Ich würde tatsächlich auch nicht zu der Trauung kommen sondern erst später. Witzig, jetzt verlagert sich alles ein wenig dahin, auch da gehen die Meinungen auseinander. Ich hab mit Kirche ausdrücklich nichts am Hut und auch wenn die Feier meist am Tage der kirchlichen Trauung (so es denn beides gibt) stattfindet, feiere ich die Verbindung der beiden Menschen insgesamt durch die Feier und nicht die vor Gott. Denn das wäre verlogen. Dann müsste ich allein deswegen schon die feier absagen wenns nur darum gehen soll. Aber nach der Standesamtlichen gibts ja keine seperate Feier um das unterscheiden zu können.


    Ich fand die wenigen Hochzeiten bei denen ich im Standesamt dabei sein durfte übrigens sehr sehr schön, auch inhaltlich sehr schön abgestimmt auf das Paar.


    Und ja, ich finde den ersten teil auch stinklangweilig und ich fänd eine Hochzeit auch teils langweilig, da bin ich ehrlich...und für mich eben grad dann, wenn ich nicht tanzen kann, also mein Partner nicht dabei ist. Ja ich weiß ich kann auch mit wem anders tanzen, aber ich geh eig nicht zu ner Hochzeit um da andere Leute kennen zu lernen wenn ich ehrlich bin.

    Ich hätte gern gewusst ob alle die User die hier nicht in der Kirche erscheinen möchten, wenn es um eine kirchliche Trauung geht, weil die nicht gläubig sind, auch nicht zu einer Taufe in der Kirche erscheinen würden, wenn die eingeladen würde?


    Es geht doch nicht um euch, und was ihr für richtig halten, wenn ihr als Gäste eingeladen sind, sondern darum dass das Paar, das kirchlich heiratet, sich eine kirchliche Trauung gewünscht hat, und euch als Gäste eingeladen hat... Warum in allerwelt möchtet man nicht in einer Kirche erscheinen, wenn man eingeladen ist, nur weil man nicht gläubig ist?? ":/ Verstehe ich gar nicht ":/


    Ihr liegt doch keine Versprechung dort ab, sondern das Brautpaar...


    Sorry für OT, aber das würde mich interessieren..

    Um kurz darauf zu antworten. An eine Taufe würd ich wohl gehn. Der Anlass hat ja eigentlich nur einen kirchlichen Hintergrund. Die Hochzeit hingegen ist mehr. Das macht für mich den Unterschied.


    Ich bin auch bei der letzten Beerdigung nicht in die Kirche, sondern nur ans Grab und danach hab ich draussen gewartet, bis der Kirchenteil beendet war. Aus dem Grund, weil ich die ganze Heuchelei nicht mit mir vereinbaren kann.


    Allerdings kenn ich auch niemanden, der traditionell in einer Kirche heiraten würde. Bisher wars entweder nur standesamtlich oder dann mit einem "speziellen" Pfarrer, der die Trauung ohne den ganzen Gotteskram durchgeführt hat. Sowas find ich auch ok.


    Finds völlig ok, wenn das jemand nicht gut findet und seine Probleme damit hat. Allerdings hab ich auch das Recht, diesen Teil für mich persönlich auszuklammern, weils für mich einfach nicht stimmt.

    Ich würde Leute, die nicht zur Trauung in der Kirche erscheinen, aber dann hinterher zur Feier kommen, überhaupt nicht dabeihaben wollen – ist in meinen Augen auch eine echte Unverschämtheit, wenn es nicht vorher explizit mit dem Brautpaar abgesprochen wurde. Hat was von "gratis Essen & Trinken nehme ich gerne mit, aber an Eurer Hochzeit habe ich kein Interesse".

    Ich komme immer auch zur Trauung, ganz klar, wenn ich mich da auch schon häufig gelangweilt habe. Letzten Endes finde ich auch, dass es dazu gehört, aber die Predigten sind immer irgendwie gleich und immer zu lang.


    Was ich aber nicht machen würde, zur Trauung und nachträglichen Sektempfang kommen, wenns NUR das ist.

    Ich fände das auch recht unhöflich von den Gästen. Natürlich kann es sein, dass es aufgrund beruflicher Verpflichtungen oder ähnlichem eben wirklich nicht anders geht. Aber nur weil man selbst nichts mit Religion am Hut hat, der kirchlichen Trauung fernzubleiben fände ich auch seltsam. Man muss ja nicht mitbeten, aber die Teilnahme gehört sich schon, finde ich...

    Mag sein, dass ich am Schluss dann vielleicht doch dabei sein würde. Die Situation hab ich zum Glück nur noch nie erlebt und bin nun wirklich nicht scharf drauf.


    Das Hochzeitsfest an sich ist ja ein Anlass, der von früh bis spät geht. Die (kirchliche) Trauung an sich ist da nur ein kleiner Teil. Wenn auch der elementare, jedenfalls aus religiöser Sicht. Bei der richtigen Trauung auf dem Standesamt sind, so wie ichs kenn, nur ganz wenige dabei, den aus meiner Sicht wichtigsten Teil verpasst man also sowieso.

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    Letzten Endes finde ich auch, dass es dazu gehört, aber die Predigten sind immer irgendwie gleich und immer zu lang.

    Wie war das? Liebe glaubt alles, hofft alles, erträgt alles? ;-D So oder so ähnlich lautet eine der beliebtesten Bibelstellen zur Hochzeit. Ich bin dann gedanklich immer sofort bei all den Kritikpunkten, die ich an dieser Aussage habe und warum ich sie als eine ziemlich ungesunde Haltung empfinde... :=o o:) :-X Wenn man nicht glaubig, aber ein aufmerksamer Zuhörer ist, können Predigten eine besondere Herausforderung für die eigene Gelassenheit sein...

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    Bei der richtigen Trauung auf dem Standesamt sind, so wie ichs kenn, nur ganz wenige dabei, den aus meiner Sicht wichtigsten Teil verpasst man also sowieso.

    Stimmt, ich sehe auch die standesamtliche Trauung als die eigentliche Hochzeit an. :)z

    Ich würde mich dazu durchringen in die Kirche zu gehen, wenn mir das Paar sehr nahe steht und ich weiß, es ist denen sehr wichtig. Ansonsten nicht. Im Moment hab ich die Ausrede Kind aber auch vorher hab ich das so gehalten und nie Probleme gehabt und auf Nachfrage wars dem Paar nicht wichtig, dass ich da dabei war, wenn ich mit Kirche eben nichts am Hut hab. Für mich ist eben auch die standesamtliche Hochzeit die eigentliche.


    Bei einer Taufe wäre das genauso. Ich hab mir viele Gedanken dazu gemacht, ob mir z.b eine taufe für mein kind wichtig wäre und bin bewusst ausgetreten. ich würde aber den Eltern vorher was dazu sagen, sollte ich eingeladen werden.

    Ich bin Agnostiker und bisher zu allen Hochzeiten, Taufen, Beerdigungen und Firmungen gegangen (bei letzterem sogar als Pate) und seh darin kein Problem. Die möchten doch einfach meine Anwesenheit/seelische Unterstützung bei einem für sie wichtigen Fest...


    Und ich würd auch als Goj zu einer Beschneidung gehen, wenn man mich einlädt und mich dabeihaben will... Da würd ich nur an der wichtigsten Stelle die Augen schliessen ;-D

    Ich bin jetzt auch nicht soooo besonders gläubig, v.a. bin ich der Meinung, das Glaube was ganz intimes und individuelles ist, was jeder anders hält und halten kann – manche brauchen dazu die Kirche und Gottesdienste, manche nicht und sind dennoch gläubig. Manche verstehen jede Bibelstelle wörtlich, andere sehen es eher philophisch und ziehen eigene Schlüsse daraus. Und wieder andere glauben gar nicht.


    Mir war immer klar, dass ich eine kirchliche Trauung möchte, auch wenn ich nicht oft (eigentlich nur zu besonderen Anlässen) in die Kirche gehe und die eher frei interpretiere. Mein Partner möchte auch gerne eine kirchliche Hochzeit. Sie wird eben nicht ganz klassisch.


    Ich war schon auf einigen Taufen, Kommunionen und Konfirmationen, Beerdigungen, ein paar Hochzeiten usw. Auch wenn ich nicht mit jedem Gottesdienst oder jeder Art Glauben etwas anfangen kann und gerade in bestimmten Bereichen finde, dass es mehr um die Kirche und Religion selbst geht, die sich da "feiert" (außer natürlich bei Beerdigungen), als um die Person, auf die es an diesem Tag ankommen soll, so habe ich doch bisher noch jeden Gottesdienst gut überstanden ;-D


    Ich denke, auch wenn man es langweilig findet, oder den Gesang nicht mag, damit nichts anfangen kann usw. kann man sich schon mal eine Stunde zusammennehmen, der Person, um die es geht, zuliebe.


    Ich würde nicht sagen, wer nicht mit in die Kirche kommt, der darf auch nicht auf meine Feier kommen, aber ich persönlich halte es bei anderen schon so: Erst die Pflicht, dann die Kür bzw. ganz oder gar nicht (es sei denn es geht wirklich aus zeitlichen Gründen gar nicht anders).

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    Ich würde tatsächlich auch nicht zu der Trauung kommen sondern erst später. Witzig, jetzt verlagert sich alles ein wenig dahin, auch da gehen die Meinungen auseinander. Ich hab mit Kirche ausdrücklich nichts am Hut und auch wenn die Feier meist am Tage der kirchlichen Trauung (so es denn beides gibt) stattfindet, feiere ich die Verbindung der beiden Menschen insgesamt durch die Feier und nicht die vor Gott. Denn das wäre verlogen.

    Hierzulande ist die kirchliche Hochzeit das Hauptereignis, daher schließt sich daran die Hochzeitsfeier an. Soweit ich mich erinnere, wurde ich immer zu der ganzen Feier eingeladen, die eben mit der Zeremonie in der Kirche begann. Obwohl ich vor Urzeiten aus der Kirche ausgetreten bin, habe ich kein Problem damit, bei einer Hochzeit in der Kirche "dabei zu sein". Ich bete ja nicht mit, und wenn die anderen knien, setze ich mich halt. Ich habe sogar für einen Verwandten mal eine Fürbitte vorgelesen – die hatte der extra passend für mich ausgesucht, und natürlich hab ich die Floskel mit Gott dabei weggelassen, was für das Brautpaar absolut ok war.

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    Wenn man nicht glaubig, aber ein aufmerksamer Zuhörer ist, können Predigten eine besondere Herausforderung für die eigene Gelassenheit sein...

    Da sagst du was Wahres ;-D


    Ich finds ja witzig, dass selbst Leute, die mit Religion nichts am Hut haben, häufig unbedingt eine Hochzeit in der Kirche haben wollen. Einmal war ich bei einer Hochzeit dabei, wo offenbar so gut wie keine regelmäßigen Kirchgänger eingeladen waren – die meisten Freunde des Brautpaars waren Agnostiker, Atheisten, Muslime etc und kannten die Kirche nur durch Hochzeiten etc von innen (wie ich). Keine Sau wusste, wann man aufsteht, wann man was brabbelt, wann man sich wieder hinsetzt, wann und was man singt, usw. Der Höhepunkt war dann der Auszug aus der Kirche nach Ende des Gottesdienstes. Der Pfarrer und die Ministranten flanierten raus, das Brautpaar blieb sitzen. Die dachten wohl, da kommt noch was, und da sie mit dem Rücken zur Tür saßen, haben sie nicht gemerkt, dass so langsam alle die Kirche verließen ;-D ;-D ;-D Da hab ich mir gedacht "Aber kirchlich sollte es schon sein, wie?"

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    Ich bin Agnostiker und bisher zu allen Hochzeiten, Taufen, Beerdigungen und Firmungen gegangen (bei letzterem sogar als Pate) und seh darin kein Problem.

    Wenn ich die Patenschaft übernehmen sollte, würde ich allerdings schon ein Problem sehen und das daher keinesfalls machen. Das ist doch ein kirchlicher Akt und ein religiöses Versprechen. Wenn man als Konfessionsloser Taufpate sein wollte, müsste man bei uns dem Pfarrer gegenüber auch noch behaupten – wenn er sowas überhaupt zulassen würde – dass man an einer katholischen Kindererziehung mitwirken wird. Wäre in meinem Fall glatt gelogen und würde ich daher auch nicht machen.