Die eine Sache ist, dass du gelernter Schweißer (oder auch Schweier??) bist, als das willst du auch arbeiten. Das Jobcenter fände es sicher toll, dass jeder eine eierlegende Wollmilchsau ist, die man überall hin vermitteln kann. Finde es auch nicht überaus dramatisch, ein Vogelhaus als Test zu bauen, die meisten Menschen die handwerklich begabt sind, sollte das vor kein großes Problem stellen. Und vielleicht kannst du dann halt auch anderweitig eingesetzt werden. Ich verstehe, dass du dich irgendwie beleidigt fühlst (auch wenn ich glaube, dass es nicht so böse gemeint war, wie du denkst) - aber ich halte dich auch für schwer vermittelbar, wenn deine Außenwirkung so ist, wie hier im Forum (schnell beleidigt, selber beleidigend, nicht bereit neue Wege zu gehen). Manchmal tut man sich keinen Gefallen mit seiner Art. Ich habe vom Jobcenter finanziert selber eine Umschulung gemacht und arbeite auch nicht in meinem Ausbildungsbereich sondern eher artverwandt. Muss man sich halt auch mal drauf einlassen (und damit meine ich nicht als Security mit kaputtem Rücken).

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    Wenn ich,schlosser,schweißer und maurer bin,habe ich 3 berufe.ich kann 3 sachen,aber nichts richtig, kann ich aber einen beruf zu 100% dann bin ich ein blöödmann weil ich nur eins kann.

    Stimmt, ich gib dir uneingeschränkt Recht. Aber die Welt wird auf allen Ebenen bekloppter. Ich kann die Handhabung bei so einigen Dinge, die früher normal abliefen, heute nicht mehr nachvollziehen. ":/

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    Bin ich also nichts wert,wenn ich gelernter Schweißer bin,?

    Du bist genau so viel wert, wie Du Dir SELBST wert bist.


    Wenn Du vom eigenen Wert überzeugt wärst, könnten Dich Bemerkungen Dir ja doch fremder Menschen (niemand beim Jobcenter kennt Dich als Menschen) nicht so extrem aus der Balance bringen. Ich sage nicht, dass das leicht ist, aber ich sage aus eigener Erfahrung, es ist machbar.


    Ich denke, derzeit bist Du besonders empfindlich, da eben doch einiges in Deinem Leben in Schieflage ist. Hier stehen mehr die Selbstzweifel im Vordergrund als die Zweifel fremder Leute. Daher habe ich das Gefühl, Du wütest hier gegen Dich selbst. Sei ein wenig netter zu Dir. Wäre ein Anfang.


    Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei, erst mal Grundlegendes wieder auf die Reihe zu bekommen, um dann noch mal aus einer neuen Perspektive heraus die Jobsituation zu beleuchten und in Angriff zu nehmen.

    ??Was mich hier gerade am meisten schockt ist, dass du wirklich über 50 bist??


    In dem Alter ist es - glaub ich, - generell schwerer einen Job zu finden,.. Vielleicht wäre es einfacher, hättest du auch andere Berufserfahrung. Finde die Aussage daher nicht unbedingt beleidigend.

    Bin ich hier der einzige der die Aussage des Jobcenters nicht beleidigend findet? Ich finde das war eine wertungsfreie aussage. Und ja, heutzutage IST es nunmal besser "vielseitig" zu sein. Sie hat nicht gesagt der TE wäre nichts wert, er wäre kacke oder sonstwas. Einfach nur auf den Tisch gelegt, wie es atm auf dem Markt aussieht und was gesucht wird. Fangen wir hier jetzt langsam an in amerika, dass wir uns ständig angegriffen fühlen?

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    Bin ich hier der einzige der die Aussage des Jobcenters nicht beleidigend findet?

    Wie kommst du darauf? Bisher hat doch praktisch jeder geschrieben, dass er die Aussage nicht als Beleidigung sieht? ":/

    du solltest erst mal an deinem Selbstbewusstsein.arbeiten..eine Bemerkung einer JC "Dame",die wahrscheinlich noch keinen Tag in ihrem Leben was produktives garbeitet hat,solltest in die tonne kloppen und das nächte mal schlagfertiger sein,falls von der noch was unqualifiziertes kommen sollte ..ich hoffe ,du packst das..

    Ich glaube es macht einen einfach sensibler wenn man verarbeiten muss dass man mit 50 ohne Job da steht. Zumal das Bild des ALGII-Empfängers in der Öffentlichkeit so derartig mies klischeehaft ist, dass es schon logisch ist dass man dann auch mal hypersensibel reagiert.


    Ich kann das gut verstehen, denke aber auch, dass es keine inhaltlich beleidigende Aussage ist. Die Frage ist ob hier der Ton die Musik gemacht hat -'und da kann derselbe Satz komplett wertungsfrei sei. aber auch herabwürdigend.


    Und leider arbeiten im JobCenter eben nicht nur empathische Menschen.


    Ich wünsche dem TE dass er schnell einen Job findet mit dem er zufrieden sein kann.

    Ach ja: Jeder Mensch ist gleichviel Wert. Egal ob mit oder ohne Job, ob krank oder gesund, ob alt oder jung - und ich Weiß, die Praxis in dieser "sozialen" Marktwirtschaft die immer mehr zur freien MW wird, kann einem manchmal den Eindruck vermitteln dass es Menschen gibt die "bessser" sind. Sind sie aber nicht.


    Kopf hoch! Es war sicher nicht beleidigend gemeint, auch wenn es einen trifft.

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    Früher war das wohl auch der Regelfall, sein Leben lang in seinem angestammten Beruf zu arbeiten.

    das entspricht ganz und gar nicht meiner Erfahrung bzw. Erinnerung, eher im Gegenteil: es kam wohl öfter vor, dass jemand ein Leben lang beim angestammten Arbeitgeber arbeitete, aber vielfältig einsetzbar zu sein, scheint mir früher viel selbstverständlicher gewesen zu sein.

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    Wenn ich,schlosser,schweißer und maurer bin,habe ich 3 berufe.ich kann 3 sachen,aber nichts richtig,

    das ist Unsinn, ganz im Gegenteil, die wirklich guten Leute zeichnen sich dadurch aus, dass sie fachübergreifend denken können, wohingegen die, die immer nur in einem kleinen Fachgebiet tätig sind, nur unter Anleitung arbeiten können, weil sie nicht in der Lage sind, die Schnittstellen ihrer Arbeit selbst zu überblicken. Die basteln dann gerne etwas zurecht, was zwar in sich OK ist, aber zu der Arbeit des nächsten Gewerks nicht passt.


    (ich habe das Problem mal persönlich durchstehen müssen, mit Fachverantwortung für einen Klempner und einen Trockenbauer, beide für sich sicher fähige Leute, aber ständig kam es an der Schnittstelle zu Reibereien, die zT. in wüsten gegenseitigen Beschimpfungen der beiden ausarteten; am Schluss blieb mir nichts, als beide zu entlassen; ersetzt wurden sie durch einen Handwerker, der beide Gewerke beherrschte und einerseits alleine besser und schneller arbeitete als die beiden zuvor zusammen und andererseits auch mit anderen Kollegen beider Fachgebiete reibungslos zusammenarbeitete...)

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    Kommt es besser,wenn ich ewig neue Jobs habe,die denken dochauch,warum hat der so oft sein beruf gewechselt.

    ständiges Wechseln zwischen völlig verschiedenen Tätigkeiten ist natürlich ein Alarmzeichen und kommt mit Sicherheit nicht gut.


    Aber gelegentlicher Wechsel (gelegentlich bedeutet kein Wechsel mit Abstand kleiner 3 Jahre, kein Verbleib in einer Tätigkeit von mehr als 10 Jahren, ideal Wechsel so alle 5 bis 7 Jahre) zwischen verwandten Tätigkeiten, möglichst jeweils mit Verantwortungszuwachs, kommt meist gut.


    Wer allzu extrem lange in einer Tätigkeit verharrt, ist schwer vermittelbar, weil das Vertrauen eines potentiellen Arbeitgebers schwindet, dass der Bewerber fähig ist, eine neue Tätigkeit oder auch nur die Arbeit in einer neuen Arbeitsumgebung (andere Prozesse, andere Vorgaben etc.) zu akzeptieren bzw. zu erlernen.

    Beim nächsten Besuch im Jobcenter solltest du mal die Emotionen rausnehmen. Einfach fragen, wie die sich das vorstellen und ob es Alternativen gibt. Arbeiten vermittelt zu bekommen, die man körperlich nicht ausführen kann, bringt absolut nichts auf Dauer.


    Vielleicht kann dir dein Arzt auch raten, welche Arbeiten du mit einer kaputten Wirbelsäule ausführen kannst. Bei bestimmten Rückenschäden ist Bewegung anzuraten, körperliche schwere Arbeiten aber dringend abzuraten. Deshalb solltest du da vielleicht als Erstes ansetzen.


    Und ob man bei der Security wirklich jungen Leuten ergebnislos hinterherrennen muß, sei dahingestellt. Aber mit Sicherheit hauen nicht alle Hundebesitzer zu, wenn man sie an ihre Pflichten erinnert. Da macht oft der Ton die Musik.

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    Ich glaube es macht einen einfach sensibler wenn man verarbeiten muss dass man mit 50 ohne Job da steht. Zumal das Bild des ALGII-Empfängers in der Öffentlichkeit so derartig mies klischeehaft ist, dass es schon logisch ist dass man dann auch mal hypersensibel reagiert.

    :)^


    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, das man sich im Jobcenter schon oft erniedrigende Dinge anhören muss. Manchmal bleibt man cool, aber manchmal reicht es auch einfach. Ich kann Dich schon verstehen.


    Und als erwachsener Mann ein Vogelhäusschen bauen müssen finde ich schon sehr demütigend, das machen 9jährige Kinder im Werkunterricht. Und welchen Job soll er nach dieser Befähigung dann ergreifen? Vogelhäusschenbauer?


    Und dieses Argument, kann ich langsam nicht mehr hören:

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    du bist aber empfindlich.... arbeite lieber daran, statt dich über Frauen aufzuregen die nur ihren Job machen.

    %-|


    Man kann den Job so oder so machen und glaube mir da gibt es Unterschiede!


    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/hartz-iv-so-hart-koennen-hartz-iv-empfaenger-nun-bestraft-werden-a-1110686.html