Gesundheit?+Harz4?+kranker Hund+Kinderwunsch+Umzugswunsch+Arbeiten?

    Hallo ihr alle,

    Ich bin Zurzeit hin und her gerissen und kann mich einfach nicht entscheiden(vielleicht fehlt mir auch der Mut)wie ich weiter vorgehen soll.


    Eigendlicher Lebensplan war bis ich 30 bin: Ausbildung, Umzug, Job, Kind


    2017 habe ich meine Ausbildung mit den Noten 1+2 Abgeschlossen. Da war ich herade 27J.

    Ich war voller elan endlich meinen Umzugswunsch mit einem Job zu verbinden habe Bewerbungen abgeschickt in die Gegend wo ich seid meiner Kindheit hinziehen möchte-Nordsee. Probearbeiten gemacht und hatte gute Aussichten.


    Dann hatte ich einen (für mich) schlimmen Fahrrad Unfall der alles veränderte. Ich konnte fast 1 Jahr nicht laufen. Hatte durchgehend Schmerzen und es wurde immer schlimmer. Ärzte haben mich zu den unnötigsten schmerzhaftesten Untersuchungen geschickt. Mir Rückblickend die ungünstigsten Ratschläge gegeben die sie hätten wählen können die es sogar verschlimmert haben und es wurde fast 2 Jahre nix gefunden. Ich habe während der Zeit ein misstrauen zu Ärzten entwickelt was sich bis heute nicht mehr gebessert hat.

    Ich dachte wenn keiner was findet muss es was ganz schlimmes sein... ich hatte mich selber schon aufgegeben, dachte das wird jetzt mein Leben sein wenn ich nicht sogar daran sterben werde...(Rückblickend total bekloppt von mir aber das kann glaube ich auch niemand nachvollziehen wenn er es nicht selbst erlebt hat) wenn es mir kurzzeitig besser ging, habe ich wieder alle Kraft in Job suche gesteckt aber noch bevor ich mich beweben konnte gabe es wieder Gesundheitliche Rückschläge...

    2019 habe ich nochmal einen Versuch gestartet mich überwunden einen "neuen Arzt" (Nr14 ) aufzusuchen und endlich bekamen meine Schmerzen einen Namen (etwas mit dem Beckenboden) 6 Monate hat es gedauert bis ich wieder am Normalen Leben teilnehmen konnte nochmal 3 bis ich gelernt hatte mit meinem (noch bestehenden, mittlerweile chronischen) "Handycap" umzugehen.


    Nun würde ich eigendlich gerne Arbeiten gehen.


    Aber jetzt ist mein Hund Alt und Krank eigendlich braucht er durchgehend Betreuung( Umzug unmöglich da er Erdgeschoss braucht) ...


    Ich wünsche mir ein Kind aber habe Angst, dass die Schwangerschaft und Geburt vielleicht wieder extreme schmerzen am Beckenboden auslösen könnte da ich ab einem Gewissen Schwangerschfts Zeitpunkt auch meine Übungen nicht machen könnte und der Arzt mich in der Schwangerschft auch nicht Einrenken könnte warscheinlich?(schmerzfrei bin ich da ja eh nicht mehr aber es ist erträglich).


    Ich möchte endlich zur Nordsee ziehen...


    Die Arge hampelt irgendwie in meinen Augen nur rum, seid meine Beraterin weg ist. Ich war schon viel weiter (hatte mich um kleine Jobs bemüht dann kam Corona) jetzt möchte mein Neuer Berater das ich wieder gefühlt 10 Schritte zurück mache. Er würde mich am liebsten in Reha stecken (keine Option wegen dem Hund)

    Ab morgen Stecke in einer Art Coaching Maßnahme wo Ärzte, Psychologen Job Coaches und Betreuer über mein weiteres Vorgehen entscheiden wollen die mich dann in ihren Entscheidungen "unterstützen" (ich würde es eher Drängen und Kontrollieren nennen)


    Ich bin hin und her gerissen wie ich weiter vorgehen sollte.


    Auf der einen Seite passt es für meinen Hund gut das ich zur Zeit durchgehend Zuhause bin (ist ja nur eine Frage der Zeit wie lange er noch da sein wird)


    Auf der anderen Seite fühle ich mich total unwohl hier nur rumzusitzen und vom Staat zu Leben. Ich habe das Gefühl ich bin nix wert mache nix und bin kein produktiver Teil der Gesellschaft. (Für manche ja ok aber nicht für mich)

    Mein Partner geht Arbeiten und auch ihm gegenüber finde ich es einfach nicht fair hier nur rumzusitzen.


    Dann habe ich Angst ich beginne einen Job übernehme mich und ich mache Gesundheitlich Rückschritte. Es wäre mir absolut unwohl einen Job anzufangen und diesen dann wegen meinen scheiss Schmerzen wieder fallen lassen zu müssen.


    Mein Kinderwunsch wird immer stärker aber dann kommt die Angst dass ich dann meine starken Schmerzen zurückbekomme...


    Ich bin jetzt 30 Jahre alt und ich habe das Gefühl mein Leben Läuft seid 2017 so gar nicht wie ich es Eigendlich geplant hatte... Ich sehe aber Irgendwie auch nicht den Weg den ich gehen sollte damit ich in die Richtige Richtung wieder komme.

  • 22 Antworten

    Geht dein Mann nicht normal arbeiten? Wieso erhälst du da überhaupt noch Hartz 4?


    Da der Fahrradunfall der Knackpunkt war, gibt es da einen Schuldigen?

    mein Partner geht Normal Arbeiten. Leider in Wechselschicht 24h system sonnst würde sich das mit der Hundebetreuung auch besser Regeln lassen.

    Wir leben aber nicht in einer Bedarfsgemeinschaft (warum das so ist hängt mit schlechten Erfahrungen die ich mit meinen Ex gemacht habe, ich wollte das anfangs einfach nicht) daher bekomme ich ganz normal Harz4.

    Plan war immer, wenn wir zur Nordsee ziehen ziehen wir zusammen.


    Mit dem Unfall kann man

    Sagen ja es gibt einen Schuldigen, meine eigene Blödheit, ganz dumme Geschichte.Ich bin ein Tollpatsch...

    (da bin ich mir nicht sicher ob es zusammenhängt und es lässt sich jetzt auch nicht mehr nachzuprüfen)ca 8 tage vor dem Unfall mit dem Rad, war ich spazieren und hatte mich vertreten dabei habe ich mir wohl etwas verklemmt. Aber das hatte ich nicht wirklich bemerkt daher weiss ich auch nicht ob dies so war aber das waren die Sachen die vor den Schmerzen passiert sind.


    Dann stand ich mit dem Rad an der Roten Ampel es ging leicht Bergauf als sie Grün wurde wollte ich losfahren, natürlich mit etwas mehr schwung wegen dem Bergauf, bin dann beim anfahren, weil es geregnet hatte, mit dem Fuss von der Pedale abgerutscht und habe erst ins leere getreten und bin dann nach rechts gekippt und mit festem tritt auf den boden dabei den beckenboden verdreht wo mir dann wohl irgendwas gerissen ist oder so

    Die schmerzen hatte ich zwar bemerkt aber es war naja bisschen unangenehm erst abends kam es das ich die schmerzen richtig bemerkte und sie dann fast nicht aushalten konnte .

    Du wirst da eine Prioritäten-Reihenfolge reinbringen müssen, TenshiMaus.


    Was ist mir am wichtigsten und gesetzt, was ist mir nachrangig wichtig.

    Und das mal aufschreiben und einen Plan machen.

    Damit solltest du das Geflecht von Abhängigkeiten entzerren.


    Kinderwunsch: Gespräch mit Partner zu Wunsch bei ihm und mit Frauenarzt/ärztin zu Realisierbarkeit. Und wie wichtig und wie wenig verschiebbar?


    Umzug: Wichtiger als der Partner? Oder kommt der dann mit? Und eine Erdgeschosswohnung findet sich ggf. auch (für den Hund).


    Hund: Arbeitsplatz möglich, wo er mit kann?

    Heimarbeit/ Home-Office möglich?

    Hundesitter möglich? vorübergehend auch mal Hundepension möglich?

    Vorübergehende Abgabe des Hundes an einen Bekannten/Verwandten möglich? z.B. jemand der gerade Rentner geworden ist und viel freie Zeit hat und sich freuen würde und mit dem Hund schon vertraut ist.


    Gesundheit: Inwiefern passen Einschränkungen im Laufen-Können zum Job? Für eine Postbotin oder Feuerwehrfrau: naja, geht das nicht. Für eine Programmiererin oder Sachbearbeiterin hingegen: die sitzt eh viel am PC.


    Job: dein gutes Ausbildungsergebnis ist ein richtig gutes Pfund. Aber natürlich braucht es dann auch Arbeitsplätze dazu. Also Statistik her: in welcher Region gibt es passende, aktuell ausgeschriebene Stellen. Und auch bei Corona fallen ja nicht nur Jobs weg, sondern es kommen auch welche dazu. Die Branchen sind unterschiedlich betroffen.


    Finanzen: Umzug kostet auch Geld. Job bringt Geld. Baby kostet erstmal Geld, aber der Staat leistet auch viel. Muss man mal in Zahlen bringen und schauen, was wie zusammenpasst.


    Eine Reihenfolge könnte so sein:

    * Partner gesetzt, damit auch seine Arbeit, damit auch der Wohnort. Dann deine eigene Wohnung gesetzt als Ankerpunkt. Dann wird die Nordsee warten müsse und z.B. erstmal nur 2x im Jahr für 2 Wochen besucht.

    Also: dann würdest du lokal einen Job suchen. Einarbeiten. Dann Kind auch noch lokal. Bis das Kind in die Schule kommt: Umzug gemeinsam vorbereiten (auch mit Jobaussichten für Partner und dich) an die Nordsee. Hund: erstmal nachrangig: Betreuungsplatz suchen. Hund an den Wochenenden besuchen. Gesundheit: parallel kümmern.


    Eine andere Reihenfolge:

    * Umzug + Job an die Nordsee das wichtigste, weil das psychisch für dich alles verändert. Dann wären Hund und Partner (und damit auch Kind) nachrangig. Dann: Job an der Nordsee suchen, kleine Wohnung, Fernbeziehung. Hund: auch nachrangig: Betreuungsplatz suchen. Platzt die Fernbeziehung: neue Partnersuche vor Ort, dann Kind dort. Hund an den Wochenenden besuchen. Gesundheit: parallel kümmern.


    Noch eine denkbare Reihenfolge:

    * Kind erstmal das wichtigste: Risiken abklären, Stabilität der Beziehung einschätzen (ohne Partner kein Kind, andere Wege außen vor), dann erstmal Kind. Und den Rest einsortieren. Zu beachten Baby+alter, kranker Hund+Partner in Wechselschichten wird ne Doppelbelastung und immer mal Dreifachbelastung. Aber ein Baby wäre eh frühestens in um 10 Monaten da, realistisch eher 12-24 Monate. Mit der Zeit dazwischen kann man auch was anfangen, das ist ja viel Zeit. Elternzeit mit Partner ausmachen. Wohnort + Job: würde sich nachrangig einordnen.


    Noch eine denkbare Reihenfolge:

    * Eigene Gesundheit erstmal das wichtigste: dann in Richtung Reha (für die körperliche Mobilisierung), ggf. auch Physiotherapie / Beckenbodentraining und Behandlung der depressiven Symptome (für die seelische Heilung, ggf. auch mit Antidepressiva). Hieße: Partner+Kinderwunsch nachrangig, Hund nachrangig, Job erstmal nachrangig, Umzug nachrangig. Das müsste man dann einsortieren.


    Noch eine denkbare Reihenfolge:

    * Hund das wichtigste bis zu seinem (nahen?) Tod und Pflege des Hundes auch als wirksame Eigentherapie für dich? Dann H4 akzeptieren, ggf. aufstocken mit den Jobtätigkeiten, die parallel gehen und dir das Anknüpfen an die Arbeitswelt ermöglichen: Teilzeit, Praktika, sowas. Und parallel in der Zeit der Ruhephase auch Sachen wie Beckenbodentraining und lokale Reha-Sachen, die immer so stundenweise sind. Umzug nachrangig, Kind nachrangig.


    Am Ende geht es aus meiner Sicht darum, von einer problemorientierten Denkweise in eine lösungsorientierte Denkweise zu kommen. Und dann wieder in das Gestalten des eigenen Lebens und nicht nur das Aushalten. Und zu überlegen: was geht parallel gut. Und was sollte sich sequenziell einordnen.

    Möchtest du wirklich dein nähen Zukunft an einen Hund festmachen? Ich glaube du musst dir fragen, ob das nur ein Vorwand ist, weil du Angst hast, deinem Leben zu verändern. Es gibt ja Hundesitter.


    Ich würde sagen, daß ein Job geht vor. Wenn es scheitert, dann scheitert es - am Nordsee würdest du mit deinem Mann zusammenleben - ihr hätten als Ausgleich niedrige Lebenskosten.


    Auch während der Corona Zeit findet man jobs. Normalerweise sind Schmerzerkrankungen kein Kündigungsgrund - du kannst ja kognitiv noch funktionieren. Im Büro kann man immer aufstehen und mit eine Schwerbehinderung müssen alle Arbeitgeber sich an deine Bedürfnisse anpassen.


    Es gibt auch inzwischen viele Homeoffice Jobs.

    Ich finde auch den Gedanken an ein Kind interessant wenn man nichtmal zusammen wohnt.

    Du sagst auf Grund schlechter Erfahrung, aber was ist wenn das Zusammenleben gar nicht klappt?

    Den Hund würde ich ehrlich gesagt hinten an stellen. Du brauchst Arbeit, du bist noch jung.

    Es gibt noch einen Punkt. Die länger du nicht arbeitest, die weniger Altersrente kriegst du. Falls du erwerbsunfahigkeit wirst, hast du ggf. gerade kein Anspruch auf eine Erwerbsunfahigkeitsrente. Man muss mindestens 3 Jahre einzahlen und es wird an deinen letzten Gehalt festgemacht. Das Arbeitsamt zahlt seit 2012 nicht mehr ein. Das könnte später problematisch sein.

    Ich würde hier die Genesung/Arbeitssuche auch an allererster Stelle sehen. Ein Kind zu planen, wenn man a) schwerwiegende gesundheitliche Probleme hat (was hier ja der Fall zu sein scheint) und b) noch nicht einmal mit dem Partner zusammengewohnt hat, finde ich auch etwas kurios. Dass der Wunsch da ist, kann ich total verstehen. Aber es ist ja nicht so, dass man heutzutage mit 30 nicht noch ein paar Jahre Zeit hätte. Wichtig wäre doch vor allem zu sehen, wie tragfähig die Partnerschaft ist, ob der Mann sich ebenso ein Kind wünscht und vor allem, wie man das alles finanzieren kann.

    TenshiMaus schrieb:

    Wir leben aber nicht in einer Bedarfsgemeinschaft (warum das so ist hängt mit schlechten Erfahrungen die ich mit meinen Ex gemacht habe, ich wollte das anfangs einfach nicht) daher bekomme ich ganz normal Harz4.

    Plan war immer, wenn wir zur Nordsee ziehen ziehen wir zusammen.

    Er zahlt bis heute noch Miete für sein WG Zimmer (anfangs war uns das sehr wichtig damit er wo hin kann fals es mal doch nicht mit uns klappt, weil ja alles recht überstürzt war) Obwohl dieses WG Zimmer mehr oder weniger leer steht und wir mittlerweile schon umgezogen sind und gemeinsam Meine wohnung eingerichtet haben... offiziell wohnt er also immer noch dort aber er war seid fast 6 Jahren nicht mehr "Zuhause". Auch etwas kompiziert da seine Brüder wenn er ausziehen würde die Wohnung nicht finanziell halten könnten und uns die paar Euro die er zahlt nicht weh tun... Er sagt immer (natürlich nur Spassweise) wenn wir uns mal doch trennen, sollte ich in die WG er behält meine Wohnung... geht natürlich nicht ich stehe alleine im Vertrag.

    ????????? Finde ich ganz schön blöd, sowas. Dafür gehen alle anderen Arbeiten und du beziehst ungerechtfertigt Hartz 4... O-)


    Ich würde mir an deiner Stelle auf jeden Fall einen Job suchen. Ist es denn für deinen Freund so einfach möglich einen Job an der Nordsee zu finden? Das wäre für mich das ausschlaggebende. Nicht der Hund... Such dir einen Job an der Nordsee. Bis du einen hast, dauert es doch noch etwas. Und wenn du eine Zusage hast, fängst du in der Regel auch nicht am nächsten Tag dort an. Hast also Zeit dich um eine Betreuung für deinen Hund zu kümmern. Und ob du Probleme in einer Schwangerschaft bekommst, wegen des Beckenbodens, müsstest du evtl. mit deinem Arzt besprechen. Und das mit dem schwanger werden kann auch lange dauern.... oder es klappt sofort... aber das weiß man vorher auch nicht.

    Ich würde den Kinderwunsch nicht hinten anstellen, wenn es irgendwie möglich erscheint. Dazu Partner und Ärzte ins Boot holen.

    Gerade mit schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen ist das immer ein zweischneidiges Schwert. Kann ich einem Kind körperlich gerecht werden?

    Da ist aber auch die psychische Komponente des unerfüllten Kinderwunsches. Kann ich damit leben? So einfach ist das nicht, dass man deswegen darauf verzichtet, nur weil es realistisch betrachtet das Richtige wäre.

    Gerade wenn im Raum steht, dass sich der körperliche Zustand in der Zukunft verschlechtern könnte, wird ein verschobener Kinderwunsch nicht einfacher zu realisieren sein. Das eine Schwangerschaft mit zunehmendem Alter risikoreicher wird, ist ja nichts Ungewöhnliches.

    Es bekommen hunderte körperlich eingeschränkte Menschen ein Kind und schaffen das. Und es bekommen auch hunderte gesunde Menschen ein Kind und sind dann durch Krankheit oder Unfall körperlich eingeschränkt. Die stecken ihre Kinder auch nicht ins Heim.

    Und es bekommen auch hunderte finanziell schlecht gestellte Menschen ein Kind. Das mag aus gesellschaftlicher Sicht keine Lösung sein. Was nützt aber die Gesellschaft, wenn man daheim auf dem Sofa sitzt und seinem unerfüllten Kinderwunsch hinterhertrauert.

    Du schiebst andauernd Gründe vor. Ich denke, du solltest deine Motivation zum Arbeiten hinterfragen. Kinder in die Welt zu setzen und gleichzeitig arbeitslos sein, finde ich nicht sehr verantwortungsvoll.


    Du musst nicht im EG wohnen. Es würde u.a. reichen, wenn das Haus ein Fahrstuhl besitzt. Es gibt halt Ausreden, die passen in jede Lebenssituation. Bedenke, du bist 30 und gerade dabei zum Langzeitarbeitslosen zu mutieren.

    Sie bezieht nicht ungerechtfertigt Hartz4. Man darf durchaus einen Freund haben, ohne mit ihm zusammen wohnen zu müssen.


    Ich würde erst einmal die Arbeitssituation klären und nicht überstürzt an die Nordsee ziehen.


    Heißt Nordsee denn Niedersachsen oder Schleswig-Holstein? Mit gesundheitlichen Problemen und Facharztbedarf würde ich zumindest nicht in Schleswig-Holstein an die Nordsee ziehen, das ist ein sehr strukturschwaches Gebiet und man braucht für alles ein Auto, weil man sonst nirgendwohin kommt, was nicht direkt an der Bahnstrecke liegt. Ein Auto frisst unheimlich viel Geld, und sooo niedrig, dass man das kompensieren könnte, sind die Lebenshaltungskosten dort auch wieder nicht.

    BeataM schrieb:

    Sie bezieht nicht ungerechtfertigt Hartz4. Man darf durchaus einen Freund haben, ohne mit ihm zusammen wohnen zu müssen.

    Ok.... wenn du meinst.... sh. unten

    TenshiMaus schrieb:

    Plan war immer, wenn wir zur Nordsee ziehen ziehen wir zusammen.

    Er zahlt bis heute noch Miete für sein WG Zimmer (anfangs war uns das sehr wichtig damit er wo hin kann fals es mal doch nicht mit uns klappt, weil ja alles recht überstürzt war) Obwohl dieses WG Zimmer mehr oder weniger leer steht und wir mittlerweile schon umgezogen sind und gemeinsam Meine wohnung eingerichtet haben... offiziell wohnt er also immer noch dort aber er war seid fast 6 Jahren nicht mehr "Zuhause". Auch etwas kompiziert da seine Brüder wenn er ausziehen würde die Wohnung nicht finanziell halten könnten und uns die paar Euro die er zahlt nicht weh tun... Er sagt immer (natürlich nur Spassweise) wenn wir uns mal doch trennen, sollte ich in die WG er behält meine Wohnung... geht natürlich nicht ich stehe alleine im Vertrag.

    Was Job und Umzug betrifft:

    Wenn der Partner grundsätzlich bereit ist ebenfalls umzuziehen, dann parallel am aktuellen Wohnort und am gewünschten Wohnort bewerben. Wenn es vor Ort nicht klappt mit dem Job, ist ein Umzug vielleicht eine Lösung.


    Ist es denn gar nicht denkbar, dass der Hund ein paar Stunden am Tag allein bleibt?

    Wenn du jetzt ohnehin in einer Maßnahme steckst, muss der Hund ja zwangsläufig eine Weile allein bleiben.


    Ist denn beim aktuellen gesundheitlichen Zustand überhaupt an Vollzeit zu denken?


    Und das Thema Reha, auch wenn es von der Arge angedacht ist, würde ich mal mit den Ärzten besprechen. Besteht da überhaupt Aussicht auf Verbesserung?

    Diesbezüglich müssten deine Ärzte doch auch wissen, wie sich eine Berufstätigkeit auf deine Gesundheit auswirken könnte.

    Dein gesundheitlicher Zustand ist jetzt wie er ist. Das ist großer Mist. Aber wenn keine Aussicht auf Heilung besteht, muss man eben schauen, was möglich ist. Und wenn sich der Zustand ins Negative verändert, dann muss man da wieder neu schauen. Genau deswegen macht es meines Erachtens jetzt Sinn, die Themen Kind und Umzug anzugehen. Noch mehr krank sein, kannst du auch an einem anderen Ort. Und es besteht durchaus die Chance, dass eine positive Veränderung der Lebensumstände auch zu einer Verbesserung der Gesundheit führt. Permanent Probleme zu wälzen, kann sich auch auf die körperliche Gesundheit auswirken.

    Dreh an den Schrauben, an denen du drehen kannst. Entweder du verabschiedest dich von deinem Lebenstraum oder du passt ihn an die veränderten Gegebenheiten an. Das kann dir immer wieder passieren, dass etwas nicht so laufen kann, wie du es dir vorgestellt hast. Man hat halt nicht auf alles Einfluss, auch wenn einem das gerne mal suggeriert wird. Das ist super schade, heißt aber nicht, dass man mit einem veränderten Weg nicht auch glücklich werden kann.

    Zuerst Zusammenziehen, dann schauen ob ihr für ein Kind funktioniert. Dir am gemeinsamen Wohnort eine Arbeit suchen. Und zuerst: Den Hund vl. einer Freundin oder so anvertrauen. Du musst gesund werden, vor allem anderen. Wenn du arbeiten, ein Kind, einen Umzug willst, musst du das umsetzen können.

    Es ist 'nett' sich vorzunehmen bis wann man was haben will, aber die Realität hat da ein Wörtchen mitzureden. Oder willst du später mal mit einem Kind nicht toben können, weil du 24 Stunden-Betreuung für einen Hund gemacht hast?