Corona und die Religion

    Weil von einem User angedeutet wurde, extra wegen des Ramadans würden Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen am 24. 4. erfolgen, bin ich der Meinung, nein, ganz sicher nicht.

    Es ist für jeden Gläubigen jetzt eine schwere Zeit, egal, ob Christentum, Judentum oder Islam. Für jedeN AnhängerIn stünde jetzt ein großes Fest bevor, welches man nicht in gewohnter Weise begehen kann. Das ist für manchen schwer zu verstehen und zu verkraften.

    Weil nun die Dar-as-Salam-Moschee in die Schlagzeilen geriet, sie hat nichts Unrechtes getan. Es wurde nur nicht gesondert und explizit darauf hingewiesen, dass man sich nicht versammeln soll. Das war ein Fehler und man hat das eingesehen. Dass nun aber die öffentliche Durchführung des Gebetsrufs verboten wurde, halte ich persönlich für eine Frechheit und für diskriminierend. Eine Riesen Sauerei. Das wäre, als ob man das Glockengeläut der Kirchen verbieten würde. Gleiches Recht für alle.


    Deswegen wäre es unsinnig zu glauben, für die Muslim*innen würde es Lockerungen nur wegen des Ramadan geben, Iftar, das Fastenbrechen, kann sowieso nicht in gewohnter Form stattfinden. Deswegen wird auch über eine Verschiebung nachgedacht. Die Azhar-Scheichs im ägyptischen Fatwa-Amt denken das an. Ich fände das sehr schade, aber im Augenblick ist ja alles anders. Man hält sich an die WHO. Dann wird die Fatwa eben lauten, dass die Menschen während der Fastenzeit essen und trinken sollen.

  • 233 Antworten

    Wer liest denn hier solche Aluhut-Medien?


    Die besten Fake-News bisher:


    • Die Maßnahmen werden wegen des Ramadans gelockert
    • Corona ist eine Ablenkung, damit nachts auf dem Flughafen XY Sondermaschinen Flüchtlinge reinbringen, ohne dass die Bevölkerung es merkt.


    Souha schrieb:

    Weil nun die Dar-as-Salam-Moschee in die Schlagzeilen geriet, sie hat nichts Unrechtes getan.

    Nein, sie hat nichts Unrechtes getan und das hat auch niemand behauptet. Im Gegenteil: Der Verein hat sogar noch kurz vorher nochmal klargestellt, dass das Versammlungsverbot einzuhalten ist. Wenn das aber die Leute nicht checken, für die die gleichen Regeln gelten, dann muss man solche Brennpunkte eben entschärfen. Das ist weder eine Frechheit noch diskriminierend.


    Souha schrieb:

    Eine Riesen Sauerei. Das wäre, als ob man das Glockengeläut der Kirchen verbieten würde.

    Nein. Korrekt müsste es heißen: "Das wäre, als ob man das Glockengeläut der Kirchen verbieten würde, nachdem sich 300 Christen entgegen des Versammlungsverbots ohne Mindestabstand vor der Kirche versammelt haben und es bei Einschreiten der Polizei Tumulte gab.".


    Soweit ich weiß, ist letzteres vor den Kirchen noch nicht passiert, oder?

    Souha schrieb:

    Dann wird die Fatwa eben lauten, dass die Menschen während der Fastenzeit essen und trinken sollen.

    Wenn das so easy geht? Ich halte ja nicht viel von religiösen Traditionen und schmeiße auch an Karfreitag den Grill an, aber muss man denn während der Fastenzeit essen und trinken, nur weil beim Fastenbrechen keine Versammlungen möglich sind? Wäre es nicht einfacher, alles - bis auf die Versammlungen - so zu machen, wie man es gewohnt ist?

    Beltaine wird auch nicht so gefeiert werden können wie die Jahre zuvor. Wird sich zeigen ob die Leute sich dran halten.

    Souha schrieb:

    Dass nun aber die öffentliche Durchführung des Gebetsrufs verboten wurde, halte ich persönlich für eine Frechheit und für diskriminierend. Eine Riesen Sauerei. Das wäre, als ob man das Glockengeläut der Kirchen verbieten würde.

    finde ich nicht vergleichbar, da kirchenglocken schon seit jahrhunderten in europa läuten, während der muslimische gebetsruf bis jetzt kein fester bestandteil unseres gesellschaftlichen miteinanders war und erst jüngst etabliert werden sollte. wenn das dann mit problemen einhergeht, die es vorher nicht gab, finde ich es nachvollziehbar, ihn zu untersagen.

    würde bei christlichen symbolaktionen aktuell genau so passieren, wenn sie zur folge hätten, dass sich menschen nicht ans versammlungsverbot halten.

    Souha schrieb:

    Dass nun aber die öffentliche Durchführung des Gebetsrufs verboten wurde, halte ich persönlich für eine Frechheit und für diskriminierend. Eine Riesen Sauerei. Das wäre, als ob man das Glockengeläut der Kirchen verbieten würde. Gleiches Recht für alle.

    Generell sollten alle Religiösen Institutionen Abstand davon nehmen mit Glocken, Gebetsrufe oder sonst was auf sich Aufmerksam zu machen.

    Religion ist schön und gut aber es der Allgemeinheit aufzuzwingen, in jeglicher form, empfinde ich als nicht Zeitgemäß.



    Als überzeugter Ahänger von Atatürk bin ich überzeugt davon, das Religion weder in die Politik noch in den Allgemeinen Alltag der Bevölkerung gehört.

    Wenn Jemand meint, Religiös zu sein, soll er dies Privat und Intern machen.


    Bzgl. Corona und Religion:

    Wir müssen uns derzeit Allgemein zurücknehmen und meine Meinung zu dem Lockdown ist klar.

    Auch wenn ich ein großer Kritiker des Lockdowns bin, bei Religion sollte man trotzdem keine Ausnahme machen.

    Barrio schrieb:
    Souha schrieb:

    Dass nun aber die öffentliche Durchführung des Gebetsrufs verboten wurde, halte ich persönlich für eine Frechheit und für diskriminierend. Eine Riesen Sauerei. Das wäre, als ob man das Glockengeläut der Kirchen verbieten würde. Gleiches Recht für alle.



    Als überzeugter Ahänger von Atatürk

    :(vAber das nur am Rande.



    Zum Thema: Ich glaub das alles mit Ramadan in Verbindung zu bringen ist an den Haaren herbeigezogen. Eine Debatte auf der Basis schien mir auch sehr konstruiert.

    Alle machen Abstriche, jede Religion oder Tradition. Und Fastenbrechen kann man auch allein. Meine vorösterliche Fastenzeit neigt sich auch wieder dem Ende. Klar hätte ich es lieber mit der Familie gefeiert, so mäste ich nur meinen Partner.

    Hadj abzusagen halte ich für das einzig richtige.

    Na dreimal darfst Du raten, vom wem diese Fake News profuziert wurden und werden, von der AfD natürlich. Sie hat keine Ahnung wie sie sich zu Corona Zeiten positionieren soll, also greift sie auf bewährte Feindbilder zurück. Offenbar überzeugt sie damit eben sogar User aus desem Forum. Denn da postet ein Jens Maier eine Umfrage, wer daran glaubt, dass ab Beginn des Ramadan die Beschränkungen gelockert würden: 66% meinen ja, 34% nein.":/.Sonderregelungen für Muslime, postet ein anderer: Ostern fällt aus, Ramadan wird vorbereitet.


    Man hätte ruhig noch einen Versuch starten können, nach den getätigten Aussagen. Es wäre ein leichtes gewesen das zu überprüfen bzw. zu unterbinden. Nein, wollte man nicht.


    Es geht darum, dass die WHO meint, wenn man fastet, ist der Körper mehr geschwächt und das Virus hat leichteres Spiel. Kranke sollen ohnehin nicht fasten.

    quisque schrieb:
    Souha schrieb:

    Dass nun aber die öffentliche Durchführung des Gebetsrufs verboten wurde, halte ich persönlich für eine Frechheit und für diskriminierend. Eine Riesen Sauerei. Das wäre, als ob man das Glockengeläut der Kirchen verbieten würde.

    finde ich nicht vergleichbar, da kirchenglocken schon seit jahrhunderten in europa läuten, während der muslimische gebetsruf bis jetzt kein fester bestandteil unseres gesellschaftlichen miteinanders war und erst jüngst etabliert werden sollte. wenn das dann mit problemen einhergeht, die es vorher nicht gab, finde ich es nachvollziehbar, ihn zu untersagen.

    würde bei christlichen symbolaktionen aktuell genau so passieren, wenn sie zur folge hätten, dass sich menschen nicht ans versammlungsverbot halten.

    Jetzt ist er es aber. Und nur weils seit Jahrhunderten so ist, muss es nicht immer so sein.



    Na dann sag das als Atatürk Anhänger bitte mal Erdogan und DITIB.

    Dann hat dein Partner aber Glück.:-D:)^


    Ich glaube jetzt schon fast, dass er ausgesetzt wird. Ägypten wird entscheiden.

    Wenn es nicht ausgesetzt wird, hoffe ich zumindest inständig, dass die Leute sich zusammenreissen und daheimbleiben. Die Eltern einer guten Freundin hatten auch schon fix gebucht, aber da ihre Mama Spenderorgane hat, bleiben sie natürlich daheim. Klar ist es ärgerlich, aber Gesundheit geht vor, auch in der Religion. Ihre Mama z.B. ist selbstverständlich vom Fasten freigestellt.

    Souha schrieb:

    Jetzt ist er es aber.

    ja? mach doch mal eine umfrage, wie das die bevölkerung in deutschland sieht, also ob für die mehrheit der deutschen der islam. gebetsruf fester bestandteil unseres alltags ist. ich bin mir sicher, viele haben die letzten tage zum ersten mal davon gehört. es ist/war längst nicht alltag für die deutsche bevölkerung und fand nur an wenigen orten statt, während kirchenglocken in nahezu jedem dorf läuten, ohne dass das derzeit zu problemen führt. und derzeit wird nach infektionsschutzgesetz eben untersagt, was probleme in der öffentlichkeit verursacht.

    Ja, das hoffe ich auch.Geht eben diesmal leider nicht.



    quisque schrieb:
    Souha schrieb:

    Jetzt ist er es aber.

    ja? mach doch mal eine umfrage, wie das die bevölkerung in deutschland sieht, also ob für die mehrheit der deutschen der islam. gebetsruf fester bestandteil unseres alltags ist. ich bin mir sicher, viele haben die letzten tage zum ersten mal davon gehört. es ist/war längst nicht alltag für die deutsche bevölkerung und fand nur an wenigen orten statt, während kirchenglocken in nahezu jedem dorf läuten, ohne dass das derzeit zu problemen führt. und derzeit wird nach infektionsschutzgesetz eben untersagt, was probleme in der öffentlichkeit verursacht.

    Sicher nicht in ganz Deutschland. In manchen Gebieten, denk ich schon.


    Es war jetzt ein Fall, wo es zu einem Problem führte. Verallgemeinern kann man das also sicher nicht.

    Souha schrieb:

    Es geht darum, dass die WHO meint, wenn man fastet, ist der Körper mehr geschwächt und das Virus hat leichteres Spiel. Kranke sollen ohnehin nicht fasten.

    Leuchtet ein.

    Fiorentina2017 schrieb:

    :(v Aber das nur am Rande.

    :(vAber nur so am Rande Fiorentina.

    quisque schrieb:

    ja? mach doch mal eine umfrage, wie das die bevölkerung in deutschland sieht, also ob für die mehrheit der deutschen der islam. gebetsruf fester bestandteil unseres alltags ist.

    Ich finde, irgendwann muss man auch die Grenze ziehen und ich denke islamische Gebetsrufe, passen nicht in die deutsche Städtekultur.

    Bin als Ausländer reflektiert genug um den Staat das Zugeständnis zu machen, dass sie nicht alles ermöglichen müssen.