Ich finde, dass Steuerberater oftmals vollkommen überschätzt werden. Einmal sollen sie Unternehmensberater sein und vertreten Ihre Kunden sogar beim Banktermin (hallo?!) und dann wieder sollen sie Existenzgründer beraten.


    Ich bin der Meinung: Erst mal Geld reinholen und Gewinne erwirtschaften. Dann kann man sich immer noch steuerlich beraten lassen, wie man die Gewinne durch Steueroptimierungen weiter erhöht.


    Für Existenzgründer und erst recht "Gelegenheitsselbständige" gibt es andere Informationsquellen. Internetrecherche. Beratungsstellen beim Arbeitsamt. Existenzgründerseminare bei der IHK. Direkte Anfragen beim Finanzamt. Und so weiter. Und, die kosten meistens gar nichts!


    Der Fall hier ist auch klar. Entweder es ist tatsächlich dauerhaft geringfügig, oder eine "Hauptbeschäftigung" muss her, sonst muss es gleich gemeldet werden mit allen Konsequenzen, wo an erster Stelle immer die Krankenversicherung steht. Um weiter familienversichert sein zu können, böte sich eventuell als Hauptberuf "Student" an, schon mal darüber nachgedacht? Nach dem Studium arbeitslos, da muss man ja quasi weiter studieren. Um das zu finanzieren, produziert man nebenher Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit. Dafür muss man nix anmelden, ist dann einfach in der Anlage der ESt-Erklärung zu deklarieren, so wie auch die Nachhilfe die man irgendwo gelegentlich gibt etc. Aber Achtung: Die Einnahmen zum guten Teil auch für spätere Steuerzahlungen zurückstellen! Auf's Tagesgeldkonto damit, dann gibt es ein paar mickerige Zinsen wenigstens. Und wenn es dann mehr wird, dann wird es halt ein Freiberuflerstatus, das meldet man an und dann muss man sich auch selbst versichern - aber dann sind ja auch höhere Einnahmen da.