Hilfe !!! Megaproblem: Kündigungsdauer vs. Studiumszusage

    Hallo,


    ich bin voll am verzweifeln was ich tun sollte bzw. welchen Weg ich einschlagen soll.


    Ich hab im Jahr 2010 meine Fachhochschulreife abgeschlossen. Leider aufrgund privater Probleme (Trennung Ex Freundin / Depressionen) mit einem Notenschnitt von 3.2

    Ich bin mir bewusst das dies keine aussichtsreiche Grundlage für die Studienplatzvergabe nach dem Auswahlverfahren N/C ist.

    Ich rechne auch persönlich weniger mit einer Zusage über dieses Verfahren.


    Allerdings wird ein Teil (ca. 5 - 10%) der Studienplätze an den Hochschulen über die Anzahl der Wartesemester vergeben. Hier habe ich mit Berufsausbildung und seither Vollzeitbeschäftigung 7 Jahre "Wartezeit" also knapp 14 Wartesemester.

    Bei diesem Auswahlverfahren habe ich widerrum gute Chancen auf ein Studiumsplatz.


    Jetzt habe ich den Konflikt dass ich für das Wintersemster eine Bewerbungsfrist bei den Hochschulen von 15. Juli habe und zeitgleich im aktuellen Beruf eine Kündigungsfrist von 3 Monaten im Arbeitsvertrag habe.


    Das Studium würde im Oktober beginnen.

    Folgenderweise sollte ich Anfang Juli kündigen damit ich bis Ende September arbeiten muss / kann und dann im Oktober ins Studium einsteigen kann.


    Das Problem hierbei - ich müsste vorher kündigen obwohl keine Zusage vorliegt. Ich natürlich viel darüber nun nachgrübele was tun wenn ich kündige und keine Zusage für ein Studium erhalte.


    Ich habe viel mit meinem Umfeld gesprochen. Freunde, Familie, aktuelle Studenten / ehemalige.

    Finde da aus dem Gedanken-Dschungel keinen klaren Fokus.


  • 14 Antworten

    Wie ist denn dein Verhältnis zu deinem Chef?

    Mal mit ihm gesprochen, ob man zur Not einen Aufhebungsvertrag machen kann oder die Kündigungsfrist bis Ende September begrenzt?


    Ich würde nicht voreilig kündigen.

    Alternativ fragen, ob Teilzeit möglich wäre, wenn du nicht raus kommst?

    Wichtig ist dass rechtzeitige Gespräch mit dem Arbeitgeber. Dazu fallen mir 2 Möglichkeiten ein:


    1. Könntest Du dir deinen jetzigen Job mit wenigen Stunden pro Woche als Nebenjob während des Studiums vorstellen? Dann mit der Personalstelle (oder wer auch immer zuständig ist) über eine Stundenreduzierung verhandeln.

    2. Rechtzeitig die Problematik erklären und versuchen per Aufhebungsvertrag aus dem Job rauszukommen.


    Du bist nicht der Erste, den es so geht.

    Zusammenfassung des Brainstormings:


    - Ich könnte evtl. bis Ende Juli warten. Bis dann weiss ich ob ich eine Zusage habe und dann kündigen. Widerrum hier ist dann aber die Kündigung nur auf Ende Oktober beim Arbeitgeber möglich. Ich muss aber in Oktober bei Studiumsbeginn bei ein paar Pflichtvorlesungen anwesend sein.

    Ich hab noch 15 Urlaubstage gut und einige Überstunden. Damit könnte ich den ganzen Oktober abdecken. Nur ich weiss nicht ob mein Arbeitgeber den Urlaubsanspruch genehmigen muss?

    Sollte ich mal den Betriebsrat fragen? Haben die eine Schweigepflicht?


    - Meine Eltern meinten ich soll meinen Chef fragen ob ich ggf. weiterarbeiten kann wenn die Zusage vom Studium nicht erfolgt. Hier bin ich etwas unsicher ob das 0berhaupt gut ankommen kann. Zu sagen ich möchte kündigen für ein Studium und wenns doch nicht klappt würde ich gerne bitte weiterbleiben. Sowas macht doch das Vertrauen kaputt oder?


    - Volles Risiko gehen. Jetzt kündigen, beten, hoffen, zweifeln und gleichzeitig sich auf andere Jobs bewerben - falls keine Zusage käme.


    Oh man ich hab echt Schiss Leute ich steh das erste mal vor der Herausforderung eine Entscheidung zu treffen. Ich will nicht arbeitslos werden und dann 4 Monate warten bis ich mich zum Sommersemester erneut bewerben kann...


    Was denkt ihr?

    HugoValente schrieb:

    Ich hab noch 15 Urlaubstage gut und einige Überstunden

    Du könntest vielleicht sogar noch einige Stunden ansammeln bzw. im Oktober vielleicht sogar einige Tage arbeiten.


    Ich würde auf keinen Fall ohne Zusage kündigen.

    Taps schrieb:
    HugoValente schrieb:

    Ich hab noch 15 Urlaubstage gut und einige Überstunden

    Du könntest vielleicht sogar noch einige Stunden ansammeln bzw. im Oktober vielleicht sogar einige Tage arbeiten.


    Ich würde auf keinen Fall ohne Zusage kündigen.

    Ich weiss aber nicht ob ich den Urlaub so verlangen kann? Kann ja sein das mein Arbeitgeber widerspricht und ich an manchen Pflichtvorlesungen nicht teilnehmen kann dadurch.

    Taps schrieb:

    1. Könntest Du dir deinen jetzigen Job mit wenigen Stunden pro Woche als Nebenjob während des Studiums vorstellen? Dann mit der Personalstelle (oder wer auch immer zuständig ist) über eine Stundenreduzierung verhandeln.

    2. Rechtzeitig die Problematik erklären und versuchen per Aufhebungsvertrag aus dem Job rauszukommen.


    Du bist nicht der Erste, den es so geht.

    Zu Punkt 1: Ja könnte ich mir vorstellen. An den Tagen wo ich keine Pflichtvorlesung habe da könnte ich Teilzeit arbeiten. Aber als Vollzeitstudent darf man auch nicht mehr als 450€ Basis verdienen soweit ich weiss.


    Zu Punkt 2: Aufhebungsvertrag wäre klasse aber ich denke mein Unternehmen wird vermutlich nicht zustimmen. Sie werden in den 3 Monaten keinen passenden Ersatz / Neueinstellung finden. Mich dann daher freiwillig früher gehen zu lassen. Denke es eher nicht. Aber ein Versuch ist es Wert. Danke für den Tipp

    Nicht kündigen. Erst, wenn die Zusage kommt. Das erste Semester kannst Du wahrscheinlich, je nach Studiengang auch so überbrücken. Man muss nicht zu allem gehen und man muss nicht die Woche in der FH verbringen.

    King-kong14 schrieb:

    Wie ist denn dein Verhältnis zu deinem Chef?

    Mal mit ihm gesprochen, ob man zur Not einen Aufhebungsvertrag machen kann oder die Kündigungsfrist bis Ende September begrenzt?


    Ich würde nicht voreilig kündigen.

    Alternativ fragen, ob Teilzeit möglich wäre, wenn du nicht raus kommst?

    Mein direkter Vorgesetzter (Abteilungsleiter) weiss noch nichts. Die Personalstelle macht wer anders. Arbeite für einen Dax Konzern.


    Natürlich muss ich vor der Kündigung mit der Personalstelle erst meinen Chef einweisen da er dann das Problem hat Ersatz zu bekommen.


    Das Verhältnis zu meinem Chef ist okay. Nicht besonders gut wenn du das denkst.

    Ich hab von "Hören-Sagen" mitbekommen das er ein Skorpion sein kann. Also jemand der zusticht wenn es ihm missfällt.

    criecharlie schrieb:

    Nicht kündigen. Erst, wenn die Zusage kommt. Das erste Semester kannst Du wahrscheinlich, je nach Studiengang auch so überbrücken. Man muss nicht zu allem gehen und man muss nicht die Woche in der FH verbringen.

    Okay ich weiss nur nicht ob ich den Urlaub so verwenden darf. Kann mein Arbeitgeber widersprechen?

    HugoValente schrieb:

    Zu Punkt 1: Ja könnte ich mir vorstellen. An den Tagen wo ich keine Pflichtvorlesung habe da könnte ich Teilzeit arbeiten. Aber als Vollzeitstudent darf man auch nicht mehr als 450€ Basis verdienen soweit ich weiss.

    Das stimmt so nicht.


    Es geht um die Stundenzahl.

    Zitat: Davon wird grundsätzlich ausgegangen, wenn Studierende nicht mehr als 20 Wochenstunden arbeiten.

    Quelle: http://studienwahl.de/de/studi…ten/jobben/jobben0288.htm

    Korrekt. Ich habe auch auf 20 Stundenbasis gearbeitet und konnte in den Semesterferien sogar Vollzeit arbeiten.


    ansonsten würde ich auf den Arbeitgeber zugehen (Betriebsrat hat Scheigepflicht!) und dort fragen, ob es möglich wäre bei einer Zusage einen Aufhebungsvertrag zu machen. Zumindest mein Arbeitgeber stellt sich da nicht in den Weg.

    okay Danke. Ich werde die Tage mal mich an den Betriebsrat wenden.


    Und da mehrere von euch der Meinung sind ich soll bis Zusage warten so werde ich das auch besser so ausführen. Evtl. gibt es ja die Möglichkeit mit Aufhebungsvertrag.


    Aber wann ist der richtige Zeitpunkt?

    Mein Freund ist Marktleiter und ua. auch für Personal in seinem Unternehmen zuständig.

    Er meinte das könnte unnötig Ärger geben wenn ich vor der Kündigung quasi 1 Monat vorher schon nach einem Aufhebungsvertrag frage??

    HugoValente schrieb:

    Ich weiss aber nicht ob ich den Urlaub so verlangen kann? Kann ja sein das mein Arbeitgeber widerspricht und ich an manchen Pflichtvorlesungen nicht teilnehmen kann dadurch.

    Wie war es denn bisher mit den Ferien? Was sind deine Erfahrungen in diesem Betrieb?


    Eines ist sicher: Auf keinen Fall kündigen! Alles andere wird sich ergeben und wird lösbar sein. Halt den Ball etwas flacher... ;-)