorher wissen können


    Beim zweiten Job: falsche Entwicklungsumgebung -> hättest Du auch vorher erfragen bzw. Dir zeigen können


    Mediengestalter-Idee: du magst Videoschnitt und Bildbearbeitung -> was Du hobbymäßig so treibst hat absolut nichts damit zu tun, wie das im Büro ablaufen würde


    Du hast denke ich zwei Alternativen:


    1. Ziehe Deine Ausbildung durch und schau, was Du danach machen willst. Du bist jung, Dir steht die Welt offen.


    2. Such Dir eine "lockere Ausbildung", gehe Deinen Hobbies nach und schaue, ob eines davon zu einer echten Leidenschaft wird. Und dann entscheide, ob Du die Leidenschaft wirklich zum Beruf machen möchtest oder ob es nebenher nicht doch viel schöner ist.


    Und da Du ja meintest, mein damals sehr geliebtes Hobby "Homepages bauen" als "Was ein Leben, nicht schlecht." abkanzeln zu müssen, kriegst Du noch ein paar Hintergrundinfos:


    Ich habe nicht (wie von Dir vermutet) eine Ausbildung zum Fachinformatiker gemacht, weil es das damals noch gar nicht gab. Mein Hobby war es aber, Homepages zu bauen. Warum? Weil ich das Internet mitgestalten wollte. Das war nur damals nicht so einfach wie heute, wo man in 15min einen Twitter-Account hochzieht oder eine Facebook-Seite einrichtet. Dafür war man aber auch nicht nur einer unter Milliarden. Internet war meine Leidenschaft, dafür hab ich wirklich Zeit ohne Ende geopfert. Am Ende wurde ein Informatik-Studium daraus und jetzt mache ich überhaupt nichts mehr mit Webentwicklung, weil ich durch's Studium andere Dinge kennengelernt habe, die mich viel mehr interessieren. Internet kann heute jeder, das treibt mich nicht mehr an.


    Ich wünsche Dir, dass auch Du etwas findest, dass Du so leidenschaftlich betreiben möchtest, so dass es Dich im Leben weiterbringt.

    naja, ich habe mir mit 12 zum ersten mal ein bildbearbeitungsprogramm runtergeladen und war begeistert. seit dem habe ich mich immer wieder damit beschäftigt und arbeite seit 2 jahren mit photoshop.


    ich ziehe das so lange durch, bis es professionell aussieht und ich zu 100% zu frieden bin. mir ist aufgefallen, dass ich bei sowas ziemlich perfektionistisch bin. ich denke mal, dass ich dann auf arbeit auch so drauf wäre, auch wenn ich gerade nicht den inhalt meiner instagramseite designe.


    also wenn ich ne leidenschaft auswählen müsste, die man in einen beruf packen kann, dann wäre es wohl gestalten. html macht mir auch spaß, weil es recht übersichtlich ist und - wie scriptsprachen - im internet vielfältig einsetzen kann. ob dus glaubst oder nicht, ich bin auch recht aktiv im internet und suche immer möglichkeiten, etwas neues zu entdecken^^

    Zitat

    beim mediengestalter kann ich halt sagen, dass mir cutten und bilder bearbeiten spaß macht, weil ich das schon lange genug mache. klar kann der betrieb da auch kacke sein, aber dann muss ich eben genauer nachfragen.

    Und wieso hast du dann überhaupt erst die Fachinformatikerausbildung angefangen und dann sogar noch in dem Bereich gewechselt?

    Zitat

    ich ziehe das so lange durch, bis es professionell aussieht und ich zu 100% zu frieden bin. mir ist aufgefallen, dass ich bei sowas ziemlich perfektionistisch bin. ich denke mal, dass ich dann auf arbeit auch so drauf wäre, auch wenn ich gerade nicht den inhalt meiner instagramseite designe.

    Sieht es denn auch für andere professionell aus? Klar ist es super, wenn du da voll hinterstehst und es am Ende perfekt findest, aber es müssen dann halt vor allem auch andere so sehen... (wobei man das natürlich lernen soll in der Ausbildung. Aber dazu muss man sich dann auch darauf einlassen können und damit leben können, dass dir dein Ausbilder vielleicht erzählt, dass es totaler murks ist, was du da machst) Und dann musst du es halt machen und zwar so, wie es jemand haben will. Macht es dir dann immer noch Spaß? Das ist ja leider oft das Problem, wenn man sein Hobby zum Beruf macht.

    Fachinformatikerausbildung, weil ich dachte, dass ich was für Webseiten mitnehme und dass mehr als nur 4 Stunden Berufsschulunterricht (Ja, es waren wirklich nur 4 Stunden HTML und CSS).


    Ich bin davon ausgegangen, dass ein Betrieb auch Grundlagen vermitteln muss, was meine eigene Schuld ist. Allerdings habe ich als Mediengestalter nix bekommen, mich interessieren wenn überhaupt PCs ---> Fachinformatiker.


    Ich könnte niemals Bäcker oder sowas machen, oder Maurer, oder Elektriker... wobei momentan würde selbst als Bäcker die Zeit schneller vergehen.


    Und ich hoffe doch, dass es für andere professionell aussieht. Klar, das ist subjektiv aber ich habe mich mit vielen "großen" und beliebten Seiten verglichen, die ähnliches machen und ich meine ich kann da gut mithalten.

    Naja, das aktuelle Lehrjahr läuft seit August / September und zum Wechsel mitten im Lehrjahr (also so im Januar / Februar / März) bietet selten ein Unternehmen was an, das ist ein reines Glücksspiel. Ne neue Ausbildung vor Spätsommer nächsten Jahres wird man aktuell wohl kaum finden, erstrecht nicht in so nem angesagten Job.

    Ja aber dass selbst für 2017 nix gibt finde ich schon heftig. Wechseln werde ich eh nicht mehr, muss mir ja ne neue Stelle suchen. Angerechnet wird da nix