Hund - Wie sage ich es, ohne zu verletzen?

    Hallo!


    Ich habe eine Frage, vielleicht haben insbesonderen Hundehalter Tipps für mich. Meine Bruder und seine Frau haben seit kurzem einen Hund, der wirklich toll ist. Sie sind auch beide total vernarrt in ihn.


    Ich habe absolut nichts gegen Hunde, möchte diese aber nicht in meiner Wohnung (beziehungsweise bald in unserem Haus) haben. Dabei frage ich mich, wie ich es ihnen sage, ohne sie zu verletzen. Da wir sehr viel miteinander zu tun haben, muss ich das wohl sehr bald tun. Rein organisatorisch kann er in den Garten, der zu unserer Wohnung gehört.


    Und eine weitere Frage schließe ich an. Kann man es irgendwie verhindern, dass Hunde unseren Sohn (15 Monate) abschlecken?


    Wir haben noch mehrere Hundehalter in unserem Freundeskreis und gerade im Sommer, als Hund und Sohn durch den Garten tollten, ließ sich das kaum verhindern. Mir ist klar, dass er durch das Abschlecken nicht direkt krank wird, aber das mag ich überhaupt nicht.


    Mich würde deshalb sehr interessieren, wie solche Aussagen auf Hundehalter wirken. Komme ich da sehr zickig rüber, auch wenn ich es nett sage?


    Würde mich über Meinungen freuen!

  • 56 Antworten

    ich hatte auch lange jahre einen hund und hatte kein problem damit, wenn jemand klar gesagt hat: lasst ihn bitte zuhause/im auto, im garten... ich hätte auch niemals "rechtefertigungsdruck" aufgebaut, mit der frage "warum?"


    hast du denn das gefühl, dass du deinem bruder erklären musst, er versuchen würde dich in grund und boden zu diskutieren?


    auch mit dem abschlecken hast du das heft in der hand. du sagst dem hundehalter klipp und klar, dass du das nicht möchtest, sie mögen bitte ein auge drauf haben - und auch hier würde ich mich gar nicht wegen des warum in diskussionen verwickeln lassen.


    (ganz davon abgesehen bin ich natürlich schon neugierig, warum du den hund nicht in der wohnung haben willst ;-) )

    Kannst du denn begründen, warum du sie nicht im Haus haben willst?


    Wenn mich jemand bittet, meinen Hund Zuhause zu lassen, ist das für mich in Ordnung, gerade wenn es eine konkrete Begründung gibt. Dass er dagegen in den Garten soll, fände ich je nach Wetter nicht so toll.


    Wäre der Hund tagsüber schon viel alleine würde ich mir ggf. überlegen, dann nicht zu Besuch zu kommen, ständig allein zu sein ist für den Hund nichts.


    Zum Thema Ablecken: Kommt auf den Hund an. Und die Halter.


    Ich würde eine Mischung testen aus a) Versuchen zu unterbinden, dass das Kind abgeleckt wird und b) entspannter zu werden, wenn es doch mal passiert.

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    Naja, generell ist da doch kein Problem? Sags einfach gerade raus. Und wenn du dann noch die Option mit dem Garten hast ist es doch wunderbar. Da sehe ich kein Problem. Ich sag meiner Tante auch immer sie solle ihren Hund daheimlassen, weil der Hund verdammt viel Haart...

    Zitat

    Kann man es irgendwie verhindern, dass Hunde unseren Sohn (15 Monate) abschlecken?


    Wir haben noch mehrere Hundehalter in unserem Freundeskreis und gerade im Sommer, als Hund und Sohn durch den Garten tollten, ließ sich das kaum verhindern

    das ist schwierig. Der Halter kann das Abschlecken dem Hund kaum verbieten, da es ein Ausdruck des Sozlakontakts für den Hund ist. Und dem Kind das toben/spielen mit Hunden deswegen zu untersagen, wäre schade. Auch, wenn ich dich verstehen kann, dass man es nicht so toll findet.

    Danke für eure Antworten, das ging ja schnell!


    Das Gefühl, mit meinem Bruder diskutieren zu müssen, habe ich überhaupt nicht. Der ist echt in allen Lebenslagen tiefenentspannt. ;-D Es geht mir eher um meine Schwägerin. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass sie sich überhaupt nicht vorstellen kann, dass es Leute gibt, die keine Hunde in der Wohnung haben möchten. Zumindest sind wir mal zusammen spazieren gegangen und haben dann bei gemeinsamen Bekannten geklingelt. Da hat sie den Hund ganz selbstverständlich mit herein genommen. Und man merkt auch einfach, dass er ihr (wenn auch sehr großes) Baby ist. ;-)


    In unserem Garten gibt es aber tatsächlich keinen überdachten Bereich. Daran habe ich noch gar nicht gedacht. ":/ Fände es echt schade, wenn der Kontakt deswegen weniger würde!


    Nun, zum Grund muss ich sagen, dass es hauptsächlich das Haaren und irgendwie auch mein Hygiene-Empfinden ist. (Gerade auch, da mein Sohn sehr viel auf dem Boden spielt und Spielzeuge da liegen hat.) Wie gesagt, rein objektiv ist mir klar, dass das nichts macht, und ich kenne auch die Studien zu Kindern mit Haustieren und Allergien. Aber mein Zuhause ist meine Wohlfühloase, und ich möchte das einfach nicht.


    Dass ich das Abschlecken nicht möchte, habe ich auch schon kommuniziert, aber gerade bei der Begrüßung geht das irgendwie nicht ohne. (Gegen Schnuppern habe ich natürlich nichts!)

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    DieKruemi, danke für die Info. Hätte ja sein können, dass es da einen einfachen Weg gibt. Das Spielen werde ich meinem Sohn deshalb aber auf keinen Fall verbieten! Ich habe nur beim Abschlecken immer vor Augen, wo der Hund sich vorher beim Spazieren genussvoll durchgewühlt hat. |-o Sorry, ich weiß, dass das pingelig klingt, aber ich kann nicht anders.

    Immer dieser Hygiene-Wahn-Wahnsinn. Aber, wie oben bereits erwähnt, einfach klar raus mit deinen Bedenken. Wird schon klappen.

    ich habe selbst 2 hunde und finde es aus meiner sicht nicht selbstverständlich, dass die überall mit hin dürfen. im gegenteil, ich frage vorher, ob die hunde mit können - und ansonsten bleiben sie eben zu hause. kann das schon verstehen, dass nicht jeder einen hund in der wohnung haben möchte. im freundeskreis habe ich zb auch leute mit sehr grossen hunden, da sage ich dann auch, ob sie die nicht besser zu hause/im auto lassen könnten. meine hunde sind nun eher klein mit 9 und 12kg und ein grosser hund "passt" auch irgendwie nicht in meine wohnung und ich möchte auch das gesabber hier nicht haben.... :=o manche rassen sabbern ja gerne mal etwas mehr. die bitte ich dann auch, den hund draussen zu lassen. war bisher nie ein problem.


    dass du etwas "pingelig" bist, ist doch deine sache. dem kind passiert aber nichts, wenn es im dreck spielt - im gegenteil ;-)

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    Zitat

    Ich habe absolut nichts gegen Hunde, möchte diese aber nicht in meiner Wohnung (beziehungsweise bald in unserem Haus) haben. Dabei frage ich mich, wie ich es ihnen sage, ohne sie zu verletzen.

    Einfach sagen. Ich habe auch einen Hund, den ich sehr, sehr gerne mag und überall hin mitnehmen. Aber wenn das nicht erwünscht ist, dann finde ich auch eine Lösung. Meine Mama will meinen Hund nicht soooo wahnsinnig gerne im Haus haben, also bleibt das Hundetier halt wahlweise im Auto oder im Vorraum des Hauses.


    Schränkt halt meine Besuchsdauer unter Umständen ein bisschen ein.

    Zitat

    Und eine weitere Frage schließe ich an. Kann man es irgendwie verhindern, dass Hunde unseren Sohn (15 Monate) abschlecken?

    Natürlich. Für Hunde ist es zwar normales Sozialverhalten, aber da Hunde durchaus soziale Lebewesen sind, kann man ihnen auch freundlich Regeln im sozialen Zusammenleben vermitteln.


    Hunde können lernen wen sie wo abschlecken dürfen. Mein Hund darf mich zB im Gesicht abschlecken, aber keinesfalls über den Mund. Meinen Freund darf sie abschlecken, aber nicht im Gesicht. Und meine Schwester darf sie gar nicht abschlecken, da diese auf den Hundespeichel leicht allergisch reagiert.


    Am besten bringt man das Hunden bei indem man unerwünschtes Verhalten ignoriert und stattdessen ein erwünschtes Verhalten trainiert und positiv bestärkt. Fazit: unerwünschtes Verhalten wird weniger oft bis nicht mehr gezeigt, stattdessen zeigt der Hund das erwünschte und lohnenswerte Verhalten.


    So lange das nicht geübt wurde bis es sitzt, muss der Hund halt notfalls auch im Haus geleint werden (zB Brustgeschirr und Hausleine). Ich als Hundehalter bin dafür verantwortlich, dass mein Hund niemandem ungewollt auf den Senkel geht. Nur weil ich den Hund als vollwertiges Familienmitglied sehe, kann ich doch beim besten Willen nicht von Familie und Freunden verlangen, dass sie das exakt genauso sehen.

    Ich schliesse mich an- unser Hund ist zwar unser Familienmitglied, aber ich habe Freunde, die wollen nicht, dass der Hund bei ihnen im Haus ist und das respektiere ich dann auch. Dann bleibt der Hund bei solchen Besuchen zu Hause.


    Ich würde direkt sagen, dass du das nicht möchtest.


    Ja, man kann verhindern, dass der Hund jemanden abschleckt. Das ist Erziehungssache. Hygiene hin oder her...der Hund schleckt sich oft nach dem Geschäft sauber oder schnüffelt an fremden Haufen rum- das möchte ich qeder bei mir selbst noch bei meinen Kindern im Gesicht haben.

    Zitat

    Natürlich. Für Hunde ist es zwar normales Sozialverhalten, aber da Hunde durchaus soziale Lebewesen sind, kann man ihnen auch freundlich Regeln im sozialen Zusammenleben vermitteln.


    Hunde können lernen wen sie wo abschlecken dürfen. Mein Hund darf mich zB im Gesicht abschlecken, aber keinesfalls über den Mund. Meinen Freund darf sie abschlecken, aber nicht im Gesicht. Und meine Schwester darf sie gar nicht abschlecken, da diese auf den Hundespeichel leicht allergisch reagiert.

    ja. klar kann man das bei SEINEM Hund erziehen. Aber wenn ein Hund generell Menschen ablecken darf, ist es nahezu unmöglich, vom Besitzer zu erwarten, dass er dem Hund "beibringt", dieses eine Kind eben nicht abzuschlecken.

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    Zitat

    ja. klar kann man das bei SEINEM Hund erziehen. Aber wenn ein Hund generell Menschen ablecken darf, ist es nahezu unmöglich, vom Besitzer zu erwarten, dass er dem Hund "beibringt", dieses eine Kind eben nicht abzuschlecken.

    In dem Fall würde bei mir einfach gelten: der Hund bleibt entweder draussen oder eben im Haus an der Leine. Nur weil für manche Hunde keine Regeln gelten, heißt das ja nicht, dass das auch für die Besitzer dieser Hunde gilt :-)

    Danke für eure Antworten!


    Es scheinen ja viele Hundehalter sehr entspannt und flexibel mit sowas umzugehen, was mich optimistisch stimmt. :)^


    Blackheartedqueen, Wahnsinn, dass dein Hund genau weiß (und sich daran hält!), wen er wo abschlecken darf! Der scheint aber echt gut erzogen zu sein. :)=


    NK78, genau die Vorstellung ist es, dich mich beim Abschlecken abschreckt. ;-)

    Schleckt denn der Hund des Bruders wirklich? Meinen Hunden würde das im Traum nicht einfallen, die würden wahrscheinlich hinterher panisch werden vor Angst, dass sie sich beim Menschen was eingefangen haben.... ;-D


    aber ernsthaft:


    dem Hund per se Unarten zu unterstellen, ist auch nicht richtig. Ich würde eher in die Richtung gehen zu sagen, dass derHund gerne mit darf, aber Du fühlst Dich unwohl, wenn....


    wenn sie das dann beeinflussen können, kann er ja mit, wenn sie das nicht können, bleibt er halt weg. Ich nehme unsere HUnd nur in Ausnahmefällen mit zu Besuch und nur dahin, wo ich weiß, das passt. Ich kann mich aber erinnern, dass es früher im Bekanntenkreis meiner Eltern oder auch allgemein sehr üblich war, Hunde immer und überall hin mit zu nehmen,


    das hat sich erst die letzten Jahre geändert, dass der Hund an sich immer mehr auf seinen Wohn- und Wirkungsbereich beschränkt wird. Naja, dafür gibt es ja nun 1000 Hundebeschäftigungsschulen.... ist wohl der Ausgleich für den Wandel der Rolle des Hundes vom Begleiter zum Freizeitobjekt.

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