Harndrang bei OP unter Lokalanästhesie

    Was ist eigentlich, wenn man als Patient während einer längeren OP unter Lokalanästhesie dringend auf die Toilette muss? Natürlich geht man vorher noch mal aufs WC, aber wenn ich aufgeregt bin, muss ich ständig Wasser lassen und es kommt auch sehr viel.


    Bekommt man da auf dem OP-Tisch eine Bettpfanne oder wie wird in solchen Fällen regulär verfahren?

  • 3 Antworten

    Naja es ist besser wenn du X Stunden vor der OP nichts mehr trinkst und vor der OP nochmal ausführlich Wasser läßt.


    Den Urin kann man in der Regel so lange halten bis die Blase zu voll ist. Deswegen muss man da bissl die Zähne zusammen beißen.


    Bettpfanne bzw. Urinflasche ist auch im OP unter Umständen möglich sofern die Bewegungen die dadurch entstehen vertretbar sind.


    Bei einem Mann geht sowas natürlich leichter als bei einer Frau.


    Ggf. solltest du den Fakt mit dem behandelnden Operateur besprechen, ggf. kommt auch der Einsatz eines Blasenkatheters in Frage.

    Danke für deine Antwort. Arbeitest du selbst im OP?


    Mit Zähne zusammenbeißen ist es bei mir leider nicht getan, ich verliere bei Aufregung gut und gerne 1 L Wasser pro Stunde. Der Parasympathicus spielt in solchen Situationen bei mir total verrückt und das hat Auswirkungen auf die Nieren. Wenn die Nervosität vorbei ist, konzentriert die Niere dann wieder umso stärker.

    Also eine Bettpfanne im OP, das geht gar nicht. Im OP muss ja alles sehr steril zugehen.


    Sprich mit Deinem Arzt über das Problem und bitte ihn, dass er Dir ein Beruhigungsmittel (z.B. Valium)


    gibt. Dann bekommst Du sicher keinen Harndrang. Und natürlich Stunden vor der OP nichts


    mehr trinken.


    Mir ist es mal passiert, dass ich im Vorraum des Herzkatheterlabors , als ich auf meine


    Herzkatheteruntersuchung wartete, zufällig hörte, dass mein Vorgänger einen Stent eingesetzt bekam.


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    musste ich dann in meinem "Engelshemd" quer durchs Herzkatheterlabor tapsen, was den jungen


    Kardiologe sehr amüsierte. Damals hatte ich viele Stunden nichts mehr getrunken. War allerdings


    nicht sediert, da ich keinerlei Angst vor der Untersuchung hatte.