• Emotional aufgewühlt nach Film?

    Mir passiert es öfter, dass mich gute Filme oder Bücher emotional berühren und auch kurzzeitig aus dem Konzept bringen. Selten geht es aber so weit, dass ich auch Tage nach dem Film emotional aufgewühlt bin (weil mich die Story so mitgenommen hat) und das ganze erst irgendwie verarbeiten muss. Selbst wenn der Film ein Happy End hatte. Gerade beschäftigt…
  • 54 Antworten
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    Eigentlich finde ich es schön, wenn man die Fähigkeit hat, sich emotional auf etwas einzulassen und nicht nur, ich sage mal, "konsumiert". Gleichzeitig muss man auf sich aufpassen, wenn man so stark reagiert.

    Ich sehe das ähnlich. Es ist auf eine merkwürdige Weise auch ein schönes Gefühl. Bittersüß.

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    MARTYRS.........harter tobak , hab schlucken müssen und war erst mal durch den Wind , weil die Story abartig ist ....

    Ich war auch ziemlich schockiert, als die Familienidylle so plötzlich zerstört wurde. Hatte schon fast vergessen, dass es ja ein Horrorfilm ist. Den Film ansich fand ich aber relativ mies. Würde ich nicht weiterempfehlen.




    Bin zumindest erleichtert, dass ich nicht die einzige bin, der es manchmal so geht. @:)

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    Welche denn zum Beispiel?

    Z.B.


    - Schindlers Liste


    - Martyrs


    Bei denen sitzt man noch minutenlang da und starrt auf den Abspann..... und weiter und weiter und will es einfach nicht fassen

    Der Elefantenmensch


    Mich hat er nicht kalt gelassen. Zwar nicht Tage danach, sondern eher Stunden, aber die Erfahrung war sehr intensiv und bedrückend.

    Hm, ich habe mir gerade die Zusammenfassung von Martyrs durchgelesen. Das ist wohl eher kein Film für mich. Wenn ich auch mit Folterszenen klarkomme, so ist mir das in reinen Horrorfilmen wie Saw, Hostel etc. doch zu krass.

    Bei mir ist das so, wenn ich persönlich einen Bezug zum Thema habe.


    "Beim Leben meiner Schwester" war so ein Film und auch Buch, andem ich noch sehr lange zu knabbern hatte. Als ich ihn das erste mal sah, hab ich so heftig geweint, dass ich ihn nicht durchgehend schauen konnte.

    Bei mir sind es vor allem Bücher und Hörbücher. Als letztes hab ich "The stand" gehört und es lässt mich einfach nicht los.

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    Die Frau die singt – Incendies

    :)z


    Sehr berührt haben mich auch:


    Lilja 4-Ever


    Die unbarmherzigen Schwestern


    Requiem for a Dream


    Alles was wir geben mussten


    Komm und sieh


    Waltz with Bashir


    Als das Meer verschwand


    Mysterious Skin


    In the Bedroom


    Zeiten des Aufruhrs


    Candy

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    Als ich ihn das erste mal sah, hab ich so heftig geweint, dass ich ihn nicht durchgehend schauen konnte.

    Ich lege bei berührenden Filmen bewusst Pausen ein, weil es mir sonst schnell zu viel wird. :-/

    "The King's Speech" fiel mir noch ein.


    Der Film ist wirklich sehenswert, auch wenn das Thema eher etwas 'trockener' ist. Er zählt zu meinen Lieblingsfilmen. :)

    Mich hat vor ein paar Jahren "Dogville" eiskalt erwischt. Alles was ich wusste war Nicole Kidman und Bühne mit aufgemalter Kulisse. Ich habe jetzt nicht gerade ne Komödie erwartet, aber was dann kam absolut auch nicht.


    Jedenfalls habe ich mir den Film eines Abends angesehen und saß dann wie vom Donner gerührt auf dem Sofa, als er zu Ende war. Meine Mitbewohnerin war über Nacht woanders und ich bin ewig lange durch die Bude getigert, weil ich nicht zur Ruhe kommen konnte. War ein ekliges Gefühl.


    "The hours" ist auch ein Film, der mich tagelang beschäftigt (ich mag Nicole Kidman! ;-D ). Eigentlich sogar jahrelang, weil ich immer wieder darüber nachdenke und ihn auch alle paar Jahre mal gucke. Das Buch "Mrs. Dalloway", das Grundlage für den Film ist, habe ich immer in der Handtasche und es ist inzwischen ziemlich abgegriffen und fledderig, weil ich es oft in die Hand nehme und drin rumblättere.


    Oh, da fällt mir ein, als Kind bin ich von einem Film mal ziemlich nachhaltig traumatisiert worde. "Wenn der Wind weht" hieß der.


    Meine Eltern haben mir damals den Fernseher angemacht, gesehen, dass ein Trickfilm lief und sind dann ihren eigenen Dingen nachgegangen, während ich diesem netten, alten Ehepaar beim Sterben zugeguckt habe. Ach ja, die 80er! :p>

    Spielfilme können mich kaum mehr bewegen, habe aber letztens die Doku My Escape (hier ist der ganze Film verlinkt, bitte hier nicht drüber diskutieren, sonst wird der Faden geschlossen ]:D ) geschaut, die mich doch sehr berührt hat, so persönliche Berichte zum

    mitzuerleben.

    Ich finde Kriegsfilme sehr beklemmend. Da sie doch zeigen, was Soldaten mitmachen müssen und wieviel Leid und Verzweiflung dahinter steckt. Besonders 'Der Soldat James Ryan" . Wo am Ende auf Tom Hanks geschossen wurde, war ich total geschockt und hab Tränen vergossen. Auch "Black Hawk Down" hat mich sehr gefesselt und ich habe nach dem Film den Fernseher ausmachen und mich mit schönen Dingen ablenken müssen.

    @ TheBlackWidow

    Da kann ich dir die Miniserie Band of Brothers empfehlen, die im 2. Weltkrieg spielt und eine Fallschirmjägereinheit zwischen 1942-1945 begleitet. Es werden sogar Interviews der tatsächlichen Überlebenden mit eingespielt, was das ganze natürlich nochmal viel Näher in die Wirklichkeit rückt. Der Krieg wird ähnlich drastisch dargestellt wie in Soldat James Ryan, dessen Darstellung der Landung am Omaha Beach ja Filmgeschichte schrieb. Eine Folge ist zum Beispiel komplett aus der Sicht eines Sanitäters gedreht und gibt da nochmal ganz andere Einblicke. Es ist beklemmend, aber trotzdem unbedingt sehenswert.