Zitat

    Wenn das Kind aus dem Still-Alter raus ist kann ich mir sehr wohl vorstellen wieder zu arbeiten und mein Mann und ich teilen uns die Betreuung in Kombination mit Fremd-Betreuung


    Weltenbummlerin_86

    DAS hört sich doch gleich wieder ganz anders an


    wenn es nicht gerade ein Kleinunternehmen ist, dann hättest du mit dieser ehrlichen und informativen aussage schon eher eine Chance.


    das würde ich genauso bei den Bewerbungen auch sagen. :)^ :)z

    ob ich kinder hab oder nicht spielt keine rolle


    wie gesagt ich hab mal das gemacht, jetzt nicht.


    und was meinen ex Job angeht, selbst wenn ich 10 kinder gehabt hätte, hätte es an meiner Einstellung nichts geändert, daß ich einen laden zu führen hatte, das einzige was zählte war der Profit, so funktioniert es nunmal im Kapitalismus, ich war ja nicht Besitzer, sondern angestellter und sollte mein laden auf profitmaximierung ausrichten.


    also mußte ich das Risiko minimieren was den Profit senkt, was anderes interessierte mich nicht.


    (natürlich nur unter Einhaltung der Gesetze usw.)


    ich persönlich hab aber nur Männer eingestellt, das lag aber an persönlichen Erfahrungen die ich in mehreren Büros vorher gemacht hatte, immer herrschte ein schlechtes Betriebsklima und das wollte ich vermeiden und so hab ich von anfang an nur Männer eingestellt und es gab nie Probleme, hatte aber nichts jetzt mit Schwangerschaften zu tun oder so, es waren andere dinge die mich in Büros vorher gestört hatten)


    h ä t t e ich aber Frauen und Männer eingestellt, dann nur welche deren kinder schon in die Kita gehen.

    MiRoLi


    Du machst mir Mut und bestätigst auch die Erfahrungen einer guten Freundin. Die hat ewig eine patente Angestellte gesucht und wurde erst mit der jungen Mutter glücklich. Die paar mehr Kranktage hat sie locker durch das wesentlich besser strukturierte und diszipliniertere Arbeiten an allen anderen mehr als wett gemacht. Die Freundin zieht junge Mütter nun jedenfalls vor. :)^ :)^

    Es ist natürlich einfach, es auf äußere Umstände zu schieben für die man ja gar nichts kann. Die Welt ist ja so gemein.


    ich sage nicht, dass es bei manchen Stellen daran liegen kann! Aber ich kenne auch genug Gegenbeispiele, die das geschafft haben. Daher ein paar Anmerkungen, die auch gut Gründe sein könnten:


    1.)


    2 Monate ist nicht viel. Die meisten, die ich kenne, haben im Schnitt 6 Monate für eine Stelle gebraucht. Und nicht immer findet man (leider) etwas im gewünschten Umkreis, also hier etwas erweitern. Als Mann kann man auch anders argumentieren: Wenn ich nicht der Top Kandidat bin für das Vorstellungsgespräch, in dem ich wirklich mich beweisen kann, werden eben die Quoten Frauen vorgezogen. Auch schon oft erlebt...


    2.) Ob deine Bewerbung wirklich gut geschrieben ist, kann hier keiner beurteilen. Auch hier kann es eben nicht so passend auf die Stelle sein.


    3.) Wie gut passt du denn auf die Stellen, das ist auch eine Frage die hier niemand beantworten kann. Gerade hier wird man zuerst und schnell aussortiert, es müssen hier gute Anschreiben da sein.


    4.) Direkt eine unbefristete Stelle zu finden ist wirklich selten. Die meisten sind erst einmal befristet, mit der Chance(!) auf Entfristung. Da ist das Risiko doch für die Firmen zu hoch, gerade bei Einsteigern. Bewirbst du dich wirklich nur auf unbefristete Stellen?


    5.) Wie lange hast du denn jetzt schon gearbeitet und ist das in deinem Fachgebiet, sprich Berufserfahrung? Du sagst du bist 29, dazu 1 Jahr in der Schule und ein halbes Jahr im Bachelor verloren. Hast du auch einen Master gemacht?


    Nur mal so grob abgeschätzt.


    Abitur, Worst Case mit 13 Jahren -> 20 Jahre plus 1 Jahr, aber im Lebenslauf mit Auslandserfahrung belegt.


    Macht Studienanfang mit 21. Bachelor dauert 3 Jahre, halbes Jahr Verloren macht Worst Case 25.


    Master drauf dauert 2 Jahre, geben wir dir da auch nochmal etwas länger.


    Das macht Worst Case 28.


    Wie lange arbeitest du schon?


    Wie schnell kamen denn die Absagen? Im Normalfall bekommt man doch eine Rückmeldung nach frühestens 2 Wochen, so wie ich das kenne. Nur in Ausnahmen gehts schneller, da wundere ich mich über deine Erfahrung in "nur" 2 Monaten.


    PS: Ich kenne Personen, die mit 28-29 schon promoviert haben (damit meine ich nicht eine Medizin Promotion, sondern eine mit >3


    Jahren) - trotz 1 Jahr verloren durch Wehrdienst ... :=o


    Ist natürlich auch ein Umstand, der erklärt werden muss und potentiell abschreckt.

    Zitat

    5.) Wie lange hast du denn jetzt schon gearbeitet und ist das in deinem Fachgebiet, sprich Berufserfahrung?

    Maximal 6 Monate:

    Zitat

    Ich bin seit Mai mit dem Studium fertig und habe eben seit Mai bis Ende Dezember diese befristete Stelle.

    Mal schauen, ob die TE mit deinem Beitrag etwas anfangen kann. Bisher war sie an konstruktiven Beiträgen leider nicht interessiert.

    Zitat

    Es ist natürlich einfach, es auf äußere Umstände zu schieben für die man ja gar nichts kann. Die Welt ist ja so gemein.

    Ich hab gar nicht damit angefangen, dass es die äusseren Umstände sind. Ich habe mich gefragt was ICH falsch mache, dass ich Absagen kriege. Damit war gemeint, dass ich in meiner Bewerbung Fehler machen muss, die mich unattraktiv machen.

    Zitat

    2 Monate ist nicht viel. Die meisten, die ich kenne, haben im Schnitt 6 Monate für eine Stelle gebraucht. Und nicht immer findet man (leider) etwas im gewünschten Umkreis, also hier etwas erweitern. Als Mann kann man auch anders argumentieren: Wenn ich nicht der Top Kandidat bin für das Vorstellungsgespräch, in dem ich wirklich mich beweisen kann, werden eben die Quoten Frauen vorgezogen. Auch schon oft erlebt...

    Ich hatte mit der befristeten Stelle in dem Sinn Glück, dass ich die Stelle hatte, bevor ich überhaupt mein Master-Zeugnis hatte. Aber sie ist eben nur auf 8 Monate befristet.

    Zitat

    2.) Ob deine Bewerbung wirklich gut geschrieben ist, kann hier keiner beurteilen. Auch hier kann es eben nicht so passend auf die Stelle sein.

    Ja, das kann natürlich sein, dass ich bei meiner Bewerbung Fehler mache. Ich wüsste nur eben nicht genau was. Lebenslauf und die üblichen Anhänge sind sauber und übersichtlich. Ich habe meine Bewerbungsschreiben von verschiedenen Seiten, unter anderem von meinem jetzigen Chef und der Dame unserem Personalmanagement checken lassen. Ihnen sind keine gravierenden Sachen aufgefallen.


    Ich kann natürlich in die Bewerbung nicht Sachen reinschreiben die nicht stimmen. Ich versuch mich natürlich aber möglcihst gut zu verkaufen.

    Zitat

    3.) Wie gut passt du denn auf die Stellen, das ist auch eine Frage die hier niemand beantworten kann. Gerade hier wird man zuerst und schnell aussortiert, es müssen hier gute Anschreiben da sein.

    Ich passe ehrlich gesagt bei den wenigsten Stellen gut auf das Anforderungsprofil. Aber ich muss das nehmen, was vorhanden ist. Wenn keine Stellen genau für mein Anforderungsprofil ausgeschrieben sind, kann ich mich nicht bewerden.

    Zitat

    4.) Direkt eine unbefristete Stelle zu finden ist wirklich selten. Die meisten sind erst einmal befristet, mit der Chance(!) auf Entfristung. Da ist das Risiko doch für die Firmen zu hoch, gerade bei Einsteigern. Bewirbst du dich wirklich nur auf unbefristete Stellen?

    Ich bewerbe mich inzwischen auf alle möglichen Stellen. Nur wie oben geschrieben, so viele passende Stellen sind leider nicht so viele vorhanden.

    Zitat

    5.) Wie lange hast du denn jetzt schon gearbeitet und ist das in deinem Fachgebiet, sprich Berufserfahrung? Du sagst du bist 29, dazu 1 Jahr in der Schule und ein halbes Jahr im Bachelor verloren. Hast du auch einen Master gemacht?

    Ich arbeite wie schon geschrieben seit Mai in meinem Beruf und bin bis Ende Dezember da angestellt. Danach werde ich also lächerliche 8 Monate Berufserfahrung haben.


    Einen Master habe ich natürlich auch gemacht.

    Zitat

    Wie schnell kamen denn die Absagen? Im Normalfall bekommt man doch eine Rückmeldung nach frühestens 2 Wochen, so wie ich das kenne. Nur in Ausnahmen gehts schneller, da wundere ich mich über deine Erfahrung in "nur" 2 Monaten.

    Hier in der Schweiz krieg ich meistens innerhalb weniger Tage eine Bestätigung über den Erhalt der Bewerbung. Und diejenigen die nicht in die engere Wahl kommen, bekommen ziemlich schnell auch eine Absage. Ich bewerbe mich übrigens nicht nur in meiner Stadt, sondern alles was in der deutschsprachigen Schweiz ist und in ca. 1 1/2 Stunden mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar ist.

    Zitat

    PS: Ich kenne Personen, die mit 28-29 schon promoviert haben (damit meine ich nicht eine Medizin Promotion, sondern eine mit >3


    Jahren) - trotz 1 Jahr verloren durch Wehrdienst ... :=o


    Ist natürlich auch ein Umstand, der erklärt werden muss und potentiell abschreckt.

    Mir ist schon klar, dass ich älter bin als meine Kommilitonen. Es ist auch schön und gut, dass einige in meinem Alter schon promoviert haben.


    Aber ich bin nicht bereit jedem Arbeitgeber meine komplette Lebensgeschichte inklusive Schicksalschlägen zu schildern und mich zu rechtfertigen, warum ich etwas älter bin als die anderen. Ist es in deinen Augen so verwerflich, wenn man erst mit knapp 29 Jahren sein Studium beendet hat und nicht promoviert hat? In meinem Bekanntenkreis gibt es auch einige die promoviert haben und Karriere machen wollen. Das geht dann oft zu Ungunsten des Privatleben aus.

    @ gato

    Zitat

    Mal schauen, ob die TE mit deinem Beitrag etwas anfangen kann. Bisher war sie an konstruktiven Beiträgen leider nicht interessiert.

    Ich bin sehr wohl an konstruktiven Beiträgen interessiert. Aber es wurde primär thematisiert, dass ich eine kinderlose 29 jährige Frau bin. Wie soll ich das bitte ändern?? Das ist ein Fakt, den ich weder ändern, noch verschweigen kann. Des Weiteren finde ich es traurig, dass man lediglich auf einen eventuellen Kinderwunsch reduziert wird und deswegen die unbeliebten befristeten Stellen nehmen muss und überhaupt froh sein soll wenn ich überhaupt irgendwas bekomme.

    Zitat

    Des Weiteren finde ich es traurig, dass man lediglich auf einen eventuellen Kinderwunsch reduziert wird und deswegen die unbeliebten befristeten Stellen nehmen muss und überhaupt froh sein soll wenn ich überhaupt irgendwas bekomme.


    Weltenbummlerin_86

    ich finde du solltest es positiv sehen, und zwar daß du auf diesen punkt aufmerksam gemacht wurdest.


    dann fragst du dich nicht mehr nachdem warum nur absagen usw.


    und das mit den befristeten stellen wird ja nicht so bleiben


    sobald die Personalchefs planen können, da deine kinder in die kitas gehen, kriegst du bestimmt unbefristete verträge.


    außerdem würde ich es bei großen unternehmen !!weiter versuchen!! die haben evtl. andere Möglichkeiten und können sowas besser abfedern wenn Frauen längere zeit ausfallen.


    und daß ich selber keine Frauen einstellte hatte nichts mit Kinderkriegen zu tun, null. es hatte was mit anderen dingen zu tun die ich in vorher in anderen firmen erlebt hatte und und in Zukunft vermeiden wollte.

    Ich will einfach nicht glauben / akzeptieren, dass die Absagen primär daran liegen, dass ich eine kinderlose Frau bin.


    Auch befristete Stellen sind rar gesät. Es ist nicht so, dass es zig befristete Stellen für mich geben würde. Und es ist auch klar, dass man einen zukünftigen Kinderwunsch während einer befristeten Stelle nicht umsetzen kann. Hier in der Schweiz ist es eh so, dass du bis zum letzten Tag bis zur Geburt arbeiten kann, und dann maximal 4 Monate Mutterschutz hat. Also würden Frauen eh nicht so ewig ausfallen. Und Kinder können auch häufig krank werden, wenn sie in die Kita oder Schule gehen.


    Bei grösseren Unternehmen und Verwaltungen bewerbe ich mich auch selbstverständlich, nur hier ist die Konkurrenz sehr gross. Und die nehmen dann sicher niemanden, der grad mal 8 Monate Berufserfahrung hat.

    @ sofia

    Du hast aber auch geschrieben, dass du kinderlosen Frauen oder welchen mit kleinen Kindern keine unbefristeten Verträge geben würdest, weil sie dann wegen Schwangerschaft oder Betreuung/ im Krankheitsfall ausfallen würden. Und das hat sehr wohl mit dem Kinderkriegen zu tun.


    Bei Männern mit Kindern im Säuglingsaltern oder werdenden Vätern würdest du sicher anders denken.

    Zitat

    Bei Männern mit Kindern im Säuglingsaltern oder werdenden Vätern würdest du sicher anders denken.

    Die sind sogar besonders beliebt weil sie danach gut "lenkbar" sind, weil sie wegen der Familie verletzlicher sind und deshalb nicht von sich aus kündigen. Niemand sollte glauben die Wirtschaft wäre nett, Kapitalismus ist eine verdammte egozentrische Angelegenheit.


    Du kannst das glauben oder nicht, aber das ist einfach ein Faktor. Wie sagte man zu einer Freundin an der Uni Zürich: Unbefristet bekommen sie eine Stelle ab 40 oder wenn ihre Gebärmutter hier in Formaldehyt steht.

    Liebe Weltenbummerlin,


    ich denke nicht, dass Du hier in diesem Forum auf Deinen Kinderwunsch reduziert oder gar generell negativ dargestellt wirst. Ich würde - wie Sofia - viel eher als einen gut gemeinten Hinweis sehen. Bitte fass das jetzt nicht als persönlichen Angriff meinerseits auf, doch Du bist auf dem Papier nun einmal eine Bilderbuchkandidatin für eine (baldige) Mutterschaft. Das ist eine Tatsache, mit der man sich eben irgendwie arrangieren muss.


    Lässt sich leicht dahersagen, ich weiß...


    Versuch doch, ein wenig an Deiner Sichtweise zu ändern und nicht alles so schwarz zu sehen.


    Befristete Stellen geben Dir die Möglichkeit, vielfältige Berufserfahrungen zu sammeln. Gefällt es Dir dort überhaupt nicht, ist das Ende absehbar und Du musst nicht Deine berufliche Zufriedenheit gegen eine unbefristete Stelle abwägen.


    Selbst in eigentlich berufsfremden Jobs kann man immer irgendeine Erfahrung mitnehmen, die einem eines Tages weiterbringt - beruflich oder privat.


    Du bist bei Weitem nicht die einzige Frau, der es momentan so geht.


    ...


    Und möchtest Du für einen Arbeitgeber arbeiten, für den scheinbar nur unpersönliche Informationen auf einem Blatt Papier wichtig sind?

    ne das hab ich nicht geschrieben


    du liest diebeiträge der user nicht richtig


    außerdem betrachtest du die Probleme bzw. die Situation nicht in den zusammenhängen


    u.a. haben große unternehmen evtl. ganz andere Möglichkeiten um dir einen unbefristeten Job zu geben, und da hast du evtl. durchaus Chancen, also weiter versuchen.

    Zitat

    h ä t t e ich aber Frauen und Männer eingestellt, dann nur welche deren kinder schon in die Kita gehen

    sobald sie also in irgendeine Betreuung gehen, hätte ich die frau unbefristet eingestellt, WENN ich Frauen genommen hätte.

    Zitat

    Und das hat sehr wohl mit dem Kinderkriegen zu tun.

    wie ich schon schrieb, ich stellte keine Frauen ein wegen schlechten Erfahrungen betreff des Betriebsklimas in mehreren ex Jobs in Büros die ich beobachtet hatte und auf die ich keinerlei lust hatte im neuen Job, wollte ein super Betriebsklima ohne Probleme haben, darum ging es mir, hatte nichts mit Kinderkriegen zu tun.

    Zitat

    Kinder können auch häufig krank werden, wenn sie in die Kita oder Schule gehen.

    das hätte mich nicht abgeschreckt


    das dauert ja keine Monate die Krankheit


    außerdem gibt es ja Großeltern, Nachbarn oder notfalls einen Babysitter den ich der mitarbeiterhin finanziert hätte.