Die lieben Kollegen – wie geht man mit Wichtigtuern um?

    Oben steht es, man hat Kollegen, es ist nicht immer leicht mit ihnen, mit vielen unterschiedlichen Persönlichkeiten, niemand ist ohne Fehler und Schwächen, man schätzt Stärken, Routine und Sicherheit. Der loyale Kollege rückt letztere Aspekte in den Vordergrund und lässt die anderen leben mit kleinen und größeren Fehlern.


    Den Wichtigtuern muss man nicht gleich Mobbing unterstellen. Jedoch mit ihrem stets präsenten Geltungsbedürfnis machen sie es einem nicht leicht, sie zu lassen...


    Wie beim Mobbing, ist es auch bei Wichtigtuerei sehr schwer, das Problem beim Namen zu nennen, es überhaupt zu greifen, damit im offenen Konflikt zur Diskussion zu stellen.


    Was machen die Wichtigtuer?


    Kollegen beiderlei Geschlechts, die regelmäßig in nicht zuständige Bereiche übergreifend überflüssige Empfehlungen oder Appelle an einen richten, ohne einen wirklich relevanten Hintergrund in der Zusammenarbeit zu benennen. Sie meinen alles besser zu wissen, setzen dabei stets voraus, dass sie es besser wissen und können, ohne vorher zu hinterfragen.


    Sie sind meistens diejenigen, die "wirklich arbeiten", die es am schwersten haben. Dies wird gerne nonverbal mit der Leidensmiene "alle Last liegt auf meinen Schultern" auch dann demonstriert, wenn man nur gelegentlich für kurze profane Fragen an ihre Türe klopft.


    Geheimnisträger sind sie auch. Soll ja vorkommen im Sekretariat, dass Interna nicht für jedermann offengelegt werden sollen. Die Wichtigtuer jedoch machen daraus eine Show. Das Geheimnis an sich bliebe völlig im Verborgenen, wie gewünscht, wenn Wichtigtuer nicht so viel wichtige Geheimnisträgerschaft angeschwollen den Unwürdigen demonstrieren würde... %-|


    Die Wichtigtuer buckeln eifrig nach oben, teilen subtil zur Seite aus, treten deutlich weniger subtil nach unten.


    Was wollte ich noch mal mit diesem Faden?


    Lästern? ":/


    Ja, auch... Bevor ich durchdrehe! >:(


    Wer kennt Wichtigtuer, was machen die, was ärgert einen, wie reagiert man auf sie?


    Nebenbei, der Wichtigtuerin meines Anstoßes bin ich durchaus noch wohlgesonnen, befürchte jedoch, dass nicht mehr viel fehlt, um sie gar nicht mehr zu mögen...

  • 16 Antworten

    Tja, von solchen Kollegen bleibt wohl früher oder später neimand verschohnt, ausser der Wichtigtue selber!


    Kenne solche Leute zu genüge, meinen ohne sie würde die ganze Firma nicht richtig laufen, wären unverzichtbar und alle anderen sind sowieso zu dumm und ungeeignet.


    Man kann diese Kollegen nur hier und da mal "auflaufen" lassen oder aber ihnen einfach mal die Meinung sagt, was man von ihnen hält (sachlich und diskret natürlich).


    Ansonsten versuche ich den Leuten so wenig Beachtung wie möglich zu schenken, das stört sie nämlich am meisten.


    Ich sag immer leben und leben lassen....

    wir haben auch so ne Kanallie....egal was für ein Thema,er weis alles und kennt jeden...ätzend...er wird schon Tauchsieder genannt ;-) ...ganz schlimm ist es,wenn er anfängt,angebliche Neuigkeiten andeutet und ganz geheimnisvoll tut %:| ....leider sitzt der Kollege mit in meinem Büro...mittlerweile ignoriere ich seine Neuigkeiten und Einmischungen

    Sense

    Zitat

    [......]Wichtigtuer, [.......] wie reagiert man auf sie?

    Ich reagiere ähnlich wie Helia: Überaus freundlich. Lächle immerzu :-D und zeige dem Wichtigtuer auch, dass er einfach der beste ist. Ich gebe dem Wichtigtuer dass Gefühl, unverzichtbar zu sein. Ich lobe ihn in den höchsten Tönen. Doch solche Lobeshymmnen muß sich der Wichtigtuer erarbeiten. Nichts ist umsonst. Und deshalb erhält jeder Wichtigtuer von mir eine extra Portion "Schlußbemerkung" dazu. Quasi als Motivationsschub.


    In etwa so:


    "Ich finde dass total klasse, dass du so gut über alles bescheid weißt. :-D :)^ Und ich finde es total nett, dass du mir schon wieder die ganze Arbeit abnehmen willst. Lass dich mal drücken. :)_ Ich weiß dass wirklich zu schätzen denn daduch habe ich eher Feierabend und bekomme dass gleiche Geld wie du. :-p


    Tschüss bis Morgen! Und noch viel Spaß bei der Arbeit." *:)

    Ja, es gibt doch nichts schöneres als jemanden dabei zuzusehen wie er deine Arbeit macht. Und es macht ihn auch noch glücklich, denn er fühlt sich dann unglaublich wichtig. Du weißt zwar dass dus eigentlich besser kannst und auch schneller bist, aber nur so wird man so einen Schwätzer los. Irgendwann kommt dann nämlich der Chef und fragt ob du das verbockt hast, und dann kannst du ganz getrost sagen: Ne, das war ER/SIE. Wollte mir nur zeigen wie ichs besser machen kann. o:) :=o

    Ich grinse mir stillschweigend einen über einen Wichtigtuer, in dem wohltuenden Wissen, dass nicht nur ich, sondern auch die meisten anderen Kollegen ihn sowieso durchschauen.


    Einen ganz bestimmten Wichtigtuer nutze ich dann auch gern mal aus: "Herr X, Sie wissen doch immer alles. Wo steht denn zum Beispiel, dass…." Wetten, dass er es – wenn er es nicht ad hoc sagen kann – nachschlägt, um nicht doof dazustehen? Und mir damit Arbeit abnimmt? ]:D

    Zitat

    Einen ganz bestimmten Wichtigtuer nutze ich dann auch gern mal aus: "Herr X, Sie wissen doch immer alles. Wo steht denn zum Beispiel, dass…." Wetten, dass er es – wenn er es nicht ad hoc sagen kann – nachschlägt, um nicht doof dazustehen? Und mir damit Arbeit abnimmt?

    Was ein richtiger Wichtigtuer ist, der umschifft solche Klippen mit einem lässigen: "Du, ich hab jetzt keine Zeit. Ich muss grad was ganz Wichtiges erledigen!"

    Zitat

    ganz schlimm ist es,wenn er anfängt,angebliche Neuigkeiten andeutet und ganz geheimnisvoll tut %:|

    So eine Kollegin hatte ich auch mal. Hat ständig Andeutungen gemacht und dann mit "Naja, du wirst es noch erfahren" aufgehört, irgendwann hab ich mal ganz locker gesagt: "Jaja, weiß ich doch schon längst". Sie guckte mich dann erstmal mit großen Augen an und fragte, was ich denn wüsste. Ich sagte ihr dann, da ich mir ja nicht sicher sein kann, von was sie redet, könnte ich ihr dazu nichts sagen, nicht, dass ich nachher was ausplaudere, was ich nur als einziger weiß. Ich wusste ja, dass sie total neugierig war, und so erzählte sie mir brühwarm die neuste Neuigkeit im Glauben, das könne ja nur das sein, was ich auch wüsste, denn was anderes wäre ihr ja sicher längst zu Ohren gekommen. Ich hab dann ganz erstaunt und sensationsgeil mit "WAS? Nee, das wusste ich ja noch gar nicht! Echt jetzt??" geantwortet und sie hat sich geärgert, dass sie es mir erzählt hat und mich beschworen, niemandem etwas davon zu sagen. Mein imaginäres Geheimnis habe ich dann natürlich für mich behalten, schließlich war das ja auch geheim 8-)


    Seitdem hat sie das nicht mehr gemacht.

    Immer stillschweigend grinsen führt dazu, dass man irgendwann schreiend im Kreis rennt. Man kann 1-2 Mal über sowas lächeln, aber lange und vor allem auf Dauer erträgt man Besserwisserei nicht. Sie meldet ja auch immer zurück, dass man selbst für nicht kompetent gehalten und auch kein Vertrauen in einen gesetzt wird. Da geht einem doch das Messer in der Hose auf über längeren Zeitraum.


    Ich würde da lediglich EINMAL sagen: ,,Gut, dass du dir Sorgen machst, aber ich weiß selbst genau, was ich tue, ich arbeite hier auch schon ne Weile." Oftmals sollte das auch schon reichen.


    Wenn man dem Besserwisser nie die Gelegenheit gibt, überhaupt zu merken, dass sein Verhalten nervt, hat er auch die Chance, es zu ändern. ICH würde aber mit so jemandem nicht zusammen arbeiten.

    Zitat

    Ja, es gibt doch nichts schöneres als jemanden dabei zuzusehen wie er deine Arbeit macht. Und es macht ihn auch noch glücklich, denn er fühlt sich dann unglaublich wichtig. Du weißt zwar dass dus eigentlich besser kannst und auch schneller bist, aber nur so wird man so einen Schwätzer los. Irgendwann kommt dann nämlich der Chef und fragt ob du das verbockt hast, und dann kannst du ganz getrost sagen: Ne, das war ER/SIE. Wollte mir nur zeigen wie ichs besser machen kann.

    Darauf würde ich mich nicht verlassen, weils auch so kommen kann.


    "Ich habe IHNEN den Auftrag gegeben und SIE sind für die ordnungsgemäße und saubere ausführung verantwortlich und somit für das handeln ihres Kollegen" :-p

    Ich hatte auch mal einen Wichtigtuer-Kollegen. Dieser Mann hatte so ein Geltungsbedürfnis das war unglaublich. Was der wohl kompensieren musste.Kotz!


    Am Anfang hat er mich unglaublich genervt .


    Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass man den unglaublich gut zur Arbeit einspannen konnte. Er hat die ganze Drecksarbeit gemacht und war total glücklich wenn man ihn danach gelobt und etwas bewundert hat.


    Wie ein Hund der alles tut für ein Leckerli und in freudiger Erwartung das Sabbern anfängt.


    Da wir beruflich keine Konkurrenten waren hatte ich nix zu verlieren. Wenn man ihn um etwas gebeten hat und dabei erwähnt hat dass er das bestimmt viel besser hinbekommt weil er ja ach so kompetent ist, ist er zur Höchstform aufgelaufen und hat sich die Nächte um die Ohren geschlagen.


    Als sich unsere Wege trennten war ich richtig traurig über die viele Arbeit, die ich wieder selbst erledigen musste.

    Zitat

    Doch solche Lobeshymmnen muß sich der Wichtigtuer erarbeiten. Nichts ist umsonst.

    ]:D


    Mein Wichtigtuer musst auch richtig rackern für sein Lob. Gerade vermisse ich ihn wieder. Zur Zeit habe ich richtig viel Arbeit.


    Leider haben wir hier im Moment keinen Vollidioten, der für ein paar bewundernde Blicke fast alles macht.

    Zitat

    Wichtigtuer

    ...ist doch ein nettes Synonym für Klugscheißer. Erlebe ich auch jede Woche von Montag bis Freitag, dieses spezielle Pferd, was sonstwie gewichtig und hochgradig beschäftigt tut und ganz hektisch (wie ferngesteuert) durch die Gegend walzt – besonders so, dass es die Leitung (sind auch noch befreundet..... meine Nerven) registriert und man in einem guten Licht dasteht. Die Kompetenzen werden mindestens einmal pro Schicht überschritten und man labert, labert, labert.....


    Eigentlich ist man (in dem Fall aber frau) allerdings ein faules Fressen, getreu dem Motto "dummstellen schafft Freizeit", was blöde ist wie hundert Meter Landstraße bei Kassel. Der Oberknüller: frau ist Stellvertretung. Spitzname: die Superschwester. Weder eine super Persönlichkeit, noch eine super Fachkraft, noch eine super Führungskraft. Großer Glücksfall für sie, keiner kann ihr was, da sie seitens der Leitung protégiert wird. *abwinkt*


    Ätzend, diese Profilierungssüchte, wo am Ende doch nur nüschd bei rauskommt. %-|


    Man greift sich da nur noch an die Nuss und denkt sich "du merkst es doch echt nicht mehr"...


    Und wenn man sich kritisch äußert, dann "sieht man das falsch" -> O-Ton unsere Leitung oder "wir mobben" gleich mal.