Heute fast umgenietet worden

    Ich bin vorhin in der Stadt über einen Zebrastreifen gegangen und wäre fast von einem Taxifahrer umgenietet worden weil er meinte in der Kurve einen Passanten grüßen zu müssen und dort gleichzeitig hinzuschauen während er den Zebrastreifen passierte.


    Er fuhr auch mind. mit 30km/h in den Zebrastreifen rein.


    Hätte ich nicht dorthin gesehen und gemerkt dass er seinen Blick völlig woanders hatte, wäre ich definitiv umgefahren worden.

    Konnte im letzten Moment noch nach vorne springen, hat aber wirklich nur 2cm gefehlt und er hätte mich noch erwischt.


    Hab den Taxifahrer erstmal meine Meinung sehr aggressiv zu verstehen gegeben.

    Von ihm kam nur ein "Tschuldigung. Hab dich nicht gesehen":


    Ich frage mich nun ob man da eigentlich irgendeine Handhabe gehabt hätte.

    Wäre eine Gelegenheit vorhanden gewesen die Polizei zu rufen um dessen Fahreignung anzweifeln zu lassen?


    Gerade als Taxifahrer geht solch ein Verhalten doch überhaupt nicht.


    Normalerweise interessiert mich Fehlverhalten im Straßenverkehr wenn ich es bemerke nich so sehr da es Alltag ist.

    Aber wenn ich mir überlege was wohl passiert wäre wenn er mich mit seine 30km/h erwischt hätte .. Will ich mir gar nicht vorstellen.


    Jetzt ist der Zug eh abgefahren aber hätte man in der Situation etwas machen können?

  • 75 Antworten

    Wenn da kein Zeuge war steht Aussage gegen Aussage. Ich seh da keine Chance.


    Zum Thema Taxifahrer sag ich besser nix, die sind in meinen Augen unfähig Auto zu fahren.

    Barrio schrieb:

    Gerade als Taxifahrer geht solch ein Verhalten doch überhaupt nicht.

    ein Taxifahrer ist eben auch nur ein Mensch! Und kein Mensch ist fehlerfrei.

    Klar war es nicht nett und hätte böse ausgehen können. Ist es aber nicht. Also freu dich des Lebens und sei nicht so hart. Gibt Schlimmeres!@:)

    Barrio schrieb:

    Jetzt ist der Zug eh abgefahren aber hätte man in der Situation etwas machen können?

    Dazu fällt mir nur ein:

    - Kennzeichen notieren

    - Zeit und Ort dokumentieren, evtl Handy-Foto des Ortes

    - Augenzeugen finden und um Mithilfe bitten

    - Anzeige bei der Polizei.


    Es ist schwierig, als Fußgänger ein Auto anzuhalten, bis die Polizei kommt, vor allem, wenn kein Unfall geschehen ist. Ein Taxi gehört nicht immer dem, der es steuert, deswegen sind Zeit und Ort wichtig, um anhand des Dienstplanes den Fahrer zu ermitteln. Möglicherweise steht Aussage gegen Aussage und das Verfahren - falls es dazu kommt - wird niedergeschlagen.

    Barrio schrieb:

    Jetzt ist der Zug eh abgefahren aber hätte man in der Situation etwas machen können?

    Durchatmen, sich beruhigen - und froh sein, dass nichts passiert ist.

    Ich kann verstehen, dass du geschockt bist, mir ist das schon ähnlich ergangen.

    Aber immerhin hat er sich entschuldigt und der Beinahe-Unfall wird auch ihm nochmal in Erinnerung rufen, zukünftig mehr aufzupassen.

    Mehr kannst du nicht machen!

    Ich hoffe.

    Es geht auch nicht darum das ich geschockt bin sondern ich habe die Sorge dass nächstes mal ein Kind an meiner Stelle in diese Situation gerät und es dann nicht so Glücklich ausgeht.


    Klar kann man nicht verhindern aber solche Gedanken gehen einem trotzdem durch den Kopf.

    ich bin schon drei mal in meinem leben fast Platt gefahren worden, zweimal von einem Taxi.

    Soviel zu: "Taxifahrer müssten doch wissen wie man Auto fährt"

    tzuisc schrieb:

    ich bin schon drei mal in meinem leben fast Platt gefahren worden, zweimal von einem Taxi.

    Soviel zu: "Taxifahrer müssten doch wissen wie man Auto fährt"

    jeder Autofahrer müsste wissen , wir man Auto fährt. Immerhin hat er erfolgreich an der Fahrschule teilgenommen, sollte man meinen.


    Und Sorge habe ich um meine Kinder immer . Jeden Tag sind sie im Straßenverkehr unterwegs als Fußgänger und jeden Tag muss man mit der Blödheit ( sorry) der Mitmenschen rechnen.


    Dass dich dieser Vorfall sauer macht, kann ich verstehen, aber solche Sachen passieren ständig.

    Man kann sich drüber aufregen, ärgern, dran hochziehen , Beweise sammeln, Polizei einschalten, Anwälte kontaktieren und viele nerven lassen ,oder man ärgert sich mal kurz, atmet tief durch, denkt sich "Arschloch" und freut sich, dass nix schlimmes passiert ist.

    Wieso hast du denn nicht viel früher links und rechts geschaut, dass dich die Autofahrer auch alle sehen? Ein Zebrastreifen ist keine Einladung blind drüber zu gehen!


    Es heißt nicht aus Spaß im allerersten Absatz des Gesetzes dazu:


    Zitat

    (1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.

    https://www.gesetze-im-internet.de/stvo_2013/__1.html

    Für die Autofahrer:

    https://www.bussgeldkatalog.de/fussgaengerueberweg/


    Für die Fußgänger:

    < Sein Vorrecht am Zebrastreifen darf ein Fußgänger nicht erzwingen. Kann er erkennen, dass ein Auto aufgrund seines unverminderten Tempos nicht anhalten wird, darf er nicht über die Straße gehen. Kommt es so zum Unfall, muss der Passant unter Umständen mithaften. Das erschließt sich aus einem Urteil des Oberlandesgerichts München (Az.: 10 U 750/13), über das die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) berichtet. >

    https://www.rundschau-online.d…---und-was-nicht-31212502

    Wenn es eine Firma war, dort kurz anrufen oder hinmailen. Die haben kein Interesse an Rambofahrern, und können (besonders bei mehreren Rückmeldungen zum gleichen Fahrer) intern Konsequenzen ergreifen.

    Barrio schrieb:

    Normalerweise interessiert mich Fehlverhalten im Straßenverkehr wenn ich es bemerke nich so sehr da es Alltag ist.

    Aber wenn ich mir überlege was wohl passiert wäre wenn er mich mit seine 30km/h erwischt hätte .. Will ich mir gar nicht vorstellen.

    Zuerst mal locker bleiben. Die Teilnahme am Straßenverkehr in jedweder Form ist eigentlich sehr sicher angesichts der Millionen Fahrzeuge. Es ist wie bei Corona: Millionen Menschen kommen jahrzehntelang symptomlos über unsere Straßen und Bürgersteige. Aber ein Restrisiko bleibt halt - man kann nicht für alle garantieren. Ob nun der Superspreader neben dir sitzt oder ein wilder Taxifahrer um die Ecke kommt - alles Einzelfälle und die Aufregung nicht wert.

    AnnaKarma schrieb:

    Wenn es eine Firma war, dort kurz anrufen oder hinmailen. Die haben kein Interesse an Rambofahrern, und können (besonders bei mehreren Rückmeldungen zum gleichen Fahrer) intern Konsequenzen ergreifen.

    Ein Taxifahrer, der innerorts mit 30 km/h auf den Zebrastreifen zufährt, ist kein "Rambofahrer", sondern für die meisten Pendler und Einkäufer eher ein Verkehrshindernis. %-|


    Der Typ war unaufmerksam, das ging doch aus der Schilderung klar hervor. Ist scheiße, aber kann jedem am Steuer passieren.