• Darf ein Gerichtsvollzieher sich so verhalten?

    Ich habe eine Frage und da mir das etwas peinlich ist, stelle ich sie als Alias. Bei mir hat heute unangekündigt (ich weiß, die dürfen das) der Gerichtsvollzieher geklingelt und ich habe ihm auch aufgemacht. Da ich psychisch krank und momentan nicht in der Lage bin einen Termin wahrzunehmen, habe ich ihm ein Attest geschickt, mit der Bitte, eine andere…
  • 94 Antworten

    Manche Menschen (viele) vertragen es nicht, Macht zu haben über andere.


    Und in wirklich jeder einzelnen Situation des Lebens gilt: Der Ton macht die Musik.


    Eine ernste Ansage ist definitiv auch möglich ohne herablassende Demütigung.

    Da kann ich Braunesledersofa nur voll und ganz zustimmen!
    Man bekommt halt den Eindruck dass manche Menschen ihren eigenen

    Frust an Schwächeren abarbeiten.

    Ich frage mich auch, wieso ein Gerichtsvollzieher sich derart emotional

    äussert. Deswegen schrieb ich auch, er habe den Job verfehlt. Er hat diesen zu erledigen, mehr nicht. Da gilt es eben auch irgendwo Distanz zu wahren.
    Leider kann man da wohl nicht viel machen, aber ja, menschlich versagt, und ich würde

    mich auf jeden Fall beschweren.

    Ich kann den Ärger verstehen, möchte aber auch um ein bisschen Verständnis für den Gerichtsvollzieher werben. Das ist mitunter echt ein sch... Job. Man wird angepöbelt, aggressiv angegangen und ständig angelogen. Man weiß nicht, was er an dem Tag schon erlebt hat, wer nicht zahlen konnte, weil die Mutter zum dritten Mal gestorben ist oder ob er beleidigt wurde. Sicher sollte man trotzdem professionell bleiben, aber das sind auch nur Menschen.

    Ich bin ein sehr empathischer und manchmal zu gutmütiger Mensch. Aber wenn ich jeden Tag mir bei Gericht Lügen anhören muss, teils beleidigt werde oder mit Arroganz behandelt werden, kann auch mal ein Tag kommen, an dem die Nerven blank liegen und es der falsche abbekommt. Tut mir im Nachhinein dann auch sehr leid, aber manchmal ist es frustrierend und meistens bekommen es die Falschen dann ab, wenn mal das Fass überläuft.

    Trotzdem ist das Verhalten natürlich nicht in Ordnung gewesen. Daraus aber zu schließen, dass Menschen mit Macht, das gerne an anderen auslassen und ausleben, finde ich nicht ganz fair.

    Ob eine Beschwerde was bringt, halte ich allerdings für fraglich.

    Ich habe nichts gesessen, dass darauf hinweist, dass sich der Gerichtsvollzieher danebenbenommen hätte. Man liest nur die unkonkretisierte Bewertung der TE, dass sich der Mann unangemessen verhalten hätte, wobei sich die TE konkret nur auf Sachen beruft, die normal sind. Mir scheint, die TE hat eher ein Problem mit der Situation an sich gehabt, als dass sich der Gerichtsvollzieher unangebracht verhalten hätte. Dafür kann aber der Gerichtsvollzieher nichts. Zumal auch der Gerichtsvollzieher sowie die Sache mit dem Haftbefehl das Ende einer langen Kette sind, in der man die Situation hätte abwenden können.

    Ich finde das auch soweit in Ordnung und verständlich vom Gerichtsvollzieher.

    Alles andere, also dass er "laut" gewesen sei und Alias "schlecht behandelt" hätte usw. würde eine andere Person, die dabei gewesen wäre, evtl. gar nicht so beurteilen.

    Wenn es einem psychisch und körperlich schlecht geht, kommt vieles nochmal verstärkt im eigenen Gefühl an.

    Mir tut es ja leid für die TE, aber hier haben beide dazu beigetragen dass es etwas rauer zuging. Den Haftbefehl hätte man vermeiden können.

    Dass man solche Geschichten nicht bis zum Sankt Nimmerleinstag aufschieben kann sollte klar sein. Mit Gerichtsvollzieher abwimmeln und Problem bis zum nächsten Besuch des Gerichtsvollziehers verdrängen, lösen sich Geldsorgen leider nicht. Natürlich ist das extrem bitter, wenn man für Schulden aufkommen muss die jemand anderes gemacht hat.

    @ TE

    Hast du einen Schuldnerberater an deiner Seite?

    Nee nee nee, Moment mal. Ich habe den Gerichtsvollzieher angeschrieben und ihm erklärt, warum ich nicht zu ihm kommen kann und ob er eine andere Lösung hätte. Z B ein Büro in meinem Stadtteil, in dem ich die EV abgeben kann. Ich habe ein Attest geschickt, in dem meine Diagnose und auch die körperliche Einschränkung angegeben wurde. Mehr kann ich nicht tun. Er ist auf nichts eingegangen, sondern hat immer nur mit Haftbefehl gedroht. Das find ich eher kontrakproduktiv. Erst, als er das Attest erhalten hatte, stand er dann eben (leider unangemeldet) vor der Tür und ich habe ihn auch reingelassen. Aber mein Sohn war danach nicht nur verstört, sondern auch aggressiv, weil ein Fremder mich so behandelt hat.

    Er kennt ja nu auch die Person, der ich diesen Schlamassel zu verdanken habe. Diese Schulden habe ich auch tatsächlich so lange bezahlt, wie ich konnte. Dann habe ich mich an die Schuldnerhilft gewandt und die haben sich um alles gekümmert. Vorher habe ich immer schön brav gezahlt. Der Gerichtsvollzieher ist halt wohl einer von den schwarzen Schafen, die es wohl in jedem Berufsstand gibt, nehme ich mal an. Deswegen lasse ich mir hier auch nichts vorwerfen, bezw ziehe mir den Schuh nicht an. Ich habe alles versucht, mit dem GV eine Einigung zu finden, mehr kann ich nicht tun. Alles, was er für mich übrige hatte, war Verachtung, Drohungen und mich als Lügner hinzustellen. Als würde eine Therapeutin einfach so lügen oder gar ein Krankenhaus, dass es eine OP durchgeführt hat, die mich einschränkt?

    Warst du dabei? Unfassbar, was für Mutmaßungen hier ans Licht gelangen! Wenn man nix sinnvolles zu sagen hat, sondern lieber Salz in eine Wunde streut, dann sollte man vielleicht besser gar nichts sagen. Er hat mich behandelt wie den letzten Dreck und das war sehr hart für mich. Weil mein Sohn ALLES mitbekommen hat.

    Alias 976558 schrieb:

    Warst du dabei? Unfassbar, was für Mutmaßungen hier ans Licht gelangen! Wenn man nix sinnvolles zu sagen hat, sondern lieber Salz in eine Wunde streut, dann sollte man vielleicht besser gar nichts sagen. Er hat mich behandelt wie den letzten Dreck und das war sehr hart für mich. Weil mein Sohn ALLES mitbekommen hat.

    So, aus deinem Startbeitrag:

    Alias 976558 schrieb:

    Aber mich beschäftigt jetzt halt, ob der so mit den Menschen umgehen darf? Und kann man sich gegen sowas wehren?

    Wenn du dazu keine Antworten hören willst, dann stell auch keine Fragen!

    Alias 976558 schrieb:

    Nee nee nee, Moment mal. Ich habe den Gerichtsvollzieher angeschrieben und ihm erklärt, warum ich nicht zu ihm kommen kann und ob er eine andere Lösung hätte. Z B ein Büro in meinem Stadtteil, in dem ich die EV abgeben kann. Ich habe ein Attest geschickt, in dem meine Diagnose und auch die körperliche Einschränkung angegeben wurde. Mehr kann ich nicht tun. Er ist auf nichts eingegangen, sondern hat immer nur mit Haftbefehl gedroht. Das find ich eher kontrakproduktiv. Erst, als er das Attest erhalten hatte, stand er dann eben (leider unangemeldet) vor der Tür und ich habe ihn auch reingelassen. Aber mein Sohn war danach nicht nur verstört, sondern auch aggressiv, weil ein Fremder mich so behandelt hat.

    Er kennt ja nu auch die Person, der ich diesen Schlamassel zu verdanken habe. Diese Schulden habe ich auch tatsächlich so lange bezahlt, wie ich konnte. Dann habe ich mich an die Schuldnerhilft gewandt und die haben sich um alles gekümmert. Vorher habe ich immer schön brav gezahlt. Der Gerichtsvollzieher ist halt wohl einer von den schwarzen Schafen, die es wohl in jedem Berufsstand gibt, nehme ich mal an. Deswegen lasse ich mir hier auch nichts vorwerfen, bezw ziehe mir den Schuh nicht an. Ich habe alles versucht, mit dem GV eine Einigung zu finden, mehr kann ich nicht tun. Alles, was er für mich übrige hatte, war Verachtung, Drohungen und mich als Lügner hinzustellen. Als würde eine Therapeutin einfach so lügen oder gar ein Krankenhaus, dass es eine OP durchgeführt hat, die mich einschränkt?

    Wenn du für jemanden haftest/bürgst, kann dem Vollzieher egal sein wer die Schulden fabriziert hat. Selbst wenn dieser ihm bekannt ist.

    Wie gesagt, schon vor dreissig Jahren in meiner Kindheit waren GVs so drauf. Das ist leider ein Fakt. Klar kann man Beschwerde einreichen, aber hätte ich nur wenig Kraft, ich tät mir die Mühe sparen und eher an der Lösung arbeiten.

    Sylphide schrieb:

    Wenn du dazu keine Antworten hören willst, dann stell auch keine Fragen!

    Ich habe nicht danach gefragt, die von mir dargestellte Situation zu bewerten oder zu analysieren. Meine Frage bezog sich auf sein Verhalten!!!

    Fiorentina2017 schrieb:

    Wenn du für jemanden haftest/bürgst, kann dem Vollzieher egal sein wer die Schulden fabriziert hat. Selbst wenn dieser ihm bekannt ist.

    Wie gesagt, schon vor dreissig Jahren in meiner Kindheit waren GVs so drauf. Das ist leider ein Fakt. Klar kann man Beschwerde einreichen, aber hätte ich nur wenig Kraft, ich tät mir die Mühe sparen und eher an der Lösung arbeiten.

    ja, ich weiß, leider.

    Ich habe mich an die Schuldnerhilfe gewandt und mir Hilfe geholt. Mit denen arbeite ich schon länger zusammen. Also, ich habe mich schon gekümmert.

    Es geht mir nur um das Verhalten, das ich schon fast unmenschlich fand. Mir vor meinem eigenen Kinde zu drohen. Ich kenne sowas nun mal nicht.

    Alias 976558 schrieb:

    Ich habe nicht danach gefragt, die von mir dargestellte Situation zu bewerten oder zu analysieren. Meine Frage bezog sich auf sein Verhalten!!!

    ... und das ist nunmal einseitig dargestellt.