Gesetzlicher Betreuer von Oma kümmert sich nicht

    Unsere Oma hat seit 27.06.2016 einen gesetzlichen Betreuer. Wir haben die Gesundheitsversorgung vor Gericht abgelehnt, da es nicht möglich war mit Oma nach einem langen Krankenhausaufenthalt die Kurzzeitpflege zu vermitteln. Oma lebt zu Hause und bekommt 2 x täglich Besuch von der Pflegestation.


    Betreuerin hat sich bis heute nicht um die Höherstufung der Pflegestufe gekümmert. Termine wurden von der Betreuerin nicht eingehalten (Arzt, Besuch zu Hause) und auch nicht abgesagt.


    Post wird nun plötzlich an Betreuerin umgeleitet, obwohl dies nicht in der Urteilsverkündung aufgeführt ist und auch nachträglich niemand (weder Oma noch wir) darüber informiert wurden.


    Oma liegt nun seit ca. 2 Wochen im Krankenhaus mit Windpocken (Isolierstation). Betreuerin hat wieder 2 ausgemachte Termine nicht eingehalten. Betreuerausweis wurde im Krankenhaus vorgelegt, jedoch ohne Kontaktdaten.


    Von unserer Seite wurde immer auf Betreuerin hingewiesen, wenn es um Weiterversorgung und gesundheitlich relevante Fragen ging.


    Langsam nervt es mich wirklich, da ich den Eindruck habe, dass sich nicht um Oma gekümmert wird und auch keine Eindeutigen Aussagen kommen.


    Bitte um Hilfe wie wir weiter Handeln sollen.


    DANKE!!

  • 6 Antworten
    Zitat

    Ich würde mich bei Gericht an den zuständigen Rechtspfleger wenden.

    das, oder die betreuerin mal irgendwie kontaktieren. irgendjemand muss die frau ja kennen. ich würde vermutlich beides machen. die dame kriegt ja geld dafür, ne..

    Nicht jeder Betreuer bekommt Geld; es gibt auch ehrenamtliche Betreuer.


    Aber grundsätzlich, ebenweil es so ein heikles Gebiet/Thema ist, sollte man IMMER das zuständige Gericht über derartige Probleme informieren. Damit ungeeignete/überlastete Betreuer nicht noch mehr eingebunden werden oder ggf. sogar entbunden werden.


    Die Betreuung abzugeben bedeutet leider nicht, sich gar nicht mehr kümmern zu müssen...

    Zitat

    Betreuerausweis wurde im Krankenhaus vorgelegt, jedoch ohne Kontaktdaten.

    finde ich etwas merkwürdig, da diese eigentlich immer parallel im Krankenblatt mit notiert werden.

    Zitat

    Von unserer Seite wurde immer auf Betreuerin hingewiesen, wenn es um Weiterversorgung und gesundheitlich relevante Fragen ging.


    Langsam nervt es mich wirklich, da ich den Eindruck habe, dass sich nicht um Oma gekümmert wird und auch keine Eindeutigen Aussagen kommen.

    Das Problem kenne ich nur zu gut. Dem vom Gericht eingesetzten Betreuer meiner Mutter habe ich damals auch alles hinterher getragen. Irgendwann hatte ich dann die Nase voll und die Betreuung doch selbst übernommen.

    Zitat

    Post wird nun plötzlich an Betreuerin umgeleitet, obwohl dies nicht in der Urteilsverkündung aufgeführt ist und auch nachträglich niemand (weder Oma noch wir) darüber informiert wurden.

    Das mit der Post ist so eine Zwickmühle, in der man steckt. Einerseits darf der Betreute die Post selber bekommen, andererseits muss man als Betreuer (der die Vermögenssorge hat) die Verbindlichkeiten begleichen. Irgendwie muss man sich ja über wiederkehrende geschäftliche Dinge auch erst mal einen Überblick verschaffen.


    Als ich damals die Wohnung meiner Mutter aufgelöst habe, ging der Nachsendeauftrag auch einfach an meine Adresse. Inzwischen geht Geschäftspost und jede Rechnung

    direkt an mich und Privatpost ans Heim.


    Hiervon

    Zitat

    Die Betreuung abzugeben bedeutet leider nicht, sich gar nicht mehr kümmern zu müssen...

    mal ganz abgesehen, wende dich unbedingt an das zuständige Betreuungsgericht und schildere die ganzen Vorfälle. Es wäre hilfreich, wenn Du den zuständigen Rechtspfleger oder zumindest das entsprechende Aktenzeichen kennst.

    Verstehe ich nicht, denn die Kurzzeitpflege geht ja nur 1 Monat und wäre schon längst vorbei.


    Da nur wenige Menschen bereit sind, sich als Betreuer herzugeben, sind diese wenigen stark überlastet, bis 200 Patienten je Betreuer. Du kannst beim Pflegschaftsgericht (Vormundschaftsgericht) eine Änderung des Betreuers beantragen, solltest dann aber auch einen aus der Verwandtschaft nennen, der es besser machen will. Ist übrigens nur ein jederzeit abänderbarer Beschluss der "freiwilligen Gerichtsbarkeit" und kein "Urteil". Wohnt Deine Oma denn in Deiner Nähe? Tipp: Du könntest Dich auch zur "Gegenbetreuerin" bestellen lassen, also zur Aufsicht über die Betreuerin. Wichtige Entscheidungen benötigen dann Deine Unterschrift.


    Dann gibt es im Forum viele Beschwerden, auch in meinem Bekanntenkreis, weil die Patienten nicht ausreichend betreut werden, ABER sie befinden sich auch nur in einer zu geringfügigen Pflege. Wer eine pflegebedürftige Person in ein Altersheim steckt, darf dort keine Pflege erwarten - dafür gibt es Pflegeheime mit unterschiedlichen Pflegegraden bis zur Intensivpflege. Für zweimal täglich "Besuch" von der Pflegestation gibt es nun mal gar keine "Pflegestufe", weil da wird ja auch nix gepflegt! Deine Oma gilt so als Selbstversorgerin.


    Und zum Schluss noch: mit Windpocken in dem Alter ist Deine Oma schwerstkrank!

    Zitat

    Pflegschaftsgericht (Vormundschaftsgericht)

    In Deutschland Betreuungsgericht,

    Zitat

    Für zweimal täglich "Besuch" von der Pflegestation gibt es nun mal gar keine "Pflegestufe", weil da wird ja auch nix gepflegt!

    Aber natürlich gibt es für ambulante Pflege abhängig vom Pflegebedarf auch Pflegestufen (demnächst Pflegegrade).