Die ganze Diskussion ist doch müßig. Ob jemand nun studiert hat oder welche Abschlüsse man hat ist doch letztlich völlig egal. Die Frage ist doch, was man kann, für das ein Arbeitgeber (oder Auftraggeber) bereit ist, Geld zu bezahlen. Dahingehend sind Zeugnisse für den Arbeitgeber nur ein Indiz, ob jemand etwas taugt oder nicht. Danach richtet es sich auch, wie viel Geld einem angeboten wird.


    Ein guter Handwerker, der produktiv arbeitet, verdient deshalb auch mal wesentlich mehr Geld, als mancher Studierter. Wenn man viel verdienen will, muss man seine Dienste dort anbieten, wo Geld ist. Bei der Klientel, die Sozialarbeiter bedienen, eher nicht. Dort ist man Almosenempfänger und lebt davon, was andere erarbeiten. Also muss man damit dann auch zufrieden sein. :)z

    So einfach ist es dann doch nicht.


    In Anbetracht der hohen Belastung, die ein Sozialarbeiter hat, bin ich ebenfalls der Meinung, dass der Job etwas undankbar bezahlt wird.


    Gleiches übrigens mit dem Kita Erzieher.


    Und ja. Natürlich hast du völlig recht. Man muss nicht zwangsläufig studiert haben. Ich kenne 2 Menschen aus dem Bekanntenkreis, die gar keine Ausbildung haben und trotzdem gut verdienen, aufgrund ihres Wissens. Das ist aber eher nicht die Regel.

    Zitat

    Nochmal. Kostenlos studieren bedeutet, dass du dich für dein Studium weder verschuldest und alle Ausgaben ohne Rückzahlungen finanziert bekommst.

    Nochmal: Für das Studium verschuldest du dich nicht. Du verwechselst Lebenshaltungskosten und Studienkosten. Ein Studium ist - bis auf den kleinen Semesterbeitrag wo aber auch noch der Gegenwert eines Semstertickets angegeben ist- kostenlos nachdem vor einiger Zeit die Studiengebühren abgeschafft wurden.


    Wenn ein Student unbedingt ne schicke eigene Wohnung, ein Auto etc. braucht ist das doch sein Privatvergnügen. Ein Studienplatz kostet den Staat viel Geld, der Student bezahlt NICHTS dafür, im Gegenteil, es gibt ja sogar noch Bafög welches nur zum Teil zurückgezahlt werden muss. Ich frag mich immer noch wo du da irgendeine Ungerechtigkeit siehst???

    @ Ernieundbert

    Im öffentlichen Dienst ist es, bezogen auf die Entgeltgruppen, leider ziemlich egal, ob man sein Handwerk sehr gut macht oder nur zweckerfüllend.


    Die Eingruppierung erfolgt u.a. auch nach dem Ausbildungsabschluss.


    Da kann jemand mit Fachausbildung wirklich topfit sein, wird jedoch nie annähernd die Entgeltgruppe des Masterabsoventen erreichen, auch wenn dieser eine komplette Schnarchnase im Job ist.


    Das schürt natürlich die Unzufriedenheit zusätzlich an. Und ja, da nehme ich mich nicht aus.

    @ ratlos:

    Hast du je studiert? Wie nennst du es denn, wenn man 10 000 Euro zurück zahlen muss? Ablasshandel? Natürlich sind das Schulden. Du bekommst nach dem Studium einen Bescheid, der regelt wie viel du pro Monat von deinem Gehalt abknapsen musst um den Betrag zurück zu zahlen.


    Zahlst du nichts zurück und ignorierst die Briefe, sitzt du irgendwann hinter schwedischen Gardinen oder hast den Kuckuck an der Haustür ;-)

    Zitat

    In Anbetracht der hohen Belastung, die ein Sozialarbeiter hat, bin ich ebenfalls der Meinung, dass der Job etwas undankbar bezahlt wird.

    Darum geht es aber nicht. System nicht verstanden. Wenn ich einen Kanal graben will mit einer Schaufel und einer Spitzhacke, habe ich eine enorme Arbeitsbelastung. Und unfairerweise erhalte ich dafür dann nur 1/50 des Lohns von einem Baggerfahrer, der gemütlich in seinem Bagger sitzt und "nur" ein paar Hebel bedient. Undankbar, oder?

    Zitat

    Ach, wann hast du dann denn kostenlos studiert? Wenn du Bafög empfängst, was du zurück zahlst? Ja, klar und 3 Mal 3 ist 30. %:|

    Worauf willst du hinaus? Ich empfange kein Bafög, ich zahle schließlich zurück.

    Zitat

    Mit einem Darlehen studierst du nicht kostenlos. Wenn du ein Haus kaufst und einen Kredit aufnimmst, hat dir deshalb der Staat noch lange nicht das Haus gekauft, sondern du selbst. %-|

    Das mit dem kostenlos studieren wurde ja nun wirklich schon hinreichend erklärt. Wenn ich ein Haus kaufe und einen Kredit aufnehme, verdient die Bank an den Zinsen ziemlich gut an mir. Bafög ist ein zinsloses Darlehen. Und doch, der Staat schenkt mir sogar etwas (wie ich bereits sagte): ich zahlen nicht so viel zurück, wie ich erhalten habe.

    @ Diana:

    wieso unterstellst du eigentlich jedem hier keine Ahnung zu haben? ja, ich habe studiert... %-|


    Das kostete aber wirklich Kohle, die allerdings mein Arbeitgeber bezahlt hat, habe ein duales Studium gemacht.


    Das tut aber nichts zur Sache.


    Bafög ist zu Deckung der LEBENSHALTUNGSKOSTEN. Nicht für die STUDIENKOSTEN. Es gibt keine Studiengebühren in Deutschland, das Studium ist kostenfrei.


    Zwingt dich jemand Bafög zu beantragen wenn du studieren gehst? NEIN. Du kannst also völlig OHNE Bafög studieren. Toll, oder?

    @ roger:

    Schulden sind aber Schulden. Mit der Konsequenz, dass du wenn du nicht zahlst gemahnt wirst und die Sache böse enden kann.

    @ ratlos:

    Weil duales Studium nicht gleich normales Studium ist. Du bekommst Geld und bezahlst damit dein Studium. Das haben die normalen Studenten ohne duales Studium nicht.


    Niemand zwingt dich Bafög zu empfangen. Im Umkehrschluss wäre genau das aber das Ausschlusskriterium für Studenten aus ärmeren Familien, denn lediglich mit Nebenjob kannst du kein Studium finanzieren.