• Emotional aufgewühlt nach Film?

    Mir passiert es öfter, dass mich gute Filme oder Bücher emotional berühren und auch kurzzeitig aus dem Konzept bringen. Selten geht es aber so weit, dass ich auch Tage nach dem Film emotional aufgewühlt bin (weil mich die Story so mitgenommen hat) und das ganze erst irgendwie verarbeiten muss. Selbst wenn der Film ein Happy End hatte. Gerade beschäftigt…
  • 54 Antworten

    Ja stimmt, Captain Fantastic fand ich auch super. Der Film bietet auf jeden Fall jede Menge Stoff zum nachdenken. z.B. ob es tatsächlich besser ist, Kindern alles mit brutaler Offenheit beizubringen. Oder in wie weit die Kinder sozial gereift sind, auch wenn sie augenscheinlich über ein breites Wissen verfügen, bzw. welche Benachteiligunen sie durch diese autarke Lebensweise haben könnten. ":/


    Into the Wild ist ja ähnlich, hat mich aber viel mehr mitgenommen.

    Ich habe das auch manchmal. Meiner Meinung nach passiert das nur bei richtig guten Filmen oder Büchern oder Serien, die man so lange schaut, dass die Charaktere einen ans Herz gewachsen sind.


    Und ich finde es ist auch vollkommen in Ordnungen bei Büchern, Filmen oder Serien zu weinen. Weinen befreit und das sollte man nicht unterschätzen.

    Zitat

    Into the Wild** ist ja ähnlich, hat mich aber viel mehr mitgenommen.

    Auch ein Kandidat für meine Top10-Liste "zu deprimierend, um ihn ein zweites Mal anzuschauen". Captain Fantastic könnte ich schon nochmal anschauen.

    Zitat

    Und ich finde es ist auch vollkommen in Ordnungen bei Büchern, Filmen oder Serien zu weinen. Weinen befreit und das sollte man nicht unterschätzen.

    Das nennt man in der Dramentheorie "Katharsis". Du ziehst den gleichen Schluss wie Aristoteles. :-)

    "American History X" ist bei mir so ein Film. Den haben wir damals in der Schule geschaut und die Geschichte und die Bilder gingen mir auch noch lange im Kopf rum.


    Im Kino fand ich "Gomorrha" sehr eindrücklich. Da war ich ein paarmal kurz davor, den Saal zu verlassen. Dabei fand ich den Film überhaupt nicht reisserisch, sondern eher sehr nüchtern erzählt - aber wahrscheinlich war es genau das, was mich daran so mitgenommen hat.


    "12 Years A Slave" fand ich auch sehr eindrücklich.

    Dancer in the dark.


    Boys don't cry.


    Beides sind unfassbar gute Filme, aber man kann sie unmöglich ein zweites Mal anschauen. :°(

    Ich hab das Problem auch. Ich finde das störend, da ich dadurch manche Filme/Bücher tatsächlich nicht anschaue/lese, weil ich ahne, dass sie mich ewig reinreißen oder meine wackelige Meinung von der Menschheit endgültig kippen lassen würden. Wenn es sich dabei um Filme/Bücher handelt, die ich eigentlich gerne sehen/lesen würde, aus Neugier, weil sie vielleicht gut gemacht sind, oder weil ich ihre Themen wichtig finde, dann ärgert mich das sehr. Auch, dass, wenn ich mich doch dazu überwinde, ich da schon mit einer gewissen Angst rangehe und es gar nicht genießen kann.


    Serien sind auch so eine Sache. Wenn mir eine gefällt, gehe ich sehr darin auf und liebe die Charaktere dann aber so, dass ich es schlecht aushalten kann, wenn ihnen etwas schlechtes widerfährt. Von meinen Lieblingsserien weiß ich ganz genau, welche Folgen ich gucken "kann" und welche nicht. Das find ich schon richtig dämlich. Damit geht der ganze Spaß verloren, den man ja auch an ernsteren Serien o.ä. haben kann.


    Ein Umweg ist, dass ich mir viele Rezensionen und Besprechungen anschaue. Da bekomme ich dann viel vom Film/Buch mit, aber es ist so gefiltert, dass es mich emotional nicht mehr trifft. Aber wie gerne würde ich mich von einem Film/Buch mitnehmen lassen können, ohne Bedenken voher und Kater hinterher, einfach aufstehen, abschütteln und das als intensive, aber gut Erfahrung verbuchen. Wenn andere Leute das können, finde ich das unheimlich beneidenswert.

    Zitat

    Serien sind auch so eine Sache. Wenn mir eine gefällt, gehe ich sehr darin auf und liebe die Charaktere dann aber so, dass ich es schlecht aushalten kann, wenn ihnen etwas schlechtes widerfährt.

    Da sagst Du was. Die Sopranos haben mich fertig gemacht! Einerseits würde ich die gerne noch mal gucken, andererseits weiß ich auch, dass das gar nicht gut für meinen Seelenfrieden wäre. Echt schade!

    Also mich nehmen manche Filme auch sehr mit.

    Zitat

    Welche denn zum Beispiel? @:) Suche neue gute Filme um die kalten Langeweilemonate zu überbrücken 8-)

    "Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger" hat mich sehr bewegt. Braucht aber schon das Kino - die große Leinwand und den Klang. Und ein Einlassen auf die Thematik. Mitfühlen anstatt die Film-Technik (viele Spezial-Effekte) zu analysieren.


    Bei "Into the Wild" möchte ich heute noch den Elch retten - jedes Mal. Der aaaaarme Elch. :°( Ich habe hier letztes Weihnachten einen Holz-Elch gekauft (recht detailgetreu realistisch geschnitzt), so lebt er weiter.


    "Der letzte schöne Tag" - über das Leben mit Depression, schwere Kost, mit Julia Koschitz


    "Shoppen" - mit Julia Koschitz x:) - ein Film über Speed-Dating, an sich lustig, doch auch nachdenklich

    Neben einigen schon genannten fallen mir noch spontan "Wie im Himmel" (schwedischer Film), "Das Leben ist schön", "Die letzten Glühwürmchen" (Anime) und "Les Choristes" (Die Kinder des Monsieur Mathieu) ein. Die haben mich wirklich sehr berührt.


    Bei Büchern haben mich "Drachenläufer" und "Die letzten Kinder von Schewenborn" ziemlich umgehauen.

    The walkig dead hat mich ziemlich mitgenommen. Zu viel Gewalt, nicht Mensch gegen Zombie, sondern Mensch gegen Mensch.


    AI (Artificial Intelligence) hat nicht nur mich, sondern auch Männer zum Weinen gebracht (und die haben das zugegeben *:) ). Echt übel der Film. Zeigt den bloß nicht euren Kindern.