• "Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant"

    Oder: Sollte man aktuell Verstöße gegen das Beherbergungsverbot melden? (Zitat)https://www.welt.de/vermischte…s-Berlin-der-Polizei.html Eure Meinung dazu? Sollten wir zum Wohle aller im Rahmen der Pandemie-Bekämpfung jetzt die Augen offen halten und solche Urlauber "melden"? Oder geht das zu weit? Mir wurde gerade ganz mulmig der Meldung...
  • 376 Antworten
    Kalinkana schrieb:

    Dank solcher Leute wie DIR herrschen nun wieder verstärkte Coronaregeln!

    Wasn das für ein Quatsch. Die verstärkten Regeln herrschen wegen erhöhten Infektionszahlen, die zum Teil durch Verstöße gegen die Regeln entstehen.
    Nicht, weil wir zu wenige Petzer im Land haben. Oh man ;-D

    mnef schrieb:

    Nein, lies nochmal den Eingangsbeitrag und den Beitrag, auf den Asiga, der du geantwortet hast, bezug nahm

    Es scheint, du bringst mehr durcheinander als ich. Asiga beschwerte sich, dass "die Leute" den Test selbst bezahlen müssen. "Die Leute" kann sich in dem Fall auf alle Leute beziehen, von denen ein Test verlangt wird, oder nur auf die aus dem Eingangsbeitrag. Das bleibt offen. Ich beziehe mich auf alle Leute, von denen eine Test verlangt wird und finde es ok, dass den jeder selbst bezahlt. Ausnahme Tests in Krankenhäusern und ähnlichen Institutionen, die auf Weisung des behandelnden Arztes vorgenommen werden und Teil der Behandlung sind. Die sind Sache der Krankenkasse.

    Kalinkana schrieb:

    Dank solcher Leute wie DIR herrschen nun wieder verstärkte Coronaregeln!

    Bei so einer Bemerkung weiß ich gar nicht, ob ichs lustig oder gruselig finden soll. Beides, glaub ich. Aber eher Letzteres.

    Ahja ;-D Naja, vielleicht hat Asiga ja wirklich zwar mit "so etwas" klar auf den Eingangsbeitrag Bezug genommen, aber danach random am Thema vorbeigeschrieben ;-D Glaubst du doch wirklich nicht...


    Timbatuku schrieb:

    Sie brauchen entweder einen Nachweis, dass sie nicht infektiös sind, oder müssen in Quarantäne

    Timbatuku schrieb:

    Ich beziehe mich auf alle Leute, von denen eine Test verlangt wird und finde es ok, dass den jeder selbst bezahlt.

    Ändert nichts daran, was du geschrieben hast: Das es ein Nachweis wäre, nicht infektiös zu sein. Und das ist es nicht, da der Testwisch, den du vorlegen kannst, stets nur eine Momentaufnahme zum Zeitpunkt des Abstriches ist.

    Und auch falsch ist:

    Zitat


    Sie brauchen entweder einen Nachweis, dass sie nicht infektiös sind, oder müssen in Quarantäne

    Nope, im Falle des Fadenthemas werden Leute (du beziehst dich ja explizit auf alle, die einen Test vorweisen müssen) einfach wieder nach Hause geschickt und nicht im Hotel o.ä. wohnen gelassen, wenn sie keinen negativen Test vorlegen. Sie werden dann aber nicht in Quarantäne gesteckt.

    Lis Boa schrieb:

    Eure Meinung dazu? Sollten wir zum Wohle aller im Rahmen der Pandemie-Bekämpfung jetzt die Augen offen halten und solche Urlauber "melden"? Oder geht das zu weit?

    Sollten wir den Nachbarn melden, der seine Kinder schlägt? Gesetz ist Gesetz und ob es einen Gesetzesverstoß gibt, wird ja wohl von den Verantwortlichen festgestellt werden. Ob es sich herausstellt, ob nun jemand denunziert oder ganz einfach einen Gesetzesverstoß gemeldet hat, wird sich vielleicht nicht herausstellen.

    Lis Boa schrieb:

    Ja, und der ja letztlich auch nur eine Momentaufnahme von vor 24-48 Stunden vor Reiseantritt darstellt. Wenn man sich nach dem Test nicht konsequent isoliert, hat er m.E. eh nur eine begrenzte Aussagekraft und ich kenne z.B. ein paar Kollegen aus dem med. Bereich, wo der Test erst 7-10 Tagen nach einem Risikokontakt positiv war.

    mnef schrieb:

    Und dabei ging es auch nicht darum, ob ich den Test für unzuverlässig halte. Gar nicht. Du kannst dich schlichtweg noch beim Verlassen des Testzentrums anstecken und bist dann infektiös, obwohl du ein negatives Ergebnis vorlegen kannst, darfst aber trotzdem beherbergt werden ;-)

    :)z


    Kalinkana schrieb:

    Dank solcher Leute wie DIR herrschen nun wieder verstärkte Coronaregeln!

    Ach ja? Na dann kann ich mich ja endlich wenigstens einmal im Leben als "einflussreiche Person" bezeichnen! ;-)

    Offensichtlich fühlen sich manche immer wieder darin bestärkt, anderen das Leben schwer zu machen. Von dieser Familie ging doch nun wirklich keine akute Gesundheitsgefahr aus.

    Soviel zum Thema Solidarität.


    Und den Vergleich mit Kinderschlagen… ich hoffe das war ein Witz!

    Fiona85 schrieb:

    Offensichtlich fühlen sich manche immer wieder darin bestärkt, anderen das Leben schwer zu machen. Von dieser Familie ging doch nun wirklich keine akute Gesundheitsgefahr aus.

    Soviel zum Thema Solidarität.


    Und den Vergleich mit Kinderschlagen… ich hoffe das war ein Witz!

    Und wo zieht man die Grenze, welche Regeln gebrochen und welche nicht gebrochen werden dürfen? Macht das jeder für sich selber? Gelten dann für manche andere Regeln, weil sie meinen, dass keine Gefahr ausgeht und das die anderen auch so sehen? Weil Familie Huber findet, dass es ok ist und fahren, können sie ihren Urlaub genießen und Familie Müller bleibt aber daheim. Weil der Vermieter der Ferienwohnung sich nicht daran hält, ist es ok und geht keinen was an und die Ferienwohnung nebenan bleibt leer, weil die jemanden gehört, der den Gästen kurzfristig abgesagt hat. 8-(


    Ich versteh auch nicht so ganz, warum man sich mehr über jemand aufregt, der meldet, als über jemanden, der Regeln, an die sich alle halten halten müssen, bricht. Es ist sicherlich nicht die feinste Art mit der Situation umzugehen und das zu melden, aber ein Fehlverhalten kann ich da nicht erkennen, nicht mal moralisch..

    Fiona85 schrieb:

    Von dieser Familie ging doch nun wirklich keine akute Gesundheitsgefahr aus.

    Selbst wenn, wenn jeder selbst entscheiden kann und darf, ob er eine Gesundheitsgefahr darstellt, dann können/müssen wir alle behördlichen Regeln einstampfen und es so machen wie die Amis - mit den bekannten Konsequenzen.

    Es bleibt natürlich jedem selbst überlassen, eine "Ordnungswidrigkeit" zu melden, oder nicht. Ich persönlich halte mich aus den Belangen meiner Mitmenschen raus, zumal ich auch meist die Hintergründe für ein Fehlverhalten nicht kenne (wie in diesem Fall, dass die Familie an dem Tah abgereist ist, an dem das Beherbergungsverbot erst festgelegt wurde).


    Ich schnauze auch im Supermarkt niemanden an, weil er die Maske unter der Nase trägt; wenn du das Bedürfnis hast, für Recht und Ordnung zu sorgen, hindert dich ja niemand daran.

    ja, dieses „raushalten“ aus den Belangen der Mitmenschen, ist das, was dazu führt, dass Leute daheim verprügelt werden und keiner reagiert, während sie schreien, dass Leute auf der Straße zusammen brechen und viele blöd daneben stehen etc etc etc. Und als harmloseres Beispiel, weil eigentlich auch nur ne Bagatelle: nur weil jemand falsch parkt, kommen bei uns regelmäßig weder Rettungwagen noch Feuerwehr an den Einsatzort, sondern müssen erstmal die deppen abschleppen, die zu faul waren ein paar Meter zu laufen. Aber würde sie jemand melden und es passiert nix an dem Tag, wäre man auch ein Denunziant..


    btw: Nur weil jemand die Behörden oä informiert, passiert ja erstmal nix. Die Behörden können den Sachverhalt dann klären.

    Ich hätte die Familie im übrigen auch nicht gemeldet, aber ich bin auch nicht entrüstet, weil es jemand tat.

    tiramisu01 schrieb:

    ja, dieses „raushalten“ aus den Belangen der Mitmenschen, ist das, was dazu führt, dass Leute daheim verprügelt werden und keiner reagiert

    Das ist ein Extrembeispiel und hat doch nun wirklich nicht viel mit dem Sachverhalt dieses Fadens hier zu tun.

    Nicht? Hier werden Leute als Denunzianten bezeichnet, weil sie sich in die Belange anderer einmischen. Viele sagen, dass es niemanden was angeht, was bei anderen Leuten los ist. Andere fragen, wo dann die Grenzen liefen und wer entscheidet, was richtig oder falsch ist. Natürlich kommen dann auch Extrembeispiele, um zu verdeutlichen, was es letztlich für Konsequenzen haben kann, wenn man sich überall raushält.