Lieb gemeint, aber nicht jeder kann sich ein größeres Auto leisten und braucht eines. Oder soll er sich dann lieber ein Pferd kaufen und hoch zu Ross durch die Ortschaften traben?


    Sehr gut, dass dir nichts passiert ist. Mein Freund kam dank seines Autos bei einem Unfall auf der Autobahn auch sehr glimpflich davon und bin froh, dass er sich das leisten konnte. Aber wie oben erwähnt, es können nicht alle.

    Eine Bekannte von mir hatte auch einen Unfall. Sie ist (vor Schreck) einem Reh ausgewichen und hat sich dann 3-4 mal überschlagen. Sie kam mit gebrochenen Rippen davon und auch ihrem Baby (sie war schwanger zu dem Zeitpunkt) ging es gut. Sie hatte übrigens einen Mini. Vielleicht wäre es ihr in einem Fiat aber anders gegangen.

    Alt dürfen sie für mich gerne sein, das tut wenig zur Sache, aber in Kleinwagen hab ich Angst. Weil ich in Physik aufgepasst habe und weiß, wie sich die Beschleunigungskräfte verteilen, wenn zwei unterschiedliche Massen kollidieren.


    Mein Alltagsschlitten ist ein '97er A6 Avant, der erfüllt meine Sicherheits- und sonstigen Bedürfnisse trefflich. Was kleineres würde ich nur fahren, wenn ich dazu gezwungen wäre.

    Sind Autofahrer paranoide Egomanen?


    könnte ein passender Fadentitel lauten, betrachtet man die Mehrzahl der Antworten... .


    Da kann man schon verstehen, dass praktisch alle Staaten die Hoffnung auf verantwortungsvolles Verhalten der Autofahrer aufgegeben und drastische Geschwindigkeitsbeschränkungen (und entsprechende Strafen bei Übertretung derselben) eingeführt haben... .


    Da verstehe ich die Blockadehaltung in Deutschland eigentlich nicht - andere Länder zeigen doch, dass dort nicht minder große und schnelle Autos verkauft werden, obwohl sie nicht im Ansatz ausgereizt werden können. Von der hiesigen Autolobby sollte es diesbezüglich also keine Bedenken geben (außer vielleicht, dass offensichtlich wird, was für ein Unsinn entwickelt, produziert und gekauft wird)... .

    Zitrone

    Zitat

    Dein ganzes vorrausschauendes Fahren bringt dir aber auch nichts wenn dir irgendein anderer Idiot in die Karre fährt.

    Meinst Du!? Was glaubst Du, wie viele heikle Situationen es in all den Jahren schon gab? Vorausschauend heißt auch, dass man für die anderen Verkehrsteilnehmer mitdenkt und deren Fehler einkalkuliert.


    Aber ganz unabhängig davon ist es mir völlig wurscht, woran ich eines Tages sterbe. Dass es ein tödlicher Autounfall sein wird, halte ich für ziemlich unwahrscheinlich - mit oder ohne Kleinwagen. Natürlich kann es trotzdem passieren, z.B. ungebremster Frontalzusammenstoß bei 100 km/h auf der Schnellstraße. Da nutzt auch das dickste Auto nix.


    Für mich klingt der Eingangsbeitrag vor allem nach banaler Bewältigungsstrategie.

    Zitat

    Um mal provokative Plädoyers in den Raum zu werfen:


    ...


    Tempo 30 in Ortschaften, Tempo 80 auf Landstraßen, Tempo 130 auf Autobahnen!

    Gibt's schon. Erlebe ich täglich, wird so mehr oder weniger eingehalten. Keine neuerliche Regelung nötig, weil sonst diejenigen kriminalisiert werden, die sich an geltende Tempolimits halten bzw. diese ausschöpfen.


    Zum topic: Das ist abhängig von der individuellen Fahrleistung. Ich gebe denen recht, die argumentieren: 5000km im Jahr vorwiegend im Stadtverkehr, da braucht's keinen superduper langen und dicken Wagen, da reicht der Ford Fiasko von 1984, der von Omma geerbt wurde (Achtung: ohne Airbag und vor allem ohne ESP, man fragt sich, wie man seinerzeit im Verkehr überleben konnte). Wer viel auf langen Strecken und den Autobahnen unterwegs ist, mag sicherlich von etwas mehr Knautschzone profitieren, keine Frage. Aber nicht Vaddi, der längstens 5km das Kind von der Penne abholt und sonst nicht aus der Stadt herauskommt.


    Bitte nicht falsch verstehen, was der Sicherheit dient und sinnvoll ist, hat jede Berechtigung. Aber dafür absurd viel Geld ausgeben zu müssen, das ist das Problem. Denn leider haben Autos mit guten passiven Sicherheiten auch absurde Motorleistungen und die müssen offenbar bezahlt werden.


    Ich würde gern ein Kfz mit allen Schikanen fahren (weil meine Jahresfahrleistung nun einmal bei knapp 40 Tkm liegt), das realistische 60PS hat, denn diese Leistung reicht aus. Geht aber nicht, entweder ich kaufe billig (wenig passive Sicherheit, ausreichende Motorleistung), oder preiswert bis teuer (gute passive Sicherheit, absurd hohe Motorleistung). Will ich wenig Motor, bekomme ich wenig passive Sicherheit, so sieht es aus.


    Zum topic: wer maximale passive Sicherheit haben will, kommt offenbar um große und damit teure Marken nicht herum, denn diese haben maximal mögliche Sicherheit, so meine Vermutung. Schade, aber nicht zu ändern.

    mariposa

    Zitat

    Im übrigen ist wohl den meisten Schreibern hier bereits bekannt, dass kleine Autos eine kleinere Knautschzone als große, teure Autos haben.

    Ich weiß nicht. :-/ Bis zu meinem 30. Lebensjahr wusste ich jedenfalls nur was von den Knutschzonen der Autos, erst später lernte ich etwas über Knautschzonen.

    Man kann das nicht so pauschal sagen mit "Billigautomarken oder Kleinwagen".


    Sieh den Daimlereigenen Test S-Klasse gegen Smart, der sehr überrraschend anders ablief, als man jetzt denken würde, auch in Hinsicht auf die prognostizierten Risiken für die fahrenden!.


    Eine frühere Billigautomarke wie Renault (nein, ich fahre keinen), die heute mit dem Megane brilliert und Sicherheitsstandards setzt.


    Dann gab es mal einen Autobildtest mit einem grossen japanischen Geländewagen, der dann ganz andere Schäden hatte, als prognostiziert - haben die Hersteller gemerkt - und einen neuen, gleichen Test gefordert, der noch viel katastrophaler ablief. Das Geheimnis war damals, das der Testwagen eine reparierte Vorschädigung hatte, was ihn versteifte und bessere Ergebnisse lieferte. - Führte in der Autoindustrie dazu, dass mit solchen künstlichen Zusatzversteifungen, ein grösseres Mass Sicherheit erzielt wurde.


    Ein eigentlich sehr sicherer Kleinwagen war der heute nicht mehr existente Simca Horizon, super Crashwerte für seine Klasse damals, mit einer Ausnahme - er hatte eine schon für damals veraltete, starre Lenksäule, die sich dem sonst unverletzten Fahrer nach einem Frontalcrash durch den Körper bohrte.....


    Es ist also nicht alles Gold was glänzt, aber bei der Auswahl des Fahrzeuges sollte man sich schon mal die Tests dazu ansehen und wo man selbst fährt, -mit dem Auto vor hat-.


    Aber ist schon recht, im allgemeinen sind die Autos mit oder über 2l Hubraum einfach besser insgesamt ausgestattet, da diese Motoren schon eine entsprechende Belastung auf das Auto bringen(können), was einen gewissen Sicherheitsstandard nötig macht.

    Zitat

    im allgemeinen sind die Autos mit oder über 2l Hubraum einfach besser insgesamt ausgestattet, da diese Motoren schon eine entsprechende Belastung auf das Auto bringen(können)

    Nicht nur auf das Auto, sondern auch auf die Umwelt. Fazit: Entweder stirbt man im mangelhaft knautschigen Kleinwagen an den Folgen eines Aufpralls oder man stirbt durch die Abgase des Hubraummonsters - tot ist tot. ;-D