Naja Diplomtussi.... "dem betriebsbedingten Ablauf angepasst" sind die Wunschzeiten von Lillifee ja - schließlich gibt es Kolleginnen, die genau diese Zeiten arbeiten "dürfen". Vielleicht sollte hier der Arbeitgeber ein bisschen Flexibilität einer Mama gegenüber an den Tag legen, die die Betreuung ihres Kindes sicherstellen muss :=o .


    Es ist leider noch immer traurige Realität, dass die Betriebe sich lieber einer "unbequemen" Mama entledigen, denn sie könnte ja ausfallen, wenn das Kind krank ist, wenn sie selbst krank ist, braucht Rücksicht im Bezug auf die Urlaubsplanung, da manche Kindergärten ja noch Ferienschließzeiten haben, etc. - ich denke, hier sollte dringend mal was getan werden!

    Zitat

    Dann sind eure Kinder in den falschen Kindergärten.

    Da hier in Deutschland ja bekanntlicherweise ein Überschuss an freien Kindergartenplätzen besteht, wird Lilifee jetzt sicherlich sofort den Kindergarten wechseln :)= %-|


    Mal weg mit der Ironie: Besteht die Möglichkeit, mit den Kolleginnen zu sprechen, ob man sich evtl. auf ein Mittelding einigt? Situation schildern, fragen, ob es nicht möglich wäre, zu tauschen oder im Wechsel die längeren Arbeitszeiten aufzuteilen?


    Und ich denke, dem Arbeitgeber wird es schwer fallen, vor Gericht eine Kündigung wegen fehlender Flexibilität seitens der Mutter durchzubekommen, wenn andere Mitarbeiter in ähnlicher Position andere Arbeitszeiten haben.


    De facto bringt dies Lilifee ersteinmal nicht weiter, aber mit der Aussage "Der Arbeitgeber sitzt am längeren Hebel, die Teilzeitkraft muss sich anpassen" ist das letzte Wort sicherlich auch noch nicht gesprochen.

    Meist steht in den Arbeitsverträgen, dass die Arbeitszeiten nach den betrieblichen Erfordernissen geändert werden können. Aber wenn es ne städtische Einrichtung ist, kannst du mal mit dem Personalrat sprehen. Erst mal vorfühlen, ob eine der Kolleginnen tauschen würde, käme da gut rüber. Eventuell im Personalamt bitten, dich zu informieren, wenn woanders etwas Passenderes frei wird. Aber gerade diese Arbeitszeiten sind bei Müttern nun mal sehr begehrt, zur Not musst du dich eben bei euch dafür "hinten anstellen", das läuft überall so.


    Übrigens hab ich ein paar Mal in Stadtverwaltungen gearbeitet, wegen Umzügen in verschiedenen Städten. Es dauerte nie weniger als zwei Monate, bis das erste Geld da war. Warum die es nicht auf die Reihe kriegen, weiß ich nicht. Aber etwas Druck zu machen schadet sicher nicht.

    also ich finde es gar nicht so vermessen von lilifee sich über die arbeitszeiten aufzuregen. würde ich wahrscheinlich auch tun wenn da ne 50 jährige mitarbeiterin sitzt die um 12,30 nach dem feierabend erst mal entspannt zur maniküre latscht, während man selber ne stunde später zum kindergarten hetzt und sein quengelndes kind abholt was übermüdet ist.


    einfach mal mit dem betrieb reden! vllt wissen die noch gar nicht wie wichtig dir die arbeitszeiten sind!

    Also grundsätzlich ist es sicher normal, dass man sich bei den Arbeitszeiten nach den Bedürfnissen des Unternehmens richten muss. Dafür werde ich schließlich eingestellt und bezahlt. Nur andererseits finde ich es traurig, dass heute da offensichtlich Ehrlichkeit und Rücksicht auf andere ein Fremdwort sind :-/


    Denn unabhängig von der rechtlichen Situation würde ich doch erwarten:


    - dass mir der Arbeitgeber, wenn ich eine Wunschzeit äußere und das nicht möglich ist, eine ehrliche Antwort gibt. Dann kann ich mich rechtzeitig drauf einstellen und nach Alternativen suchen (etwa bei der Kinderbetreuung)


    - dass unter Kollegen ein normales rücksichtsvolles Verhalten vorherrscht. Da sollte es doch eigentlich möglich sein, dass eine Kollegin ohne oder mit älteren Kindern länger arbeitet, und nicht ausgerechnet diejenige mit dem jüngsten Kind.


    Ich würde es da auch nochmal versuchen, mit dem Betrieb oder mit den Kollegen zu reden.