Hat ein solches Studium Zukunft?

    Hallo Leute,


    ich wollte mal eure Meinung einholen, ob ein solches Studium im Gesundheitsbereich Zukunft hat, oder ob man da wieder nur mit BWLern oder Ökonomen konkurriert:


    https://www.th-nuernberg.de/st…ent-bsc-neu-ab-ws-2122-0/


    Bin nämlich dabei, mich beruflich neu zu orientieren und finde das Studium sehr spannend.

    Würde dann aber meinen Studienschwerpunkt eher auf Software verlagern.


    Was meint ihr?


    Oder steht man dann "brotlos" da?


    Liebe Grüße!

  • 13 Antworten

    Hat absolut Zukunft, die Digitalisierung im Gesundheitsbereich IST Zukunft und es fehlen hier sicherlich Fachkräfte.


    Allerdings - wie überall - kommt es darauf an, was du bisher gemacht hast. Kommst du aus dem Gesundheitsbereich oder der IT?


    Wenn du bisher Schreiner warst und noch nie mit dem Thema zu tun hattest, könnte es schwierig werden.

    Die Rechnung ist ganz einfach. Kranke wird es immer geben.


    Gerade wurde das Krankenhauszukunftsgesetz verabschiedet, bei dem massiv in die IT investiert wird.


    Die IT in Krankenhäusern wurde in den letzten Jahrzehnten stiefmütterlich behandelt. Das fällt jetzt manchen Häusern auf die Füße. Die Prozesse gehören digitalisiert und dem Fachpersonal Arbeit abgenommen. Mit Papier und Fax kommt man nicht mehr weit.


    Gerade da braucht es Spezialisten, die das Große im Auge haben. Die Systeme müssen miteinander kommunizieren können, Schnittstellen geschaffen werden, Prozesse definiert werden, Risiken erkannt und dokumentiert werden, Finanzpläne aufgestellt werden etc.


    Die Arbeit im Krankenhaus ist sehr vielfältig und wird nicht langweilig.


    Ich sehe nicht die Gefahr, dass du "brotlos" da sitzt. Der IT und den IT-gestützten Prozessen gehört die Zukunft, umso besser wenn du dich auf "Software" spezialisiern kannst. Dann hast du was Handfestes in der Hinterhand.


    Ich sage dir, nur mut, du wirst es nicht bereuen.

    Alias 977774 schrieb:

    ich wollte mal eure Meinung einholen, ob ein solches Studium im Gesundheitsbereich Zukunft hat, oder ob man da wieder nur mit BWLern oder Ökonomen konkurriert:

    Also die Überdeckung zu BWL sehe ich jetzt eher nicht.


    Studieninhalte:

    20% Informatik

    14% Gesundheitsinformatik

    12% Gesundheitssystem, Medizin

    16 % Überfachliche Grundlagen und Methoden

    16% Wahlpflichtmodule


    Du konkurrierst im Prinzip mit Informatikern (FH), Medizininformatikern (FH), die sich dann aber den gesundheitlichen Teil dazu geholt haben.


    Oder mit diversen Bachelor (FH) in den medizinischen Ausbildungen (siehe https://www.fachhochschule.de/medizin-bachelor ), die sich den Informatik-Teil dazu geholt haben.


    Und dann den gleichen nochmal von den Unis. Sowie ggf. mit Fachinformatikern oder MTA, die sich entsprechend weitergebildet haben.

    Alias 977774 schrieb:

    ich wollte mal eure Meinung einholen, ob ein solches Studium im Gesundheitsbereich Zukunft hat, oder ob man da wieder nur mit BWLern oder Ökonomen konkurrier

    Nicht mit BWLern, sondern mit ITlern.

    Ein Bekannter von mir ist genau in dem Bereich tätig und er hat Informatik studiert.

    Schau dir halt Stelleninserate an in dem Bereich, was die so fordern.

    Ich würde sagen: ohne IT-Berufserfahrungen inkl. Vorbildung wirst du es schwer haben, da reinzukommen.

    Zitat

    14% Gesundheitsinformatik

    12% Gesundheitssystem, Medizin

    16 % Überfachliche Grundlagen und Methoden

    Ein Informatiker hat diese Kenntnisse nicht, die muss er sich erstmal aneignen. Und ein Krankenhaus funktiniert nunmal anders als ein IT-Unternehmen.


    Deshalb hast du durch die erworbenen Kenntnisse einen Vorteil.

    Verstehe echt nicht, warum der/die TE immer jedes pups Thema im Alias Modus eröffnen muss.


    Für mich klingt dieser Studiengang nach weder Fleisch noch Fisch.:(v

    Dazu kommt, dass du ja jetzt schon Probleme hast mit dem Informatikstudium, was soll beim neuen Studiengang da jetzt besser laufen?


    Auf mich wirkst du wie jemand, der beim kleinsten Problem wegläuft. Du brauchst jemanden der dich führt und begleitet, alleine wirst du, egal für wie viele weiteren Studiengänge du dich einschreibst, immer weglaufen wenns hart auf hart kommt. Ich hoffe wirklich, dass du die psychologische Hilfe der Uni annehmen kannst.

    Zitat

    Ein Informatiker hat diese Kenntnisse nicht

    zumindest habe ich nichts von ORBIS, HL7, DICOM, RIS, PACS gehört

    Zitat

    Ich hoffe wirklich, dass du die psychologische Hilfe der Uni annehmen kannst

    ich glaube der/dem TE geht es auch darum mit den eigenen kräften zu haushalten.


    wird es zu schwierig, dreht sich die abwärtsspirale immer weiter. deshalb finde ich es schon gut, wenn er/sie es ausprobiert und dann sich umschaut, was besser passt


    aber du hast recht, irgendwann muss man es auch zu ende bringen

    TimFaber schrieb:
    Zitat

    Ein Informatiker hat diese Kenntnisse nicht

    zumindest habe ich nichts von ORBIS, HL7, DICOM, RIS, PACS gehört

     

    Dafür ich *:) und ich habe Biotechnologie (B. Eng.) studiert, mit zugegeben einem "erhöhten Informatik Anteil"X-\Hätte auch "mehr Bio" an einer anderen Hochschule haben können, wollte ich haber nicht.

    Die Informatiker die ich kenne, sind in allen möglichen Berufszweigen zu Hause, also Automobilindustrie, Medizin und Pharmazie, Dienstleitung (Softwareengineering/SAP) für alle möglichen Branchen und die haben alle einfach nur "Informatik" studiert. Ob der Anteil an "Medizin" in dem o.g. Studiengang da noch was reißen würde bleibt offen.

    In meinem Job ist es egal, ob man Biologie, Biochemie, Chemie, Pharmazie, Medizin oder Biotechnolgie, Molekularmedizin etc. studiert hat. Also ob man das dann so genau in anderen Branchen nimmt weiß ich nicht.

    Ja, als Informatiker ist es eigentlich echt fast schon egal in welcher Branche man arbeitet. Klar gibt es sicherlich Feinheiten, die sich unterscheiden, kann man sich aber auch schnell beibringen.

    TimFaber schrieb:
    Zitat

    Ein Informatiker hat diese Kenntnisse nicht

    zumindest habe ich nichts von ORBIS, HL7, DICOM, RIS, PACS gehört

    Bei uns gabs tatsächlich ein Wahlfach dazu. Habe genau diese Wörter und viele andere Krankenhausbegriffe auswendig lernen müssen für die Klausur. ;-D


    Jemand, der das als Spezialrichtung macht, hat sicherlich schon im Studium praktischere Erfahrung gesammelt mit diesem Zeug. und vergissts nicht schon am Klausurtag wieder.



    YaHbb schrieb:

    Für mich klingt dieser Studiengang nach weder Fleisch noch Fisch.:(v

    Das war früher auch meine Einstellung, weshalb ich "Informatik" studiert habe und sonst nichts.


    Aber aus praktischer Erfahrung kann ich sagen, dass diese Studiengänge auch funktionieren: Die Hochschulen sind meist eng verbunden mit entsprechenden Firmen / Instituten. Sodass relativ bald recht klar ist, wo man damit mal arbeiten wird. Nichtsdestotrotz gibts natürlich Mischung, sowohl, dass bei so einem Krankenhaus mal ein "normaler Informatiker" arbeitet als auch, dass so ein Medizin-Informatiker aus der Branche ausbricht weil er merkt, dass ihm anderes mehr liegt.

    es liegt auch ein stück weit an dir durch einen studentenjob oder praxissemester dir fundiertes wissen anzueignen


    gehört oder gelesen reicht nicht, es braucht auch praktische erfahrung.

    TimFaber schrieb:
    Zitat

    Ich hoffe wirklich, dass du die psychologische Hilfe der Uni annehmen kannst

    ich glaube der/dem TE geht es auch darum mit den eigenen kräften zu haushalten.

    Richtig. Ich muss mir in den Spiegel schauen können.