• "Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant"

    Oder: Sollte man aktuell Verstöße gegen das Beherbergungsverbot melden? (Zitat)https://www.welt.de/vermischte…s-Berlin-der-Polizei.html Eure Meinung dazu? Sollten wir zum Wohle aller im Rahmen der Pandemie-Bekämpfung jetzt die Augen offen halten und solche Urlauber "melden"? Oder geht das zu weit? Mir wurde gerade ganz mulmig der Meldung...
  • 376 Antworten
    tiramisu01 schrieb:

    Nicht? Hier werden Leute als Denunzianten bezeichnet, weil sie sich in die Belange anderer einmischen. Viele sagen, dass es niemanden was angeht, was bei anderen Leuten los ist. Andere fragen, wo dann die Grenzen liefen und wer entscheidet, was richtig oder falsch ist. Natürlich kommen dann auch Extrembeispiele, um zu verdeutlichen, was es letztlich für Konsequenzen haben kann, wenn man sich überall raushält.

    Es ging doch hier um das Einhalten von Corona-Maßnahmen und nicht darum, dass irgendwo Menschen unter Gewalteinwirkung leiden.

    Warum muss das Thema so ausufern? Es schrieb ja niemand, dass man sich grundsätzlich aus ALLEM rauszuhalten hat.

    Man muss sich grundsätzlich mal fragen welche Maßnahmen sinnvoll sind und welche nicht.

    Selbst in absoluten Hot-Spots dürfen sich - bspw. in NRW- noch 25 Menschen zu privaten Feiern treffen. Eine einzelne Hochzeit hat da über einhundert Infizierte ergeben.

    Eine Einschränkung der Reisefreiheit selbst innerhalb Deutschlands ist doch Bullshit. Größere Menschenansammlungen - auch oder gerade im privaten- gilt es zu unterbinden. Hier gab es einen weiteren Ausbruch weil hunderte Menschen zu eine Beerdigung! kamen.

    Die ganze Handhabung ist doch absurd. Das führt zur extremen Verknappung von Testkapazitäten.

    Ratlos23 schrieb:

    Man muss sich grundsätzlich mal fragen welche Maßnahmen sinnvoll sind und welche nicht.

    Auf jeden Fall! Nur kann die Antwort auf die Frage nicht sein, dass jeder macht was er will. Zum Beispiel finde ich persönlich einige Vorschriften in der StVO wenig sinnvoll, dennoch habe ich mich im Interesse der Allgemeinheit daran zu halten. Oder? Gerade die Superspreaderevents, die du erwähnst, zeigen doch recht eindrücklich was passieren kann, wenn sich Leute über die Regeln hinwegsetzen und wie vielen es piepegal ist, dass die Infektionszahlen ansteigen. Ich halte es für falsch, die einfach gewähren zu lassen und finde es richtig, wenn man die Behörden darauf hinweist. Denunziant hin oder her.

    öhm doch Fiona... ich verstehe „Ich persönlich halte mich aus den Belangen meiner Mitmenschen raus“ schon so, dass du dich aus allem raus hälst.


    Aber ja, das schweift vielleicht ein wenig zu weit ab bzw wir reden aneinander vorbei. Ich nutzte das als Beispiel, weil ich eben nicht der Meinung bin, dass man sich immer raushalten sollte und sogar finde, dass das heut zu Tage zu häufig mit üblen Konsequenzen passiert und du unterscheidest, wann welche Situation es wert ist, sich einzumischen.. bzw entscheidest dich, dass dich andere gar nix angehen.


    Ich finde aber auch, dass wenn man sich drüber aufregt, dass jemand jemanden meldet mit dem Argument, dass es niemanden was angeht, was andere machen, dann sollte man auch so konsequent sein und sich nicht drüber aufregen, wenn jemand jemanden meldet, der gegen die Regeln verstößt. Der Kern der Sache ist nämlich immer noch der: es gibt Regeln, so unsinnig die sein mögen, aber sie existieren derzeit nunmal und dagegen wurde verstoßen. Wenn nun einer den Verstoß meldet, ist das nicht nett, aber sein gutes Recht. Er ist weder ein A****** noch sonst was.

    Ratlos23 schrieb:

    Eine Einschränkung der Reisefreiheit selbst innerhalb Deutschlands ist doch Bullshit.

    Bisher stand ich zu den angegebenen Maßnahmen und das tue ich weiterhin.


    Nur hier streike ich - innerlich - auch, weil das mMn mehr Verwirrung schafft als unbedingt notwendig. Hier sind viele schlichtweg überfordert, sich täglich über neue Maßnahmen zu informieren. Es muss/sollte auch mal Ruhe einkehren, dass man die jetzigen und wichtigen Anordnungen mal verinnerlichen, akzeptieren und damit wenigstens leben kann.


    Der überwiegende Teil steht doch dazu und wo sich die Hotspots zeigen ist doch nun hinreichend bekannt. Da kann/sollte man bei Nichtbeachtung, Verleugnung und den daraus entstehenden unverantwortlichem handeln ansetzen, bzw hier eben rigorosere Entscheidungen treffen. Dann trifft es die, die durch ihre Weigerung zur erneuten Verbreitung beitragen.


    Sich jetzt auf diese Familie zu stürzen ohne Hintergründe zu kennen, ihnen evtl. zu unterstellen sich nicht an die Regeln zu halten, ist nach meinem empfinden BZ Niveau.


    In 14 Tagen habe ich eine Strecke von 135 KM hin und zurück vor mir. Muss ich mich vorher erkundigen, wo ich evtl. mal pieseln darf ohne gleich in Verdacht zu geraten?

    Das ist genauso absurd wie jetzt diese Einschränkung der Reisefreiheit innerhalb D.

    tiramisu01 schrieb:

    öhm doch Fiona... ich verstehe „Ich persönlich halte mich aus den Belangen meiner Mitmenschen raus“ schon so, dass du dich aus allem raus hälst.

    Joa, die alltäglichen Belange, wie Falschparker, Falschmaskentrager etc. pp.

    Wenn allerdings ein Kind in der Nachbarschaft misshandelt werden würde, bestände für mich persönlich sogar die Pflicht, dies zu melden.


    Es ist alles auch immer situationsabhängig und mit der persönlichen Meinung verknüpft. Vielleicht lassen wir das so stehen.

    Melden, heißt doch nicht, dass sich da jemand auf irgendwen stürzt. Die Details evtl strafen oder sonst was, klären dann die zuständigen Behörden.


    was ist denn „BZ“ Niveau?

    Genau das meine ich. Die wussten wahrscheinlich nicht mal was von ihrem "Vergehen".

    Fizzlypuzzly schrieb:

    Hier sind viele schlichtweg überfordert, sich täglich über neue Maßnahmen zu informieren.

    Ernsthaft? Der Urlauber setzt sich ans Notebook um aus dem Wust von Angeboten ein passendes Ferienhaus für sich zu finden und die Recherche über die aktuellen Maßnahmen überfordert ihn?


    Fizzlypuzzly schrieb:

    Es muss/sollte auch mal Ruhe einkehren, dass man die jetzigen und wichtigen Anordnungen mal verinnerlichen, akzeptieren und damit wenigstens leben kann.

    Ist mit "Ruhe einkehren" gemeint, dass die Maßnahmen und Anordnungen ab jetzt statisch sein und nicht mehr verändert werden sollen? Damit die Leute sich daran "gewöhnen" können? Es ist doch geradezu erforderlich, dass die Maßnahmen dynamisch sind und dem jeweiligen aktuellen Infektionsgeschehen angepasst werden.


    Fizzlypuzzly schrieb:

    Muss ich mich vorher erkundigen, wo ich evtl. mal pieseln darf ohne gleich in Verdacht zu geraten?

    Noch besser wäre, vorher nichts trinken, damit du gar nicht erst pieseln musst. ]:D

    Ach Timbatuku,


    ich gehe hier nicht mehr auf die kleinen Spitzfindigkeiten ein. Ich traue meinen Mitmenschen schon zu, sich weiterhin zu informieren, dadurch notwendige Maßnahmen zu erkennen und in der Lage sind sich erneut darauf einzustellen.


    Es muss aber auch nicht jede Woche, bzw. jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf getrieben werden.

    Timbatuku schrieb:

    Noch besser wäre, vorher nichts trinken, damit du gar nicht erst pieseln musst.

    Ja wäre eine Möglichkeit, nur brauche ich mich dann erst gar nicht in Bewegung setzen, weil ich das nicht durchstehe. 3 Std ok, nur bis ca. 17.00 Uhr zurück unmöglich.

    Zitat

    Oder? Gerade die Superspreaderevents, die du erwähnst, zeigen doch recht eindrücklich was passieren kann, wenn sich Leute über die Regeln hinwegsetzen und wie vielen es piepegal ist, dass die Infektionszahlen ansteigen

    Eine Familie mit 4 Personen in einem freistehenden, einsamen Ferienhaus ist für mich kein Superspreaderevent.

    Wenn du das als solches siehst... tja.

    Zitat

    Ja wäre eine Möglichkeit, nur brauche ich mich dann erst gar nicht in Bewegung setzen, weil ich das nicht durchstehe. 3 Std ok, nur bis ca. 17.00 Uhr zurück unmöglich.

    Die ganze Diskussion ist absurd. Die Menschen werden der diversen Maßnahmen langsam extrem müde.

    Die meisten sind es ja schon. Wieso kann man dann nicht die nachweislich hohen! Risiken (Massenveranstaltungen, große Feste (besonders auch privat), wilde Partys) untersagen und alles andere soweit laufen lassen? Nö, stattdessen macht willkürlich jedes Bundesland was es möchte damit auch der letzte gemäßigte Bürger absolut keinen Bock mehr hat...

    Es gibt diese Corona Leugner, denen ist eh alles egal. Es gibt aber auch genug Menschen die Corona als ernsthaft wahrnehmen und sich an Regeln halten. Die durchaus aber mündig sind und gewisse Regeln zurecht hinterfragen.

    Warum ein einsamer Strandurlaub an der Nordsee im eigenen Feriendomizil mit kaum Kontakt zur Umwelt verboten wird während ich weiterhin in diversen NRW Hotspots mit 25 Personen (die ja auch wieder dutzende Kontakte haben) fröhlich feiern darf erschließt sich mir nicht...

    Ratlos23 schrieb:
    Zitat

    Ja wäre eine Möglichkeit, nur brauche ich mich dann erst gar nicht in Bewegung setzen, weil ich das nicht durchstehe. 3 Std ok, nur bis ca. 17.00 Uhr zurück unmöglich.

    Die ganze Diskussion ist absurd. Die Menschen werden der diversen Maßnahmen langsam extrem müde.

    Die meisten sind es ja schon. Wieso kann man dann nicht die nachweislich hohen! Risiken (Massenveranstaltungen, große Feste (besonders auch privat), wilde Partys) untersagen und alles andere soweit laufen lassen? Nö, stattdessen macht willkürlich jedes Bundesland was es möchte damit auch der letzte gemäßigte Bürger absolut keinen Bock mehr hat...

    Es gibt diese Corona Leugner, denen ist eh alles egal. Es gibt aber auch genug Menschen die Corona als ernsthaft wahrnehmen und sich an Regeln halten. Die durchaus aber mündig sind und gewisse Regeln zurecht hinterfragen.

    Warum ein einsamer Strandurlaub an der Nordsee im eigenen Feriendomizil mit kaum Kontakt zur Umwelt verboten wird während ich weiterhin in diversen NRW Hotspots mit 25 Personen (die ja auch wieder dutzende Kontakte haben) fröhlich feiern darf erschließt sich mir nicht...

    Ich sehe das genauso. Die Prioritäten werden völlig willkürlich gesetzt.

    Ich melde niemanden irgendwo. Unsolidarität zwischen 'Gleichen' käst mich an. Ausnahmen sind Kindesmisshandlungen, da steh ich ggf. auch selbst vor der Tür.

    Hingegen würde ich Starbucks und amazon jeden Tag bei der Steuerbehörde melden, wenn es nur was bringen würde.


    Ich finde, dass es Mittel und Wege gibt ein gemeinsames Ziel (Infektionsminimierung) zu erreichen. Ich habe z.B. oft unbenutzte Extramasken in der Tasche um sie Leuten zu geben, derren Maske hinüber ist oder die keine haben. Wenn ich wen seh mit Ärmel über dem Mund durch den Supermarkt gehen bekommt der eine. Hat noch niemand 'Nein' gesagt sondern alle Danke. Mir ist das egal, ob die Person zu faul war sich eine zu besorgen. Mein Ziel ist Maskentragen wo es angemessen ist,nicht mit Argusauge meine Mitmenschen kritisch beäugen.

    Fiona85 schrieb:

    Von dieser Familie ging doch nun wirklich keine akute Gesundheitsgefahr aus.

    Woher weißt du das denn? Kannst du Hellsehen?

    Und selbst wenn keine Gesundheitsgefahr ausgeht, es wäre mir neu das DU die Regeln in diesem Land machst (bzw. auslegen kannst wie es dir passt). Mit Leuten wie dir kann man eine demokratische und solidarische Gesellschaft echt vergessen.