Geplanter Jobwechsel, noch nichts Neues, Dem Chef sagen?

    Hallo,


    nach langem Überlegen und Abwägen aller zukünftigen Möglichkeiten, habe ich innerlich bereits gekündigt.


    Ich behalte meine Arbeitsleistung bei und will auch keinen Schaden anrichten oder Ähnliches.


    Nun ist es aber so, dass ich hier Projektleiter, Konzeption, Ausführender und Programmierer in einem bin und demnächst, in sehr naher Zukunft, ein neues Projekt ansteht, dass ich betreuen soll.


    Nun möchte ich allerdings noch in diesem Jahr, oder besser so schnell wie möglich, wechseln.


    Sollte ich fairerweise meinem Chef mitteilen, dass ich die Firma verlassen möchte, auch, weil ja irgendjemand das begonnene Projekt fortführen müsste, oder soll ich mir still und leise eine neue Stelle suchen und einfach innerhalb von 4 Wochen den Abgang machen?


    Ich weiß nicht, wie mein Chef reagiert, kann das schlecht einschätzen. Ich denke aber, dass er nicht begeistert sein wird.


    Hat jemand Erfahrungen damit, war selbst mal eine "wichtige" Person im Projekt und wollte wechseln?


    Vielen Dank

  • 64 Antworten

    Bei letzten Bewerbungs"marathon" schrieb ich 5 Bewerbungen hätte 3 Vorstellungsgespräche (2 habe ich aus verschiedensten Gründen abgesagt), beim letzten hatte ich das Vorstellungsgespräch und war eingestellt.


    Bin eigentlich guter Dinge, was finden zu können. Aber ein Bewerbungsprozeß dauert auch etwas.

    Also lieber nix sagen, das neue Projekt beginnen, bei dem ich dann "halbewegs" der Einzige bin, der weiß was läuft usw. und dann, wenn es soweit ist sagen, "Chef, ich gehe. In 4 Wochen bin ich weg. Wer übernimmt mein Projekt?".


    Dann werden die letzten Wochen sicher sehr angenehm ;-)

    Zitat

    Also lieber nix sagen, das neue Projekt beginnen, bei dem ich dann "halbewegs" der Einzige bin, der weiß was läuft usw. und dann, wenn es soweit ist sagen, "Chef, ich gehe. In 4 Wochen bin ich weg. Wer übernimmt mein Projekt?".


    Dann werden die letzten Wochen sicher sehr angenehm

    Kein vernünftiger Mensch schmeißt hin ohne in dem Moment bereits eine Zusage in der Tasche zu haben. Die hast Du noch nicht. Rufst Du also jetzt bereits, dass Du gehst, klingt das eher nach Aufmerksamkeitssuche und "halt mich fest und mach mir ein besseres Angebot".


    Selbst wenn Du derzeit der Einzige sein solltest, der sämtliche Details vom neuen Projekt kennt, hast Du eine Arbeitsübergabe an Deinen Nachfolger zu sichern.


    Dass die kommenden Wochen sowohl für Dich als auch den heutigen Arbeitgeber als auch womöglich Kollegen keine leichte Zeit sein wird, ist doch natürlich.

    Ich würde auch auf keinen Fall was sagen, bevor du eine fixe neue Stelle hast. Wer weiß ob es diesmal wirklich so schnell klappt mit einem neuen Job? Dann "musst" du doch bleiben und bist beim Chef untendurch und das Arbeitsklima ist schwierig oder wirst vielleicht sogar ersetzt, ohne was neues zu haben.

    Also erstmal Klappe halten, ja? Nachfolger wird es so schnell wohl nicht geben, vorallem nicht innerhalb von 2-4 Wochen nach Kündigung. Ich wollte meinem Chef damit nur Zeit geben rechtzeitig für Ersatz zu sorgen.


    Andere rechtliche Frage in diesem Zusammenhang. Wenn ich nun das Projekt beginne und aufgrund meiner Kündigung das ganze Projekt verzögert wird, da ja keiner so schnell übernehmen kann, hätte mein Chef dann evtl. Anspruch auf Schadensersatz?

    Zitat

    Wenn ich nun das Projekt beginne und aufgrund meiner Kündigung das ganze Projekt verzögert wird, da ja keiner so schnell übernehmen kann, hätte mein Chef dann evtl. Anspruch auf Schadensersatz?

    Solange du die Regelungen bzgl. Kündigung einhälst, nicht.

    Zitat

    Also erstmal Klappe halten, ja? Nachfolger wird es so schnell wohl nicht geben, vorallem nicht innerhalb von 2-4 Wochen nach Kündigung. Ich wollte meinem Chef damit nur Zeit geben rechtzeitig für Ersatz zu sorgen.

    Das muss sich dein Chef dann leider selber zuschreiben. Er hätte ja ggf. eine längere Kündigungsfrist vereinbaren können.

    Ich würde an deiner Stelle das neue Projekt sehr gut dokumentieren, damit es dein Nachfolger leicht hat sich einzuarbeiten. Wenn wirklich so schnell kein neuer Mitarbeiter gefunden wird, könnte dann vermutlich ein Kollege von dir das Projekt übernehmen? Aber eigentlich ist es ja dann nicht mehr dein Problem. Ich dachte du hast innerlich schon gekündigt? Dann sollte es dich doch eigentlich nicht so sehr beschäftigen, was passiert wenn du nicht mehr da bist.

    Ein Betrieb der 4-wöchige Kündigungsfristen hat ist anscheinend nicht auf Beständigkeit ausgelegt. Ehrlich gesagt habe ich sowas außer im Hilfsarbeiterbereich und in der Probezeit noch nie gehört.


    Deswegen würde ich mir da keine Gedanken um den Betrieb machen, sondern in Ruhe was suchen und dann sauber unter Einhaltung aller Fristen kündigen.

    Zitat

    Ein Betrieb der 4-wöchige Kündigungsfristen hat ist anscheinend nicht auf Beständigkeit ausgelegt. Ehrlich gesagt habe ich sowas außer im Hilfsarbeiterbereich und in der Probezeit noch nie gehört.

    Oh, sag das nicht.


    Mir sind zwei große Konzerne bekannt, bei denen nach Tarifvertrag die 4 Wochen festegelegt sind.

    Es ist in meinem Vertrag keine Kündigungsfrist angegeben, weshalb ich von der gesetzlichen Mindestfrist ausgehe. Das sind dann 4 Wochen zum 15. oder Ende des Monats.


    Es wird wohl jemand übernehmen MÜSSEN, von denen, die noch hier sind. Klar, kann es mir eigentlich egal sein, aber ich will ehrlich und fair bleiben und nicht einfach alles hinschmeißen und den großen Abgang proben ;-)