Hallo,


    die Diskussion ist schon einige Wochen alt, aber ich möchte jetzt meine Meinung zu dem Thema äußern.


    Ich würde zu einer Hochzeit grundsätzlich den Partner, sofern vorhanden, mit einladen, ob er dann mitkommen möchte sei ihm überlassen. Für die Planung würde ich auf der Antwortkarte die Auswahlmöglichkeit "ich kommen mit Partner/ich komme allein" anbieten.


    Warum sollte man den Partner ebenfalls einladen:


    Hochzeiten finden üblicherweise am Wochenende statt. Eine Hochzeit ist nicht selten mit einer längeren Anreise oder mit einer Übernachtung verbunden. Wenn man ohne Partner einlädt, muss der Gast am freien Wochenende seinen Partner einen oder gar 2 Tage allein lassen. Gerade für berufstätige Paare bleibt oftmals nur das Wochenende für gemeinsame Unternehmungen. Manche Paare haben zudem nicht an jedem Wochenende frei. Ich würde nicht ohne Not meinen Partner am gemeinsamen freien Wochenende allein lassen.


    Werden einzelne Personen ohne Partner eingeladen, andere als Paar, schafft man eine Zweiklassengesellschaft. Wieso dürfen andere ihren Partner mitbringen, wieso ich nicht?


    Wenn man als Brautpaar den ein oder anderen Partner nicht kennt, ist doch gerade so eine Feier die Gelegenheit, den Partner kennenzulernen. Da üblicherweise eine Hochzeitsfeier mit einem zwanglosen Empfang beginnt, entweder direkt nach der (kirchlichen) Trauung oder später in dem Lokal, kann man sich dort bekannt machen. Viele Partner, die das Brautpaar nicht kennt, kennen sich aber untereinander, so dass keine Langeweile entstehen dürfte.


    Sind die Plätze im Lokal begrenzt, würde ich einfach weniger Gäste zur Hochzeit einladen anstatt einigen wenigen zuzumuten, ohne Partner zu kommen.


    Zu sagen, das ist "meine" Hochzeit, ich möchte entscheiden mit wem ich feiere, und ich möchte keine Personen dabei haben die "ich" nicht kenne, zeugt von purem Egoismus.


    Das Wohl der Gäste sollte genauso wichtig sein. Und der Gast fühlt sich mit Partner eben wohler als ohne.

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    Wie habt ihrs jetzt gelöst? @:)

    Es wird darauf hinauslaufen, dass wir die Kollegen als Gruppe einladen, ohne Partner. Es muss niemand (von den Kollegen) von so weit Anreisen, dass eine Übernachtung nötig wäre.


    Allerdings hat sich mittlerweile wieder so viel ergeben, Trennungen, neue Partner, zu manchen Freunden hat mein Mann kaum noch Kontakt bzw. gabs ein wenig Knatsch und überlegt, ob er die dann überhaupt einladen will, so dass die Anzahl der Gäste doch wieder schwankt. Also sicher ist leider noch gar nix :-(

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    Es wird darauf hinauslaufen, dass wir die Kollegen als Gruppe einladen, ohne Partner. Es muss niemand (von den Kollegen) von so weit Anreisen, dass eine Übernachtung nötig wäre.

    Das finde ich gut und sinnvoll.

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    ... Trennungen, neue Partner ...

    das ist doof, denn wenn man eigentlich beide "Alt-Partner" mag, kommt der Balanceakt, wen man einläd, ob nur einen oder beide und ob die das wollen würden (sprecht das Thema vorher an!) und dann natürlich noch die Neu-Partner (falls vorhanden)... ihr werdet es schon meistern!

    Oh man, diese blöden Einladungen nerven mich auch. Ich heirate nächstes Jahr im August und bin auch gerade völlig überfordert... ich muss jetzt schon bescheid sagen wie viele Leute kommen. Ich weiß weder wen ich nun wirklich einlade, weil wir uns so eine große Party einfach nicht leisten können, aber unsere Familien sind schon so groß und ich will nicht nur "alte" da sitzen haben.


    Wann schickt man die Einladungen los?


    Und was ist mir Single Freundinnen? Woher soll ich wissen ob die bis nächstes Jahr einen Partner haben?


    Ich will nicht auf mir wichtige Freunde verzichten nur weil die Anzahl der Gäste schon durch mir unbekannte Partner ausgereizt ist...

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    Ich will nicht auf mir wichtige Freunde verzichten nur weil die Anzahl der Gäste schon durch mir unbekannte Partner ausgereizt ist...

    Ja, das war überhaupt mein Anfangsproblem – und eben, dass keine Leute einladen will, nur weil ich sie einladen muss

    Ja genau. Ich lade aber auch nur wenige Freunde ein, da muss ich dann eben damit leben, dass da die Männer mit kommen, ich kenne nur 3 davon und die nicht sehr gut, aber ich will ja auch, dass meine Freundinnen Spaß haben und feiern. Ich habe aber viele Singles dabei, das finde ich momentan noch viel schwerer. Dann müsste ich ja auf der Einladung schreiben "ich lade dich ein, wenn du bis dahin einen Partner hast, hast du Pech gehabt"


    Beim Trinken würde mich das nicht so stören, das ist relativ günstig, aber beim Essen dürfte kein Eingeplanter kommen. Klingt alles so fies, aber ich hab echt nicht soo viel Kohle.

    Interessantes Diskussionsthema. Bei den Hochzeiten, auf denen ich so war, war es nicht unüblich, dass die Kollegen alleine kamen, meist dann als Gruppe und da war keiner eingeschnappt, im Gegenteil. Wenn Arbeitskollegen mit Partner, dann kenne ich das so, dass die Partner selbst dann auch Bekannte sind.


    Es ist erschreckend, was heutzutage alles für selbstverständlich angenommen wird. Manche sollten sich vielleicht auch mal in Bescheidenheit üben. Mir wärs unangenehm, "nur" als Partner mitzugehen und jemandem auf der Tasche zu liegen, den ich sonst nicht weiter kenne und keinen Kontakt pflege...

    Ich glaub als Eingeladener macht man sich gar keine Gedanken darüber wie viel der Gastgeber an dem Abend für einen hinblättern muss, habe ich jedenfalls noch nie getan. Ich war aber auch erst auf 2 Hochzeiten und die waren im engsten familiären Kreis.


    Ehrlich gesagt vergeht mir bei der Planung schon die Vorfreude auf die Hochzeit, da mein Partner und ich uns so uneinig sind und ich seine Einstellung dazu richtig bescheuert finde. Leider gibts bei uns einige innerfamiliäre Probleme was alles noch schwerer macht!

    Zitat

    Ich glaub als Eingeladener macht man sich gar keine Gedanken darüber wie viel der Gastgeber an dem Abend für einen hinblättern muss, habe ich jedenfalls noch nie getan.

    Naja, um das Wieviel gehts ja auch gar nicht. Eher darum, dass es für mich nicht selbstverständlich ist, als "unbekannter Partner" zu einer Hochzeit eingeladen zu sein. Würde meine Freundin eine Einladung ohne mich bekommen, würde ich mich für sie freuen und sie sogar, ganz selbstverständlich, hinfahren und zu gewünschter Zeit auch wieder abholen. :-) :)z

    Ja, wenn ich von mir ausgehe, ich wäre auch nicht böse. Die Arbeitskollegen von meinem Freund kenne ich zum Beispiel gar nicht, da würde ich auch nicht hin wollen.


    Bei gemeinsamen Freunden wäre ich dagegen schon sauer, wenn nur er eingeladen wird. Aber ich denke das macht keiner.

    Hallo,


    ich war vor wenigen Tagen zum runden Geburtstag eines meiner Chefs eingeladen, und der hatte alle, die einen festen Partner haben, zu zweit eingeladen. Fast alle eingeladenen Partner waren auch gekommen.


    Obwohl meine Frau den Chef nicht kannte und eigentlich nur mirzuliebe und aus Höflichkeit zu dem Gastgeber mitging, war sie erstaunt, dass doch zahlreiche Personen dabei waren, die sie kannte. Sogar einer ihrer Kollegen traf sie dort, sie wusste vorher nicht, dass auch er eingeladen war. Eine andere ihr bekannte Person war mit dem Chef sogar verwandt.


    Viele Partner kannten sich bereits von anderen Einladungen, und ich hatte den Eindruck, dass keiner der miteingeladen Partner sich langweilte. Die "unbekannten" Gäste hatten sich überwiegend schnell in die Gästegemeinschaft integriert. Die Stimmung war sehr gut. Für alle eine schöne Feier.


    Deswegen finde ich es nicht richtig zu sagen, den kenne ich nicht, den will ich auch nicht dabei haben.

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    Zu sagen, das ist "meine" Hochzeit, ich möchte entscheiden mit wem ich feiere, und ich möchte keine Personen dabei haben die "ich" nicht kenne, zeugt von purem Egoismus.

    seh ich auch so, ich kenne eine Hochzeit nur als "öffentliches", lustiges Ereignis an dem alle Spaß haben, wo auch mal der ein oder andere einfach mitgenommen wird. auf so eine versteifte Feier würde ich garnicht gehen wollen, das ist hier einfach total unüblich ":/

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    Die Arbeitskollegen von meinem Freund kenne ich zum Beispiel gar nicht, da würde ich auch nicht hin wollen.

    Wenn jeder Partner der Arbeitskollegen so denkt, mag das stimmen. Aber das wäre doch eine Gelegenheit, die anderen Partner der Kollegen kennenzulernen. Das geht natürlich nur, wenn möglichst viele Partner mitkommen.

    Da würde ich nicht hin wollen, war auch falsch ausgedrückt. Ich wäre nicht böse, wenn ich nicht eingeladen bin, trifft es besser.


    Meist sind solche Veranstaltungen dann doch lustiger als man erst mal meint. Also bei einer gemeinsamen Einladung würde ich natürlich mitgehen, auch meinem Partner zur Liebe.


    Wir haben jetzt übrigens auch eine Regelung gefunden für unsere Hochzeit.


    Wir fangen erst 17 Uhr an zu feiern mit der Familie, die Freunde kommen erst 20 Uhr, so kann man unbeschwerter feiern und es ist völlig egal ob Partner mitkommen oder nicht.