Was heißt denn eigentlich kleine Feier? Kannst du mal ne Zahl nennen?


    CoteSauvage: Wenn sie den Partner nicht kennt, dann natürlich nicht. Aber ich würde mich schlicht nicht neug wertgeschätzt fühlen, wenn er nicht dabei sein dürfte, andere Partner aber schon. Für mich ist das ein Zeichen der Wertschätzung. Genau wie in einem anderen Faden, in den es darum ging, ob man ohne Babys/Kinder einladen darf zu einer Feier, die dann sogar auf den Nachmittag gelegt wurde. Da würd ich auch nicht auftauchen, wenn nur gesagt würde: du ja, kind nein. Das ist eben mein Leben: mein Kind und mein mann...und ich bin so wie ich bin, weil ich die zwei habe. vielleicht ne komische einstellung für einige, aber meine ;-)


    Was würde denn eigentlich passieren, wenn nun einer der langjährigen Freunde plötzlich nen neuen Partner hätte? Wäre der dann mit eingeladen oder nicht?


    Und sind deine Kollegen so klar getrennt von Freunden? Eine Kollegin ist für mich z.b. beides. die treff ich auch mal so und war z.b mit ihr im urlaub. Ich hatte bei ihr übrigens kurz vor unserer hochzeit folgende situation: sie war single, dementperechend allein eingeladen, samt übernachtung. sie rief 4 wochen vorher an, ob das umbuchbar sei in ein doppelzimmer, sie habe nun einen festen partner. klar ging das, für mich selbstverständlich. auf nachfrage kam dann raus, dass ich ihn kenne: ein gemeinsamer Kollege, der vorher so nicht eingeladen war. Trotzdem habe ich mich gefreut, dass er dann mitkam.


    Und bei uns gabs auch noch folgende Situation: Wir haben durchaus noch immer unterschiedliche Freunde. In einem bestimmten Freundeskreis von meinem Mann bin ich sehr selten dabei, das ist einfach nicht so meine Welt. Die Partnerin eines Freundes von ihm hatte ich erst einmal gesehen und fand sie auch nicht so prickelnd. Trotzdem durfte sie kommen. Genauso wie einige Freunde von dieser Seite eingeladen waren, mit denen er befreundet ist, ich aber nicht und ich auch nicht sein möchte. Habt ihr sowas gar nicht? Getrennte Freunde?

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    Damit hast du das Argument mit dem 2-Klassen-System aber nicht widerlegt. Das scheint es doch zu sein, was die meisten hier verletzt (und nach meinem Empfinden sieht es die Mehrheit in beiden Threads so, dass es nicht ok sei, den Partner nicht einzuladen).

    Ja, da hast du Recht.

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    Deine Einladung wird offenbar so wahrgenommen, dass die Freunde in deinen Augen was "Besseres" sind als die Nicht-Freunde (Bekannte/ Kollegen) (was übrigens stimmt: Freunde sind nunmal mehr als bloße Bekannte/ Kollegen).

    Ja, soweit stimmts ja auch und das ist doch völlig normal, oder nicht?

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    Deren Partner lädst du ja nicht als Individuen ein (weil sie auch Freunde von dir sind – dann würde sich das Problem gar nicht stellen), sondern deswegen, weil sie Anhängsel deiner Freunde sind (oder der Freunde deines Mannes).

    Ok, so langsam verstehe ich, wo das Problem liegt. Ich lade diese Personen nicht als (meine) Freunde ein, das stimmt. Ich würde sie vermutlich auch nicht einladen bzw. gar nicht kennen, wenn sie nicht der Partner eines Freundes von mir oder meinem Partner wäre. Im weitesten Sinne würde ich sie aber als "unsere Freunde" bezeichnen – i.d.R. Wir machen Pärchenabende usw. man kennt und versteht sich. Ich würde nicht sagen, die Partnerin eines Kumpels meines Freundes ist meine Freundin, aber man kennt sich, man versteht sich, man unternimmt öfters mal was zusammen... sie sind halt einfach nicht fremd. Und dann gibt es noch ein paar wenige, die ich nicht oder kaum kenne. Aber dafür kennt sie mein Partner eben ganz gut. Das ist für mich schon ein Unterschied zu Personen, die weder mein Partner noch ich wirklich kennen.

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    Wieso machst du dir denn dann überhaupt so einen Kopf darum? Rede halt ehrlich mit denen. Das sollte ja gehen, wenn ihr euch so gut kennt, dass du sie bei deiner Hochzeit dabei haben möchtest.

    Ich habe mich verunsichern lassen, schon im letzten Faden. Erst fand ich die Reaktion der Bekannten ("Irmgard") noch überzogen, aber je mehr Leute ihr beipflichteten...


    Ich muss mit den Kollegen nicht unbedingt weiterhin gut auskommen (berufliche Veränderung) aber ich mag sie und fände es blöd, sie zu verprellen. Ich denke zwar nicht wirklich, dass sie es mir übel nehmen würden – aber das hatte ich bei der Bekannten so ja auch nicht erwartet. Und bisher gabs noch keine Hochzeit. Viele hier sagen ja: Bei einer HOCHZEIT hat man den Partner mit einzuladen, weils da was besonderes ist....

    Kurzer Einwurf: dadurch dass die meisten Paare eh nur am Wochenende füreinander zeit haben, da man unter der Woche arbeitet, macht man am Wochenende dann auch oft Sachen gemeinsam um überhaupt was von einander zu haben.


    Ich finde es also ziemlich frech dass man sagt: komm du nur aber lass deinen Partner bitte alleine Zuhause! :=o

    Wir verzichten Beide auf die Einladung wenn nur EINER erwünscht ist, denn bei uns ist es leider so, dass immer Fahrerei ist und nur einer trinken darf deswegen, mit Bus und Bahn ist manchmal nicht so einfach wenn es über 100 Kilometer auswärts ist.


    Und ganz ehrlich, auf der Hochzeit meiner Freundin kannte auch keiner meinen Lebensgefährten, aber ohne Ihn hätte ich keinen Spaß gehabt und für meine Freundin war es selbstverständlich das die Gäste mit den Partnern erscheinen, der Rest kann sich ja sonst vor dem Standesamt versammeln und sich danach wieder verziehen wenn man nur alleine dürfte.

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    Ich finde es also ziemlich frech dass man sagt: komm du nur aber lass deinen Partner bitte alleine Zuhause! :=o

    Richtig Honey_Bunny91, sehe ich nicht anders

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    Ist das so schwer zu verstehen, liebe Emma?

    Offenbar ja, sonst würde ich ja nicht fragen.

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    Wenn Du Dich keinen gesellschaftlichen Zwängen unterwerfen willst, warum heiratest Du dann überhaupt, Emma?

    sei mir nicht böse, aber das ist hier weder Thema noch geht es dich oder sonst jemanden etwas an




    Eine Zahl möchte ich ungern nennen, aber deeeeutlich unter 100

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    Wenn Du Dich keinen gesellschaftlichen Zwängen unterwerfen willst, warum heiratest Du dann überhaupt, Emma?

    Ich finde, dass sich jeder vernunftbegabte Mensch Gedanken darüber machen kann und darf, welche Konventionen er sinnvoll findet und welche nicht.

    Ich finde es unnötig zu wissen, wie viele kommen. Wird es eine große Feier kommen Kollegen MIT Anhang, wird es eine intime Feier kommen keine Kollegen.


    Das ist wirklich unnötiges Stresspotential, über 800€ hin oder her denkst du in 2 Jahren nicht mehr nach die der Anhang dich kostet. Oder du feierst im Büro mit einer kleinen "Hochzeitstorte" für die Kollegen nach wenn Trennung von Feier/Ständerling nicht möglich ist.

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    Ich lade diese Personen nicht als (meine) Freunde ein, das stimmt. Ich würde sie vermutlich auch nicht einladen bzw. gar nicht kennen, wenn sie nicht der Partner eines Freundes von mir oder meinem Partner wäre. Im weitesten Sinne würde ich sie aber als "unsere Freunde" bezeichnen – i.d.R. Wir machen Pärchenabende usw. man kennt und versteht sich. Ich würde nicht sagen, die Partnerin eines Kumpels meines Freundes ist meine Freundin, aber man kennt sich, man versteht sich, man unternimmt öfters mal was zusammen... sie sind halt einfach nicht fremd. Und dann gibt es noch ein paar wenige, die ich nicht oder kaum kenne. Aber dafür kennt sie mein Partner eben ganz gut. Das ist für mich schon ein Unterschied zu Personen, die weder mein Partner noch ich wirklich kennen.

    Weißt du was, ich glaube, das ist für die meisten Leute einfach zu differenziert. In diesem Fall scheint man entweder beleidigt zu sein oder eben nicht, und das schon gleich, wenn man die Einladung erhält. Du kannst ja auch schlecht in der Einladung eine so differenzierte Argumentation ausbreiten.

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    Oder du feierst im Büro mit einer kleinen "Hochzeitstorte" für die Kollegen nach wenn Trennung von Feier/Ständerling nicht möglich ist.

    Da stellt sich dann bloß ein anderes Problem: Mit allen Kollegen (wie es üblich ist) oder nur mit den netten ]:D

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    Oder du feierst im Büro mit einer kleinen "Hochzeitstorte" für die Kollegen nach wenn Trennung von Feier/Ständerling nicht möglich ist.

    Habe ich auch schon überlegt, aber ich hätte die Kollegen schon gerne bei der Feier selbst dabei.


    So eine Lösung, erst intime Feier, später am Abend dann im größeren Kreis (oder umgekehrt) fände ich da besser, weiß aber nicht wirklich, wie ich das unter den gegebenen Umständen elegant löse.

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    Aber ich würde mich schlicht nicht neug wertgeschätzt fühlen, wenn er nicht dabei sein dürfte, andere Partner aber schon. Für mich ist das ein Zeichen der Wertschätzung

    Es kommt aber darauf an, wie man es rüber bringt/argumentiert. Sie würde ja nicht hingehen und sagen: So Leute, ihr seid nur meine Kollegen, daher dürft ihr eure Partner nicht mitbringen. Meine guten Freunde dürfen aber schon. Und alle, die keinen Partner mitbringen weil sie nicht dürfen, müssen eine Plastiktüte über dem Kopf tragen. Weil ich schätze euch nämlich nicht wert.


    Die Partner ihrer Freunde kommen nicht mit, weil sie die Partner ihrer Freunde sind, sondern weil sie sie kennt! Würde sie die Partner ihrer Kollegen kennen und mögen, würde sie sie gewiss einladen wollen und nicht denken: och Mensch, eigentlich mag ich die Person ja. Aber hey, ist nur der Partner von Kollege X, also lad ich ihn nicht ein, weil meine beste Freundin Mia-Susanne steht mir näher und deswegen darf die ihren Partner mitbringen und Kollege X nicht. Ha!!!

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    So eine Lösung, erst intime Feier, später am Abend dann im größeren Kreis (oder umgekehrt) fände ich da besser, weiß aber nicht wirklich, wie ich das unter den gegebenen Umständen elegant löse.

    An den Umständen ist nichts mehr zu rütteln?

    Kündige am Kollegentisch eine Überraschung draußen an, warte bis alle draußen sind und mach die Türe zu? ;-D


    Nein im Ernst, das elegant zu lösen ist fast unmöglich. Ich fand es auf einer Hochzeit von Freunden schon 'befremdlich' mit Locationwechsel.

    Ist denn die Feier und die Trauung am gleichen Tag? Wir haben nach unserer Trauung im engsten Kreis einen netten Tag verbracht mit Kaffee und Kuchen und später schönem Essen. Bei uns aus anderen Gründen erst ein Jahr später, bei Freunden nur ein paar Tage später war die große Feier mit allen Bekannten und Freunden.


    Ellagant, ich glaub ich würd schlicht drauf reinfallen, wenn ich nur ne Einladung in der Hand hätte, auf der steht für fraggle und nicht für fraggle und fragglesMann. Darauf würd ich gar nicht achten, sondern einfach annehmen, dass die für uns beide gilt, weil ichs nicht anders kenne bei Hochzeiten. Heißt, man müsste schon explizit sagen: Passt mal auf, eure Partner kenn ich nicht, ich möchte nur euch einladen. Und das fänd ich spätestens merkwürdig, wenn ich dann sehen würde, dass zig Leute mit Partner da sind und nur am Kollegentisch "gespart" wurde.

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    Heißt, man müsste schon explizit sagen: Passt mal auf, eure Partner kenn ich nicht, ich möchte nur euch einladen. Und das fänd ich spätestens merkwürdig, wenn ich dann sehen würde, dass zig Leute mit Partner da sind und nur am Kollegentisch "gespart" wurde.

    Das wollte ich auch gerade schreiben.

    fraggle

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    Passt mal auf, eure Partner kenn ich nicht, ich möchte nur euch einladen.

    würdest du das akzeptieren und dann alleine hingehen?

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    Und das fänd ich spätestens merkwürdig, wenn ich dann sehen würde, dass zig Leute mit Partner da sind und nur am Kollegentisch "gespart" wurde.

    aber sie gab die Begründung ja schon. Dass sie die Partner der Kollegen nicht kennt. Wenn also von anderen Leuten Partner da sind (woher weiß man überhaupt wer die eigeladene Person und wer der Partner ist, wenn man die Leute nicht kennt? Also als Kollege), würde ich davon ausgehen, dass sie wohl beide kennt. Also auch den/die Partner/in.

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    Weißt du was, ich glaube, das ist für die meisten Leute einfach zu differenziert. In diesem Fall scheint man entweder beleidigt zu sein oder eben nicht, und das schon gleich, wenn man die Einladung erhält.

    Ja sicher ist das kompliziert und sehr differenziert. Aber ich glaube, eine gewisse Differenzierung zwischen den Gästen nimmt aber doch wohl jeder vor und sei es nur wo sie sitzen oder sonstwie.


    Ich möchte es natürlich gerne vermeiden, dass jemand sauer oder beleidigt ist, aber eben nicht um jeden Preis. Wenn jemand entscheidet, aufgrund meiner Auswahl nicht zu kommen, dann ist das sein gutes Recht und ich verstehe es auch. Dass man sich danach nicht mehr ansieht möchte ich gerne vermeiden.


    Ich schätze meine Kollegen so zwar nicht ein, aber man kann ja nie wissen...


    Es gibt wohl für viele kein Argument, warum man Partner nicht mit einlädt bzw. gibt jedes Argument manchem wieder Anlass, sauer zu sein.


    Eigentlich sollte es mir egal sein, wenn es darum geht, darauf zu bestehen, dass ich nur tue was ich will, weil es mein Tag ist. Aber es ist mir eben nicht egal. Und es geht ja auch nicht nur ums Prinzip – ich kann nicht jeden Einladen, den ich will oder den ich einladen müsste ohne irgendwelche Abstriche bei der Feier zu machen – sei es der Raum, Kosten, Atmosphäre...


    Ich denke ich werde jetzt einfach mal mit den Kollegen reden und sehen, wie sie reagieren, auch wenn ich Gefahr laufe, es mir mit dieser Anfrage schon zu versauen...

    Versuche aber positiv und selbstbewusst an die Sache ranzugehen. Nicht rumdrucksen, oder unsicher wirken. Sonst kann das Gespräch eher unangenehm werden.


    Und nicht mit der Einstellung "ich versaue es damit schon" rangehen, so "selbsterfüllende Prophezeihung"-mäßig.

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    Kündige am Kollegentisch eine Überraschung draußen an, warte bis alle draußen sind und mach die Türe zu?

    ;-D ;-D ;-D made my day


    na, so fies bin ich dann doch nicht ;-)

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    Nein im Ernst, das elegant zu lösen ist fast unmöglich. Ich fand es auf einer Hochzeit von Freunden schon 'befremdlich' mit Locationwechsel.

    Ich denke auch, dass ich das kaum hinbekomme, ohne dass sich irgendwer trotzdem wieder auf den Schlips getreten fühlt – dann kann ich auch gleich bei meinem Konzept bleiben, das ist dann auch nicht schlimmer.

    Zitat

    Ist denn die Feier und die Trauung am gleichen Tag?

    Es geht nur um die kirchliche Trauung.


    Standesamt ist deutlich vorher und nur im ganz ganz kleinen Kreis