Also, wenn ich in Deiner Situation wäre, würde ich schon eher dazu tendieren, den Job anzunehmen.


    Ich meine, klar kann ich verstehen, dass es eine schwierige Situation für Dich ist, immerhin ist sie Deine Freundin, aber was ist, wenn ihr nicht mehr zusammen seid ? Ich meine, das ist natürlich kein muss, aber ihr seid noch jung und es kann sooooo vieles noch passieren (soll auf keinen Fall jetzt abschreckend wirken ). Aber könntest Du dann damit leben, diese Chance verpasst zu haben oder würdest Du es dann bitter bereuen ? Für mich wäre das nichts. Denn letztendlich, muss jeder am Ende mit sich selbst leben können. Und ich denke dann auch, dass Du es ihr (wenn auch unterbewusst) vorwerfen würdest. Gibt es denn eine Möglichkeit evtl. später in diesen Beruf einzusteigen ?


    Läuft eure Beziehung sonst gut, oder kriselt es sogar jetzt schon ab und zu ?


    Und die Tatsache, dass sie Dir dann die ganze Schuld gibt, wenn die Beziehung zu ende ist, finde ich auch ein bisschen fragwürdig. Ich kann sie ja schon verstehen, dass sie Dich nicht verlieren will und das evtl deine Entscheidung dann entsprechende Auswirkungen auf eure Beziehung haben könnte, aber es gibt viele Beziehungen bei denen es auch klappt und wenn Du ihr wirklich wichtig bist, würde es ihr auch nahe liegen, dass Du in deinem Job glücklich bist, denn das Gegenteil ist auch nicht gerade von Vorteil für eure Beziehung.


    Viel glück und ich hoffe dass Du die richtige Entscheidung für Dich triffst ;-)

    Ich finde, was Comran und gato haben es ganz gut getroffen.


    Sorry Leute, aber ich kann euch nicht verstehen, dienen Job annehmen würden und damit die Beziehung aufs Spiel setzen würden!?


    MENSCHEN sind Unikate, Jobs nicht.


    Was hab ich davon, meinen Traumjob zu haben, aber den Menschen zu verlieren, den ich liebe und der mich liebt? (Davon gehe ich zumindest mal aus)


    LIEBE kann man nur Geschenkt bekommen. Das ist etwas, das zwar immer wieder schön ist, aber mit jedem Menschen anders.


    Jobs kommen und gehen, sind ersetztbar. Und mit 2300€ Netto sollte man sich auch mal zufrieden geben.


    Anstatt die Freundin 20 Tage und mehr im Monat alleine zu lassen.


    Ihr und eure Selbstverwirklichung. Immer diese Träumereien. Seit demütig.


    PS: Es ist auch nicht jeder Mensch dafür gemacht, seinen Partner nur 8 Tage im Monat zu sehen...


    Ich finde, der TE sollte zufrieden sein.


    Er wird nicht jünger. Jobs mit Montagetätigkeit zB, das zehrt aus. Man altert oft schneller, man entfremdet sich vom seiner Familie, Freundschaften zerbrechen, ja ganze Familien.


    MIR wäre es das nicht wert. Schon garnicht bei schlechteren Bedingungen (Mo-Fr außer Haus) u d gleichen Salär.


    Nene. Geld ist nicht alles.

    Macht dir dein jetziger Job eigentlich nur "nicht viel Spaß" oder verabscheust du ihn ? Wenn er bloß "nicht viel Spaß" macht, du aber ohne Probleme bis zur Rente dort arbeiten könntest würde ich den Job weiter machen. Gerade im Hinblick auf die Beziehung und die Zukunft ist das nunmal einfach die sicherere Bank. Deinen Spaß und deine Selbstverwirklichung kannst du dir auch auf anderen Ebenen suchen.


    Ein Punkt der mich aber noch etwas stört: Deine Freundin steht noch nicht mit beiden Beinen im Leben. Sie studiert zur Zeit noch und woher weißt du das sie nach dem Studium da wohnen bleibt wo sie jetzt wohnt ? Was ist wenn sie am anderen Ende Deutschlands weiter studieren möchte oder dort einen Job findet ? Würde sie ihre Zukunftspläne aufgeben nur weil du z.B. nicht mit ziehen möchtest ?


    Ich finde übrigens nicht das diese Aussage hier Erperssung ist:

    Zitat

    Sie meint, ich kann es ruhig tun, aber wenn die Beziehung auseinander bricht, oder sie mich dadurch irgendwann nicht mehr liebt, weil wir uns kaum noch sehen, währe das meine Schuld.

    Damit hat sie einfach recht. Wenn ihr euch nurnoch selten seht und sie einfach nicht der Typ für ne Fernbeziehung ist dann ist es nunmal deine Schuld. Sie hat dir ja von Anfang an gesagt das dieses Beziehungsmodell für sie nicht die Erfüllung bedeutet.

    Also ich würde in den Titel nicht zu viel hineininterpretieren.


    Im Gegensatz zu den meisten hier, würde ich mich nicht für den Job sondern für die Beziehung entscheiden. Allerdings weiß ich ja nicht, wie weit die Beziehung des TE überhaupt fortgeschritten ist. Von daher ist meine Aussage natürlich mit Vorsicht zu genießen.


    Wir waren in dem Alter des TE bereits verheiratet und sind es jetzt – fast 35 Jahre später- immer noch, während unsere beruflichen Tätigkeiten (die Kompromisse waren) schon nach kurzer Zeit den Bach runter gingen. Mit unseren Traumjobs wäre das aber exakt das Gleiche gewesen. Jobs sind heute so kurzlebig, da weiß man nie was kommt.

    @ Der Bärtige

    Wenn Du mit der jetzigen Situation unzufrieden bist, gibt es keine Möglichkeit, was anderes – außer Sternenfänger- zu finden? Ich würde mein Leben nicht am Job festmachen und Luftschlösser bauen.

    @ Benutzerin:

    Jeder setzt andere Prioritäten und es gibt eben Menschen die mit einer tollen Partnerschaft eben nicht bis auf äußerte und vollkommen erfüllend zufrieden sind. Für die der Job nicht nur etwas ist um Geld zu verdienen sondern zum Selbstwert dazu gehört.


    Ich sehe wie viel Unzufriedenheit es bei meinem Partner sät weil er im falschen Job steckt. Und wenn er die Möglichkeit hätte woanders unter zu kommen und wir dafür ne Fernbeziehung in Kauf nehmen müssten: Es wäre halt so aber sicher nicht für immer. Ich selbst bin kein Fan von Fernbeziehungen und es würde mich sicher belasten aber den Zustand kann man wieder ändern.

    Meine ersten Gedanken dazu: Ein Beruf, der einem Spass macht, ist wichtig, keine Frage. Der Beruf ist ein wesentlicher Teil des Lebens. Aber das Privatleben ist auch ein wesentlicher Teil des Lebens, und wenn der Beruf dauerhaft ein vernünftiges Privatleben verhindert, weil man immer nur unterwegs ist und nur das Wochenende für den Partner hat, dann taugt der Beruf nichts. Wochenendbeziehung, ja, das kann man für ein oder zwei Jahre mal machen, oder auch solange, wie Ausbildung oder Studium halt dauern, aber das ist doch nichts für ewig. Es muss wenigstens die Perspektive da sein, dass man irgendwann zusammenziehen kann.


    Dann las ich den Thread weiter, sah, dass du ganz normal Feierabend haben würdest. Das Problem ist also nur der falsche Ort. Und deine Freundin studiert noch. Das lies die Sache für mich anders aussehen: Ihr habt das ganz normale Problem eines Studentenpaares, dass beide nach der Ausbildung einen Job finden müssen, und zwar nach Möglichkeit so, dass die beiden Jobs nicht hunderte Kilometer voneinander entfernt sind. So etwas kann in einer Partnerschaft auch nur partnerschaftlich gelöst werden. Man muss gemeinsam abwägen, wer an welchem Ort welche Chancen hat und an welchen Ort man gemeinsam ziehen kann.


    Sie ist ja noch gar nicht fertig. Da muss man gemeinsam sehen, ob sie nicht am neuen Ort genauso gute Chancen hätte, einen Job zu finden, wie an ihrem alten Ort. Wenn sie dort genauso gute Chancen hat, dann werd am neuen Ort Sternenfänger, dann habt ihr zwar bis zu ihrem Studienende eine Wochenendbeziehung, aber das überlebt man wohl so lange (jedenfalls wenn man sich wirklich liebt). Und dann sollte sie versuchen, einen Job da zu finden, wo du Sterne fängst.


    Wenn sie aber aus irgendeinem Grund total nicht an den Ort kann, wo du Sterne fangen willst (zB weil sie deutsches Recht studiert, du deine Sterne aber im Ausland fangen willst), dann ist dein neuer Job echter Mist für die Partnerschaft, und wenn ihr zusammen bleiben wollt, kommt Sterne fangen wohl nicht in Frage.


    Also: In dieser Frage sollten beide Partner kompromissbereit sein, damit man eine gemeinsame Lösung finden kann, die vielleicht vorübergehend, aber keinesfalls dauerhaft auf Wochenendbeziehung hinausläuft.


    Dann las ich den Thread weiter. Und ich sah Gatos Bedenken wegen der Informationsveranstaltung.


    Und ich erinnerte mich, selbst mal auf so eine Sache hereingefallen zu sein. Große Infoveranstaltung und letztlich stellte sich heraus, dass man Versicherungen und Bausparverträge an den Mann bringen sollte, selbstständig, mit hohen angeblichen Gewinnen. Ein einziger Nepp, glücklicherweise habe ich das noch rechtzeitig kapiert.


    Gato hat mich an diesen Mist erinnert und bei mir alle Alarmglocken klingeln lassen.


    Infoveranstaltung heißt aber nicht automatisch, dass das Mist sein muss. Geht es denn sicher um einen seriösen festen Job mit festem Gehalt? Und die Infoveranstaltung ist nur für die wenigen Interessierten? Oder ist das eine riesige Infoveranstaltung in teurem Hotel (man muss die Leute ja blenden) mit tollen Versprechungen und tatsächlich ist der Lohn dann leistungsabhängig, Geld gibts nur, wenn du es schaffst, soundsoviele Verträge irgendwem anzudrehen?

    Zitat

    Infoveranstaltung heißt aber nicht automatisch, dass das Mist sein muss. Geht es denn sicher um einen seriösen festen Job mit festem Gehalt? Und die Infoveranstaltung ist nur für die wenigen Interessierten? Oder ist das eine riesige Infoveranstaltung in teurem Hotel (man muss die Leute ja blenden) mit tollen Versprechungen und tatsächlich ist der Lohn dann leistungsabhängig, Geld gibts nur, wenn du es schaffst, soundsoviele Verträge irgendwem anzudrehen?

    Die Frage hab ich mir auch schon gestellt. Für "normale" Berufe gibt es keine Infoveranstaltungen, von Ausbildungsmessen o.ä. mal abgesehen. Solche Veranstaltungen gibt es ja fast nur für zwielichtige Sache. Das, in Kombination mit der Tatsache das der TE befürchtet er bekäme keine objektiven Antworten wenn er den Job nennt lässt mich darauf schließen das es sich um was in dieser Richtung handelt.


    Wenn dem so ist dann kann ich verstehen das die Freundin nicht übermässig begeistert vom Sterne fangen ist.

    Zitat

    Für "normale" Berufe gibt es keine Infoveranstaltungen

    Es gibt auch seriöse Fälle:


    Mein Bundesland hat mehrfach Lehrer für bestimmte Fächer gesucht und versucht, dafür Leute zu finden, die gar nicht auf Lehramt studiert haben ("Seiteneinsteiger"). Da gabs dann auch Infoveranstaltungen darüber, unter welchen Bedingungen man ohne Lehramtsstudium Lehrer werden könne, welche verkürzte Ausbildung man dann noch machen müsste, unter welchen Bedingungen man verbeamtet werden könnte, was man verdiene usw.

    Zitat

    aufgelöste, hast du den text nicht richtig gelesen? er hat den richtigen Beruf nicht genannt, damit er objektive Antworten bekommt. Er hätte auch Beruf A und B sagen können.. ;-D Ist noch was früh ;-) @:)


    Lenz11

    Ach sooo... |-o und ich dachte schon...aufgelöste...jetzt ist es soweit, so bringst es nicht mehr...du hast dich aufgelöst...


    Da stehen da zwei völlige Trashberufe und alles antwortet seriös dadrauf.


    Da dachte ich eben echt, ich peile es nicht mehr und kann mein Hirn nun endgültig auf den Schrottplatz bringen. :-D

    Zitat

    Für "normale" Berufe gibt es keine Infoveranstaltungen

    Ich musste sofort an die Bundeswehr denken. Also es gibt schon ein paar seriöse Möglichkeiten. Die Bahn vielleicht auch.

    Zitat

    Zur Info noch, wir leben aktuell getrennt. Ein zusammenziehen währe frühestens Mitte nächsten Jahres möglich (sie studiert noch). Ich bin 26 und sie ist 24.

    Ich kann die Freundin schon irgendwie verstehen, eine Fernbeziehung ist nicht für jeden. Und es ist möglich, dass die Beziehung das nicht überlebt. Aber ihr wohnt ja nicht mal zusammen und ihre weitere berufliche Laufbahn ist auch unklar. Wer weiß wohin es sie mal verschlägt. In der Situation würde ich nicht auf die eigene Wunschkarriere verzichten.

    Genau aus diesem Grund

    Zitat

    Ich kann die Freundin schon irgendwie verstehen, eine Fernbeziehung ist nicht für jeden. Und es ist möglich, dass die Beziehung das nicht überlebt. Aber ihr wohnt ja nicht mal zusammen und ihre weitere berufliche Laufbahn ist auch unklar. Wer weiß wohin es sie mal verschlägt. In der Situation würde ich nicht auf die eigene Wunschkarriere verzichten.

    Würde ich zB verzichten.

    Zitat

    Es gibt auch seriöse Fälle:

    Danke für den Hinweis. Hatte überlegt, aber mir viel nichts ein. Für mich klang es so, dass er den Job so gut wie sicher hat, das hat mich zusätzlich stutzig gemacht. Als Lehrer oder bei der Bundeswehr müsste man sich wahrscheinlich trotzdem erstmal bewerben.

    Zitat

    Aber ihr wohnt ja nicht mal zusammen und ihre weitere berufliche Laufbahn ist auch unklar.

    Das ist ja nun kein Grund auf gemeinsame Pläne zu verzichten.


    Fe. hat das ja schon ganz ausführlich beleuchtet.

    Ich sehe das ähnlich wie Dumal:

    Zitat
    Zitat

    Sie meint, ich kann es ruhig tun, aber wenn die Beziehung auseinander bricht, oder sie mich dadurch irgendwann nicht mehr liebt, weil wir uns kaum noch sehen, währe das meine Schuld.

    Und schon wäre ich bei den Sternenfängern.

    Ich verstehe unter einer Partnerschaft, dass zwei Menschen am gemeinsamen Wohl interessiert sind und am Wohl des jeweils anderen. Und das heißt für mich, dass solche manipulativen Anwandlungen entweder gar nicht stattfinden oder nur in der Hitze des Gefechts oder im ersten Schreck, was beinhaltet, dass ich anstelle der Freundin später ziemlich beschämt wäre.
    Der Beruf ist scheißwichtig. Mein Mann hat einen deutlich besser bezahlten Job aufgegeben für einen, in dem er sich wohler fühlt. Ich selbst habe ziemlich viele Irrungen und Wirrungen hinter mir, bis ich mich beruflich endlich ausbalancieren konnte und jetzt sehr zufrieden bin. Und selbst wenn man sich später aus familiären Gründen gegen eine berufliche Option entscheiden sollte statt dafür, finde ich es wichtig, dass man es erst mal gründlich durchgrübelt und schaut, was genau es eigentlich bedeuten würde, die Chance zu ergreifen oder sie eben verstreichen zu lassen. Ich finde es unschön, wenn der Job reiner Broterwerb ist, und weiß, wie viel Zufriedenheit daraus resultiert, wenn er eher Berufung ist als nur ein Job. Wenn jemand keine solche Berufung verspürt, ist es das eine - wenn man aber das Glück hat, sich zu seiner Arbeit mit Haut und Haar hingezogen zu fühlen, dann würde ich nur aufgrund sehr starker Argumente darauf verzichten und etwas machen, das mich deutlich weniger erfüllt.