• Hund - Wie sage ich es, ohne zu verletzen?

    Hallo! Ich habe eine Frage, vielleicht haben insbesonderen Hundehalter Tipps für mich. Meine Bruder und seine Frau haben seit kurzem einen Hund, der wirklich toll ist. Sie sind auch beide total vernarrt in ihn. Ich habe absolut nichts gegen Hunde, möchte diese aber nicht in meiner Wohnung (beziehungsweise bald in unserem Haus) haben. Dabei frage ich…
  • 56 Antworten

    Hmmm...ich weiss nicht. Würde mir jemand sagen :"Lass doch bitte den Hund zu Hause", würde ich der Bitte selbstverständlich nachkommen, das respektiere ich auch. Hiesse es aber :"Lass dein Kind zu Hause", würde ich selbst nicht erscheinen und müsste mir überlegen, ob diese Freundschaft auf Dauer bestehen kann. Bei Trauerfeiern ist das wieder etwas anderes, da respektiere ich dann den Wunsch der Angehörigen (wobei ich so oder so nen Babysitter gesucht hätte, einfach weil es in derSituation auch zu stressig für mich gewesen wäre, aber im Normalfall gilt: mich gibts nur mit Kind oder gar nicht.

    Zitat

    Würdest du das in einem anderen Thread in einem anderen Kontext sagen, würde man dich genauso abstrafen und die Abneigung gegenüber Hunden eher verstehen. Insofern: wirklich interessant, dass es hier andersrum ist. Normalerweise kenne ich es im Internet anders.

    Wieso? Es gibt ja ganz unterschiedliche Gründe dafür. Die TE findet Hunde unhygienisch, was sie streng genommen auch sind, würde mich aber in aller Regel nicht stören. Kleinkinder finde ich mittlerweile anstrengend, meine Wohnung ist nicht ausgerichtet und das Tamtam um die Kinder würde ich nur akzeptieren und wahrscheinlich auch mitmachen, wenn mir dieses Kind etwas bedeuten würde. Ansonsten nein, bitte danke..


    Was ich damit sagen will, wenn man Kontakt möchte zu jemandem, der ein Kind, einen Hund, Partner oder sonstwas in sein Herz geschlossen hat, wird der Kontakt ganz sicher zumindest darunter leiden, wenn man das ablehnt und nicht in sein Haus lässt, was der andere in sein Herz geschlossen hat. Das ist kaum zu verhindern, damit muss man dann eben leben.

    Hallo zusammen


    Bei mir ist es auch so, ich gehe gerne zu jemandem zu Besuch ohne Hund...nur gehe ich auch deutlich rascher wieder...


    Spannend war die Idee meiner Ex-Schwägerin. Ich hatte zu der Zeit 3 Hunde und sie hatte 3 Kinder. Sie meinte wir könnten 1 oder 2 der Hunde mitbringen....als ich denselben Vorschlag für Ihre Kinder gemacht hatte, so fand sie das gar nicht komisch...weshalb bloss :=o

    Ich habe auch einen großen Hund, der wirklich auch haart. Mein Bruder mit Familie sind ziemlich "pingelig", daher lasse ich den Hund meist zu Hause. Im Auto ist halt meistens nicht möglich: zu kalt oder zu warm. Meine frühere Hündin (beides große Hunde) blieb brav auf ihrer Decke liegen, was der junge Rüde jetzt eben nicht zuverlässig tut. Ich hätte kein Problem damit, ihn in der Wohnung in meiner Nähe irgendwo anzuleinen. Allerdings müssen die Gastgeber dann im Gegenzug auch dafür sorgen, dass ihr Kleinkind nicht zum Hund geht, ansonsten kann ich ein Abschlecken natürlich auch nicht verhindern.

    Einfach ganz normal formulieren. In der heutigen Zeit lassen viele die Hunde von sich aus daheim. Ich sage meist - da ich kein Problem damit habe - bringt doch euren Hund mit. Darauf hin werde ich erst noch einmal gefragt ob oh das ernst meine. Ist mir jetzt schon oft passiert.


    Nur wenn man deinen Wünsch kennt, kann man ihm nachgehen.

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    Was ich damit sagen will, wenn man Kontakt möchte zu jemandem, der ein Kind, einen Hund, Partner oder sonstwas in sein Herz geschlossen hat, wird der Kontakt ganz sicher zumindest darunter leiden, wenn man das ablehnt und nicht in sein Haus lässt, was der andere in sein Herz geschlossen hat.

    Es gibt sicher einige Menschen, bei dehnen das der Fall ist. Das ist dann quasi so, als würde man ihnen einen Teil des eigenen Lebens absprechen. So ist dann auch deren Gefühl. Ich persönlich sehe das anders und halte es für eine Form von Respekt, die momentanen Vorlieben und Abneigungen, einer Person zu akzeptieren. Meist hat man auch einen Grund dafür. An der Stelle an der mir etwas zu drastisch ist, da habe ich dann aber auch keinen näheren Kontakt.

    Danke für eure Meinungen!


    Ich werde dann beim nächsten Mal einfach mit der Sprache herausrücken, nützt ja nichts. An die Hund-Kind-Vergleiche habe ich im Vorfeld auch gedacht. Nach dem Motto: "Dann bleibt euer Sohn bei uns aber auch draußen." Aber dazu sind die beiden viel zu vernarrt in den Neffen. ;-)


    Zum Thema un-/erzogene Hunde. In meinem Bekanntenkreis ist tatsächlich kein Hund zu finden, der so gut erzogen ist, wie blackheartedqueen oder criecharly beschreiben.


    Insgesamt finde ich aber, dass sich über die Jahre viel getan hat. Das merke ich zum Beispiel beim Joggen, was ich schon seit langer Zeit tue. Während ich früher noch sehr oft von bellenden Hunden verfolgt wurde, passiert das heute kaum mehr. (Ich laufe eher im Bereich von Feldern und Wäldern, wo Hunde frei laufen.) Heute pfeifen echt 90% der Leute ihren Hund zu sich und lassen ihn sitzen oder halten ihn fest. Das finde ich echt super! :)^


    Auch in der Stadt wird der Hundekotbeutel häufiger genutzt und es gibt weniger "Tretminen".

    Ich komme noch hinterhergetrödelt...wir hatten früher zu Hause immer Hunde, ich habe also nichts gegen sie, im Gegenteil. Hierher kann prinzipiell auch jeder seinen Hund mitbringen.


    Aber meine Schwester hat sich ein schwererziehbares, traumatisiertes und nicht besonders kluges Hundeviech zugelegt. Nachdem sie neulich hier war, habe ich tatsächlich zum ersten Mal in meinem Leben überhaupt gedacht, ey, das wars, beim nächsten Mal sage ich ihr, sie soll das Tier zu Hause lassen. Sofakratzen, Teppichkauen und Mülleimerauskippen finde ich weder bei Kindern noch bei Hunden akzeptabel. >:(


    Und ja, ich finde es völlig legitim, wenn du einfach sagst, pass auf, ich möchte den Hund hier nicht drin haben. Ohne große Diskussionen, darauf würde ich mich gar nicht einlassen.

    Ich habe selbst 2 Hunde und käme gar nicht auf die Idee, die überall mit hinzuschleppen und kann auch die Leute nicht verstehen, die ihr ganzes Leben um ihren Hund herumplanen. Mein Bruder kann zum Beispiel an Weihnachten nicht zur Familienfeier kommen, weil er seinen Hund nicht alleine lassen will, und ich ihm untersagt habe, den mitzubringen. Ich finde es völlig legitim, dass nicht jeder Mensch diese haarigen, dappeligen Monster in seinen vier Wänden haben möchte ;-D


    Meine Hunde lecken übrigens auch niemanden einfach so ab. Der Rüde kann "Küsschen geben", dann schleckt er einmal über die Nase, aber von alleine tun sie das beide nicht. Die mit essbaren Dingen gefüllten Hände meiner Tochter sind hingegen sehr beliebt ]:D

    @ scarface:

    Weißte, deine Meinung ist völlig ok und du musst Hunde auch nicht mögen. Aber der Ton macht die Musik. Und den hast du leider nicht getroffen. Klar, wird dir egal sein. Aber bei mir hast du dich nicht durch den Inhalt deiner Aussage unbeliebt gemacht, sondern durch deine Ausdrucksweise. Aber zum Glück wechselst du ja rechtzeitig die Straßenseite, sollten wir uns mal begegnen ;-D

    Ich habe seit Jahrzehnten einen Hund. Würden meine Geschwister an mich rantreten und mich bitten, ohne zu kommen, würde ich meine Besuche sehr einschränken. Denn meine Geschwister wissen genau, was mir meine Hunde bedeuten und wie es auf mich wirken würde, falls sie so einen Vorschlag machen würden. Allerdings ist mein Bruder völlig hundeverrückt und liegt schneller am Boden zum Toben als ich den Hund von der Leine lassen kann.


    Mein jetziger Hund schleckt keine Kinder ab, mein Hund springt nicht auf die fremde Couch, buddelt nicht im Garten und selbstverständlich habe ich ein Handtuch gegen schmutzige Füße dabei und seine Rasse haart überhaupt nicht. Und als 2fache Mutter kann ich auch sagen, daß meine Kinder mehr Dreck ins Haus schleppen als mein Hund.


    Eine gute Freundin hat eine Tierhaarallergie. Da war es immer selbstverständlich, den Hund aus gesundheitlichen Gründen zuhause zu lassen. Und wenn sie mich besucht, nimmt sie Tabletten und streichelt auch den Hund oder nimmt in beim Spaziergang an die Leine.


    Also bei mir im Garten und Haus dürfen andere Hunde toben und sogar buddeln. Denn ich bin da völlig tiefenentspannt, habe gegen Haare einen Staubsauger oder gegen Buddellöcher eine Schüppe.


    Bei uns ist es sogar so, daß Nachbarskinder zu mir kommen, um im Garten mit meinem Hund toben zu können.

    Zitat

    Weißte, deine Meinung ist völlig ok und du musst Hunde auch nicht mögen. Aber der Ton macht die Musik. Und den hast du leider nicht getroffen. Klar, wird dir egal sein. Aber bei mir hast du dich nicht durch den Inhalt deiner Aussage unbeliebt gemacht, sondern durch deine Ausdrucksweise. Aber zum Glück wechselst du ja rechtzeitig die Straßenseite, sollten wir uns mal begegnen ;-D

    Das ist mir egal, ja. Hoffentlich habe ich jetzt alle deine Ansichten über die Welt bestätigt.

    @ Deliah808

    Zitat

    Meine Bruder und seine Frau haben seit kurzem einen Hund

    Wie lange ist denn der Hund schon bei ihnen? Und sprechen wir hier von einem ausgewachsenen und bereits erzogenen Hund oder von einem Welpen bzw. Junghund?


    Das würde bei meinen Überlegungen, wie ich mit der Situation umgehe und worüber ich mit meinem Bruder spreche, schon eine Rolle spielen. Einen Welpen könnten sie noch gar nicht länger alleine lassen und selbst bei einem erwachsenen Hund würde ich das auch erst langsam in der neuen Umgebung trainieren. Je nachdem, wie lange der Hund schon da ist, muss er ja erst mal ankommen und sich eingewöhnen.


    Wenn Du also in diesen Fällen die (vollkommen legitime!) Regel aufstellst, dass der Hund nicht mit kann, dann richte Dich darauf ein, dass Dein Bruder gar nicht kommen kann, wenn er nicht riskieren will, dass er später umso mehr Probleme mit einem Hund hat, der das Alleinsein auf die "harte Tour" lernen musste.


    Ich kann verstehen, dass Du um ein so kleines Kind keinen Wuselhund herum haben möchtest. Es ist Dein Zuhause, also auch Deine Regeln.


    Die wenigsten Hunde, die das so nicht kennen, kannst Du mal eben in Deinen Garten sperren. Der Hund versteht überhaupt nicht, was da passiert. Und im Normalfall dürfte er alles dran setzen, den ihm unbekannten Garten zu verlassen. Garten ist schön, wenn alle dort sind, aber nicht er alleine.


    Wenn Du mit Hunden grundsätzlich kein Problem hast und sich Deine Abneigung lediglich auf das Anlecken sowie das Haaren im Wohnbereich bezieht, wie wäre es eventuell auch mit einem Kompromiss, mit dem (vielleicht) beide Seiten gut leben können? Letztlich geht es ja darum, dass ihr euch weiterhin sorglos sehen könnt.


    Wäre es für Dich denkbar, vorne im Bereich des Flures ein Kinderschutzgitter anzubringen? Vielleicht habt ihr ja sowieso noch eins da, das ihr verwenden könnt. Dann könnte der Hund im Flur bleiben, sieht und hört seine Bezugspersonen. Er kann lernen, dort auf einer (mitgebrachten?) Decke zu liegen und sich ruhig zu verhalten. Falls was ist, ist Dein Bruder in der Nähe (und kann auch zwischendurch mit ihm mal raus, ohne euch zu stören - und somit insgesamt länger bleiben).


    Der Hund kann seinerseits nicht zu euch in die gute Stube/Küche/usw., haart, wenn überhaupt, nur auf einer sehr begrenzten Fläche, die sich anschließend schnell reinigen lässt, und vor allem kann er auf keinen Fall Dein Kind oder andere Besucher abschlecken. ;-)


    Nur eine Idee, da ich es schade fände, wenn Dein Bruder zwar tiefenentspannt, aber dennoch öfter als ihm lieb ist, absagen muss, um auch seinem Hund gerecht werden zu können.


    Ich denke, so könnten alle mehr voneinander haben.