"Immerhin ist Ruhe mit Ohrstöpseln" - Anspruch zu niedrig? (Whg)

    Nun bin ich in kürzerer Zeit zum 2. mal umgezogen und es war quasi vom Regen (ständiges Getrampel) in die Traufe (Feiermeiers mit ständig lauter Musik, Gequake und teilw. Türenknallen).


    Aber: Mit Ohstöpseln habe ich meine Ruhe. Okay, außer wenn unter mir Diskolautstärke ist, dann vibriert sogar der Fußboden und man spürt den Lärm dann.


    Ist das vielleicht genau der passende Anspruch und alles darüber ist unverschämter Luxus?


    So kommt es mir langsam vor. Gut, bisher hab ich bestimmt insgesamt 10 Jahre wirklich angenehm ruhig gewohnt. Aber irgendwie ist es damit seit etwa 4 Jahren vorbei: Baulärm bis zum erbrechen, danach eben die Trampelhölle und nun Feiermeiers unter mir, die mich quasi lückenlos an ihrem kompletten Leben teilhaben lassen. Dabei wollte ich gar nicht in eine WG ziehen :(


    Oder soll ich froh sein, dass ich wenigstens mit Ohropax den ganzen Lärm nicht mitbekomme? Vielleicht sollte man sich ja damit zufrieden geben. Komisch nur: Bei vielen Freunden und Verwandten ist es die meiste Zeit angenehm ruhig...


    Also wieder auf Wohnungssuche... mit der überflüssigen Wohnung davor bin ich dann schon etwa 1,5 Jahre auf der Suche.

  • 33 Antworten

    Kommt vermutlich drauf an wo man wohnt und wie das Budget ist, aber ich finde nicht, dass Ruhe ein überzogener Anspruch ist.


    Was feiern etc. angeht, hatten wir immer viel Glück. Lediglich die direkten Nachbarn fingen plötzlich an ihre Mietwohnung bis spät abends umzubauen, Türen zu knallen, im Treppenhaus rumzubrüllen und ihren Satansbraten machen zu lassen, was sie wollte. Nachdem das alles inkl. Baulärm ca. ein Jahr andauerte sind wir u.a. deshalb auch ausgezogen. Wohnen jetzt im Einfamilienhaus und haben Ruhe.

    Ich finde nicht, dass der Anspruch auf Lärmfreiheit zu hoch ist. Im Gegenteil! Ruhe ist ein Recht.


    Gegen Baulärm kann man wohl nichts machen, wenn er an Werktagen und zu Arbeitszeiten ist (ich hatte mal einen Nachbarn, der in Eigenregie sein Reihenhaus umgebaut hat, da ging das auch Sa und So -.-"). Die Trampler und jetzt halt die Feiermeiers hast du NICHT zu dulden. Jede Mietpartei hat sich an die allgemeinen Regeln zu halten, idR hat von 22 bis 6 oder 7 Uhr Ruhe zu herrschen. Es klingt jetzt nicht so, als sei da 2 mal im Jahr Party, wo man den Nachbarn vorwarnt, dass es lauter werden kann, sondern das hört sich für mich nach Ruhestörung an. Der Mensch muss in besagter Ruhezeit ohne Ohropax schlafen können und Discolautstärke hat in einem Mietshaus nichts, aber auch gar nichts verloren. ^^


    Mach es einfach so, wenn es sich nicht bessert: jedesmal, wenn dort nachts noch Randale ist, die Polizei rufen und auch den Vermieter mal informieren. Bei solchen asozialen Leuten muss man auch keine Rücksicht nehmen und kein Verständnis haben. Ich gehe davon aus, es handelt sich um Erwachsene, die sehr wohl in der Lage sind, zu kapieren, wie laut sie sind und denen es einfach egal ist. Da musst du konsequent dranbleiben. ;-D

    Natürlich hast du ein Anrecht auf Nachtruhe. Ab 22:00 ist Ruhe! Spätestens nach dem 3. Polizeibesuch sollten auch deine Nachbarn ein Einsehen haben.


    Alternativ google doch einmal "Körperschallwandler". So ein Ding auf deinem Fußboden angebracht sollte morgens um 07:00 deine Nachbarn "sanft" aus ihren Schlummerträumen holen. ;-D

    Ich finde der Anspruch auf Ruhe hängt von der Wohngegend ab. Auf dem Dorf darfst du Ruhe erwarten. In der Stadt eher weniger. Dann hängt es auch noch von den Stadtteilen ab. Da wo ich z.B. herkomme, da ist es normal, dass in Prolis oder Gorbitz die ganzen Assis wohnen und da wäre es auch zu viel verlangt, wenn man Ruhe haben möchte. Billige Miete = Lärmwohnung. Ganz normal.

    Lustig, war nach letzter Nacht auch am überlegen hier ein Faden zu eröffnen.


    Bei uns weiß der Vermieter Bescheid und meinte wir sollen dort dann klingeln und wenn dann keine Ruhe ist wird er weitere Schritte einleiten. Nur leider ist bei uns die Schwelle ziemlich hoch uns zu beschweren. Wir möchten ja auch nur in Frieden hier wohnen.


    Hoffe nun auch auf weitere Tipps.

    Danke für die vielen Antworten! Es ist immer beruhigend zu wissen, dass man weder alleine ist, noch "bekloppt" oder so ist.


    Inzwischen scheint ja auch das Prinzip zu gelten:


    "Wir benehmen uns solange daneben, bis jemand Einspruch erhebt, dann ist ja alles okay".

    @ loveable<3

    Und genau das ist für Leute wie uns, die auch nicht als "Meckerfritzen" dastehen wollen problematisch. Da steht uns unsere eigene Toleranz - was eigentlich ja etwas positives ist - im Weg und die Krawallmacher nutzen es schamlos aus.


    Viel lieber wäre mir das Prinzip:


    "Wir nehmen alle Rücksicht aufeinander und achten immer darauf, die anderen nicht zu stören. Ausnahmen sind so selten, dass sich keiner beschweren wird."

    @ HausWindmühle

    Leider ist es nicht ganz so einfach, habe schon teure Neubauten erlebt und auch viel davon gehört, die massiv hellhörig waren.


    In einem 1997er Bau konnte man sehr deutlich die Schritte aller Nachbarn als lautes Wummern hören.


    Sonst würde ich locker 200€ mehr auf den Tisch legen, wenn ich dafür meine Ruhe hätte. Und tatsächlich bin ich auch bereit, etwas weiter rauszuziehen, kein Ding.


    Einem Nachbarn und Freund (einen Hauseingang weiter) geht es übrigens ähnlich. Wir hatten sogar schon überlegt, einfach die Nachbarwohnungen leer mitzumieten, damit uns keiner mehr auf den Sack geht (natürlich nicht ganz im Ernst).

    Beides, meine ich. Die Ohrstöpsel sind erste Hilfe und somit absolut okay. Mit denen "im Rücken" kannst du dir jetzt überlegen, wie du weiter vorgehen möchtest. Ohne Versuch, mit den Nachbarn (im Guten!) zu reden, würde ich aber nicht aufgeben. Über den Vermieter wäre dann nicht mehr im Guten - käme jedenfalls nicht mehr so an - und deshalb müsstest du dich damit auf einen Kampf einstellen, das sollte man sich natürlich dreimal überlegen: Kann ich das durchziehen? Will ich das Verhältnis belasten? Im Ernstfall wären die Ohrstöpsel vermutlich vorzuziehen, wenn auch mit Seufzen.

    Ich glaube, dass bei uns das gar nicht sooo bewusst gemacht wird. Wenn es einem keiner sagt, wird man schon nicht zu laut sein. Man hört ja auch die Nachbarn sonst nicht. Nur ich glaube, dass das Persönlichkeiten sind die einen Auslachen oder gar nicht erst auf machen, wenn man es ihnen sagen würde.


    Ich weiß nicht wie lange wir das noch so mitmachen. Vor letzte Nacht war es sehr laut. Gestern Nacht hat es lange und laute Hustgeräusche gegeben. Laut geredet wurde auch wieder - das Husten hat aber mehr genervt...nur ich kann ja nicht klingeln und sagen, sie dürfen nicht mehr husten oder so laut husten. Echt doof. Man weiß nicht wie man sich verhalten soll.


    Ich denke mir nur, wenn wir zu laut sind, würde ich es irgendwie auch wissen wollen um mich dann bemühen zu können, dass wir leiser sind.


    Es ist einfach total nervig, wenn man viel in der Nacht arbeitet und früh ins Bett muss. Klar kann man niemanden vorschreiben, dass es ab 18 - 19 Uhr Ruhe herschen muss. Jedoch wenn es um 1 Uhr nachts immer noch laut geredet wird - darf man doch was sagen oder nicht?


    Ohrstöpsel helfen mir zwar, die Geräusche auszublenden. Jedoch kann ich mit diesem Druck im Ohr auch nicht schlafen. Aber ich beruhige mich dann gut und ich kann wenigstens etwas entspannen.


    Wir hoffen aktuell einfach nur, dass es wegen Urlaub oder Krankheit eben so ist, dass sie viel daheim sind. Bei der nächsten Party (kam jetzt ca. 2 mal in diesem Jahr vor - OHNE VORWARNUNG) würden wir denke ich auf jeden Fall einmal klingeln.

    Also wenn man schon das Husten hört und Reden, dann wohnt Ihr in einem extrem hellhörigen Haus. Und darüber kann man sich auch schlecht beschweren.


    Bei der nächsten Wohnung würde ich auf die Bauart achten und den Vermieter nach vorhandener Lärmdämmung in den Fußböden fragen.


    Party 2x im Jahr finde ich akzeptabel, wäre allerdings nett, wenn diese angekündigt wären.


    Grundsätzlich würde ich mich immer zuerst an den lärmenden Nachbarn wenden. Zuerst den Vermieter oder sogar die Polizei anzurufen finde ich doof. Damit geht man sofort auf Konfrontation.

    Nein, dass Haus ist an sich nicht sehr hellhörig. Wir haben sie seither bis auf die zweimal Party fast nie gehört. Entweder haben sie Probleme hier mit jemanden im Haus (dass sie mit Absicht lauter sind) oder sie sind zur Zeit einfach lauter.


    Wir hatten den Vermieter kontaktiert, da die eine Party etwas aus dem Ruder lief. Vor allem haben Gäste einfach bei vielen Bewohnern im Haus um 3 Uhr nachts geklingelt - inkl. bei unserem Vermieter. Wir haben mit ihm nur geredet ob er es auch gehört habe und was wir machen können, wenn es wieder so ist. Er hat uns aber auch diverse Probleme mit genau diesen Mietern geschildert und hat diesen Mietern auch empfohlen sich eine neue Wohnung zu suchen, da sie nicht in diese Haus passen. Sie haben sich wohl dann auch wieder bei ihm entschuldigt einen Tag später.


    Leider war die andere Party mal unter der Woche, dass sollte man auch wenn es nicht oft im Jahr ist so etwas ertragen müssen, wenn man am nächsten Tag viel mehr Nacht wieder aufstehen muss.

    dann würde ich die wirklich mal persönlich ansprechen. Vielleicht bist Du ja von der Reaktion positiv überrascht. Ein Versuch ist es doch wert, bevor man sich wieder auf Wohnungssuche begeben muss

    Puh, ja wir werden uns mal in der nächsten Nacht wenn so etwas vor kommt zusammen reißen müssen und klingeln und versuchen freundlich zu bleiben. Wie formuliert man das denn? ":/ ;-D

    Ja, Am besten freundlich bleiben. So etwas wie " sorry, wir hören Euch oben ziemlich laut ( Türen knallen, Musik, Reden- was auch immer)und können nicht schlafen. Wir müssen morgen früh raus. Könnt Ihr bitte etwas leiser sein?

    Gar nicht erst ansprechen, weil man befürchtet, nicht ernstgenommen zu werden, ist mit Sicherheit der schlechteste (und der unterste ;-) )Weg. Hingehen, klingeln, lächeln und freundlich sagen, was Sache ist. "Hallo, es ist ein bisschen laut für uns unten, könntet ihr den Level bitte etwas runterschrauben?" oder so.