• "Immerhin ist Ruhe mit Ohrstöpseln" - Anspruch zu niedrig? (Whg)

    Nun bin ich in kürzerer Zeit zum 2. mal umgezogen und es war quasi vom Regen (ständiges Getrampel) in die Traufe (Feiermeiers mit ständig lauter Musik, Gequake und teilw. Türenknallen). Aber: Mit Ohstöpseln habe ich meine Ruhe. Okay, außer wenn unter mir Diskolautstärke ist, dann vibriert sogar der Fußboden und man spürt den Lärm dann. Ist das vielleicht…
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    @ Nin

    Ich kenne dein Leid, bin im Leben jetzt mittlerweile schon zig mal umgezogen und hatte nur bei den ersten drei Wohnungen Glück. Alle danach waren eine Lärmbude, vor allem nachts....will da nichts näher auf eingehen, nervt.


    Ach ja, und bei Kampfesansage ziehe ich immer den Kürzeren, da ich immer die "Dazugekommene" bin und alle anderen im Haus freundschaftlich miteinander bekannt sind.


    Ich passe irgendwie nie.


    Wegen deiner Ohrenstöspelfrage: die anderen haben zwar recht, dass man ein Recht auf Ruhe hat...aber klag das mal ein...weder Polizei noch Anwalt werden da viel Erfolg haben, wenn du keine Zeugen hast. Weiß ja nicht, wie deine Lage ist. Meist gewinnen allerdings die Lärmer. Sei froh, wenn es wenigstens mit Ohrenstöpseln geht. *:)


    Das ist auch ein großer Wunsch von mir: endlich wieder eine ruhige Bude!!!!!

    Alles klar. Ja ich weiss man sollte mal was sagen. Mal sehen wie es im nächsten Jahr wird.


    Sind übrigens die Nachbarn neben uns. Die über uns hören wir auch ab und zu, aber das sind nur ab und zu normale wohngeräusche.

    Gestern, am ersten Tag nach Neujahr, bin ich nach Hause gekommen und alles war eigentlich so, wie man es erwartet - ruhig. Und als ich dann raus ging, stellte ich fest, dass tatsächlich Licht bei den Nachbarn brennt. Das hat jetzt nicht immer was zu bedeuten, ich lasse auch manchmal noch eine Lampe an, wenn ich weggehe.


    Aber es blieb den ganzen Abend bis spät in die Nacht ruhig!


    DAS hat mich tatsächlich fast ein wenig geschockt! :-o Normalerweise ist "Instant Remmidemmi" aber da fing ich gleich an zu spekulieren:


    - vielleicht krank und im Bett? Aber dann würde man schon mal husten oder schniefen hören...


    - Tatsächlich einfach mal ruhig und liest ein Buch oder guckt Fernsehen?


    - Oder doch nicht da und nur das Licht an?


    ...aber ganz leise hab ich in der Küche doch was gehört...


    Ich finde es halt ganz witzig, dass es mich fast schon mehr schockiert, wenn es ruhig ist OBWOHL die da ist/sind :-o

    Zitat

    idR hat von 22 bis 6 oder 7 Uhr Ruhe zu herrschen

    Ja aber eben auch nur dann, außerhalb dieser Zeiten ist ja quasi alles hinzunehmen. Und wenn man dann 21 Uhr schon schlafen muss oder von 14-18 Uhr Discomucke läuft, nervt es ja trotzdem.


    Übrigens bei mir war auch mal eine Nachbarin nicht gewillt, den ganzen Tag Power Metal zu hören und war bei mir klingeln und ich war gar nicht pampig sondern dann leiser. Muss nicht immer schlecht sein, was zu sagen. ;-)

    Zitat

    Ja aber eben auch nur dann, außerhalb dieser Zeiten ist ja quasi alles hinzunehmen. Und wenn man dann 21 Uhr schon schlafen muss oder von 14-18 Uhr Discomucke läuft, nervt es ja trotzdem.

    Das ist Quatsch und immer wieder ein beliebtes, aber falsches Argument.


    Auch außerhalb der Ruhezeiten muss man nicht alles hinnehmen. Vor allem nicht laute Musik, die es unmöglich macht, seine Wohnung vernünftig zu nutzen. Was ist denn, wenn jemand im Schichtdienst arbeitet und außerhalb der gesetzlich vorgegebenen Ruhezeiten schlafen muss? Die Ruhezeiten sagen aus, dass ALLE Geräusche zu unterbinden sind, die nicht zwingend notwendig sind. Sie sagen nicht aus, dass außerhalb dieser Zeiten Remmidemmi herrschen darf.

    Ich kann das Problem übrigens voll und ganz nachvollziehen, bin 2016 genau wegen solcher Probleme zweimal umgezogen und habe jetzt eine tolle Wohnung x:)


    Dachgeschoss, unter mir ein Büro, dass nur zu Geschäftszeiten besetzt ist, außer mir nur 2 weitere Mieter und ganz unten auch ein Geschäft.

    @ Andrusch

    Ja, genau davon träume ich ja auch! Oder eben ein kleines Häuschen, aber das sind ja ganz andere finanizelle Dimensionen, vor allem für eine Person alleine.


    Die letzten 4 Tage waren tatsächlich mal ohne Remmidemmi. Aber vor dem jetzigen Wochenende graust es mir schon wieder ein wenig. Zum Glück habe ich noch Freunde und Verwandte, zu denen ich flüchten kann.


    Aber auf Dauer macht das einen echt kaputt.


    Was ich dann z.B. auch nicht verstehen kann: Okay, dann eben keine laute Musik. Gut. ABER dann auch nachts noch die Türen mit Karacho ins Schloss ziehen. Das ist noch viel ätzender als laute Musik, bzw. ähnlich ätzend. Als ob man laute Musik in einen kurzen Moment des "Rummmss!!!" komprimieren würde.


    Mir selber geht es immer so, dass ich merke, wenn ich laut bin. Dann zucke ich manchmal sogar zusammen oder denke "Au weia... das hätte jetzt nicht passieren dürfen!". Ich glaube, manchen fehlt das halt komplett.


    Aus Spaß sage ich manchmal, dass es sich um einen Gen-Defekt handelt. Und zwar ist da ein Gen zuviel, das "Auf-den-Sack-Gen" ;-)


    Naja, die Wohnungssuche läuft weiter. Gestern habe ich ein Exemplar aus dem Jahr 2012 begutachtet. Architektur nicht ganz mein Fall, und der dringende Verdacht, dass man Fersengeher dort dumpf wummernd gehen hören könnte. Das ist leider ein großes Manko moderne Gebäude. Man würde ja denken, dass man inzwischen gelernt hat, gut schallisolierte Wohnungen zu bauen. Ja, das hat man. Man macht es nur nicht, bzw. interressiert das anscheinend keine Sau. Denn wenn das Gebäude erst mal steht und niemanden bekannt ist, welche Akustik da herrscht, wird es sich immer und immer wieder gut verkaufen oder vermieten lassen.


    Da dann überall harte Böden verlegt werden (Laminat, Parkett, Fliesen, etc.) und der schwimmende Estrich oft einen unangenehme eigene Schwingfrequenz hat (gerne was um die 60Hz) dröhnen dann die Schritte von Leuten, die hart mit der Ferse auftreten (und das werden anscheinend immer mehr). Und da sich das schön auch über die Wände überträgt hört man nicht nur Schritte über einen, sondern aus allen Richtungen.


    In einem Altbau mit Holzdecken ist das etwas anders. Da hört man Schritte meist nur von oben, da das Holz den Schall oft schon geschluckt hat, bevor er in die Wand vorgedrungen ist. Dafür hört man ihn direkt darunter um so mehr.


    Nun ist es tatsächlich so, dass ich hier in einem solchen Gebäude gottseidank kein Getrampel mehr höre. Dafür aber jede Menge andere Scheiße :(

    Jaaaa...noch ein Vorteil meiner jetzigen Wohnung...Linoleum in Laminatoptik...keine Tritte, kein Vibrieren - herrlich x:)


    Das Problem mit dem allseits beliebten Laminat ist, dass es, wenn billig verlegt, alle Geräusche überträgt, auch ein Problem meiner letzten 2 Wohnungen :(v g


    Da hatte ich mal Nachbarn, bei denen ich am Vibrieren des Bodens erkannt habe, welchen Film die grade gucken :-o

    Ja so einen weichen Belag habe ich auch in der Küche verlegt. Ist etwas weicher und auch noch fußwarm. Laminat kann richtig fies kalt sein, selbst mit Socken noch.


    Jetzt habe ich mich mal wieder in die "Isolation" begeben, das ständige Türenschlagen kotzt mich gerade dann doch etwas hart an. Das heißt: Ohrstöpsel (Die guten "Bilsom 303"), darüber den Funkkopfhörer auf voller Lautstärke, und den mit dem Fernseher verbunden. Da die Ohrstöpsel sehr linear dämpfen hat man immer noch einen sehr guten Sound, aber alles andere drumherum hört man kaum noch.


    Trotzdem: Wenn ich damit schlafe, und die Nachbarn mal richtig gas geben (Krakeelen, etc.) hör ich das sogar noch durch diese Dinger. Ist aber zum Glück eher selten.

    In meiner alten Wohnung (Nachkriegsbau) hatte ich ähnliche Probleme mit der Nachbarin über mir. Allerdings ging es noch nicht mal um Party und Co., die Alltagsgeräusche der Dame in Kokbination mit ihrem schlecht gedämmten Fußboden und ihren Eigenheiten haben mich zig Nerven gekostet: Nicht nur, dass sie mehrmals in der Woche von 23 bis 1 Uhr Wäsche wusch, obwohl sie schon hörbar seit 18Uhr zuhause war, auch trampelte sie immer wie manisch durch ihre Wohnung. Also: Sie stapfte ins Wohnzimmer, kurzes Möbelgerücke, dann schnelle Gestapfe durch den Flur in die Küche und zurück. Als würde sie Kilometergeld bekommen - jedenfalls hatte ich irgendwann das Gefühl sie läuft durch meine Wohnung. Das Kuriose: auch sie war manchmal tagelang ruhig, vermutlich weil nicht da. Nachdem ich mich wochenlang aufgeregt habe und eine mögliche Eskalation vermeiden wollte, wenn ich abends bei ihr klingle, habe ich ihr einfach nen netten Brief mit Pralinen in den Briefkasten geworfen mit der Bitte um Rücksicht. Auf den Vorschlag das mal bei nem Kaffee zu besprechen, ging sie nicht ein - wir haben dann ein paar Zettelchen getauscht und dann ging es tatsächlich besser. Bin trotzdem froh jetzt unterm Dach zu wohnen

    Hm, also unterm Dach wohnen hilft leider nicht immer. Denn da wohne ich ja. Und gerade das kräftige Türen ins schloss ziehen, Krakeelen oder laute Musik geht leider genau so gut nach oben wie nach unten. Okay, trampeln höre ich hier selten. Obwohl eine der Damen es tatsächlich schafft, zum Glück selten, so zu "gehen", dass man denkt, über einem Elefantengehege zu wohnen. Aber wie gesagt sehr selten, aber auch nicht ausgeschlossen.


    Es gibt ja auch tatsächlich Foren, in denen von Erfolgen berichtet wird, die ausschließlich durch heftiges Gegenlärmen erreicht wurde. Wo also Gespräche etc. nicht gefruchtet haben, Vermieter und Polizei auch nicht. ABER Terror.


    Und das liest man so oft, dass man fast schon gar nicht mehr auf die Idee kommt, Diplomatie anzuwenden, sondern am besten gleich das große Geschützt aufzufahren. Aber vielleicht ist es echt so, dass man mal gemerkt haben muss, wie beschissen das ist, keine Ruhe zu bekommen, um anderen diese auch mal zuzugestehen.

    So etwas kann ein Schiedsmann bewirken: Die Betroffenen und die Auslöser gehen zusammen mit ihm in die jeweilige Nachbarwohnung und hört von dort aus gemeinsam auf die Geräusche, die aus der eigenen kommen bzw. auf deren Wirkung in der anderen, man steigt also mal in die Schuhe des anderen, gewissermaßen.


    Mir wäre das selber Lärm machen, um Einsicht zu erreichen, an deiner Stelle viel zu umständlich und auch, ehrlich gesagt, zu blöde.

    Zitat

    Bei uns weiß der Vermieter Bescheid und meinte wir sollen dort dann klingeln und wenn dann keine Ruhe ist wird er weitere Schritte einleiten. Nur leider ist bei uns die Schwelle ziemlich hoch uns zu beschweren. Wir möchten ja auch nur in Frieden hier wohnen.

    Ich habe bisher meist ruhig gewohnt und akzeptiere dies auch bei niedrigem Budget nicht anders. Wenn Du die Polizei rufst, bitte sie, Deine Beschwerde "anonym" zu behandeln.


    Wenn die Polizei wegen Ruhestörung nach 22 Uhr anrücken muss, kostet das Strafe. War schon auf Parties, wo die Polizei den Spaß aufgelöst hat. Ist unangenehm für Gastgeber und Gäste. Da wusste niemand, wer die Polizei gerufen hat. Ich würde auch vorher nicht klingeln, sondern gleich die Polizei rufen. Ist glaub ich im Sinne des gesamten Mietshauses.


    Ich hab sogar schonmal die Polizei gerufen, als es in meiner eigenen WG eskaliert ist ... sie wußten auch nicht, das ich das war. Ich kam mir zwar etwas fies vor, hatte aber dann wenigstens Ruhe. Irgend eine Fensterscheibe war zu Bruch gegangen, das hat mir dann doch Angst gemacht ...


    Es ist eine absolute Frechheit, was Deine Nachbarn da bieten. Würde ich mir nicht gefallen lassen. Du zahlst Miete.


    Ansonsten kannst Du auch mal die Mietzahlung aussetzen.


    Ich würde mich konsequent wehren!!! Habe auch schon quer über das Grundstück gerufen, dass jemand seine Musik ausmachen soll. Selbstbewusstes Auftreten hilft hier.

    Zitat

    Auch außerhalb der Ruhezeiten muss man nicht alles hinnehmen. Vor allem nicht laute Musik, die es unmöglich macht, seine Wohnung vernünftig zu nutzen.

    Sehe ich auch so. Sie können sich auch nicht dagegen wehren, wenn Du Dich beschwerst. Würde auch konsequent den Vermieter mit ins Boot holen und ihn jedes Mal informieren, wenn Du Nachbarn nerven.


    Wenn Dich jemand nervt, dann nerve zurück. So einfach. Gegenseitige Rücksichtnahme. Was hast Du zu verlieren?