• Freund hat seit Beginn des Jahres noch keinen Urlaub bekommen

    Hey mein Freund hatte bisher noch keinen einzigen Tag Urlaub in diesem Jahr. Bei ihnen gibt es keine Möglichkeit den Urlaub schriftlich einzureichen, man muss zum Chef, um Urlaub bitten und dieser trägt ihn in einen Kalender ein, oder eben nicht. Wir sind gerade am Umziehen und es wäre sehr sehr hilfreich wenn er zumindest 2 Tage frei bekommen könnte. Wie…
  • 72 Antworten

    Wenn ich das richtig verstanden habe, ist der Freund Fleischerei-Fachverkäufer (Verzeihung, wenn das nicht die korrekte Berufsbezeichnung ist.)


    Gibt es denn in Bayern keine eigenständigen Fleischereien, die jemand gebrauchen könnten?

    Und wenn beim Edeka, die Fleischerei zu Edeka gehört, gibt es doch auch Discounter mit selbstständigen Fleischereien. Vielleicht findet sich da was.


    Unter diesen Arbeitsbedingungen ist doch nicht die Frage, wie er jetzt mal an Urlaub kommt, sondern ob er überhaupt mal zusammenhängend Urlaub machen darf.

    Das man nur eine Ausbildung machen darf wenn man ein Kind hat ist garantiert totaler Unsinn. Da wurde irgendwas missverstanden.


    Falls es hier irgend jemand anders weiss bitte sagen.

    Wenn das die Mitarbeiterin vom Arbeitsamt gesagt hat kann es sein das es irgendwas mit Förderung zutun hat, aber wer will mir verbieten eine zweite, dritte und mehr Ausbilden zu machen ? Niemand und hat auch niemand

    Wir halten fest: es muss alles so sein, wie es ist, es gibt sowieso nirgends bessere Alternativen, weil überall scheiße, und Anwalt oder Gewerkschaft als Vorschläge werden ignoriert. Was soll dann dieser Thread überhaupt?


    Das mit der Ausbildung kann so sein, wenn er Unterhalt für das Kind zahlt. Dann sagt natürlich das Amt, dass es ihm keine Ausbildung bezahlt, wenn er dafür seiner Unterhaltspflicht nicht mehr nachkommen kann.


    Ich arbeite im übrigen auch im Einzelhandel und werde nach Tarifvertrag bezahlt...

    katharina-die-große


    Ja das mit der Unterhaltsverpflichtung könnte Sinn machen, wobei die Rechtsgüter es noch gilt abzuwägen. Würde glaube ich einer höchstrichterlichen Entscheidung nicht standhalten. Aber zu weit weg.


    Die Entscheidung für den bestehenden Job, mit seinen Regeln, gegenüber einem anderen, den es noch nicht gibt, gilt es natürlich abzuwägen.


    Aber umschauen sollte er sich vielleicht schon mal ....

    Urlaub steht einen zu, selbst wenn der Chef es nur mündlich will, würd eich es schriftlich anfordern und eine First setzten, dass ich binnen 3 Wochen eine verbindliche Antwort möchte und beim ausbleiben einer Antwort von einer Stillschweigenden Zusage ausgehen.


    Für dieses Schreiben würde ich mir schriftlich mit Datum den Empfang bestätigen lassen ggf. von Zeugen vor Ort, sollte der Chef sich weigern.


    Jeden Menschen steht sein Urlaub zu und wenn ich nicht klagen will ... also nach mehreren Monaten und wenn ich ausgebrannt bin, würde ich meinen Arzt mal genau diese Situation schildern... denn an sowas kann man kaputt gehen, jeder Mensch braucht auch mal Urlaub bzw. Zeit, um sich zu erholen.


    Ich rede hier übrigens nicht von blau machen, aber wenn es wirklich nicht mehr geht und ich nicht mehr kann, dann spreche ich mit jemanden der bereit ist, mir zu zu hören und wenn mein Chef auf stur schaltet, weiß ich, wie ich mir helfen kann und das ist in diesem Fall dann der Arzt und auf lange Sicht ein Jobwechsel.

    Ich kann das grundlegende Problem, und warum er erstmal nicht aufmüpfig ist, verstehen.
    Ich wäre anders unterwegs und würde meinem Chef was husten und auch nicht ans Telefon gehen in meiner Freizeit. Und nein, dazu kann einen auch kein Arbeitsvertrag zwingen.


    Woher aus Bayern kommst du? Ich kenne so niedrige Löhne eigentlich nur aus dem südlichsten Teil Richtung österreichische Grenze auf dem Land, allerdings sind dann dort auch die Wohnungen günstiger. Vielleicht wäre eine örtliche Umorientierung sinnvoll, also irgendwohin, wo anständig gezahlt wird und die Arbeitnehmer anständig behandelt werden? Selbst wenn dein Freund aus der Probezeit raus ist, ist es eher unwahrscheinlich, dass sich das grundlegende Problem in dem Laden ändern wird. Wenn er keine Möglichkeit in der Nähe wechseln hat, sollte man ggf den Suchradius erweitern. Ob man nu unbezahlte Überstunden in der Arbeit hockt oder im Zug entspannt, ist schon ein unterschied. Ebenso Planungssicherheit etc.

    Was will Cheffe denn machen, wenn Dein Freund bei Krankheit/freiem Tag/Urlaub usw. nicht ans Telefon geht? Ihn polizeilich zur Arbeit vorführen lassen?


    Manchmal muss man schon die Nase in den Sturm halten, wenn man zu seinem Recht kommen will. Nach den Schilderungen hier versucht der Betrieb m. E., hier durch Druck und Angstmacherei das bestmögliche für den Arbeitgeber rauszuholen. Und bei Deinem Freund ist man hier anscheinend auf ein williges Opfer gestoßen.

    Generell würde ich in dieser Konstellation dazu raten, ALLE arbeitsvertraglichen Dinge wie Urlaubsgewährung, Überstunden etc. ab sofort nur noch schriftlich zu machen. Sonst steht Dein Freund bei einem späteren Arbeitsgerichtsprozeß mit leeren Händen da. Und Arbeitgeber lacht sich kaputt.


    Und - ganz ehrlich - wenn er den Job verliert, weil er sich nicht alles bieten lässt: um solche Arbeitgeber ist es nicht schade.

    Der Chef sagt dass er davon angeblich nichts wusste ... der hat wohl gestern dann auch 1000 Leute angerufen und mit allen gesprochen aber kam zu dem Schluss dass er den Urlaub nur im Januar nehmen kann. Oder zumindest den größten Teil davon.

    Aber es ist ja in jedem Betrieb so.


    Zitat

    Ähhh. nein? Bei mir so wie in meinem gesamten Umkreis ist das nirgendwo so. Auch nicht im Einzelhandel. Da gibt es Urlaubsplanungen zu Jahresbeginn und die darf jeder auch so antreten.


    Das ist ja kein Einzelfall. Bei seiner Klasse war das ähnlich. Er müsste eigentlich nochmal ne komplett neue Ausbildung in einem ganz anderen Bereich machen. Aber das darf er nicht, weil er ein Kind hat. Und man mit Kind irgendwie nur eine Ausbildung machen darf.


    Ähhh auch nein. Das Amt kann ihm eine bezahlte Umschulung verweigern, aber natürlich darf er so viele Ausbildungen machen wie er will. Wenn er dann zu wenig verdient muss das Amt einspringen über den Unterhaltsvorschuss. Das wollen die natürlich nicht.

    Warum informiert man sich da nicht?

    Wenn er außerdem 46 Stunden für das Gehalt arbeitet bekommt er nur Mindestlohn. Ich kann nicht nachvollziehen wie man sich für Mindestlohn versklaven lässt. Alle seine Kollegen bekommen das ja anscheinend auch gebacken.