Der neue "Stundenplan" eurer Kinder?

    Hallo,


    Bei einigen ist es ja schon soweit, bei vielen noch nicht - aber die Schulen öffnen wieder so langsam.


    Ich habe selbst einen 12jahrigen in einem Gymnasium in NRW, derzeit zuhause im Homeschooling und bin auch zuhause in Kurzarbeit 0 % weil ich selbst als I-Kraft mit Schülern in einer Realschule arbeite.


    Mich faszinieren die vielen Ideen und Planungen, wie jetzt so ein neuer Zeitplan für die Beschulung aussieht bei euch?


    Ich fände es toll hier verschiedene Varianten zu sammeln, am Besten mit Angabe der Schulform, des Schuljahres (zB. 7. Klasse) und des Bundeslandes.


    Auch Details zum Thema Maskenpflicht, Umgang mit dem Thema Sportunterricht, Klassenteilung usw sind spannend.


    Schönen Gruß,


    Paritu

  • 14 Antworten

    Ich könnte nur Österreich beisteuern - wenn gewünscht. Aber das funktioniert da ziemlich anders so wie ich das verstanden habe - mit bedeutend mehr Stunden.

    Hallo Paritu,

    ich schildere dir mal wie es bei uns läuft.

    Wir leben in Niedersachsen.

    Mein Sohn (10) besucht die 4. Klasse einer Grundschule. Unsere Grundschule hat pro Jahrgang eine Klasse mit jeweils 15- 20 Kindern

    Seit gestern darf er wieder in die Schule.

    Die Klasse mit 15 Kindern wurde in 2 Gruppen geteilt. Er ist in Gruppe 1. Diese Woche geht er Montag, Mittwoch und Freitag zur Schule, nächste Woche Dienstag und Donnerstag. Gruppe 2 hat an den Tagen Schule, wenn Gruppe 1 zu Hause lernt und umgekehrt.

    Der neue Stundenplan beschränkt sich auf die Kernfächer Deutsch, Mathe, Englisch und Sachunterricht. Sport, Kunst usw. Wird nicht unterrichtet.

    Im Unterricht sitzt jeder an einem einzelnen Tisch ohne Mundmaske. Zwischen den Tischen steht noch jeweils ein weiterer Tisch mit einem Pappkartoninstrument als Spuckschutz. Ich selber kann mir da nicht viel drunter vorstellen, so hat es mein Sohn erklärt.

    In der Pause muss eine Maske getragen werden, die jedes Kind von der Schule zur Verfügung gestellt bekommt.

    Die Kinder durften aber mit Abstand sogar Fussball spielen.

    just_looking? schrieb:

    Ich könnte nur Österreich beisteuern - wenn gewünscht. Aber das funktioniert da ziemlich anders so wie ich das verstanden habe - mit bedeutend mehr Stunden.

    Ja, gerne! Es geht ja um unterschiedlichen Umgang mit der Situation.

    Klingt ja interessant. Diesen Pappsichtschutz kenne ich, normalerweise sind die Dinger für Arbeiten da - -Spickschutz statt Spuckschutz.

    Unser Sohn kannte sowas vorher nicht... er meinte es wäre eine Art Musikinstrument aus Pappkarton.

    Also hier haben die Kinder jeden 2. Tag Schule. Ob der Wechsel täglich erfolgt oder wöchentlich, diese Entscheidung liegt an der Schule. Unsere hat sich für täglich entschieden (auch um nicht gleich wieder jeweils die Hälfte der Schüler eine Woche lang nicht zu sehen).


    Im Klassenraum ist also jeweils die halbe Klasse. Am Platz muss keine Maske getragen werden, sobald der Platz verlassen wird muss diese aufgesetzt werden. Der Lehrer entscheidet in der Klasse selbst ob mit oder ohne Maske (oder Spritzschutz) unterrichtet wird, in der Pause und jedes Mal wenn die Klasse verlassen wird muss diese/r aufgesetzt werden.


    Die Pausen werden nochmals geteilt. Die Hälfte der anwesenden Schüler hat zu Pausenzeiten Pause, die anderen Schüler haben die Pause etwas verschoben, um die Staus vor Toiletten zu vermeiden.


    Pausenverkauf ist theoretisch möglich, allerdings mit Abstand,... ich weiß nicht wie praktikabel das ist.


    In der Klasse muss ein Mindestabstand von einem Meter zwischen den Schülern eingehalten werden.


    Turnen und Musik wird bis Ende des Jahres nicht mehr unterrichtet. Wenn dadurch Freistunden entstehen würden, dann wird in diesen allgemeiner Aufbau- und Wiederholungsunterricht angeboten.


    Grundschüler haben 4 Stunden Unterricht (an den Tagen an denen die Gruppe in der Schule ist), die älteren haben 6 Stunden (diesbezüglich gibt es noch ein paar Fragen, aber wir werden sehen). Wenn die Schüler nicht in der Schule sind gibt es weiterhin Aufträge (bei täglichem Wechsel eher Richtung etwas aufsführlicherer Hausaufgabe, bei wöchentlichem Wechsel die schon bewährten Arbeitspläne).


    Wenn ein Schüler an dem "schulfreien" Tag nicht zuhause betreut werden kann, so kann dieser in die Schule kommen und wird dann mit anderen Schülern denen es auch so geht in großen Räumen (Turnsaal,... ) betreut, der Schüler hat dort die Arbeitsaufträge zu erledigen.


    Wenn Nebengegenstände nur am Nachmittag unterrichtet würden (also von Turnen und Musik abgesehen) wird mindestens eine Stunde in den Vormittag verschoben, damit nicht ein Fach zB gar nicht mehr unterrichtet würde. Bei Zeichnen zB bin ich mir nicht sicher ob das auch gilt, aber wir haben auch Schüler die am Nachmittag normalerweise eine Doppelstunde Geschichte haben, und da wird (mindestens) eine in den Vormittag verschoben - statt Turnen.


    Ich bin mir nicht so ganz sicher, wie ich allerdings zB Werken auf einen Meter Abstand unterrichten soll (ich häkle gerade mit den Schülern, und wie soll ich sagen, wenn ich nicht alle paar Maschen das Ding rette, dann könnte ich auch gleich "wer schafft die meisten Knoten auf einen Meter Wolle" unterrichten ;-) ) Filzen. Filzen klingt gut lol... da müssens eh die Finger im Wasser haben. Oder wie man in technischem Werken jedes Mal die Werkzeuge reinigt nachdem ein Schüler diese in den Fingern hatte, das wird auch interessant.


    Auch im Fremdsprachenunterricht soll nicht mehr gesungen werden. (Lustig auch der Hinweis: es soll nicht geschrien werden. Als ob das nicht immer so ist.)


    Bei Raumwechsel soll gereinigt werden, auch da weiß ich nicht wie das in der Praxis funktioniert.

    hier in Österreich haben wir ab 18.mai wieder schule. Wir sind in 2 Gruppenfoto klasse eingeteilt. Wir haben nur Hauptfächer Unterricht in schicht

    Bayern, 5. und 6. klasse realschule, entweder ab 18. oder ab 25.,

    die schulen können wohl nicht selbst entscheiden, welcher Jahrgang zuerst kommt,

    unsere schule würde die 5. am 18.,

    die 6. am 25. starten lassen "wenn wir das dann selbst entscheiden dürfen".

    dann zwei wochen pfingstferien und dann geht es so weiter bis zu den sommerferien anfang august:

    eine woche schule, eine woche homeoffice.


    Fächer weiss die Schule auch noch nicht.

    just_looking?


    Der Spickschutz aus Pappe ist ja eine geniale Idee. Klassischer Fall von "Gut gemeint ist nicht dasselbe wie gut". Auf Pappe hält sich das Virus 3 Tage. Da freut sich der nächste Schüler! Schaut, dass eure Kids da schnellstens eine Trennwand bekommen, die man mit Desinfektionsmittel oder wenigstens Seifen-/Spülmittellauge reinigen kann!

    Melmac100 schrieb:

    just_looking?


    Der Spickschutz aus Pappe ist ja eine geniale Idee. Klassischer Fall von "Gut gemeint ist nicht dasselbe wie gut". Auf Pappe hält sich das Virus 3 Tage. Da freut sich der nächste Schüler! Schaut, dass eure Kids da schnellstens eine Trennwand bekommen, die man mit Desinfektionsmittel oder wenigstens Seifen-/Spülmittellauge reinigen kann!

    Das war von Zwergi, nicht von just looking, und Zwergi ist nicht die Lehrerin sondern eine Mutter, sie hat sich das nicht ausgedacht.

    Hallo,


    so, auch von mir selbst mal was:


    In der Schule meines Klienten werden die Klassen gedrittelt in Gruppen 1, 2 und 3.


    Die 5er kommen am Dienstag , die 6er am Mittwoch, die 7er am Donnerstag, die 8er am Freitag. Was die 9er betrifft habe ich keine Informationen.


    Jede Gruppe hat nur 90 Minuten Unterricht in einem Hauptfach.


    Das ist in meinen Augen auch nicht anders möglich dort.


    Mein Sohn hat frühestens am 27. 5. Unterricht.


    Ich bin gespannt ob sie mich überhaupt zur Begleitung brauchen. 90 Minuten ;-D von 30 Zeitstunden pro Woche :=o