Bewerbung unvollständig

    Meine Tochter hat eine Online Bewerbung für eine Ausbildung abgeschickt über ein vom Arbeitgeber vorgegebenes Onlineportal.

    Nun kam eine Antwort, dass die Bewerbung wegen Unvollständigkeit nicht berücksichtigt werden kann, sie aber eine komplette Bewebung neu senden könne.

    Was fehlt, wird nicht gesagt und sie versteht es nicht.

    Kann man da nach den Feiertagen nachfragen, oder wird erwartet, dass sie selbst erkennt, was fehlt? (sie hat Anschreiben, Lebenslauf, Abschlusszeugnis und Zertifikat von Sprachferien in Oxford mit bestandener Qualifikation).

  • 15 Antworten

    Normal müsste auf dem Portal stehen welche Bewerbungsunterlagen man erwartet.


    Wenn Jemand vollständige Bewerbungsunterlagen erwartet sollte man Deckblatt, Anschreiben, Lebenslauf, Motivationsschreiben, Abschluß Zeugnis sowie Arbeitszeugnisse falls vorhanden schicken.


    ms92 schrieb:

    Kann man da nach den Feiertagen nachfragen

    Würde ich nicht machen.

    Suggeriert eine gewisse Überforderung.


    Hat deine Tochter vielleicht alles in eine .PDF gepackt obwohl einzelne gefordert waren? Oder vielleicht umgekehrt?

    Ist sie sicher dass die PDFs auch Wirklich hochgeladen wurden beim Versenden der Bewerbung?

    Wo hat sie sich denn beworben? Handelt es sich um eine normale Ausbildung oder irgendwas „Besonderes“?


    Ich finde es merkwürdig, dass es so eine Rückmeldung gibt. In der Regel werden unvollständige Bewerbungen einfach aussortiert, da man die Bewerber als ungeeignet einstuft.

    Das Problem ist, dass das über deren eigenes Portal ging. Einmal abgeschickt, ist es weg und nicht mehr nachvollziehbar. Branche mag ich lieber nicht nennen. Nach dem Abschicken kamen noch Fragen, woher man von der Ausschreibung weiß, Gehaltsvorstellung etc. Da passte einiges nicht auf Ausbildung. Die werden doch nach Tarif bezahlt und können eigentlich keine Gehaltsforderung stellen, oder? Da hat meine Tochter sicher nichts angegeben.

    Ich kenne es von einem großen Konzern, dass die Anhänge nicht zu groß sein dürfen und bei Größenüberschreitung wird das Dokument einfach nicht übernommen. Eine gesonderte Fehlermeldung erhält man nicht. Vielleicht lag es daran?


    Ansonsten einfach nochmal über das Portal bewerben und genau auf die Anweisungen und Hinweistexte achten.

    Ja, ich denke, sie sollte es mit ihrem Berufsbegleiter zusammen machen. Nur ist halt Lockdown bis irgendwann.

    Als mein Mann und ich uns das letzte Mal beworben haben vor fast 30 Jahren, gab es das alles nicht. Vielen Dank!

    ms92 schrieb:

    Kann man da nach den Feiertagen nachfragen, oder wird erwartet, dass sie selbst erkennt, was fehlt?

    Wenn deine Tochter keine Ahnung hat, was fehlt, wird sie dort wohl nachfragen müssen.

    Kann halt sein, dass sie, wenn die das alles so vollautomatisch machen, keine Antwort bekommt, aber den Versuch sollte sie schon machen, wenn ihr die Bewerbung/ Stelle wichtig ist. (Ansonsten finde ich es höchst unprofessionell, wenn der Nutzer eines Portals nicht mitbekommt, welche Unterlage angeblich fehlt, hellseherische Fähigkeiten werden in der Ausschreibung ja hoffentlich nicht verlangt)

    ms92 schrieb:

    Das Problem ist, dass das über deren eigenes Portal ging. Einmal abgeschickt, ist es weg und nicht mehr nachvollziehbar. Branche mag ich lieber nicht nennen

    In Zukunft sollte deine Tochter von solchen Seiten Screenshots machen und ablegen, genauso die Bewerbungsunterlagen ablegen, die man verschickt hat. Wie soll man denn sonst Nachfragen oder Nachforderungen prüfen können, wenn man online keinen Zugang mehr hat. Aber sogar wenn, Portale können abstürzen, Daten verloren gehen.

    ms92 schrieb:

    Ja, ich denke, sie sollte es mit ihrem Berufsbegleiter zusammen machen. Nur ist halt Lockdown bis irgendwann.

    Das sollte aber kein Problem sein. Das kann man auch über Videokonferenz gut gemeinsam machen.

    ms92 schrieb:

    Kann man da nach den Feiertagen nachfragen, oder wird erwartet, dass sie selbst erkennt, was fehlt? (sie hat Anschreiben, Lebenslauf, Abschlusszeugnis und Zertifikat von Sprachferien in Oxford mit bestandener Qualifikation).

    Wenn sich in der Umgebung niemand findet, der vielleicht helfen könnte, würde ich auf jeden Fall telefonisch nachfragen. Man muss nicht einmal sagen, dass man schon etwas abgeschickt hat, sondern dass man gerade Bewerbungsunterlagen für eine Ausbildung hochgeladen hat und sicher gehen würde, ob alles richtig ist, bevor man es abschickt. Ich sehe da aber auch kein Problem, dass man darauf hinweist, dass man es schon einmal gemacht hat und nicht genau weiß, was da gefehlt hat. Man kann ja oft zwischenspeichern, bevor man solche Seiten endgültig abschickt.

    Platypus schrieb:

    Ich finde es merkwürdig, dass es so eine Rückmeldung gibt. In der Regel werden unvollständige Bewerbungen einfach aussortiert, da man die Bewerber als ungeeignet einstuft.

    Bei uns z. B. in der Regel nicht. Wir schreiben die Leute an, wenn etwas fehlt - natürlich, nur wenn der Lebenslauf vielversprechend für die ausgeschriebene Stelle oder ein Praktikum ist. Bei einem Praktikum ist es noch einmal etwas anderes und entsprechend sind zeitweise auch die Bewerbungen, aber sie kommen ja, um etwas zu lernen. Auch Anrufe ob wir denn die Bewerbung erhalten haben bringen Leute in der Schlange nach vorne, da es einfach zeigt, dass die Person Interesse hat.

    Führerschein? Polizeiliches Führungszeugnis? Haken bei "Ja, ihr dürft meine Daten verarbeiten" nicht gesetzt? Ein freundlicher Anruf wird nicht negativ ausgelegt.

    Dorian D. Darkbloom schrieb:

    Haken bei "Ja, ihr dürft meine Daten verarbeiten" nicht gesetzt?

    Bei sowas sollte gar nichts abgeschickt werden können, das Portal würde dann eine Fehlermeldung ausgeben.