• Fahrrad fahren auf dem Bürgersteig?

    Mahlzeit! :-) Ich habe gewissermaßen eine Frage zur Verkehrsordnung auf den Straßen. Es war folgendermaßen: Ich fuhr nach der Schule vom Bahnhof mit dem Fahrrad nach Hause (etwa 5 min dauert das ganze). Der Bürgersteig ist breit genug für etwa 4 Leute (welche dann auch noch alle Platz haben ;-)). Desweiteren ist kein Fahrradweg in Sicht. Ich fahre…
  • 424 Antworten

    Im übrigen hab ich grad gelesen, dass es auch in D so ist, dass ein nicht benutzbarer Radweg auch nicht benutzt werden muss. Und es ist mit einem Rennrad nun mal so, dass schlechter Straßenbelag oder ein schlecht gepflegter Radweg (vom Winter übrig gebliebener Splitt, rumliegende Zweige und Äste von der Bepflanzung am Weg, etc.) innerhalb weniger 100 m zu einem Platten führt, während dieselbe Situation mit einem MTB kein Problem ist.


    Auch Rennräder müssen übrigens beleuchtet sein, aber man muss keinen Dynamo verwenden und das Licht muss auch nicht fix am Rad angebracht sein. Man kann das Licht auch am Körper mitführen (so wie ich es auch mache).


    Soviel dazu.

    Ich habe hier bereits zugegeben, dass auch ich nicht immer regelkonform radfahre. In diesem Faden geht es aber m. E. eher um die gesetzlichen Regelungen und da würde ich mir schon eindeutige Bestimmungen wünschen. Dann weiss ich wenigstens wogegen ich verstosse.


    Ich werde aber tatsächlich empfindlich, wenn bestimmte Gruppen von Verkehrsteilnehmern, (seien es nun Porsche- , Mercedes- oder Rennradfahrer ) meinen, für sie würden Sonderregelungen gelten. Na gut, vielleicht gibt es ja in Ö auch tatsächlich diese Sonderregeln für Rennradtrainingsfahrer. In D ist mir solches nicht bekannt.

    in Deutschland scheint es keine besondere Befreiung für Rennradfahrer zu geben: http://www.adfc.de/3218_1


    Es gab so etwas mal: ein Freund von mir hatte vor Jahren einen Bescheid um nicht auf dem Radweg zu fahren, weil im Verein.

    Zitat

    Ich fasse es als höfliche Bitte auf, kurz zur seite zu gehen, um dem kommenden fahrradfahrer Platz zu mechen.

    Klingeln ist keine höfliche Bitte. Sie ist ein Warnsignal wie die Hupe und darf auch nur so eingesetzt werden.


    Du erschrickst/nötigst Menschen die im Recht sind und dort gehen dürfen, im Gegensatz zu dir. Auch als Fahrradfahrer hast du die Verkehrsregeln zu kennen und zu beachten, auch wenn es für dich nicht so bequem ist.


    Ich muss den Leuten im Faden Recht geben: Der Vater hatte vollkommen Recht und du bist im Unrecht.

    Zitat

    Als Fußgänger beschwere ich mich nie und mache wortlos Platz, wahrscheinlich, weil ich so begeisterte Radfahrerin bin und daher allen gleiches Recht gebe

    Siehst du da liegt der Knackpunkt: DU machst die Regeln nicht, sondern der Gesetzgeber. Du kannst dir doch nicht einfach deine eigenen Gesetze basteln die dann bitteschön für alle gelten sollen. :|N :-/

    Zitat

    Ehrliche Frage: Was ist ein Rennrad? (keine Klingel? kein Licht? :(v dünne Reifen :-/ edler Carbon-Rahmen? , nach unten gebogener Rennlenker? weiss nicht, was sonst noch?)

    Einfache Antwort: Das, was ein österreichischer Richter als Rennrad ansieht. Rennlenker ist sicherlich hilfreich.


    Die Frage stellt sich in D aber auch: Hier sind Rennräder (unter 11kg) von Dynamolicht befreit. (Das hat FJS eingeführt, der -- man glaubt es kaum -- RR-Fahrer war; die 11kg waren damals purer Snobismus).

    Es steht unter anderem hier.


    Das hier ist per definitionem ein Rennrad:

    Das nennt man Trainingsfahrt:

    Zitat

    Auch der Rennradfahrer muss sich als solcher deklarieren, durch seine Kleidung. Sie muss seine Trainingsabsicht "zur Steigerung und Optimierung der Leistung" kundtun. Also Radtrikot. Wer etwa mit dem Rennrad im Anzug zur Arbeit fährt, muss auf den Radweg. Rennradler dürfen bei Tag auf Scheinwerfer, Rücklicht, Reflektoren und Klingel verzichten.

    Und das ist ja auch klar. Wenn ich mit meinem Rennrad irgendwo gemütlich herumgurke, gibt es ja auch gar keinen GRUND den Radweg nicht zu benutzen (es sei denn, er ist total desolat - für gewöhnlich ist es am Radweg ja auch angenehmer). Aber wenn ich trainiere eben schon.

    Das hier ist so typisch Deutschland. Es wird zu sehr auf Paragraphen geschaut. Wenn ein sehr breiter Bürgersteig vorhanden ist, weit und breit kein Fußgänger, aber Strasse mit viel Verkehr (Berufsverkehr), fahre ich auf dem Bürgersteig. Wenn aber viele Fußgänger unterwegs sind, zu normalen Zeiten fahre ich auf der Fahrbahn. Kommt immer auf die Situation an. Oder ich versuche parallel zur Hauptstraße weniger befahrene Seitenstrassen zu fahren.


    Ich wurde aber auch schon auf dem Gehweg zur Seite geklingelt. Fand ich im Nachhinein aber nicht so schlimm, die Strasse ist stark befahren, der Bürgersteig fast leer.


    Wir sollten uns mehr südländische Gelassenheit zulegen, nicht immer nach Gesetzen rufen.

    @ marlene

    Zitat

    Du erschrickst/nötigst Menschen die im Recht sind und dort gehen dürfen, im Gegensatz zu dir. Auch als Fahrradfahrer hast du die Verkehrsregeln zu kennen und zu beachten, auch wenn es für dich nicht so bequem ist.

    In dem Moment wo man sich auf einem gemeinsam genutzen Weg befindet (Rad- und Gehweg), dürfte ich die Klingel doch aber durchaus benutzen, oder nicht? @:)

    Ich fahr nicht freiwillig auf dem Bürgersteig. Die meisten Autofahrer übersehen einen nämlich dann. Wenn ICH für MICH entscheide, dass ich auf der Straße sicherer bin als auch dem Radweg/Gehweg (verboten!), fahre ich auf der Straße. Da kann mich die Polizei auch anhalten, das wär mir egal.