• "Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant"

    Oder: Sollte man aktuell Verstöße gegen das Beherbergungsverbot melden? (Zitat)https://www.welt.de/vermischte…s-Berlin-der-Polizei.html Eure Meinung dazu? Sollten wir zum Wohle aller im Rahmen der Pandemie-Bekämpfung jetzt die Augen offen halten und solche Urlauber "melden"? Oder geht das zu weit? Mir wurde gerade ganz mulmig der Meldung...
  • 376 Antworten

    Es gab ja im Frühjahr in Meck-Pom schon Fälle - wo Autos zerkratzt bzw. deren Besitzer gemeldet wurden > nur weil sie ein KFz-Kennzeichen aus einen Risikogebiet hat.

    Wo sich dann aber rausgestellt hat, das Leute aus dem Ort waren, die aber einen Firmenwagen mit entsprechendem Kennzeichen hatten.

    SandyErgo schrieb:

    Es gab ja im Frühjahr in Meck-Pom schon Fälle - wo Autos zerkratzt bzw. deren Besitzer gemeldet wurden > nur weil sie ein KFz-Kennzeichen aus einen Risikogebiet hat.

    Wo sich dann aber rausgestellt hat, das Leute aus dem Ort waren, die aber einen Firmenwagen mit entsprechendem Kennzeichen hatten.

    Hirnis gibt es leider überall, die meinen sie hätten jedes Recht zerstören zu dürfen.

    Und die Wenigsten haben begriffen, das Kennzeichen nach einem Umzug nicht mehr erneuert werden müssen.

    Fizzlypuzzly schrieb:

    Und die Wenigsten haben begriffen, das Kennzeichen nach einem Umzug nicht mehr erneuert werden müssen.

    Ganz genau. Ich habe auch mein Kennzeichen aus einem anderen Bundesland behalten nach einem Umzug.

    Lis Boa schrieb:

    Also verstehe ich es gleich doppelt nicht, wieso man jemanden meldet, der ein einzelnes Ferienhaus ohne direkte Nachbarhäuser bewohnt.

    Wer die angezeigt hat, muss sich auskennen. Vllt einfach der Nachbar, der neidisch war?


    Ferienhäuser in denen eine Familie übernachtet oder Urlaub macht, fallen für mich nicht unter das Verbot, wobei man immer aufpassen muss, welche Regeln dort gerade angesagt sind. Ist ja nicht in allen Bundesländern gleich.


    Anders sieht es aus in Herbergen, Hotels. Nur solange ich davon nicht betroffen bin, muss jede(r) selbst wissen, ob man sich einer evtl. Denunziation aussetzen will.

    Beschämend finde ich es allemal, weil man auch direkt vor Ort die Personen bzw. deren Vermieter ansprechen kann.


    Aber das könnte ja die ach so gute und friedliche Nachbarschaft zerstören.

    Lis Boa schrieb:

    Weil ich mich frage, welche Ausmaße das noch annehmen wird. Es erinnert mich an ein dunkles Stück deutscher Vergangenheit.

    Achso. Ja, da gibt es in einigen Punkten Parallelen. Naturgemäß wird sowas aber immer erst im Nachhinein gesehen, wenn überhaupt.

    TimFaber schrieb:

    lästern, denunzieren, mobben sind weit verbreitet

    Auch nicht weiter als sich über geltende Regeln hinwegzusetzen. Persönlich stört es mich im Normalfall nicht, wenn jemand Regeln missachtet, aber wenn es wie in diesem Fall zur Eindämmung einer Bedrohung dient, sehe ich das schon enger. Ich finde, der Denunziant hat richtig gehandelt.

    Lis Boa schrieb:

    Gerade nochmal nachgelesen: Nicht Betroffen vom Beherbergungsverbot sind ja z.B. Tagesausflügler und Privatübernachtungen. D.h. wenn jemand aus einem "Risikogebiet" kommt, darf er anderswo problemlos einkaufen und Essen gehen, Museen, Kinos, Schwimmbäder und private Feiern besuchen - alles erlaubt, solange derjenige danach wieder nach Hause fährt ODER z.B. bei Freunden übernachtet. Also verstehe ich es gleich doppelt nicht, wieso man jemanden meldet, der ein einzelnes Ferienhaus ohne direkte Nachbarhäuser bewohnt.

    Tja, wenn das denn auch die Leute, die Leute verpetzen, so genau wüssten. Öfter kennen sie die Regeln ja nicht so. Und da Söder schon meinte, man solle nicht alles Erlaubte auch ausreizen, fühlen sich diese Leute dann auch bestätigt, selbst bei EInhaltung der Regeln weiter nach irgendwelchem Fehlverhalten zu fahnden.

    Lis Boa schrieb:

    Klar, man kann sagen, wer da Urlaub macht, geht vielleicht auch einkaufen und besucht Einrichtungen im Ort, wodurch andere gefährdet werden könnten, aber puh, ich weiß nicht.

    Wissen können wir es auch nicht, aber es besteht Grund zur Annahme, dass jemand, der sich über eine Regel hinwegsetzt, auch andere Regeln missachtet. Also unterstelle ich mal, die gehen ohne Maske und ohne Abstand einkaufen und besuchen Einrichtungen im Ort. ;-) Das muss man unterbinden.

    Timbatuku schrieb:

    Wissen können wir es auch nicht, aber es besteht Grund zur Annahme, dass jemand, der sich über eine Regel hinwegsetzt, auch andere Regeln missachtet. Also unterstelle ich mal, die gehen ohne Maske und ohne Abstand einkaufen und besuchen Einrichtungen im Ort. ;-) Das muss man unterbinden.

    Schlimm, was manche hier für wilde Fantasien entwickeln.

    Timbatuku schrieb:

    aber es besteht Grund zur Annahme, dass jemand, der sich über eine Regel hinwegsetzt, auch andere Regeln missachtet.

    Was ist denn dieser Grund, Paranoia der Leute, die einfach mal irgendwas annehmen? ;-D

    Timbatuku schrieb:

    Also unterstelle ich mal, die gehen ohne Maske und ohne Abstand einkaufen und besuchen Einrichtungen im Ort. ;-)

    Diesen Sprung finde ich viel, viel zu weit gedacht. Dass einer, der im Internet über die Maskenpflicht wettert eventuell auch nah dran ist (oder es tut), sie auch nicht einzuhalten - Geschenkt. Ja der Grund zur Annahme ist berechtigt. Aber allein in einem Ferienhaus zu leben (mit Famileinanhang) ist was anderes, der Sprung zu "geht dann bestimmt auch ohne Maske und Abstand einkaufen) ist a) viel zu groß und b) Ist auch immernoch der Supermarkt angehalten, Einkäufer ohne Maske nicht reinzulassen.

    Fizzlypuzzly schrieb:

    Beschämend finde ich es allemal, weil man auch direkt vor Ort die Personen bzw. deren Vermieter ansprechen kann.

    Nun, das kann auch mal blöd enden. Es gab Fälle, wo jemand in einem öffentlichen Verkehrsmittel einen anderen Mitfahrer höflich gebeten hat, die erforderliche Maske aufzuziehen, und dann als Antwort eine Faust ins Gesicht bekam. Man weiß ja nie, wen man da anspricht, wenn es ein Unbekannter ist, von daher kann ich es verstehen, wenn man sagt, sollen sich doch die Behörden drum kümmern.

    Ich wohne zwar in Berlin (Neukölln) aber habe es nicht mitbekommen. Ist jetzt ganz Berlin Risikogebiet?

    Ich finde diese Innerdeutschen Reiseverbote sowieso ziemlich dämlich und rechtlich grenzwertig.

    Sylphide schrieb:
    Zitat

    ... Eindämmung einer Bedrohung ...

    :|NX-\

    Ist doch schön, wenn es für dich keine ist. Für Michael Wendler ist es ja auch keine. Für die meisten aber schon.

    tzuisc schrieb:

    Ich finde diese Innerdeutschen Reiseverbote sowieso ziemlich dämlich und rechtlich grenzwertig.

    Ich finde sie notwendig und angemessen, um die rasant ansteigenden Fälle von Neuinfektionen wieder in den Griff zu kriegen. Besser als zu warten, bis wieder ein kompletter Lockdown nötig ist. Von alleine, also ohne Maßnahmen, wird das Infektionsgeschehen jedenfalls nicht besser.