• Betrunkener Jugendlicher, niemand kümmerte sich um ihn

    Hallo, ich muss einfach etwas loswerden! Ich war heute mit meinem Mann und meinem Sohn in der Innenstadt unterwegs. Nach einiger Zeit bekamen wir Hunger und setzten uns an einem S-Bahn abgang außen auf die Steine. Bis mir beim Essen ein "Mann" auffiehl der leicht kauernt oben auf den ersten drei Treppen saß. Im ersten Moment dachte ich er würde in…
  • 270 Antworten

    ... oder auch nicht ;-D

    Zitat

    Ein "couragierter" Bürger hat die Courage, einen der vielen Passanten anzusprechen und auf das Problem aufmerksam zu machen sowie nach einem Handy zu fragen.

    Eigentlich machts erst Spaß, wenn man das Eingangspost liest und dann auf die letzten Seiten der Fäden geht...


    Hätte das aber auch nicht erwartet, dass die Rettungssanitäter auf einmal herzlose Schweine sind, die nur Pillen und Pflaster verteilen und sich aufregen wenn mal ein Obdachloser reinkommt, denn der stinkt ja ":/


    Aber es gibt nichts, was es nicht gibt (wie es so schön heißt)

    @ zwetschge

    Zitat

    Wenn ein Polizist ein Menschen beobachtet, der ärztliche hilfe benötigt, muss er einem Krankenwagen anrufen, das ist Pflicht!!

    Mein Beitrag bezog sich auf einen Beitrag von S.Wallisii, der meinte, die Polzei hätte ihn zum nächsten KKH fahren müssen. Und das dürfen die, wie Dicki schon schrieb, gar nicht.


    Und bei einem verletzten Menschen Erste Hilfe zu leisten, dazu ist jeder verpflichtet, nicht nur die Polizei.

    @ rosa.linde

    Zitat

    jeder kann sich seinen beruf aussuchen. und wenn ich krankenschwester oder arzt werde, muß ich damit rechnen, es mit solchen leuten zu tun zu haben. aber sich dann darüber aufzuregen, finde ich ungeheuerlich. was erwartet ihr denn?

    Das ist eine typische Aussage von jemandem, der von einem Krankenhausbetrieb nicht die geringste Ahnung hat.


    Was würdest du denn sagen,wenn dein Kind, oder dein Mann frisch operiert wäre, Schmerzen hätte, oder dringend aufs Töpfchen müsste, und die einzige Schwester die nachts auf Station ist, muss sich erst mal eine halbe Stunde um einen kotzenden, randalierenden Besoffenen kümmern?


    Würdest du dann auch noch so denken?

    Aber der Junge konnte schon noch artikulieren, wenn auch auch nur undeutlich, dass er total besoffen ist und nicht mehr laufen kann...und dann war er verschwunden... ":/

    Mein Gott wie sich hier wieder alle aufregen... wenn er noch aufrecht sitzt und kotzen kann brauch ich nicht gleich nen Notarzt anrufen. Hätte ich auch nicht gemacht. Wenn er natürlich umkippt und bewusstlos wird ist das was anderes. Ich bin nach wie vor der Meinung: Selbst Schuld!

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    Mein Gott wie sich hier wieder alle aufregen... wenn er noch aufrecht sitzt und kotzen kann brauch ich nicht gleich nen Notarzt anrufen. Hätte ich auch nicht gemacht. Wenn er natürlich umkippt und bewusstlos wird ist das was anderes. Ich bin nach wie vor der Meinung: Selbst Schuld!

    Richtig. Davon stirbt man nicht wirklich und die Erfahrung sollte man auch mal machen.


    Und da er noch vor der Polizei weg laufen konnte ging es ihm doch super.


    Davon abgesehen bezweifle ich, dass solche Dinge ein Erscheinungsbild dieser Zeit sind. Ich denke mal, dass es sowas früher auch zur Genüge gab.

    Zitat

    Ich habe zu deinem Beitrag keine Worte, ich bin sprachlos

    Mrs. Puschel hat völlig Recht. Nach 20 Jahren im Pflegedienst war auch mein Idealismus weg und mein Mitleid hielt sich in Grenzen. Wenn du jede, aber wirklich jede Woche immer wieder die gleichen betrunkenen, pöbelnden, Typen da hast, die dir die ganze Station durcheinander setzen, so dass die, die wirklich krank sind auf Hilfe warten müssen und nicht zur Ruhe kommen, hast du irgendwann die Nase voll. Ich wurde auch mit entsprechendem Vokabular angeranzt und sogar bespuckt.

    Zitat

    Würdest du dann auch noch so denken?

    Zum Glück wird niemandem verboten, zu denken. Das ist auch nicht das Problem. Ein Problem wird es erst, wenn pflegerisches oder medizinisches Personal sich von seinen Gefühlen leiten läßt.


    Es gibt klare Auflagen, wie bei der Betreuung von Patienten zu verfahren ist. Dazu gehört auch, in begründeten Fällen die Behandlung ablehnen zu können. Wenn man die Versorgung nach Vorgabe nicht mehr gewährleisten kann oder will, sollte man sinnvollerweise wie "Puschel" verfahren und den Tätigkeitsbereich wechseln, das ist die einzig vernünftige Lösung.


    Nicht sinnvoll hingegen finde ich es, durch persönliche Vorbehalte Stimmungsmache zu betreiben.

    Zitat

    sollte man sinnvollerweise wie "Puschel" verfahren und den Tätigkeitsbereich wechseln, das ist die einzig vernünftige Lösung.

    Das habe ich und viele meiner Kolleginnen vor Jahren schon getan.

    Zitat

    Ein Problem wird es erst, wenn pflegerisches oder medizinisches Personal sich von seinen Gefühlen leiten läßt.

    Was hättest du denn für ein Gefühl, wenn du angespuckt würdest? All ihr Heiligen, geht doch mal an einem WE ehrenamtlich in einer Notfallaufnahme, oder auf einer chirg. Station arbeiten. Danach können wir uns nochmal über das selbe Thema unterhalten. ;-D

    Ich hab auch mal ein kleines Mädchen in einer Ecke sitzend gefunden... Die war auch total betrunken, hat sich die Seele aus'm Leib gek** und konnte gar nix mehr... Die war überhaupt nicht mehr ansprechbar... Habe dann mit meinem Handy den Notarzt gerufen und habe mir einfach ihr Handy aus ihrer Tasche genommen und ihr Telefonbuch nach einer Nummer durchsucht, die auf ihre Eltern schließen lässt ("Zu Hause", "Mama" oder so...). Habe dann auch "Mama" gefunden und die angerufen. Die kam auch und hat mich zur Sau gemacht, weil sie ja jetzt **wegen mir ärger mit dem Jugendamt kriegen würde weil die erst 14 ist und ich hätte ja wohl nicht direkt den Notarzt anrufen müssen... Ich meine, Dankbarkeit muss man heutzutage wirklich nicht mehr erwarten, aber DAS hätte ich echt nicht gedacht, dass die mir auch noch Vowürfe macht...


    Daraus könnte man jetzt schließen, dass ich so'n Kind demnächst liegen lasse. Würd ich aber nicht tun. Ich würde immer wieder genau so handeln... Wäre die da an ihrer eigenen Ko***e erstickt hätte ich mir das nie verziehen...

    Ich habe mal eine Frage:


    Was meint Ihr eigentlich, was mit alkoholisierten Personen im KKH geamcht wird. Welche "Behandlung" stellt Ihr Euch da so vor? {:(

    Ich denke mal, die haben ihr den Magen ausgepumpt.... Und vielleicht an den Tropf... Die hat ja viel Flüssigkeit verloren. Aber genau weiß ich's nicht.... Hatte noch nie ne Alkoholvergiftung....