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    Wende ich mich an diese Uni?

    Ja. Je nachdem, was du erreichen willst, ans Prüfungsamt (dann geht alles seinen hochoffiziellen Gang) oder an den Prof, der die Arbeit betreut hat (dann kommts drauf an, was der für ein Typ ist).

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    Und was wird dann mit dieser Person passieren, außer das der Titel wieder aberkannt wird?

    Reicht das nicht? Also sein Diplom wegen Plagiarismus aberkannt zu bekommen, find ich eine ganze Menge.

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    Zudem wird das Bibliothekssystem ja vermutlich die Ausleihen elektronisch speichern und archivieren.

    Um an die Daten ranzukommen, müsste (glücklicherweise) schon etwas gravierenderes vorliegen als ein Plagiatsverdacht. Zudem spielt es ja auch gar keine Rolle wie derjenige an die Arbeit gekommen ist – ob ein Plagiat vorliegt oder nicht, sieht man ja im direkten Vergleich und wann Friedaa ihr Diplom abgelegt hat, ist ja dokumentiert.


    Aber mich würde auch interessieren, wie Du das entdeckt hast, Friedaa?

    Achso, dazu:

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    Und was wird dann mit dieser Person passieren, außer das der Titel wieder aberkannt wird?

    Der Titel wird weg sein und höchstwahrscheinlich wird derjenige für dieses Fach gesperrt, d.h. er wird das nicht nochmal studieren können.


    Ob das rechtlich noch weitere Konsequenzen hat, weiß ich nicht.

    Ein Plagiat bedeutet an meiner Uni, soweit ich mich erinnern kann, daß die Abschlußarbeit des Plagiateurs mit nicht bestanden bewertet wird und keine neue Einreichung einer anderen Diplomarbeit akzeptiert wird. Effektiv heißt das, dass der Plagiateur an der Uni nicht mehr seinen Abschluß machen kann.


    Einen Anwalt würde ich dafür keinesfalls holen. Einfach die betreffende Uni anrufen, vorzugsweise das Imma-Büro oder das Sekretariat des Fachbereichs, an dem der Plagiateur studiert, und den Sachverhalt schildern. Dann beginnen deren Mühlen von alleine an zu mahlen. Die werden von dir natürlich die Arbeit verlangen, aber die kannst du ggf. als PDF oder als Ausdruck schicken. Das Ganze wird dich also nicht viel Zeit oder Nerven kosten, wohl aber den Plagiateur. ]:D

    PS: 3. Möglichkeit ist, du rufst direkt den Professor an. Ich würde bei zwei der drei möglichen Stellen anrufen und sagen, daß du der jeweils anderen auch Bescheid gibst. Abgesehen davon, dass das zeigt, dass es dir ernst ist, bleibt denen damit nichts anderes übrig als zu reagieren, wenn sie sich nicht eine Blöße geben wollen.

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    Materieller Schaden, den Du einklagen könntest, ist ja vermutlich keiner entstanden?

    Das kann man so nicht sagen, auch geistiges Eigentum ist Eigentum und das kann verletzt werden. Sonst könnte man ja auch für Raubkopien nicht zur Rechenschaft gezogen werden, immerhin hat da der Rechteinhaber auch keinen messbaren Schaden, wenn man sich den Film sowieso nie gekauft hätte.

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    Es gibt doch schon lange spezielle Anti-Plagiat-Software für den akademischen Bereich.

    Ja, dafür muss man die Arbeit aber erstmal haben, noch dazu in digitaler Form. Und einen Anfangsverdacht.

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    Ja, dafür muss man die Arbeit aber erstmal haben, noch dazu in digitaler Form. Und einen Anfangsverdacht.

    Alle diese Datenbanken arbeiten digital, denn das Internet ist auch meist die Quelle, woher Plagiateure ihre Arbeit entnehmen. Anfangsverdacht ist nicht wirklich nötig, einfach eine markante Wortfolge eingeben und sehen, was dabei herauskommt.

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    Alle diese Datenbanken arbeiten digital, denn das Internet ist auch meist die Quelle, woher Plagiateure ihre Arbeit entnehmen.

    Jo, ist halt die Frage, ob Friedaa ihre Arbeit online gestellt hat oder ob der Verdächtigte das getan hat. Und ob Friedaa aus Langeweile solche Programme kauft und dann ihre eigenen Arbeiten sucht. ":/

    Verstehe die Frage nicht, Wolfgang. Wenn sie die Arbeit nicht zuerst geschrieben hätte, dann würde sie das wohl kaum hier rumschreien oder überhaupt darauf aufmerksam machen. Denn das würde ja bedeuten, dass sie selbst kopiert hat. Zufällig werden die Arbeiten sich wohl kaum dermaßen gleichen. Es sei denn beide haben von einem dritten Buch/Arbeit abgeschrieben ;-)

    Ich stelle manchmal böse, dumme Fragen. Aber es ist besser, wenn ich diese Frage stelle als wenn sie der Anwalt der beschuldigten stellt. :=o


    Es gibt doch nur eine einfache Antwort auf die Frage: Ja oder nein!

    Naja es ist nicht verkehrt, "devil's advocate" zu spielen. Aber wie schon geschrieben wurde, ist der Eingang an der Uni der TE ja dokumentiert und das war nun mal vor der Entdeckung der anderen Arbeit, die später abgegeben wurde.. damit lässt sich das doch nachweisen.