• Job Center sagt,ich kann nichts......

    Ich fühle mich beleidigt. Ich war in einer maßnahme beim Job Center wo man bewerbungstraining macht. Ich schrieb in meiner bewerbung das ich mein leben lang als Schweißer gearbeitet habe. Das Job Center sagte darauhin,es sei nicht gut,wenn man sein leben lang das gleiche gemacht hat. Es käme besser,wenn man meherere tätigkeiten gemacht hat,weil man…
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    Ein zweites Standbein zu haben ist immer gut. Anderseits ist ein Beruf, in dem man Routine auf wirtschaftlicher Sicht immer besser, auch wenns irgendwann langweilig ist.

    Da hatte ich mit 43 Jahren in einem einem einzigen Betrieb und dann arbeitslos geworden mit 61 Jahren viel Glück gehabt. In diesem seltenem Beruf kann man sich nicht weiterbilden , es gibt auch keine ähnliche Arbeit. Niemand hat mir irgendwas negatives an den Kopf geworfen. Nach 5 Monaten Arbeitslosigkeit habe ich nun einen 450 € Job mit völlig anderer Arbeit.

    chat_fan

    Du mußt zeigen das du auch für andere Arbeit aufgeschlossen bist. Sieht du in der Jobbörse alles durch ? Auch das was sich nicht so gut anhört ?


    Man hört immer wieder von so komischen Kursen vom Arbeitsamt. Ein ehemaliger Kollege sollte mit einem Faden mit der linken Hand einen Knoten machen. Oder eine ausgebildete Schneiderin sollte zeigen wie man Kissen näht. Alles Mist. Aber ohne son Zeug kommt man nicht weiter.

    Dass die Mitarbeiter mi Jobcenter manchmal nicht so dolle sind, muss man nicht diskutieren. Es hängt aber auch immer wieder davon ab, wie man selber reagiert. Beleidigt und dann mit entsprechend aggressivem Unterton oder eben klar und ruhig und deutlich.


    Du hast einen Beruf gelernt und einiges an Erfahrung. Aber gesundheitliche Probleme und - wenn ich es richtig interpretiere - fehlen Dir einige wichtige Zertifikate für den Job. Dann fordere, dass Du die machen kannst, damit Du dem aktuellen Stand entsprichst. Schweißer ist nicht gleich Schweißer; wenn DU mangels best. Zertifikate innerhalb des Jobs nur begrenzt einsetzbar bist, bist Du auch in dem Job schwerer vermittelbar.


    Alter allein ist kein Grund. Mein Freund ist 49 und hat letztes Jahr eine mehrmonatige Weiterqualifikation in seinem Bereich bekommen, weil in dem alten "Grundjob" im Winter gerne mal Flaute herrschte = Entlassung. Er konnte eine Qualifikation draufsetzen und nun in seinem Bereich eine Tätigkeit ausüben, die wetterunabhängiger ist. Obendrein ist er nun doppelqualifiziert und kann in beiden Bereichen angefordert werden. Da diese oft Hand in Hand arbeiten, ist er manchmal beides in Personalunion. Bescheuerte Schichten und Arbeitszeiten, aber halt viel mehr Sicherheit und besseres Gehalt. Mit 49, vom Arbeitsamt bezuschusst.


    Man sollte selber halt Klarheit haben, was man will, was man kann - und was ggf. fehlt, um in dem Bereich bessere Chancen zu haben.


    Wenn Dir aber Zertifikate fehlen und deutliche gesundheitliche Einschränkungen vorliegen, dann solltest Du überlegen, ob Du nicht über den Rentenversicherungsträger in eine Maßnahme/Umschulung kommst. Mit 50 nicht ganz so leicht, aber auch nicht unmöglich.


    Dass das Jobcenter gerne oberflächlich weiterqualifiziert und in aktuelle Mangelbereiche im Billiglohnsektor steckt, ist nichts Neues. Putzen und Security geht halt immer irgendwie. Kämpfe FÜR das, was Du willst/brauchst und NICHT GEGEN die, die nur ihren Job machen. Vieles ist im JObcenter halt Schema F, aber Fakt ist auch, dass viele Menschen (v.a. auch Ältere) nun mal Probleme haben mit Bewerbungsanschreiben etc. Mag auf Dich nicht zutreffen, aber in diese Maßnahmen wird man halt schnell gesteckt. An den richtigen Stellen mitspielen, an den anderen Stellen kämpfen.


    Vogelhäuschen bauen mag auch absurd erscheinen, aber es ist ein Test bzgl. Auffassungsgabe und handwerklichem Geschick. Dem einen (handwerklich geschiclten) fällt es leicht; dem anderen weniger. Der eine hat's noch nie gemacht aber kapiert in wenigen Minuten, wie er es machen muss; der andere starrt 5 Tage drauf und kann es nicht umsetzen.


    Und grundsätzlich:


    Selbstaufwertung über die Abwertung anderer ist keine gute Idee.

    Zitat

    diese Tanten,die nix ahnung haben,


    die stempeln dich als dooooffmann ab,weil du ebend nur eine sache kannst.


    Die kommen vllt aus der supermarktbranche,und sind nun JobCENTER KÖNIGINGEN,also was besseres.

    Woher willst du wissen, dass "die sich als was Besseres" fühlen und als Job-Center-Queens? "Die" sind vielleicht unsicher und unglücklich in ihrem Job, der bestimmt auch nicht immer der tollste ist. Viele sind da gezwungenermaßen Quereinsteiger und machen das nicht gern. Genau so könnte man auch denken, du legst das aus einer Wut heraus der Mitarbeiterib etwas in den Mund, was du vielleicht nur falsch verstanden hast.


    Frag doch noch mal nach, wenn du glaubst, dass sie so etwas gesagt haben sollte.

    Zitat

    Ein ehemaliger Kollege sollte mit einem Faden mit der linken Hand einen Knoten machen. Oder eine ausgebildete Schneiderin sollte zeigen wie man Kissen näht. Alles Mist. Aber ohne son Zeug kommt man nicht weiter.

    Na mit diesen Kursen aber auch nicht. Die nehmen einen nur die Motivation und das Selbstbewusstsein.

    Ich Möchte nur mal anmerken dass die Maßnahmen in die (Langzeit) Arbeitslose gesteckt werden


    nicht von Mitarbeitern des Jobcnter organisiert werden.


    Diese Maßnahmen finden unter anderem in Behindertenwerkstätten statt, weil viele Langzeitarbeitslose


    mit Einschränkungen zu tun haben die eine Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt erschwert.


    Viele dieser Maßnahmen dienen dazu Schwächen und Stärken der Arbeitslosen heraus zu finden


    und sie psychisch zu stabilisieren.


    Betreut werden die Arbeitslosen dort von Sozialpädagogen und Psychologen.


    Dies Maßnahmen dienen dazu Langzeitarbeitslose psychisch zu stabilisieren ihre Stärken und Schwächen herauszufinden


    und ihnen Wege in einem neuen Job aufzuzeigen.


    Vogelhäuser zusammen zu bauen dient dazu, um herauszufinden wie schnell und sorgfältig derjenige arbeitet


    und ob er mehrer Stunden am Stück konzentriert bei einer Sache bleiben kann.


    Für Menschen mit psychischen Erkrankungen nicht immer so einfach.

    Plüchbiest

    Zitat

    Diese Maßnahmen finden unter anderem in Behindertenwerkstätten statt, weil viele Langzeitarbeitslose


    mit Einschränkungen zu tun haben die eine Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt erschwert.

    Sorry ich glaube Du bringst da etwas durcheinander, das heißt ja jeder der längerfristig Hartz 4 bezieht landet irgendwann in der Behindertenwerkstatt.


    In einer WfbM arbeiten ausschließlich Menschen mit Behinderung, die Diagnose wurde schon gefällt bevor sie da anfangen, sonst bekommen sie da gar keinen Platz.

    Eben. Und um in eine solchen Maßnahme des 2. Arbeitsmarktes zu gelangen, muss man erstmal einen Antrag auf Schwerbehinderung stellen und entsprechende Einschränkungen attestiert bekommen.


    Viele Maßnahmen der Jobcenter sind Mist oder werden willkürlich an den falschen TN aufgebrummt (ich fand das Bewerbungstraining für mich damals, direkt nach der Uni, albern. Weil ich dort für solche Trainings SELBER ausgebildet wurde.). Aber ich hab's halt abgesessen und hatte meinen Frieden.

    Die Arbeitslosen arbeiten NICHT in einer Behindertenwerkstatt.


    Es werden nur die dortigen Räumlichkeiten genutzt.


    Es gibt dort z. Bspl Grossküchen in denen man Arbeitserprobungen bzw. Praktikas macht.

    Weiß zwar nicht, was man beim Jobcenter alles so machen muss, aber ich würde mich einfach selber bewerben und zwar so, wie ich das gut finde. Und wenn ich mein Leben lang Schweißer gewesen wäre, würde ich mich natürlich nur als Schweißer bewerben und schreiben, dass ich darin jahrelange Erfahrung hab. Was denn sonst? ":/ Klar kannst du dich auch auf einen Mindestlohnjob im Supermarkt bewerben, aber da brauchst du in die Bewerbung fast nix reinschreiben, weil die eh jeden nehmen oder weil die dich nicht nehmen, weil überqualifiziert.


    Ich kann nur jedem der das Jobcenter satt hat raten, sind irgendnen Scheiß im Callcenter zu suchen und sich dann eben in Ruhe weiterzubewerben. Irgendeinen Job, dass man nicht zu diesem Jobcenter muss, gibts immer.


    Bin ja auch grad bei denen gewesen, die machen einfach nix, weil die doch eh keinen Plan haben, wie und wo ich mich bewerben muss, es bei mir eh nur nach Note geht mit der Einstellung und die Bewerbungsschreiben... naja ich bin Deutschlehrerin, da sitzt die vom Jobcenter rum und hat Angst, ohne Mist, die meinte sie muss jetzt aufpassen wie sie redet... %-| Hab trotzdem das Online-Bewerbungstraining von denen mal gemacht, aber mal ehrlich, ich weiß wie man sich bewirbt weil ich das Kinder beibringe. Was soll ich da groß noch lernen? Und eh ich da Kurse für Idioten mach, sitz ich im Supermarkt oder in Callcenter und hab meine Ruhe... :=o

    Zitat

    Und eh ich da Kurse für Idioten mach, sitz ich im Supermarkt oder in Callcenter und hab meine Ruhe...

    Da gebe ich Dir recht. Allerdings bezweifle ich das Du schon mal an der Kasse gesessen hast oder im Callcenter gearbeitet hast. Weil seine Ruhe hat man da ganz bestimmt nicht ]:D .

    @ TE chat_fan

    also dass die doofe Tuss im Job-Center dummes Zeug geredet hat, das steht für mich außer Frage, lass dich dadurch bloß nicht verunsichern. Du weißt doch selber am Besten was du kannst und sei deswegen ein bischen selbstbewusster. Ein Leben lang seine Fertigkeit zu vervollkommnen, was ist denn da schlechtes dran ? Nur weil es den Idioten in dem Center nicht in den Kram passt, kommen dann solche abwertenden Aussagen, unfassbar.


    Ein guter Schweißer ist allemal viel wert und normalerweise auch gefragt. Eine qualitativ einwandfreie Naht zu ziehen, das ist eine hohe Kunst, die nicht selbstverständlich od. gar einfach zu erlangen ist.


    Im Studium hatte ich mal nebenher 1 Sem. einen Schweißfachkurs spaßeshalber belegt und außer etwas zusammenbrutzeln kam nichts dabei rum, aufregend war das allemal.


    Ich ziehe da jedenfalls meinen virtuellen Hut und bewundere so etwas. Diese Fertigkeit ist nur mit sehr viel Übung und jahrelanger Erfahrung zu erlangen. Das wissen nur viele überhaupt nicht, die blöde Nuss im Jobcenter schon mal ganz sicher überhaupt nicht.


    Denk einfach mal da dran und es ist nur wegen dummen Gewäsch kein Grund hier einen Minderwertigkeitskomplex aufzubauen.


    Wenn du schon gut schweißen kannst, wäre es aus meiner Sicht eher sinnvoll das weiter zu vervollkommnen und ggf. zum Spezialisten zu werden (nicht jeder kann Edelstahl od. Alu gut schweißen), anstatt auf irgendeinen Hilfsbremserjob umzulernen, wo du ganz unten als unerfahrerener Anfänger beginnst, das wäre doch vollkommener Schwachsinn.