• Corona, eine gehypde "Apokalypse"

    Ich will mal diesen Thread starten weil es mich Interessiert ob es außer mir noch andere Menschen im Forum gibt, welche ebenfalls denken dass die ganze Situation heißer gekocht wird, als sie gegessen wird. Ich sehe die derzeitige Entwicklung als sehr gefährlich an, nicht wegen Corona sondern wegen den Nachwirkungen die auf uns zukommen werden wenn diese…
  • 5 Antworten

    Das schockt mich jetzt doch. Es scheint noch soweit zu kommen dass die "Freiheitsrechte-Demonstranten" auch noch recht bekommen.

    Sunflower_73 schrieb:

    Was mich ärgert ist, dass einige Gruppen gerade sehr privilegiert sind. Sorry, aber jede Verkäuferin muss ran, während unendlich viele Krankenkassen sich dem Publikumsverkehr verweigern; ebenso Behörden.


    Aedgiva schrieb:

    Wenigstens haben sie dort wieder (eingeschränkten) Publikumsverkehr.

    Im Gegensatz zum örtlichen Jobcenter, dort darf man zur Zeit noch nichtmal persönlich etwas abgeben, sondern muß den Kram unten in den Briefkasten schmeißen, hab ich gehört.

    Ansonsten läuft alles nur telefonisch, wenn überhaupt...

    Was heißt hier "privilegiert"? Das klingt ja so als hätte sich da jemand was erschlichen.


    Warum soll sich jemand einer Gefahr aussetzen, wenn es vermeidbar ist? Ich hatte jedenfalls noch nie das Bedürfnis, bei meiner Krankenkasse persönlich vorzusprechen. Und wenn ich was telefonisch regeln kann, latsche ich nicht irgendwo hin, das ist doch viel zu umständlich. Und wieso muss ich was persönlich abgeben, wenn ich es in einen Briefkasten werfen kann?!


    Sonst rufen die Leute immer danach, dass sie staatliche Leistungen über elektronische Kommunikation abrufen dürfen, weil das praktischer ist als irgendwo Schlange zu stehen. Und jetzt ist das eben ein Vorteil. Ist doch prima!


    Ich kann auch kein Home Office machen, deswegen neide ich es keinem Einzigen, der es kann.

    Hier gibts die Briefe vom Amt im Original:

    https://www.familieninderkrise…Anordnung_OA_Bruchsal.pdf

    file:///C:/Users/atics/AppData/Local/Temp/Schreiben_Landkreis_Offenbach.pdf


    Der zweite Brief ist in der Anrede an das Kind selbst gerichtet. Die wußten also, dass es um ein Kind geht. Und es steht dennoch drin: das Kind soll sich möglichst allein in einem Raum aufhalten. Bei Verstoß Zwangsgeld oder Absonderung im KH.


    Bei Brief 1 geht es um eine Grundschülerin. Die soll bei Kontakt mit anderen Haushaltsmitgliedern eine FFP1-Maske tragen (oder die Eltern? ist nicht ganz klar der Wortlaut). Bei Zuwiderhandlung wird ebenfalls mit Absonderung gedroht.

    mnef schrieb:

    Eltern die sich dran halten, sind jawohl absolut debil und allein deshalb schon "kindswohlgefährdend". Sich nicht dran halten wird nicht überprüft, also... Papier ist geduldig.

    Stell dir vor du hast Kinder und dir flattert so ein Brief ins Haus. Natürlich kriegt man da Angst. Es steht auch explizit drin, dass die Einhaltung der Regeln kontrolliert und sanktioniert wird.


    Besonders schön auch: Die Stadt Bruchsal hat dran gedacht ein Merkblatt anzuhängen wie mit der Abfallentsorgung während der Quarantäne umgegangen werden soll.

    clairet schrieb:

    Stell dir vor du hast Kinder und dir flattert so ein Brief ins Haus. Natürlich kriegt man da Angst.

    Ehrlichgesagt: Nein. Ich hoffe die meisten Eltern können selbst weiter denken.

    clairet schrieb:

    Und es steht dennoch drin: das Kind soll sich möglichst allein in einem Raum aufhalten. Bei Verstoß Zwangsgeld oder Absonderung im KH

    Im Brief von Offenbach ist klar ersichtlich, dass Zwangsgeld und Abonderung im KH nur bei Verstoß gegen die Quarantäne an sich verhängt werden kann.


    Erst am Schluss stehen "Allgemeine Informationen". Diese sind nicht Bestandteil der "Anordnung" und daher nur Empfehlungen. Hierbei gibt es keine Maßnahmen bei "Verstößen".


    Auch im Brief aus Bruchsal ist etwa die räumliche Trennung von anderen Personen lediglich eine Empfehlung.

    mnef schrieb:

    Ehrlichgesagt: Nein. Ich hoffe die meisten Eltern können selbst weiter denken.

    Schade, dass es die Ämter nicht können.

    Silbermondauge schrieb:
    Dorfnixe schrieb:

    Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun?

    Man kann doch eine Regel schwachsinnig oder übertrieben oder aus beliebigem Grund unangemessen finden und sie trotzdem einhalten?!

    Weil er schreibt er lässt sich von Corona seine Lebensgewohnheiten nicht diktieren

    Die Lebensgewohnheit lautet aber "essen gehen" und nicht "keine Daten hinterlassen".

    Außerdem bezog sich Souhas Einwand nicht generell darauf, dass Kontaktdaten hinterlegt werden müssen, sondern darauf, dass sie (?) meint, die Polizei solle im Verdachtsfall nicht auf diese Daten zugreifen dürfen.

    Ich bin trotz steigender Zahlen weiterhin entspannt, denn R bewegt sich nach wie vor um 1 herum und die Zahlen sind schwierig interpretierbar, weil die Anzahl der Tests gleichzeitig massiv zugenommen hat, ich halte auch zB Masken im Freien für weitgehend wirkungslos und sehe nach wie vor zu viel Panikmache, und trotzdem halte ich diese Regeln ein, weil sie nunmal zurzeit so gelten, ich den Sinn auch irgendwie nachvollziehen kann (obwohl ich vieles übertrieben finde) und es mich quasi nichts kostet, so eine Maske überzuziehen, im Fitnessstudio nicht zu duschen oder mich im Freizeitpark vorab anzumelden.

    Ich verstehe nach wie vor nicht, warum Kritik an einer Regel immer automatisch gleichgesetzt wird mit der Weigerung, die Regel einzuhalten. Zumal im hier diskutierten Fall ja auch keiner ein Problem mit der Regel an sich hat, sondern nur mit der Möglichkeit, dass die Polizei auf die Daten zugreifen kann, die im Rahmen der Regel erhoben werden. Das ist ja noch nicht mal Kritik an der Regel "an sich".

    Zitat

    Was heißt hier "privilegiert"? Das klingt ja so als hätte sich da jemand was erschlichen.



    Warum soll sich jemand einer Gefahr aussetzen, wenn es vermeidbar ist? Ich hatte jedenfalls noch nie das Bedürfnis, bei meiner Krankenkasse persönlich vorzusprechen. Und wenn ich was telefonisch regeln kann, latsche ich nicht irgendwo hin, das ist doch viel zu umständlich. Und wieso muss ich was persönlich abgeben, wenn ich es in einen Briefkasten werfen kann?!

    Natürlich hat sich kein Angestellten bei Krankenkassen oder Jobcenter was erschlichen.

    Aber bei Lehrern, die eine (bezahlte!) Freistellung beantragen. obwohl sie keiner Risikogruppe angehören, sieht das anders aus...

    Und beim Jobcenter ist es manchmal durchaus sinnvoll, irgendwelche Anträge oder Bescheinigungen persönlich abzugeben. Erstens wird das dann vielleicht schneller bearbeitet, und wird nicht mehr groß herumgereicht.

    Zweitens kann man so wenigstens beweisen, daß man die Sachen wirklich abgegeben hat. Zur Not auch mit schriftlicher Bestätigung.

    Schon so mancher Antrag oder Bescheinigung ist nämlich schon im Jobcenter auf mysteriöse Weise verschwunden...

    Das würde ich in diesem Fall nicht wollen...

    Eigentlich hatte Souha vorwiegend ein Problem mit der zu niedrigen Schwelle, ab der ein Gerichtsbeschluß für Zugriff auf diese Daten erteilt wird, geäussert. Das ist ein legitimer Standpunkt, finde ich. Mag durchaus kritikwürdig sein.

    Hm.... das mit dem Daten "zweckentfremden" finde ich auch nicht ok.

    Mittlerweile "muss" man ja auch keine Email-Adresse mehr angeben (wobei - soweit ich weiß ist man weder verpflichtet, Telefon noch Email zu haben)


    Und manchmal kann ein Satz auch fehlinterpretiert werden.

    mir ist das irgendwie auch alles völlig egal. in Anbetracht der vielen schlimmen Dinge auf der welt mag ich nicht über so nen kleinschiss jammern.


    wobei ich schon der meinung bin, dass demokratie, freiheit und rechtsstaatlichkeit sehr hohe werte sind, die zu verteidigen sind. vermutlich die höchsten die es überhaupt zu verteidigen gibt. von daher muss alles was dem zuwiderläuft (z.b. in haft umgekommene migranten oder auch rechte tendenzen bei polizei/bundeswehr) strengstens untersucht werden, was ja leider auch nicht immer klappt.

    • Neu
    quisque schrieb:

    rein rechtlich ist das wohl gedeckt, weil die strafprozessordnung in solchen fällen ermittlungen jeder art erlaubt, aber die regierung hatte ursprünglich wohl mal gesagt, die listen seien nur für die gesundheitsbehörden und den infektionsschutz bestimmt. wenn man wollte, könnte man den zugriff also per begleitgesetz einschränken. wenn man wollte...

    Da sehe ich dann eben schon ein Problem, wenn es für Rauschgiftdelikte und andere Sachen genutzt wird.

    Es ist eben ein Satz Daten, der verrät, wann ich wo war und der vor Corona noch nicht da war. Im Prinzip eine Überwachungskamerafunktion ohne Überwachungskamera. Und dass das nun einerseits überall verpflichtend ist und gleichzeitig pandemiebedingt auch notwendig und sinnvoll und andererseits eben von der Polizei genutzt wird, ist eben nicht wirklich gut.


    Das erinnert mich ein bisschen an die USA, wo es ja die Diskussion um Sanctuary Cities gibt. Mir geht es da gar nicht mal um den Schwerkriminellen, den ich ja gern verfolgt sehen will, sondern viel mehr um Illegale, die über irgendwelche Wege hierher gekommen sind und sich etwas aufbauen und gesetzeskonform verhalten, aber untertauchen mussten, weil ihr Herkunftsland z.B. als sicheres Herkunftsland eingestuft wurde.


    Fizzlypuzzly schrieb:

    Wer will denn so einen Schwachsinn überhaupt überprüfen, wo vieles schon nicht möglich ist durch beengten Wohnraum.

    Für mich klingt das ein wenig so, als würde man sich in den Gesundheitsämtern auf steigende Zahlen vorbereiten.

    Natürlich kann niemand kontrollieren, ob das Kind in der Wohnung jetzt überall herumläuft und ob Mahlzeiten zusammen eingenommen werden oder nicht.

    Aber wenn es bei steigenden Zahlen dann vielleicht auch mal draußen auf den Spielplätzen Zufallskontrollen des Ordnungsamtes gibt und da dann Familien sind, bei denen ein Kind positiv ist und das klettert fröhlich mit anderen Kindern auf dem Klettergerüst hat man eben eine rechtliche Handhabe.

    • Neu
    Aedgiva schrieb:

    Aber bei Lehrern, die eine (bezahlte!) Freistellung beantragen. obwohl sie keiner Risikogruppe angehören, sieht das anders aus...

    Ja, natürlich.


    Aedgiva schrieb:

    Und beim Jobcenter ist es manchmal durchaus sinnvoll, irgendwelche Anträge oder Bescheinigungen persönlich abzugeben. Erstens wird das dann vielleicht schneller bearbeitet, und wird nicht mehr groß herumgereicht.

    Zweitens kann man so wenigstens beweisen, daß man die Sachen wirklich abgegeben hat. Zur Not auch mit schriftlicher Bestätigung.

    Schon so mancher Antrag oder Bescheinigung ist nämlich schon im Jobcenter auf mysteriöse Weise verschwunden...

    Das wiederum ist für mich kein sachlicher Grund, Leute (die Sachbearbeiter) in eine (corona) Gefahr zu bringen.