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    Der Grundstein für diese Entwicklung wurde schon mit der Studienwahl gelegt, aber eigentlich sogar schon vorher, bei der Schulbildung, die dann zu dieser Studienwahl geführt hat.

    was meinst du denn damit?


    Ich kenne junge Menschen mit einem sehr guten Abi, die soziale Arbeit studieren. Wie meinst du denn deinen Kommentar?

    Ich meine mit dem Kommentar, dass die Frage, was man später realistisch studieren kann, schon davon abhängt, was man vorher in der Schule gelernt hat. Schon da lernt der eine die einen Fächer, der andere andere Fächer - und dann kommen nach dem Abi schon längst nicht ehr alle Studienfächer in Frage. (Auch wenn man theoretisch mit dem Abitur alles studieren darf.)

    Also ich brauch da kein Mitleid. Mir geht es echt super in meinem Leben, ich bin glücklich und hab null das Gefühl irgendwo unglaublichen Verzicht zu üben. Mit Kind alleine hatte ich (in Süddeutchland lebend) 850 Euro. Kein Luxus, aber gut lebbar, hatte eben kein Auto sondern ein Rad mit Kinderanhänger, man fasst kaum was das spart. Auch heute fahren wir meist Rad oder Bahn auf Studieticket. Alles lässig. ;-D ;-D

    In der Tat, man braucht nicht solche Mengen Kohle. Man kann auch mit weniger leben.


    Ich hatte auch nicht immer so viel wie heute, gab auch Zeiten, wo ich gesucht hab, wo ich noch ein paar Euro finde.


    Mehr Geld ist aber eine feine Sache, keine Frage. Oft ist mehr Geld aber auch mit viel Arbeit verbunden, was die Sache nicht unbedigt besser macht. Und dann kann es auch sein, dass man das einfach mal braucht, nicht selber zu kochen, sondern essen zu gehen oder mal in der erwähnten Therme zu entspannen. Das heißt aber eben nicht unbedingt, dass man damit glücklicher ist.

    danae87

    Danke danae , ich kam mir schon minderwertig vor weil ich so wenig verdiene . Mit meinem komme ich zurecht , kann auch in Urlaub fahren . Mir fehlt nichts und habe auch keine Wünsche die ich mir nicht erfüllen könnte .


    Mir kommen die 3100 € der Fadenöffnerin recht viel vor .

    Ich kenne so einige Leute, die definitiv eine ganze Menge mehr haben als ich. Zwei Dinge habe ich festgestellt.


    Erstens sind die Leute durch mehr Geld nicht zwingend zufriedener (schon gar nicht die Kinder, Geld/Geschenke/teure Klamotten/etc. ersetzen keine Zuwendung und Qualitätszeit mit den Eltern) und zweitens garantiert mehr Geld auch nicht, dass keine Geldknappheit herrscht (wenn wir nicht gerade von Unsummen sprechen). Da wird auch gejammert, da oft einfach wesentlich höhere finanzielle Verpflichtungen eingegangen werden. Wenn dann noch dazu kommt, dass jemand nicht gelernt hat, mit Geld umzugehen und es sinnvoll einzuteilen, hilft auch ein hoher Verdienst nichts. ;-)


    Ganz klar ist es nicht schön, jeden Cent zig mal umdrehen zu müssen. Ich denke, das favorisiert wohl niemand im Leben. Aber ein Zufriedenheitsgarant ist mehr Geld eben auch nicht.

    Echt lächerlich bei welchen Beträgen man schon bemitleidet wird.


    Nicht jeder braucht diesen hirnlos-ich-kaufe-mir-Scheiße-auf- dem-Weihnachtsmarkt-den-ich-nicht-brauche-Konsum mit einem Kaffee to go von Starsucks, 26ºC in der zugestellten und viel zu großen Wohnung, irgendwelche Alibi-Abenteuer-Urlaube und natürlich 1, 2 Autos.

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    Oder das man es brauchen würde wenn man weniger arbeiten würde. ;-D ;-D

    Genau. Bei weniger Arbeit bräuchte ich auch manchen Luxus nicht. Und vielleicht ginge es mir dann besser.


    Wer weiß, vielleicht reduziere ich irgendwann auf halbtags...


    Noch habe ich Bewerbungen am laufen, die eher Richtung noch mehr Arbeit und noch mehr Geld gehen. Aber gut möglich, dass das nichts wird. Vielleicht sollte ich dann mal ernsthaft darüber nachdenken die Work-Life-Balance in die andere Richtung zu verschieben.


    Man merkt wohl: Mit dem, was ich derzeit tue, bin ich etwas unzufrieden. Mehr Kohle heißt nicht mehr Zufriedenheit.

    Hab ich ja vorne geschrieben. Wir haben das gerade gemacht und nun eben die 1900 Euro und dafür viel Zeit für Familie. Für mich der wahre Luxus des Lebens ist nämlich Zeit die ich mit Menschen verbringen kann die mir wichtig sind. Und wenn ich dann noch Zeit ine einem Job verbringen kann den ich toll finde dann steht der Verdienst echt hinten an. Und ich finde es ziemlich unverschämt wenn man mich für eine freie Entscheidung mit der ich sehr zufrieden und glücklich bin bemitleidet.


    Doris


    Ich kenne viele Menschen die es viel fänden und einige die mehr haben und am Ende nur frustriert waren das sie eben für das Haus und so schnell wieder arbeiten gehen mussten statt lange in Elternzeit zu sein. Solange man zufrieden ist wird es für einen schon passen. @:)

    Hach ja...

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    Und ich finde es ziemlich unverschämt wenn man mich für eine freie Entscheidung mit der ich sehr zufrieden und glücklich bin bemitleidet.

    Interessant, dass missverständlich oder für den Empfänger nicht als nötig empfundenes Mitgefühl als unverschämt empfunden wird. ":/


    Schade. Und komisch.


    Aber ich muss ja auch nicht alles verstehen, nicht wahr?


    Ich schmunzele allerdings über das Klischeedenken, dass alle Durchschnitts- oder Besserverdiener ja "nie zu Hause sind", "immer nur gestresst sind, ihre Familie nie sehen, und deshalb ja gar nichts von ihrem Geld haben".


    Wohingegen freiwillige Geringverdiener ja das Paradies auf Erden haben: Basteln, jeden Tag lecker kochen, Traumurlaube auf Balkonien und viiiiieeeel Qualitytime mit der Familie. Und das Sparen geht so nebenher und macht auch noch Spaß! :)=


    Merkt ihr selber, oder?


    Da muss man sich sprichwörtlich schon arg auf die "Zunge beißen", um nicht zu denken, dass da eher die Missgunst spricht. ;-D




    Sei's drum: Ich arbeite 18 Stunden die Woche an der Dienststelle, habe einen freien Tag, und arbeite noch ca. 3-6 Stunden die Woche zu Hause am Schreibtisch.


    Dennoch hab' ich alleine 2400€ netto mit ca. 12 Wochen Jahresurlaub, dem freien Tag und 3 freien Nachmittagen mehr als genug Zeit um mich wohl zu fühlen.


    Ergo, es ist nicht alles immer schwarz-weiß.


    Wünsche dennoch einen schönen 1. Advent - egal ob am gekauften oder am selbstgebastelten Adventskranz!


    :)*

    Fifafofumm, sowohl der gut-Verdiener, der keine mehr Zeit hat, also auch der schlecht-Verdiener mit Zeit sind nur zwei Extrema. Es gibt auch den gut-Verdiener mit viel Zeit und den schlecht-Verdiener, der sich halb tot schuftet. Und wohl so alles dazwischen.

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    Sei's drum: Ich arbeite 18 Stunden die Woche an der Dienststelle, habe einen freien Tag, und arbeite noch ca. 3-6 Stunden die Woche zu Hause am Schreibtisch.


    Dennoch hab' ich alleine 2400€ netto mit ca. 12 Wochen Jahresurlaub, dem freien Tag und 3 freien Nachmittagen mehr als genug Zeit um mich wohl zu fühlen.


    Ergo, es ist nicht alles immer schwarz-weiß.

    100 € /Stunde Netto als Angestellter? Das sind ca. 6000€ Brutto im Monat. Entweder du bist schon alt, und hast eine Menge Berufserfahrung, oder ein Großteil ist Bonus, und somit nicht garantiert, oder du bluffst.


    Du bist doch gar kein Vergleich für die 26-jährige, knackige ]:D , Fadenstarterin. Man sollte bei so etwas schon einigermaßen in der peer-Gruppe bleiben.

    Das Problem ist einfach und das werden hier einige bestätigen: Je mehr Geld man zur Verfügung hat, umso mehr schraubt man die Ansprüche hoch und demzufolge hat man dann auch irgendwann Probleme diese wieder runter zu setzen.


    Ich hatte bis zum 16. Lebensjahr nur das spartanische Taschengeld von meiner Mutter, das 50 Euro umfasste.


    Ab 17 waren es 100 Euro pro Monat.


    Ich habe trotz allem gelebt und mir im Rahmen meiner Rolle als Schülerin auch den ein oder anderen Kinobesuch geleistet.


    Allerdings habe ich damals noch nicht im Internet bestellt, was auch nicht gegangen wäre, da ich noch keine 18 war. Man kam als Schülerin eben doch nicht so herum.


    Dann fing mein Studium an und ich bekam den Unterhalt meines Vaters. Meine Mutter gab mir ihren Teil des Unterhalts durch Miete und Naturalien. Ich hatte 300 Euro extra für den Rest.


    Es war nicht üppig. Aber ich kam klar, bis ich mir einen Nebenjob suchte und 450 Euro extra bekam.


    Rückwirkend hätte ich heute wohl echte Probleme wieder bei Null anzufangen. Gerade weil man über 18 natürlich auch mehr in die Versuchung kommt, online zu bestellen oder Dinge zu kaufen, die man jetzt mit 16 noch nicht wirklich braucht.


    Abgesehen davon, hinterfrage ich jedoch immer kritisch, ob ich jetzt davon sterbe, wenn ich dieses oder jenes nicht kaufe. Denn was braucht mann denn eng genommen? Ein Bett, ein Dach überm Kopf, Kleidung, um nicht zu frieren, Essen und Trinken.


    Man sollte sich daher immer fragen, ob man lebt um zu arbeiten oder ob man arbeitet um zu leben.


    Darüber hinaus hat mal jemand zu mir gesagt: Wir arbeiten in jungen Jahren für Luxus, den wir gar nicht bräuchten und im Alter lassen wir uns dann wieder reparieren, weil wir uns in jungen Jahren für materielle Güter abgeschuftet haben.


    Der Mann hatte in meinen Augen recht.